Pendeln zur Arbeit…ziemlich warme Angelegenheit

Hallo zusammen,

von meiner Haustür bis zur Arbeit sind es etwa 20 Kilometer. Ab und an lege ich die Strecke mit dem Rad zurück, gerade jetzt in der Vorbereitung auf das Stadtradeln. Die knappe Stunde nur mit sich allein auf dem Rad tut oftmals wirklich gut und ist geradezu ideal, wenn es darum geht, sich für den Job zu fokussieren, oder, auf der Rückfahrt, ein wenig abzuschalten. Gestern waren es zwei völlig verschiedene Touren. Die Fahrt nach Krefeld war wirklich wundervoll. Um kurz nach 6 Uhr ging es los, bei etwa 18 Grad lag noch leichter Nebel über den Feldern und es war nahezu windstill. Ein herrliches Radfahren war das.

Ich radel immer über den Bahnradweg von Grefrath bis kurz vor Kempen. Von dort aus geht es dann, an Gut Heimendahl vorbei nach Krefeld. Dort variiere ich dann meist, indem ich entweder über die Felder düse oder am Krefelder Weg entlang bis ach Schicksbaum fahre. Gestern ging es mal an der Straße entlang.

Während ich meinen Dienst in der Mediothek tat, wurde es draußen immer wärmer. Aber es war keine trockene Hitze, sondern es wurde zusehens drückender und stickiger draußen. Als ich dann Nachmittags die Rückfahrt antrat, gesellte sich auch noch ein leichter, aber beständiger, sehr warmer Wind dazu. Ich muss sagen, es war schon richtig anstrengend. Besonders zwischen Krefeld und Kempen, auf einer Strecke, auf der man viel über offenes Feld fährt, habe ich mich über jeden Schatten gefreut….und nicht nur ich, offenbar 😉

Zwischen den Feldern und auf dem Asphalt war es richtig muckelig warm. Ich war dann am Ende des Tages doch ganz froh, als ich in Grefrath angekommen war. Schon heftig, wie unterschiedlich zweimal eine ähnliche Strecke sein kann. Versöhnlich zeigte sich die Sonne dann beim Untergang, das Licht am Abend war wirklich schön.

Morgen soll der heißeste Tag des Jahres werden, ich werde das Rad mal in der Garage lassen und das Auto nehmen. Wer Morgen unterwegs ist, dringender Tipp, cremt Euch ein und nehmt vor allem genug Getränke mit.

Ich wünsche Euch einen tollen Tag Morgen…

Euer Martin

Heiße Feierabendrunde

Hallo zusammen,

gestern Nachmittag war das Wetter einfach wunderbar. Vielleicht noch einen Tick zu heiß, aber der blaue Himmel und die leichte Brise lockten aufs Rad. Also ging es bei knappen 32 Grad los. Kaum auf dem Rad hörte ich das unverkennbare Geräusch eines Helikopters, also führte der Weg erst mal in Richtung Flugplatz. Dort angekommen war gerade ein Robinson R44 gelandet. Nach einem kurzen Gespräch mit dem netten Menschen auf dem Turm konnte ich zum Heli und Fotos machen. Die Besatzung war interessiert und so wurden ein paar Fotos auf dem Handy gezeigt und ein bisschen gequatscht. Der Hubschrauber und die Crew werden eingesetzt um Stromleitungen und Pipelines zu überprüfen.

Gemütlich ging es dann vom Flugplatz aus in Richtung Burg Uda weiter, dann weiter durch tolle grüne Radwege in Richtung Süchteln.

Man merkte schon, dass es ziemlich heiß war, die Luft war richtig drückend und jede Pedalumdrehung führte zu direkter Schweißproduktion. Das Ganze war sogar noch steigerungsfähig, als ich mich entschloss, den Harffweg an der LVR Klinik hinaufzufahren. Ganz schön anstrengend. Das Bild zeigt die Strecke….allerdings nach dem bergan radeln ;).

Die Abfahrt führte über losen Schotter und Steine wieder hinab. Dort ging es dann an der Burg Bocholt vorbei auf den Bahnradweg. Von Grefrath dann nochmal rauf ins Feld und dann wieder zurück. Alles in allem waren es knappe 25 Kilometer. Die waren allerdings ziemlich anstrengend. Nun ja, mal sehen, was die nächsten Tage so bringen.

Ich habe euch, obwohl nicht die abwechslunsgreichste Tour, mal die GPS Daten angehängt und natürlich gibt es auch wieder ein Filmchen ;).

GPS Daten

Beste Grüße, euer Martin

Radaktiv – Der Düsseldorfer Fahrradtag

Hallo zusammen,

ich war heute in Düsseldorf. Dort wird in knapp zwei Wochen die Tour de France starten. Die Stadt fiebert dem Event entgegen, das merkt man an jeder Ecke.

Heute sollte es als Vorbereitung auf die Tour den großen Fahrradtag geben. Das Alles lief unter dem Namen „Radaktiv – Der Düsseldorfer Fahrradtag„. Und da das ganze schließlich einen französischen Anstrich brauchte feierte man also die „Fete de velo“ ;).

An der Rheinuferpromenade waren etliche Stände aufgebaut, an denen man sich über die verschiedensten Fahrräder informieren konnte, viele sogar inklusive einer Probefahrt. Und zwar für groß und klein.

Die ausgelassene Stimmung, untermalt von Livemusik und vielen Mitmachaktionen, passten gut zum Thema Fahrrad. Neben unterschiedlichen Händlern, hier war recht deutlich zu erleben, wie sehr E-Bikes mittlerweile am Markt angekommen sind, stellten sich auch verschiedene Radfahrregionen im In- und Ausland vor.

Es ging um E-Bikes, um Crossräder, Rennräder, es gab Touringbikes zu sehen und auch ganz außergewöhnliche Räder, wie zum Beispiel die von Viks, fanden ihre Bühne.

Auch Themen, die nur indirekt etwas mit dem radeln an sich zu tun haben, fanden ihren Platz. Gesundheitsthemen zum Beispiel. So konnte man Blutzuckermessungen machen lassen, den Cholesterinspiegel checken und auf einem Ergometer mal testen, wie viel Power man denn noch so hat.

Und offenbar braucht der Biker von heute auch den passenden Schmuck. Gab es auf jeden Fall auch. Ungewöhnlich und ein Hingucker sind diese Stücke auf jeden Fall.

Einer der Hauptsponsoren der Tour der France, die Rheinbahn, hat ordentlich in frisches Obst investiert. Es gab für jeden Besucher Bananen…und an dieser Stelle mal ein dickes Lob an alle die da waren, man fand nirgendwo herumliegende Schalen. Außer da, wo sie hingehören….

Überhaupt waren offizielle Stellen vielfältig vor Ort. Das Ordnungsamt, die Polizei, der ADFC, die Stadtverwaltung, es gab einen Stadtradeln-Stand und eine Menge mehr. Natürlich wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt, klassische Partyversorgung wie die obligatorische Bratwurst, aber auch französische Spezialitäten waren im Angebot. Apropos Frankreich…die Gendarmerie ist auf jeden Fall schon da 😉

Richtig lange war ich nicht vor Ort, aber das was ich gesehen habe, hat mir durchaus gefallen. Ich glaube, nach anfänglichem Hadern freut man sich mittlerweile in Düsseldorf auf die Tour. Ich freue mich auf jeden Fall darauf, dass ich dieses sportliche Großevent in meiner Nähe habe und ich werde sicher versuchen etwas davon live mitzubekommen.

So Leute, ich hoffe, es hat euch ein bisschen gefallen, ich haue mich jetzt mal hin und wünsche euch noch einen schönen Sonntag. Ob mit Rad oder ohne…

Euer Martin

Fronleichnahmsrunde

Hallo zusammen,

diese Woche war es rund ums Rad recht ruhig bei mir. Das sollte sich heute mal wieder ändern, dank Fronleichnam hatte ich heute frei und hatte mir eine schöne Tour zurecht gelegt. Vorneweg schon mal…ich hab es, gerade eben so, im Trockenen geschafft anzukommen. Wenige Minuten später sah es nämlich so aus:

Um das Bild in Groß zu sehen, einfach draufklicken!

Aber von vorne, ich bin von Grefrath aus in Richtung Straelen geradelt. Das Wetter heute war zwar optisch wunderschön, aber sehr drückend und kurz nach dem ich aus Straelen heraus war, fing es langsam an windig zu werden. Die Wege hier bei uns sind gelegentlich zwar etwas trickreich, die ein oder andere Wurzel hat es durch den Belag geschafft, aber die Aussicht macht vieles wieder wett.

Kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze habe ich einen kurzen Stopp in Arcen gemacht und mir dort die Schlossgärten angesehen. Wirklich eine schöne Ecke dort.

Genau wie bei der letzten Tour ging es wieder mit einer Radfähre über die Maas. Für die smarte Summe von einem Euro hat mich der Fährmann auf die andere Seite gebracht. Ich hab Chris de Burghs Ratschlag nicht befolgt und doch vorher bezahlt.

Nach einem kurzen Snack in Lottum ging die Tour, bei immer mehr auffrischendem, mittlerweile zum Gegenwind gewordenen, Wind weiter in Richtung Horst. Horst war deshalb mein Ziel, weil dort der „Greenport Bikeway“ beginnt. Dieser, wirklich wunderbare, Radweg verbindet Horst mit Venlo und ist komplett autofrei zu befahren.

Die Niederländer haben das wirklich drauf, das mit den Radwegen. In Venlo ging es dann wieder zurück über die Maas und dann wieder durch die Venloer Heide und Hinsbeck zurück nach Grefrath. Wie gesagt, nur wenige Minuten vor dem großen Regen. Alles in allem eine schöne, etwa 60 Kilometer lange, Feiertagstour. Wie immer gibt es gleich noch einen Clip und, wer mag darf sich gern die GPS Daten herunterladen.

GPS Daten

Wie immer hoffe ich, es hat euch ein wenig gefallen.

Euer Martin

Stadtradeln…es geht wieder los!

Hallo zusammen,

heute also wieder etwas rund um das Thema Fahrrad. Kennt ihr die Aktion Stadtradeln? Ganz grob geht es darum, in einem bestimmten Zeitraum aufs Auto zu verzichten und mit dem Rad unterwegs zu sein. Zur Arbeit, zur Uni, zum Hobby. Es geht darum, CO2 zu vermeiden und sich gesund zu bewegen. Die spannenden Elemente daran sind zum einen eine große Gemeinschaft und zum anderen klare #Gamification Funktionen.

Wenn die Kommune in der man wohnt am Stadtradeln teilnimmt, hat man als Radler die Möglichkeit an einem schon bestehenden Team teilzuhaben oder sogar ein eigenes zu gründen und somit „Teamkapitän“ zu werden. Im offiziellen „Erfassungszeitraum“ wird dann geradelt und die zurückgelegten Kilometer werden aufgeschrieben. So gibt es also neben den positiven Effekten des Radfahrens auch noch den des Wettbewerbs. Innerhalb des Teams und als Team innerhalb der Kommune. Auf den Webseiten ist das alles recht gut erklärt.

Ich bin jetzt im vierten Jahr dabei, zum dritten Mal als Teamkapitän der Mediothek Krefeld. Einige wissen es ja, ich arbeite in der Bibliothek in Krefeld unter anderem an den Auftritten im Bereich Social Media und bin verantwortlich für das Communitybuilding. Wenn eine Bibliothek sich als Team beim Stadtradeln aufstellt, wird sie dadurch sichtbar in der Bevölkerung und die Erfahrung als Mitarbeiter und Nutzer zusammen zu radeln und das Team nach vorn zu bringen ist etwas ganz Tolles.


In diesem Jahr freue ich mich besonders auf das Radeln, wir flankieren die diesjährige Teilnahme mit einer Ausstellung in der Bibliothek zum Thema 200 Jahre Fahrrad und hatten zur Eröffnung des Ganzen die wunderbare Pauline Saßerath zu Gast. In der Mediothek werden wir ab dem 25. Juni, das ist der Starttag für das Stadtradeln in Krefeld, tagesaktuell berichten, wie viel Kilometer das #TeamMediothek schon erradelt hat. 😉

Aktuell haben wir geplant mit einigen Mitarbeiter auch an der Auftakttour teilzunehmen. Eine lockere 37 Kilometer Tour steht da auf dem Plan, beginnend an der Fabrik Heeder in Krefeld und dann vorbei an Clörather Mühle und dem Nierssee. Wird sicherlich eine schöne Runde. Wollen wir hoffen, dass an dem Tag, und gerne auch im ganzen Erfassungszeitraum, das Wetter mitspielt.

So, wenn ihr in Krefeld wohnt oder arbeitet und Lust habt, bei uns mitzufahren, dann gerne mal hier feste klicken: http://bit.ly/MediothekTeam . Aber es gibt ansonsten mit Sicherheit auch in Eurer Nähe eine  Stadtradelkommune, schaut einfach mal auf die Website. Ich finde das ganze Projekt wirklich ne gute Sache.

Euer Martin

Mein erstes Ovalrennen

Hallo zusammen,

heute mal wieder ein Posting so ganz ohne Fahrrad, aber dafür mit schnellen Autos. In unserer Region waren in den letzten Wochen überall Plakate für ein Rennevent am Pfingstmontag im niederländischen Venray zu sehen. Erst habe ich das nicht so recht wahrgenommen, aber dann doch mal die angegebene Website besucht. Nun ja, was soll ich sagen, es las sich ganz spannend. Ich bin großer Motorsportfan, allerdings meist am Nürburgring, oder in Spa, also klassische Langstreckenrennen. Ovalrennen kannte ich bislang nur aus dem Fernsehen, in der amerikanischen NASCAR Serie. So recht vorstellen, dass das spannend ist, wenn man nur im Oval fährt, konnte ich mir nicht. Da Venray aber nicht weit weg ist und der Eintritt für einen ganzen Tag bei 15 Euro lag, bin ich am Pfingstmontag mal hingefahren.

In Venray gibt es zwei ovale Rennstrecken, ein kleineres Innenfeld und die längere Strecke, welche auch überhöhte Kurven hat. Im Kleineren wurden verschiedene Rennserien ausgetragen, unter anderem die National Hotrods

und die Stockcar F1 Serie. Letztere ist eine ziemlich hektische Angelegenheit, die „Buggies“ sind ziemlich laut und schnell und sehen mit ihren riesigen Dachspoilern spektakulär aus. Richtig durchdrungen habe ich das Reglement noch nicht, verschiedene Spoilerfarben haben verschiedene Bedeutungen. Seis drum, es hat Spaß gemacht, zuzugucken.

Das Highlight für mich war aber dann das LMV8 Rennen. Dabei handelt es sich sich um Autos, die optisch schon nach NASCAR Wagen aussehen und auch ordentlich „Alarm“ machen. Und es hat wirklich Spaß gemacht, das Rennen zu verfolgen. Dadurch, dass man immer die ganze Strecke im Blick hat, kriegt man auch alles mit. Rad an Rad Duelle, Windschattenfahrten und die ein oder andere Berührungen machten das Geschehen spannend.

In der Boxengasse herrscht eine große Nähe zu den Fans, man kommt mit Fahrern ins Gespräch und ist hautnah dabei, wenn die Wagen repariert oder vorbereitet werden. Das hat Venray mit der VLN gemeinsam, auch wenn es am Nürburgring zusehens schwieriger wird, sich frei in den Boxen zu bewegen.

Auf jeden Fall hat sich der Tag gelohnt. Im Juli kommt die europäische NASCAR Serie an die Rennstrecken, mal schauen, vielleicht fahren ich dann nochmal hin. Ich fand das alles sehr spannend und so ein Renntag mit vielen Serien für kleines Geld, das hat doch auch was.

Das soll es dann auch schon wieder gewesen sein mit dem kleinen Ausflug in die Sportwagenwelt. Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen. Wenn ihr noch ein paar mehr Bilder sehen mögt, dann klickt mal feste HIER AUF DEN FLICKR Account.

Euer Martin

 

Pfingsttour

Hallo zusammen,

in den letzten Tagen war es sehr heiß, drückend und schwül, das war am Morgen des Pfingstsonntag anders. Es hatte die ganze Nacht geregnet, teilweise sogar gewittert und die Luft war herrlich. Obwohl es stellenweise recht windig war, habe ich mich für eine, für meine Verhältnisse, große Tour entschieden. Ich wollte mal wieder nach Laarbruch radeln. Früher, als kleiner Junge, bin ich in den Ferien oft von Duisburg aus nach Laarbruch geradelt. Damals eine gigantische Strecke für mich. In Laarbruch war damals eine Air Base der Briten und ich habe den ganzen Tag im Gras gelegen und mir Tornados, Phantoms, Chinooks und Harrier angeschaut. Das waren immer tolle Tage.

Heute sind die Briten abgezogen und die Air Base Laarbruch heißt mittlerweile Airport Weeze und aus den Harrier, Tornado und Phantom Kampfjets sind Boeing 737 von Ryanair geworden. 😉 Nun ja, ich habe vor Ewigkeiten schon mal die Tour Grefrath Weeze gemacht, war aber nicht zufrieden mit dem „Routing“. In der Nähe von Geldern ging es kilometerlang auf einem Mehrzweckstreifen an der Landstrasse vorbei. Nicht so schön. Dieses Mal habe ich mir eine Route „über die Felder“ rausgesucht, die war zwar länger, aber deutlich schöner zu fahren.

Von Grefrath über Wachtendonk ging es dann, an der Niers vorbei in Richtung Geldern. Dabei führte der Weg das ein oder andere Mal auch über Landstraßen, aber immer nur ein paar hundert Meter, ansonsten ging es über Feldwege, asphaltierte Wirtschaftswege oder, gelegentlich auch, über Schotter dem Ziel entgegen.

Das Wetter schien sich zu halten, es ging auch lange gut. In der Ferne sah man zwar immer wieder, wie es sich zu zog, aber ich bin relativ weit gekommen, ohne nass zu werden ;). Erst kurz vor Wetten ereilte es mich dann. Allerdings fielen nur ein paar dicke Tropfen, es wurde nochmal etwas windiger, aber dann war es auch wieder vorbei. Nichts, was wirklich lästig gewesen wäre. Der nächste Haltepunkt auf meiner Tour war, übrigens genau wie früher auch, Kevelaer. Früher diente die Stadt mir und meinen Freunden zum Mittagessen im legendären Schlemmergrill, den es heute nicht mehr gibt, und zum Proviant fassen für den langen Tag am Flugplatz. Heute diente mir Kevelaer als willkommene Pause und als Moment der Ruhe. Außerdem habe ich eine Kerze angezündet…für Menschen, die mir wichtig sind. Ob gläubig oder nicht, es kann ja nicht schaden, oder?

Von Kevelaer aus ist es dann nur noch ein Katzensprung zum heutigen Ziel meiner Tour, dem Airport Weeze. Ich fühle mich dem Flughafen dort irgendwie verbunden, er begleitet mich seit frühester Jugend. Wie gesagt, ich bin oft selbst hingeradelt, als er noch militärisch genutzt wurde, ich verbinde wunderschöne Erinnerungen an meinen Vater mit dem Platz, wenn wir an einem „Jungstag“ dort Flugzeuge geschaut haben. Ich habe in der Umwandlungsphase in einen Zivilariport tolle Menschen dort kennengelernt, habe mich in der Bürgerinitiative pro:nrn engagiert, geniale Führungen hinter die Kulissen erlebt und Flughafenfeste mitgemacht. Habe V-Bird, Dutchbird und Hamburg Airways kommen und gehen sehen, viele Flüge von Weeze aus gemacht und auch als Spotter liegt mir der Platz mit seinen guten Fotomöglichkeiten sehr. Einen Eindruck über den Flughafen vermittelt der Imagefilm….der natürlich genau das ist, ein Imagefilm 😉 Aber er ist gar nicht schlecht gemacht…

Als ich dort auf das Gelände gefahren bin, gab es erst mal einen kleinen Flashback. Vor dem dortigen Royal Air Force Museum steht die Tafel, die früher vor der Hauptwache am Eingang stand. Das waren noch Zeiten. Ein Besuch des Museums lohnt übrigens, auch für Menschen, die keine emotionale Bindung an den Flughafen haben…

Groß zum Flugzeuge fotografieren bin ich nicht gekommen, ich musste ja schließlich noch knappe 60 Kilometer wieder zurück radeln. Einen fiesen Gewitterschauer wetterte ich, recht entspannt, mit einer Currywurst im Terminalrestaurant ab, während draußen gerade der ein oder andere Ryanair-Flieger startklar gemacht wurde.

Nach der Stärkung, und dem Gefühl Blei in den Beinen zu haben, ging es weiter. Direkt hinter dem Flughafen ging es in das wunderschöne Naturschutzgebiet Maasduinen in den Niederlanden. Spätestens ab jetzt hieß es genießen. Über herrliche Radwege, an Seen vorbei führte meine Tour in Richtung Wellerlooi an der Maas. Dort gibt es, wie an vielen Stellen in dieser Region, eine kleine Personen- und Radfähre, die einen für den angenehmen Preis von einem Euro ans andere Maasufer fährt.

Über tolle Naturpfade ging es dann auf der anderen Maasseite in Richtung Venlo. Dabei hatte ich tatsächlich, zumindest kurzeitig, das erste Mal Rückenwind an diesem Tag. Umso beschwingter ging es voran. In Lottum habe ich mich dann entschieden die Maasseite erneut zu wechseln, da ich nicht wirklich durch Venlo radeln wollte, sondern lieber durch die Venloer Heide. Also wurde auch in Lottum die Fähre bemüht…die sogar nur mit 70 Cent zu Buch schlug 😉

Auf der anderen Seite ging es dann ein Stückchen parallel zur Landstraße, bis ich mich durch die Ausläufer und Vororte von Venlo schlängelte. Den fiesen Anstieg rauf zur Venloer Heide hatte ich ein wenig verdrängt, bis er dann vor mir lag. Aber auch das wurde geschafft und ich war so langsam wieder in heimischen Gefilden. Eine kurze Getränkepause bei den Venloer Segelfliegern habe ich noch eingelegt, bevor es dann in Richtung Krickenbecker Seen weiterging.

Mit mittlerweile echt schweren Beinen und nur noch wenig Puste ging es auf die letzten 20 Kilometer bis nach Grefrath. Alles in allem war das eine tolle Tour, die auch dazu dienen sollte, mal den Kopf frei zu kriegen. Auch, wenn das nicht ganz funktioniert hat, war es doch auch wieder spannend, wie es einem geht, wenn man über 100 Kilometer fährt. Es mag die Profis geben, denen das so gar nichts macht, soweit bin ich aber noch lange nicht ;). Die Eindrücke, die man aber bekommt, wenn man radelt, die sind wirklich toll. Ein Fazit schulde ich Euch noch, es war ja die erste Tour mit dem neuen Helm. Was soll ich sagen, er gefällt mir gut. Sehr leicht und auch das eingebaute Visier ist ziemlich gut. Ich hatte Sorge, dass es vielleicht Zug auf die Augen gibt, wenn man schneller fährt, es klappt aber perfekt.

Kurz vor der Verabschiedung habe ich natürlich wieder die GPS Daten und einen kleinen Trackfilm für Euch. Wie immer hoffe ich, der kleine Einblick hat Euch gefallen…

GPS Daten

Euer Martin

Mit oder ohne – der Helm

Hallo zusammen,

heute mal keine Tour, dafür aber neue Ausrüstung am Start. Seit ich mit meinem Stevens Crossbike unterwegs bin, radel ich mit Helm. Ab und an verlasse ich ja ganz gerne mal die befestigten Wege und beim „durch den Busch“ fahren hielt ich es immer für eine ganz gute Idee, einen Helm zu tragen. Da ich den aber nicht immer auf- und absetzen wollte, habe ich ihn einfach da gelassen, wo so ein Helm am ehesten hingehört, auf dem Kopf.
Das Thema „Helm“ ist in Deutschland ein recht hitziges, immer wieder taucht das Wort Helmpflicht auf. Die einen sprechen von Studien, bei denen die Summe X an Radlern nur überlebt haben, weil sie einen Helm getragen haben, die anderen argumentieren, wenn dich ein LKW im toten Winkel plattfährt, hilft dir auch kein Helm. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Ob man direkt immer alles zu einer Pflicht machen muss? Ich denke nicht. Ich habe im Netz zwei interessante Artikel zum Thema gefunden, einmal auf Spiegel online und einmal bei der Welt, schaut doch mal rein, wenn ihr mögt.

Meine Meinung zum Helm ist eine ganz klare, das liegt aber auch daran, dass ich vor nicht allzu langer Zeit recht fies gefallen und sehr dankbar bin, dass zwar im Helm ein tiefer Riss ist, in meinem Kopf aber nicht.

Heute war es dann mal an der Zeit, den alten Helm gegen ein neues Exemplar auszutauschen.

Nach einiger Recherche im Netz und einer recht guten Beratung in einem Fahrradladen inklusive Anprobe habe ich mich dann für einen ABUS In-Vizz entschieden. Besonders das integrierte Visier hat es mir angetan. Da ich auf unseren Waldwegen in der Region, gerade in den Abendstunden, schon oft etliche Fliegen und Mücken in den Augen hatte, trotz Brille, wollte ich das mit einem Visier immer schon mal ausprobieren. Schauen wir also mal, ob das so rockt, wie ich mir das vorstelle ;). Was mir auf jeden Fall jetzt schon sehr positiv aufgefallen ist: Der Helm ist sehr leicht und sitzt sehr angenehm. Auch die Belüftung scheint gut zu funktionieren. Ich werde auf jeden Fall bei einer der nächsten Touren mal berichten…

Wie sieht das bei Euch aus, tragt ihr beim radeln einen Helm?

Euer Martin

Schöne Feierabendrunde

Hallo zusammen,

eigentlich hatte ich heute gar keine Lust zu radeln. Die letzten Tagen waren irgendwie ziemlich stickig, schwül und heiß. Als ich gegen 17 Uhr von der Arbeit aufbrach, wollte ich eigentlich nur auf die Couch und vor die X-Box ;). In Grefrath angekommen, juckte es mich dann aber doch, mal ne kurze Runde aufs Rad zu steigen. Ursächlich dafür war sicherlich die Abkühlung und die sehr angenehme Luft draußen. Also, ab aufs Rad…

Ich bin einfach mal losgeradelt, ohne konkretes Ziel. Es ist toll, wenn man mit offenen Augen durchs Land fährt. Dieser Klatschmohn zaubert einen tollen Farbklecks in den Alltag. Ein Stückchen über die Nordkanalroute, an den Krickenbecker Seen vorbei ging es dann über die Grenze in die Niederlande. Und, was soll ich sagen, Du bist keine zwei Meter hinter der Grenze und schon ist klar: Radfahrer welcome! 😉

Ein eigener Radweg, eben, gut ausgebaut und mit Sicherheitsabstand zur Straße. Hach ja, Niederlande und Fahrrad…da stimmts einfach. Ich bin dann rüber in die Venloer Heide gefahren. Das ist eine wirklich schöne Landschaft, in der man auch mal ein paar Minuten verweilen kann. Wenn man sich damit auseinandersetzt, steckt in dem Areal auch eine Menge Geschichte. Seit 1924 befindet sich dort ein Flugplatz, im zweiten Weltkrieg war das Ganze dann ein wichtiger Nachtjägerplatz. Ein paar mehr Infos gibt es HIER:

Richtung Bahnhof Kaldenkirchen ging es dann weiter. Dort habe ich zum ersten Mal einen Blick auf das neue Areal am Bahnhof werfen können. Dort werden jetzt Trailer direkt auf Eisenbahnwagen verladen. Bei nächster Gelegenheit schaue ich mal, ob man da fototechnisch etwas machen kann. Von Kaldenkirchen ging es dann auf direktem Wege zurück nach Grefrath, wie so oft, über den Bahnradweg…

Wie immer hoffe ich, es hat Euch ein bisschen gefallen…

Euer Martin

Frischluftrunde nach dem Gewitter

Hallo zusammen,

in den letzten Tagen war es hier bei uns richtig heiß. Gestern bin ich ein bisschen geradelt, dass war schon nicht mehr wirklich angenehm, nicht eine Wolke am strahlend blauen Himmel, dafür Temperaturen um die 30 Grad. Heute Morgen war es dann mein Plan, ganz früh, am besten zum Sonnenaufgang, los zu radeln. Allerdings regnete es recht heftig um kurz vor 6, aber im Osten wurde es heller. Also habe ich mir erst mal den Copter geschnappt und ein Foto gemacht.

Nach einem weiteren, heftigen Gewitterschauer nieselte es sich so langsam ein, für mich der ideale Zeitpunkt loszudüsen. Was soll ich sagen, die Luft war herrlich. Gerade nach einem Gewitter hat man immer den Eindruck, die Natur atmet auf. Ich hatte mich für eine kurze Runde hoch zur Stammenmühle und dann an den Krickenbecker Seen vorbei entschieden. Das es nicht beim Nieselregen blieb war auch irgendwie klar, oder?

Aber, man ist ja nicht aus Zucker. Allein die Düfte der Pflanzen machten alles eventuell unangenehme wieder wett. Als ich von der Hauptstraße abbog und in Richtung Naturschutzhof fuhr kam dann auch endlich die Sonne durch.

Eigentlich ist so ein Sonne/Wolken – Mix ja auch viel spannender als blauer Himmel. Eine kurze Pause habe ich dann an den Krickenbecker Seen eingelegt. Es war fast völlig still, bis auf leises Rauschen und ab und ein eine Vogelstimme. Ich bin jetzt nicht so der Hardcorenaturromantiker, aber da wurde man schon richtig andächtig.

Von der überbordenden Natur ging es dann via Bahnradweg wieder zurück nach Grefrath. Am Ende waren es keine 20 Kilometer, aber ich habe jeden davon genossen, bin nass geworden, hatte Gegenwind…und möchte es trotzdem nicht missen.

Ich habe euch, trotz der Kürze der Runde mal die GPS Daten dagelassen und einen Clip gibt es auch…dieses Mal sogar mit gesprochenem Wort ;). Könnt ihr ja mal reinschauen, wenn ihr mögt.

GPS Daten

Bleibt noch die Frage, wie sieht das bei Euch aus, Schönwetterfahrer oder darf es auch mal Regen sein?

Euer Martin