Davor und auch dahinter – Tour ab Königswinter

Hallo zusammen,

so langsam neigt sich mein Urlaub dem Ende entgegen. Eigentlich war eine Tour auf dem Ruhrtal-Radweg geplant, aber unbeständiges Wetter und eine sich, gefühlt, stündlich verändernde Corona-Situation hat mich davon Abstand nehmen lassen. Deshalb habe ich viele Tagestouren und kleinere Radtouren unternommen. Mal mit meiner Mutter, mal allein. Ein paar davon möchte ich Euch gern noch in Form eines Blogbeitrages vorstellen. Ich hoffe, ihr habt Lust drauf 😉 Heute nehme ich Euch, natürlich wieder unbeauftragt und unbezahlt, mit auf eine wirklich schöne Runde am Rhein entlang. Allerdings nicht wie so oft hier bei uns in der Ecke, sondern bei Königswinter. Mit einem Umstieg kommt man ganz gut mit der Bahn zu diesem kleinen Bahnhof.

Lediglich beim Aussteigen fällt vor Ort auf, dass der Bahnsteig recht tief ist und man quasi mit dem Rad aus dem Zug fällt 😉 Nun ja. Ich hatte meine Route so gewählt, dass ich zuerst in Richtung Drachenfels radel, solange ich noch frisch und ausgeruht bin 😉 . Gedacht, getan. Auf ging es rauf zur Drachenburg und zur Aussichtsplattform hoch über dem Rhein. Auf dem Weg nach oben gibt es immer wieder wundervolle Ausblicke über den Rhein oder auf die Drachenburg. Man hat unweigerlich die Rheinromantik im Kopf, wenn man sich hier umschaut.

Oben angekommen gab es, neben einer ersten Pause 😉 , wunderbare Ausblicke über das Tal, die anderen Berge drumherum und bis nach Bonn, bzw. Köln konnte man schauen. Ich hatte wirklich Glück mit dem Wetter.

Während ich mit dem Rad den Rausch der Geschwindigkeit bei der Fahrt hinab genoss, sind andere eher beschaulich mit der Drachenfelsbahn unterwegs gewesen. Schon beeindruckend, wie steil manche Passagen dieser Zahnradbahnstrecke sind.

Die nächste „Bergetappe“ war die Löwenburg, der Berg direkt nebenan. Erst also wieder ein bisschen bergab und dann mit Schwung den nächsten Berg rauf. Angekommen an der Burgruine der Löwenburg konnte man auch hier nochmal ein bisschen die Aussicht genießen, bevor es durch den Wald wieder hinab ging.

Ich bin wahrlich kein Waldexperte, aber hier sah er auf jeden Fall sehr dicht und gesund aus, ob das so stimmt, weiß ich nicht, man hatte aber gelegentlich das Gefühl durch Urwald zu radeln, wirklich herrlich.

Nach dem raschen Abbaut etlicher Höhenmeter kam ich in Bad Honnef an und auch hier fällt auf, viele Häuser sind wunderschön, die Lage am Rhein ist wirklich herrlich. Richtig mit Bad Honnef beschäftigt habe ich mich nicht, ich bin recht fix runter bis an den Fluss gefahren.

Die Insel Grafenwerth liegt vor Bad Honnef im Rhein und bietet schöne Blicke auf den Fluss und die Schiffe darauf. Auch ein Blick zurück auf den Drachenfels lohnt. Es war recht windig und bewölkt, so das die Schatten der Wolken immer andere Lichtstimmungen auf den Berg geworfen haben, wirklich ein schönes Fleckchen Erde da.

Wieder zurück auf dem „Festland“ führte mich mein Weg in Richtung Süden weiter am Rhein entlang. Dabei kam ich auch an der „Blauen Sau“ vorbei. So richtig habe ich nicht raus bekommen, um was es sich dabei handelt. Es soll wohl Club, Gastro, aber auch Co-Working Space sein. Auf jeden Fall stehen rund um die „Location“ spannende Oldtimer und Flugzeugteile herum. Auf jeden Fall ist es es wert, dort mal anzuhalten und zu gucken. Spannend.

Beim radeln hörte ich schon immer Züge vorbei fahren, auf der Höhe einer Kläranlage, etwa gegenüber von Oberwinter auf der anderen Rheinseite, gab es dann eine schöne Fotostelle mit Blick auf die rechte Reinstrecke, eine viel befahrene Güterzugverbindung, die direkt am Rhein entlangführt. Ihr bin ich im Grunde noch bis zu meiner Rheinquerung gefolgt, dazu aber später mehr. Ein paar Züge habe ich abgewartet, dabei noch einen anderen Eisenbahn getroffen, war ganz nett und an der Stelle war ich sicher nicht das letzte Mal.

Durch den wunderschönen Ort Erpel führte mich meine Strecke am Tunnelportal der ehemaligen Brücke von Remagen vorbei. Was es mit der Brücke und dem Ort Linz am Rhein auf sich hat, habe ich vor einige Zeit schon mal in einem anderen Blogbeitrag geschrieben, wenn ihr mögt, gern mal HIER klicken. Erpel auf jeden Fall ist einen Besuch wert, wenn man auf Fachwerkhäuser und enge Gassen steht.

Kurz drauf gab es nochmal einen interessanten Blick auf die Rheinstrecke. Schaut man sich an, wie komprimiert hier die Verkehrsträger auf einem Raum unterwegs sind, versteht man auch die Beschwerden vieler Anwohner, die oftmals das Gefühl haben, die Eisenbahn fährt direkt durchs Wohnzimmer. Andererseits liegen diese Gleise da auch schon ein paar Jahre länger. Wenn man dort einige Zeit lang steht, erkennt man aber auch Unterschiede bei der Lärmentwicklung der Wagen. Es gibt wohl auch schon sehr leise Waggons.

Wirklich schöne Wege gibt es am Rhein, man radelt unter Bäumen hindurch, hat den Rhein neben sich und kommt super voran. Radeln wie es sein soll. Meine Ziel war der Ort Bad Hönningen, dort wollte ich mit der Fähre auf die andere Rheinseite und dann wieder zurück in Richtung Norden radeln.

Ob es geklappt hat? Keine Ahnung, ist aber bereits das zweite Mal, dass ich einen solchen Antrag sehe. Ich wünsche dem, eventuell, verlobten Paar auf jeden Fall alles Gute.

Und wem das jetzt zu viel Romantik war, in Wallen fiel mir diese schöne Gestaltung einer Bushaltestelle auf, konnte man ja nicht unfotografiert lassen sowas. Brachte auf jeden Fall etwas Farbe in die triste Haltestelle und witzig finde ich es auch.

Mit der Fähre ging es für knappe 2 Euro in Bad Hönning über den Rhein nach Bad Breisig. Von hier aus ging es dann wieder zurück nach Königswinter, dieses Mal halt auf der anderen Rheinseite.

Da ich jetzt die Sonne im Rücken hatte, boten sich auf der anderen Rheinseite schöne Motive an. Das Schloss Arenfels zum Beispiel. Als Event- und Hochzeitslocation kann man das ganze buchen, optisch macht es auf jeden Fall ne Menge her finde ich.

Auf dem Rheinradweg mit Blick auf den Fluss kam ich dann auch an Remagen und dem Brückenmuseum vorbei, also quasi die andere Seite der ehemaligen Brücke. Ich war schon mal in diesem Museum, auch dort lohnt sich ein Besuch, die Geschichte der Brücke ist wirklich spannend. Bei dieser Tour bin ich allerdings vorbei gefahren, ich hatte ja noch ein Stückchen Weg vor mir.

Dieser Weg war allerdings in weiten Teilen wirklich wunderschön. Kurz bevor die Ahr in den Rhein mündet sieht er so aus, da geht einem dann echt das Herz auf. Tieeeef einatmen und genießen…

Über die Ahrmündung führt diese schöne Holzbrücke. Ich sagte es an anderer Stelle schon mal, die Ecke da hat was. Ich glaube, ich muss da im kommenden Jahr mal eine längere Tour hin machen.

Auf dem Rhein gingen Menschen auch ihren Hobbies nach, dieses nette Motorboot schoss vorbei. Das macht sicher auch ne Menge Spaß, auch wenn es ziemlich über das Wasser hüpfte. Aber vielleicht ist gerade DAS der Spaß 😉 ?

Auf der Hinfahrt gegenüber war ich am Bahnhof Linz vorbeigefahren und habe dort viele wunderbare alte Lokomotiven und Schienenbusse gesehen. Ich dachte, die stünden dort in der Abstellung, aber tatsächlich fahren von dort aus Züge ins Kasbachtal. So konnte ich jetzt von meiner Rheinseite aus sehen, wie einer dieser Schienenbusse von seiner Tour zurückkam.

Auch das Schloss Drachenburg auf dem Drachenfels ist von dieser Rheinseite aus gut zu sehen, wie schon gesagt, Rheinromantik halt.

Als ich in Melhem auf die Fähre zurück nach Königswinter wartete gab die Sonne dann nochmal alles, das Licht war fast unwirklich und rundete diese Tour spektakulär ab. Ein Foto gibt diese Ansicht nur unzureichend wieder, es war einfach wunderschön und intensiv.

Die Tour war mit etwas über 60 Kilometern gar nicht so lang, ich fand sie aber wirklich wunderschön und habe mir fest vorgenommen, dort nochmal mit dem Rad unterwegs zu sein. Natürlich habe ich auch wieder ein Relive Video für Euch. Ich hoffe, es hat Euch gefallen. Wenn ihr Fragen habt, nur keine falsche Scheu.

Danke fürs lesen und bis zum nächsten Bericht,
Euer Martin

 

Ein Gedanke zu „Davor und auch dahinter – Tour ab Königswinter

  1. was auch hier Super ist Siegtalradweg….. Bis zum Siegfall sind es zwar ein paar Meter aber die Sbahn fährt paralell uns so ist man fix wieder zurück…. Besonders lohnt sich wenn es nächstes Jahr wieder das Autofreihe Siegtal gibt….. Aber auch die Strecke Bonn – Köln am Rhein entlang ist Super…

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.