Stadtradeln – Die Ehrungen

Hallo Leute,

erinnert ihr Euch noch an die Aktion Stadtradeln? Vom 25. Juni bis 15 Juli ging es in Krefeld darum, möglichst viele Wege mit dem Rad zu absolvieren und Kilometer zu sammeln. Ich habe als sogenannter Teamkapitän für die Mediothek Krefeld daran teilgenommen. Wir haben es geschafft etliche Kollegen und Nutzer der Mediothek dazu zu bewegen mit uns gemeinsam zu radeln. Gestern Abend gab es dann im Rathaus der Stadt Krefeld eine kleine, aber feine Feier als Ehrung für die Teilnehmer.

Krefelds Bürgermeisterin Gisela Klaer sprach einige Gruß- und Dankesworte und zeigte sich begeistert ob der vielen Menschen, die ins Rathaus gekommen waren und der vielen erradelten Kilometer der diesjährigen Aktion.

Nach ihrem kurzen Ausflug in die Geschichte des Fahrrades und auch in die damit verbundene Geschichte der Emanzipation der Frauen, wusstet ihr, dass es Frauen noch bis 1967 offiziell verboten war, Fahrrad zu fahren, reichte sie das Mikrofon weiter an Karl Heinz Renner, einen der Organisatoren der diesjährigen Aktion.

Er ging nochmal auf Besonderheiten des Stadtradelns 2017 in Krefeld ein, darunter auch die Kooperation mit der Mediothek Krefeld. Dabei besonders auf meine Kollegin Katrin, die damals die tolle Ausstellung 200 Jahre Fahrrad organisiert hat. Das auch meine Idee des Projektes „Euer Krefeld“ Erwähnung fand, hat mich dann ganz persönlich auch sehr gefreut.

Sehr schön aufgelockert wurde der Nachmittag durch ein Celloquartett der Musikschule, welches wunderbare Stücke zum Besten gab. Mitwippgarantie 😉

Es gab noch weitere, kurzweilige Reden, unter anderem zur Zukunft des Fahrrades als Verkehrsmittel und dazu, warum man in Portland und Kopenhagen deutlich lieber und sicherer radelt als in Krefeld. Und dann ging es an die Verteilung der Urkunden und Preise. Stellvertretend für viele habe ich hier mal ein Foto der Parlamentariergruppe, welche vorneweg geradelt ist. Auf dem Bild ist übrigens auch die charmante Pauline Saßerath, welche uns damals so tatkräftig bei der Ausstellungseröffnung unterstützt hatte.

Ein tolles Projekt möchte ich noch hervorheben, es hat dann auch den Titel Fahrradprojekt 2017 bekommen und das, so finde ich, völlig zu Recht. Unter dem Titel „Fahrrad macht mobil“ werden gespendete Bikes wieder fit gemacht und Flüchtlingen die Möglichkeit gegeben aktiv am Straßenverkehr teil zu nehmen. Dazu gibt es Fahrradschulungen und Einweisungen ins Thema. Eine tolle Sache der gelebten Integration. Mehr Infos dazu gibt es HIER!

Die Feier war eine runde Sache und bot sowohl diesen Projekt, als auch der Aktion Stadtradeln an sich eine schöne und würdige Bühne. Das wir uns am Ende noch in das Buch der Stadt Krefeld eintragen konnten machte den Deckel auf das Stadtradeln 2017.

Das man an so einem Tag natürlich Abends mit dem Rad nach Hause fährt ist auch klar, oder? 😉 Also habe ich mich um kurz nach 19 Uhr in den Sattel geschwungen und die 20 Kilometer bis nach Grefrath unter die Reifen genommen. Meine erste Fahrt im Dunkeln seit langem. Seid ihr schon mal Nachts geradelt? Das ist ein völlig anderes Fahrgefühl als im Hellen.

Mit genug Licht am Rad klappt es aber ganz gut. Und, man kriegt unterwegs auch schöne Einblicke geboten, wie etwa die angestrahlte St. Peter Kirche bei Kempen. Dafür kann man dann auch durchaus nochmal kurz anhalten.

Die Luft tat gut und ich bin froh, dass ich mich fürs Rad entschieden hab. Nach einer guten Stunde war ich dann auch zu Hause. Alles in allem ein schöner, runder Tag. Ich hab Euch noch den Relive Clip meiner Heimfahrt dran gehängt, die Koordinaten lohnen nicht wirklich ;).

Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen, ich danke allen, die das Stadtradeln so spannend und abwechslunsgreich gemacht haben in diesem Jahr und freue mich auf viele weiteren Touren.

Euer Martin

Einmal zum Rhein und zurück

Hi Leute,

und schon wieder durch Krefeld geradelt. Heute bot es sich an, ich habe Wochenenddienst. Das heißt bei uns, wir fangen am Freitag um 15 Uhr an und sind dann auch am Samstag in der Mediothek. Diese Woche sogar auch am Sonntag, es findet unser große Spieletag, der #PlayIT Tag statt. Wenn ihr wissen wollt, was das ist, schaut mal hier, würde mich auch freuen, wenn ihr vorbei kommen würdet.

Aber zurück zum Rad. Heute Vormittag wollte ich unbedingt ein paar Kilometer auf dem Sattel verbringen und so bin ich wieder von der Mediothek aus losgedüst. Es gibt sicherlich vieles in Krefeld zu verbessern, wenn es um das Thema Fahrrad geht, die Radwege auf der Moerser Straße finde ich aber schon recht gelungen, auch wenn es immer noch keine wirkliche bauliche Trennung zum Autoverkehr ist, aber man fühlt sich schon sicherer so.

Durch den Stadtwald ging es weiter in Richtung Uerdingen. Es ist schon faszinierend, wie gut es tut ein paar Meter durch den Wald zu radeln. Die Straße ist nebenan, man hört auch die Autos…und trotzdem, es ist halt Wald. Und das ist immer wieder schön.

Auf der Traarer Straße führte mich der Weg dann direkt nach Uerdingen und runter an den Rhein. Eine kurze Rast und ein paar Minuten Ausblick habe ich mir dann an der Rhine Side Gallery gegönnt. Auch wenn dort schon alles abgebaut ist, die Bilder prangen noch an den Wänden und der Blick auf den Rhein ist nach wie vor wunderbar.

Ein Stück führte mich mein Weg dann am Rhein entlang, bevor es dann nach Linn ging. Durch den Greiffenhorst Park führte mich mein Weg zur Burg Linn und dann durch die Johansenaue bis zum Sollbrüggenpark und dem Botanischen Garten.

Wieder einmal hab ich gemerkt, wie schön Krefeld ist…wenn man in den richtigen Ecken radelt ;). Vom Botanischen Garten zurück zur Mediothek ging es dann durch die Innenstadt. Alles in allem etwa 27 Kilometer, die, vor dem Dienst wirklich gut taten.

Ich hab Euch wieder einen ReliveClip angehängt und hoffe, es hat Euch gefallen. Die Krefelder Parks lohnen auf jeden Fall mal einen Besuch.

Euer Martin

Knapp daneben…

Hi zusammen,

manchmal steht man ja echt auf dem Schlauch. In einer Facebook-Gruppe hat ein Mitglied Bilder von einem Trafohäuschen im Krefelder Forstwald gepostet. Das Besondere daran ist, das Häuschen ist mit Krefelder Motiven bemalt und sieht richtig nett aus. Also habe ich mir gedacht, auf der nächsten Runde für mein Projekt „Euer Krefeld“ fahre ich da mal rum und mache Fotos. Am letzten Sonntag war es dann soweit. Ich hatte mir die Koordinaten angesehen und bin in Krefeld an der Mediothek losgefahren. So grob wusste ich, ich muss in Richtung Hückelsmay. Also erstmal durch die Innenstadt, inklusiver einer der wohl rumpeligsten Schlaglochpisten Krefelds, der Marktstrasse 😉

Das Wetter war zwar trüb, aber ganz Ok und so kam ich ganz gut voran und landete schließlich im Forstwald. Dort dann am Landgasthof Hückelsmay vorbei und wieder zurück in Richtung Stadt. An Tackheide vorbei und über die Sankt-Anton-Straße dann zurück zur Mediothek. Was soll ich sagen, ich bin irgendwie am bunten Trafohäuschen vorbei gefahren. Am Rechner hab ich dann gesehen, dass ich das Ganze um einen Waldweg verpasst habe. Trotzdem war die Runde und die Luft toll, nur meine Bilder hatte ich halt nicht ;).

Also hieß es am Mittwoch nach Feierabend nochmal, ab aufs Rad. Dieses Mal mit der Stelle des Häuschen fest im Kopf ging es wieder Richtung Forstwald. Dieses Mal am Friedhof in Krefeld vorbei und dann wieder durch Tackheide und dahinter ab in den Wald.

Beim zweiten Versuch habe ich dann den Landgasthof links liegen lassen und bin, nachdem ich die Kreuzung Gladbacher Straße und Hückelsmaystraße überquert hatte, endlich auf der Richtigen Spur gewesen. Bei dieser zweiten Tour bin ich richtig abgebogen und stand dann irgendwann vor dem Kunstwerk. Ist wirklich nett geworden. Ich habe nicht so recht rausfinden können, auf welche Intension hin, dort gemalt wurde, aber es gefällt mir. Wollen wir hoffen, dass es lange von Sprayern verschont bleibt.

Da es jetzt auch schnell dunkel wurde, bin ich fix wieder zurück geradelt. In den nächsten Tagen werde ich die Bilder wohl in das entsprechende Album „Euer Krefeld“ hochladen. So habe ich also knappe 30 Kilometer für die Fotos gebraucht. Aber schön war es trotzdem. Die GPS Daten sind nicht so spannend, aber ich hab euch die beiden Touren als Relvie Clip zusammengefasst ;). Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen…

Euer Martin

Drone Racing Series in Düsseldorf

Hallo zusammen,

wenn ihr hier schon ein bisschen länger mitlest, wisst ihr ja, dass ich, neben dem Radfahren, auch noch das Copter-, oder landläufig, Drohnenfliegen als Hobby habe. Mir geht es dabei um eine erweiterte Fotomöglichkeit, deshalb bin ich mit einem sogenannten Photocopter unterwegs. Ein zwei Worte dazu habe ich mal hier aufgeschrieben.

Aber im Copterbereich gibt es noch eine andere, weitaus spektakulärere Variante, die Racer. Die dortigen Copter sind viel minimalistischer und werden per FPV geflogen. FPV? Frist Person View, also die Sicht ist genau die, die man hätte, säße man vorne auf der Drohne. Eine kleine Kamera überträgt das Bild auf eine Brille, die die Piloten aufhaben.

Seit einiger Zeit etablieren sich große Drohnen Rennveranstaltungen. Dabei wird eine Rennstrecke mittels LED Toren und Leuchtspuren abgesteckt und es geht darum, möglichst schnell diesen Parcours abzufliegen. Eine geniale Mischung aus Modellflug und Gaming.

Samstag und Sonntag finden in Düsseldorf die Deutschen Meisterschaften statt. Live habe ich sowas noch nie gesehen, als hieß es für mich gestern, ab nach Düsseldorf. Im PostPost Grand Central fanden die Läufe statt. Das ist die ehemalige Postsortieranlage direkt hinter dem Hauptbahnhof, da ist ordentlich Platz für tolle Manöver.

Die Stimmung war etwas ganz Besonderes, die alte Halle, viele coole Menschen, Industriecharme und das Gesumme der Copter. Gestartet wurde von Startblöcken, immer kurz hintereinander und dann wurden die Runden auf Zeit geflogen.

Wenn man das das erste Mal sieht, ist es ziemlich verwirrend als Zuschauer. Die kleinen Flitzer sind so schnell vorbei, und obwohl sie andersfarbige Lichter haben, muss man sich dran gewöhnen, ihnen mit den Augen zu folgen. Wenn man den Dreh aber einmal raus hat, ist es eine ziemlich coole Sache. Vereinfacht wird das Zusehen durch große Monitore, auf denen man die Sicht der Piloten mitverfolgen kann.

Die „Boxengasse“ sieht aus wie ein Hobbykeller, die Piloten und ihre Teams schrauben und werkeln die ganze Zeit an den Coptern herum.

Wenn ihr mal die Möglichkeit habt, so etwas live zu sehen, nehmt sie wahr. Ich glaube, dass könnte echt ein neuer Trendsport werden. Ich hab euch hier mal einen Link zur Drone Racing Series eingestellt und außerdem noch ein Gallileo Video zum Thema. Schaut mal rein.

Was ist die Drone Racing Series?

Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen.

Euer Martin

Kleine Feiertagsrunde

Hallo zusammen,

die letzte Tour ist schon über eine Woche her, ich hab mir irgendwie was am Muskel am Fuß eingefangen, so dass ich ein wenig pausieren musste. Heute hab ich es aber nicht mehr ausgehalten und eine kleine Feiertagsrunde unter die Reifen genommen. Einmal bis runter nach Venlo und wieder zurück. Ich dachte, das Wetter hält sich, nun ja ;). Es zog sich beim Start schon ordentlich zu.

Routenmäßig war das heute auch kein Experiment, ich bin über die Felder in Richtung Venloer Flugplatz geradelt und dabei merkte man vor allem eines, es wird Herbst und das mit Macht. Die Bäume sind stellenweise schon richtig bunt, ich freu mich auf die nächsten Wochen, wenn sich wieder wunderbare Fotomotive auftun.

Entlang der B221 ging es dann weiter in Richtung ehemaliger Fliegerhorst Venlo, rechts glitt die Rundbogenhalle vorbei und am „Tor 9“ bin ich dann recht in Richtung Venlo abgebogen.

Durch den Wald und dann durch die Stadt bis runter zum Maasboulevard und zum Fluss. Dort gab es in einem Café dann eine schnelle Cola und dann langsam wieder zurück nach Grefrath.

Am Bahnhof vorbei führte mich die Route den Berg hoch bis zum Venloer Stadion und dann über die Grenze. Parallel zur Eisenbahn und dann scharf links und an den Landstraßen vorbei bis zur Leuther Mühle. Bis dahin war es alles recht angenehm zu fahren, dann fing es, natürlich, an zu regnen. Dicke Tropfen, erst einer, dann noch einer und dann gab es einen richtigen Schauer. So what, gehört halt zum radeln dazu. Bis ich mich rauf zur Stammenmühle gekämpft hatte, wurde es schon wieder etwas weniger.

Von der Mühle bis in meinen Keller geht es nur noch bergab…herrlich ;). Ich hab euch wieder einen Clip dazugepackt.  Wollen wir mal abwarten, was der Fußmuskel zur Tour sagt, mir hat es auf jeden Fall gut getan. Ich wünsche Euch noch einen schönen Feiertag und kommt immer heil an.

Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen.

Gruß, Martin

Betriebsausflug zur Mediathek Kamp-Lintfort

Hallo zusammen,

einige wissen es ja, ich arbeite in der Mediothek Krefeld, das ist die städtische Bibliothek der Samt- und Seidenstadt. Heute führte uns unser Betriebsausflug zu den Kollegen der Mediathek in Kamp-Lintfort. Ich selbst war schon einige Mal dort, das erste Mal direkt am Eröffnungstag, die Bibliothek ist nämlich noch taufrisch. Hier hatte ich damals ein paar Bilder gepostet. Was ich bislang nicht geschafft habe, ist eine Führung durch das Haus zu ergattern.  Das hat heute Katharina Gebauer, die Leiterin, höchstselbst übernommen.

Eigentlich wollten ursprünglich mal 6 Kollegen mit dem Rad, der Rest mit dem PKW von Krefeld nach Kamp-Lintfort reisen, aber nach und nach sprangen immer mehr ab und so radelten am Ende nur drei Leute. Eine Kollegin fuhr eine andere Strecke und eher los, so das nur Holger und ich um 9 Uhr die 22 Kilometer nach KaLi unter die Räder nahmen.

Im Nebel gestartet wurde es zusehens klarer und auch wärmer. Glücklicherweise hielt sich der Wind auch in Grenzen und so kamen wir ganz gut voran. Ich habe die Tour einfach von der App Komoot planen lassen und es ging ja um das fixe Ankommen, weniger um das landschaftliche schöne fahren. So führte die Route dann auch recht bald an Landstraßen und über Mehrzweckstreifen nach Neukirchen-Vluyn und später dann, auf geradem Weg, an der Zeche vorbei nach Kamp-Lintfort hinein.

Nachdem wir die Räder draußen geparkt hatten ging es in die Mediathek. Der Treffpunkt war das Bistro 26, direkt in der Bibliothek. Und da wurde es auch direkt interessant, die Mediathek verfolgt das sogenannte „Open Library“ Konzept, wonach die Nutzer die Bibliothek auch außerhalb der Öffnungszeiten, zumindest teilweise, nutzen können. In Kamp-Lintfort wird das mittels einer Kooperation mit dem Bistro ermöglicht. Technische Lösungen gibt es auch noch, das betrifft dann aber einzelne Räume, die Bistrolösung den ganzen Vorraum, welcher dann immer wieder mit neuen Medien bestückt wird. Im Laufe eines Vortrages im sogenannten „Lernzimmer“ und einer Führung durch das Haus wurden verschiedene Bereiche und Konzepte vorgestellt.

Nun neigt man ja immer dazu, das Gesehene mit dem eigenen Arbeitsplatz zu vergleichen. Einiges in der neuen Mediathek gefällt mir richtig gut, die vielen Lampen, die ein tageslichtähnliches Licht erzeugen und vielen Verweise auf die Bergbautradition der Stadt zum Beispiel, mit einigen Ideen und Konzepten kann ich aber so gar nichts anfangen. Einige Farbkombinationen, etwa Curry und Schweinchenrosa sind, zumindest, gewöhnungsbedürftig ;). Aber auch beim ganz Praktischen hat mich, ganz persönlich, einiges gestört. Das das, sogenannte , Zockerzimmer immer nur mit Gruppen genutzt werden darf, die sich bislang allerdings noch nicht so richtig gefunden haben und dann auch erst noch eingewiesen werden müssen,  finde ich nicht gut.

Versteht mich nicht falsch, ich bin unbedingt dafür, dass man auch pädagogisch betreutes „Gaming“ in Bibliotheken anbietet, aber das ich als Nutzer zwar das Zimmer sehen darf, dort aber nicht spielen kann, finde ich sehr schade. Apropos spielen, Gesellschaftsspiele sind zwar vorhanden, werden sogar ausgeliehen, dürfen aber nicht in der Bibliothek gespielt werden, übrigens genau wie OnlineGames an den PCs, weil das Personal fehlt, diese „im Auge“ zu behalten. Die Leseterrasse ist für den Nutzer tabu, außer bei Veranstaltungen. Viele gute Ansätze, die dann aber leider personelle Zwänge oder, für mich, merkwürdige Konzepte, ausbremsen. Aber, man ist ja erst so kurz am Markt, mal abwarten, was draus wird.

Auf jeden Fall ist es beeindruckend, was sich die Stadt Kamp-Lintfort mit ihren knappen 38.000 Einwohnern für eine schöne Bibliothek gebaut hat. Besondere, lokal relevante Highlights, wie das „Heimatzimmer“ runden das Ganze dann ab. Dort haben Heimatvereine die Chance sich zu präsentieren.

Nach der Führung haben wir dann alle zusammen gemütlich im Bistro 26 zu Mittag gegessen und uns dann, getrennt, auf den Heimweg gemacht. Die PKW Fahrer sind zum Parkplatz und Holger und ich zu den Rädern aufgebrochen und dann ging es wieder zurück nach Krefeld. Dieses Mal leicht bergan und, natürlich, mit dem obligaten und mittlerweile aufgefrischten, Gegenwind. Nach etwas über einer Stunde waren wir dann wieder in der Mediothek und konnten die Räder abstellen. Alles in allem war das eine nette Tour von knappen 45 Kilometern mit netten Leuten, einer interessanten Bibliothek und gutem Essen.

GPS Daten lohnen nicht wirklich, es war halt der direkte Weg. Einen kleinen Clip von Hin- und Rückfahrt habe ich für Euch, aber ansonsten war es Radfahrtechnisch nicht soooo schrecklich spannend.

Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen.

Euer Martin

 

Tour zum Borussia Park

Hallo zusammen,

die Wettervorhersage für heute war ziemlich gut, also war schnell klar, ich möchte aufs Rad. Eigentlich wollte ich mit der Bahn in die Niederlande und dann mit dem Rad zurück, aber das spare ich mir doch für ein anderes Mal auf. Stattdessen ging es heute nach Mönchengladbach. Der erste Stopp war allerdings nur wenige Meter vom Start entfernt, nämlich der Grefrather Bauhof. Warum? Dort war heute das Wahllokal und natürlich startet mein Sonntag mit der Stimmabgabe 😉

Dann ging es aber los in Richtung Viersen. Der Radweg entlang der Grefrather Straße ist immer wieder Spaß…wenn man auf OffRoad-Radeln steht. Nun ja, da stehen halt einige Bäume und irgendwo müssen die Wurzeln offenbar hin. Kurz drauf ging es dann links ab auf die Strecke des Nordkanal Radweges. Über Felder und durch ruhige Wohngebiete führt der Weg dann nach Viersen.

Ich habe es ja schon öfter gesagt, wenn man mit dem Rad unterwegs ist, bekommt man öfter Dinge mit, an denen man sonst gedankenlos vorbeifährt. Heute habe ich diese Reihe von Lüftungseinrichtungen auf einer Halle entdeckt…witziges Detail, sie sind nicht alle gleich hoch, was dem kleinen wohl nicht so gefällt ;).

Entlang der Kölnischen Straße ging es raus aus Viersen und bergan in Richtung Mönchengladbach. Eine kleine Pause habe ich dann am Stadion eingelegt. Schon beeindruckend wie ruhig und still es rund um die Spielstätte der Fohlenelf ist, wenn kein Spieltag ist.

Vom Stadion aus führte mein Weg weiter zum Hardter Wald, auf dem Weg vom Stadion weg merkt man dann schon, dass der „Park“ auf der grünen Wiese gebaut ist. Man radelt durch Felder und Wiesen und außer einigen Kühen gibt es nicht viel zu sehen. Die Wege im Hardter Wald sind aber sehr schön und toll zu fahren, es lohnt sich, mal tief einzuatmen. Der Wald duftete herrlich heute Mittag als die Sonne rauskam.

Das Waldgebiet ist recht groß und so konnte ich es eine ganze Weile genießen durch die frische Waldluft zu fahren. Kaum raus aus dem Wald brummte es über mir recht vertraut, klang nach Airbus A330, war auch so. Ein Airbus der Air Berlin flog in Richtung Flughafen Düsseldorf, da muss man natürlich ein Foto machen, dürfte eine der letzten Möglichkeiten gewesen sein.

Irgendwie hatte ich schon die ganze Zeit so ein latentes Hungergefühl, kennt ihr das?  Klar, ich hab was gefrühstückt und war auch erst knappe 30 Kilometer unterwegs, aber trotzdem, ich hatte Hunger. Und dann sehe ich diesen Grill….aber, leider nur Werbung 😉

Im Ernst, ich kam ganz gut voran, das Wetter hatte sich herrlich entwickelt. Der dicke Nebel war vollständig verschwunden und die Sonne war voll da. Es ging nur ein ganz leichter Wind und so war das radeln ein echter Genuss. Meine Tour führte mich dann weiter nach Lobberich. Auf dem Bäumges Kirchweg ging es über die B509, welche zur Zeit allerdings eine große Baustelle und nicht wirklich eine Straße ist, deshalb war es mir ganz recht auf einer Brücke einfach drüber zu fahren.

Blick über die Felder in Richtung Lobberich…wir haben es schon nicht unschön hier. Ab jetzt standen noch etwa 16 Kilometer auf der Soll-Seite.

Der Rest der Tour war dann Routine. Durch Lobberich durch, am Quellensee vorbei und dann ging es an die Krickenbecker Seen, am Schloss Krickenbeck vorbei und dann scharf rechts wieder auf die Nordkanalroute. Seit gestern haben wir ja offiziell Herbstanfang, die Bäume wissen das wohl auch, so langsam aber sicher wird es wieder bunter.

Nach etwa 65 Kilometern war ich wieder am Start angekommen. Eine wirklich schöne Runde bei bestem Wetter. Wie immer habe ich gleich noch einen relive Clip und die GPS Daten, falls ihr die Strecke mal nachradeln oder in Eure Route einbauen wollt.

GPS Daten

Wie immer hoffe ich, die Beschreibung hat Euch gefallen.

Euer Martin

Das #FreitagsFahrrad

Hallo zusammen,

es ist wieder Freitag, es ist wieder Zeit ein FreitagsFahrrad zu posten. Dieses Mal ist das Foto noch sehr jung, auf einer der letzten Touren entstanden. Wenn man schon mal Sonne hat, kann man auch ein bisschen mit dem Schatten spielen.

Wie immer hoffe ich, Euch gefällt das Bild. Das Wetter am Wochenende verspricht ja ganz gut zu werden, ich wünsche Euch allen tolle Erlebnisse und bitte Euch, geht am Sonntag zur Wahl, selten war es so wichtig sich gegen den Populismus zu stellen wie jetzt. Also, habt Spaß und macht das am Sonntag richtig.

Euer Martin

Große Flugtage in Wesel

Hallo zusammen,

man kommt ja zu nix ;). Bereits am 9. und 10. September fanden auf dem Segelflugplatz Wesel die „Großen Flugtage 2017“ statt. Heute möchte ich ein paar Worte zu dieser Veranstaltung verlieren. Ihr merkt schon, es wird wieder mal ein „Off Topic“ – Eintrag, es geht nicht ums radeln., sondern ums fliegen.

An diesem Sonntag fand in Belgien eine Airshow mit vielen militärischen Teilnehmern statt und parallel dazu die Show in Wesel. In den letzten Jahren war ich oft in Belgien, dieses Jahr wollte ich mir mal die Flugtage in Wesel ansehen. Am Samstag passte es zeitlich nicht, also wurde es der Sonntag. Vom Wetter her hatte ich Glück, teilweise blauer Himmel, später Wolken, aber den ganzen Tag kein Regen. Ausrichter des ganzen waren die Luftsportfreunde Wesel-Rheinhausen e.V.

Als ich ankam erwachte der Platz so langsam zu leben. Die Orga war, übrigens über den ganzen Tag, perfekt. Von der Toilette bis zum Parkplatz war alles vorhanden. Die ganze Atmosphäre war sehr familiär.

Familiär meint aber zu keinem Zeitpunkt unprofessionell. Ich habe schon viele Airshows besucht und hier in Wesel stimmt vom Pilotenbriefing bist zur Abwicklung auf den beiden Pisten alles. Auch die Koordinierung zwischen Displays und Rundflügen funktionierte perfekt. So kam es eigentlich nie zu längeren Pausen und es gab immer was zu sehen.

Aber es gab nicht nur viel zu sehen, sondern auch zu hören. Und ich meine da jetzt nicht mal den Klang der tollen Sternmotoren, sondern den sehr guten Kommentator. Sehr souverän und bewaffnet mit der einen oder anderen Anekdote führte er durch das Programm. Wurde tatsächlich mal einige Minuten nicht geflogen, gab es eben eine kleine Lehrstunde über Wolkenformationen und wie sich bilden. Fand ich klasse. Daumen hoch dafür.

Überhaupt gab es auch abseits der Graspisten einiges zu entdecken. Natürlich dürfen an so einem Tag kulinarische Highlights nicht fehlen. In einer der Hallen war ein Kuchenbuffet aufgebaut und es gab, natürlich, auch einen Grill ;). Die Currywurst, welche vom eben erwähnten Kommentator als „legendär“ gepriesen wurde, war tatsächlich nicht schlecht…ob legendär…nun ja 😉

So ein Flugtag ist natürlich immer auch Nachwuchswerbung für den Luftsportverein. Das ist ne gute Sache, so günstig, wie in einem Verein kommt man sonst wohl kaum in die Luft. Auch von den Mitglieder des LSV Grenzland, dem Club an „meinem“ Flugplatz in Grefrath, weiß ich, dass das Vereinsleben eine tolle Sache ist und man fundiert und mit viel Spaß an der Sache ausgebildet wird. So fanden sich auch in Wesel jede Menge Menschen, die bereitwillig Auskünfte gaben und ihre Sportgeräte erklärten. Am echten Objekt und im Simulator.

Da passte es dann auch sehr gut, dass es, neben den ganzen Motorfliegern, auch Kunstflug in einem Vogt LO-100 Segelflugzeug zu sehen gab. Ziemlich beeindruckend.

Apropos fliegen, die Möglichkeit, selbst ein Flugzeug zu entern gab es zu Hauf. Mit einigen gemeinsam in der Antonov AN2 zum Beispiel…


…oder alleine, also mit einem Piloten natürlich, etwa in der wunderschönen Boeing Stearman…

oder der britischen Chipmunk…

..oder in dem eben schon angesprochen Hubschrauber, einer Robin R44 übrigens.

Ganz mutige Passagiere konnten am Ende ihres Rundfluges sogar aus dem Flugzeug springen ;).

Nicht nur manntragende Flugzeuge waren am Himmel über Wesel unterwegs, auch wirklich beeindruckende Modelle wurden spektakulär vorgeflogen. Bei dieser Hawk in den Farben der britischen Red Arrows war in der Luft fast kein Unterschied zum Original erkennbar.

Ich habe mich, ganz persönlich, noch sehr gefreut, endlich mal Sven Calsbach persönlich getroffen zu haben. Pilot einer schnittigen Extra 330 und sympathischer Kerl. Wir haben schon öfter via Facebook Kontakt gehabt, weil ich seine Maschine schon ein paar Mal vor der Linse hatte, aber irgendwie hat man sich in Grefrath nie persönlich getroffen. Jetzt aber. Hier mal die besagte Extra.

Drumherum gab es noch jede Menge tolle Dinge, hauptsächlich für Kiddies, zu entdecken. Eine Hüpfburg, Quad- und Eisenbahnfahrten, einige Stände mit Kaufartikeln und Spielzeugflugzeugen und natürlich war auch für Getränke und Futter gesorgt. Und, und das ist wichtig, zu völlig fairen Preisen. Wer wollte konnte sich also einen ganzen Tag lang Kerosin um die Nase wehen lassen, Segelfliger, Hubschrauber, Fallschirmspringer und etliche andere spannende Dinge bestaunen und lecker essen. Und das Ganze für 5 Euro Eintritt. Faire und schöne Sache. Am Ende einer solchen Show ist  das Wichtigste, dass die Anzahl der Starts mit der Anzahl der Landungen übereinstimmt, dass alle einen schönen Tag hatten und nix passiert ist. In diesem Sinne, vielen Dank an den LSF Wesel-Rheinhausen, das habt ihr super hinbekommen, hat ne Menge Spaß gemacht.

Einige weitere Bilder und ein paar der hier gezeigten gibt es auch in Groß auf meinem FlickR Account im Album „Flugplatzfest Wesel 2017

Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen…

Euer Martin

Sonntagsrunde nach Kempen

Hallo zusammen,

die Wettervorhersage sagte für heute Nachmittag Gewitter und Schauer voraus, also hieß es, möglichst vor dem Regen zu radeln. So ein bisschen fehlte mir die Motivation und so wurde es nur eine kleine Runde bis nach Kempen. Von Grefrath aus führte mich mein Weg erst in Richtung Flugplatz und dann an der Niers entlang nach Oedt. Dabei habe ich eine nette Schafherde entdeckt…man guckte sogar einmal in die Kamera, freundliches Weidetier ;).

Mir kamen auf dem Weg zur Burg Uda etliche Kanu und Schlauchbootfahrer entgegen, also auf der Niers natürlich, aber heute war wohl großer Paddeltag. Gute Stimmung herrschte unterwegs und die Grüße und netten Worte flogen zwischen dem Radweg und der Niers hin und her. Nettes Völkchen hier am Niederrhein.

Durch den Ortsteil Oedt ging es dann in Richtung St. Peter weiter, vorbei am großen Baggersee bei Graverdyck. Schon seit 1972 wird dort Sand und Kies gewonnen, mittlerweile ist man in der dritten Ausbaustufe. Bis zu 25 Meter tief wird gegraben um an den Rohstoff zu gelangen. Wenn alles fertig ist, sollen dort Freizeitangebote entstehen. Was schon entstanden ist, ist ein Rastplatz für Radler. Dort gibt es drei große Liegebänke und einen schönen Blick über das Gewässer.

Nach einer kurzen Rast führte der Weg über die Felder weiter nach St. Peter. So langsam frischte zwar der Wind auf, aber vom angekündigten Unwetter war bislang, glücklicherweise, nichts zu sehen. Mit offenen Augen radeln kann sinnvoll sein, sonst wäre mir dieser wunderschöne Borgward entgangen. Ich bin bei der Marke nicht so firm, wenn also jemand weiß, was das genau für eine Auto ist, gern in die Kommentare posten, bitte. Schön ist er auf jeden Fall.

Weiter ging es über den wunderschönen neu gemachten Radweg an der Vorster Straße in Richtung Kempen. Kurz vor der B509 bin ich dann rechts abgebogen und hab Kurs auf die Kapelle St. Peter genommen.

Erstmal tauchte diese Kapelle wohl um 800 bis 900 in Erwähnungen auf, schon krass, an wieviel Jahren Geschichte man einfach so vorbeiradelt. Immer Sonntags Morgens findet dort ein Gottestdienst statt.
Nächster Halt, Kempen. Dieses Mal aber nur für ein Foto der Regenschirme, die aktuell in Kempen über der Ellenstrasse hängen. Die Farbtupfer sind richtig schön, wie überhaupt die ganze Kempener Altstadt.

Da es langsam doch etwas dunkler am Horizont wurde, ging es von Kempen so langsam wieder nach Grefrath zurück. Am Krankenhaus vorbei und nach Ziegelheide führte der Weg dann wieder zur Niers. Durch hohe Maisfelder und die Mülhausener Benden radelte ich zurück.

Nach knappen 25 Kilometer war meine Runde zu Ende und ich bin froh, dass ich gefahren bin. Es war, wie eigentlich immer auf dem Rad, sehr schön und hat Spaß gemacht. Sobald man den inneren Schweinehund überwunden hat, geht’s eigentlich immer. Ich habe Euch wieder die GPS Daten hochgeladen und natürlich gibt es auch einen Relive Clip.

GPS Daten

Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen und ihr könnt mir meine Borgward-Frage beantworten.  😉

Euer Martin