Krefeld. Schön hier!

Hallo zusammen,

heute gab es nur eine kurze Runde, knappe 18 Kilometer sind es geworden. Das Rad steht noch immer in der Mediothek und so bot es sich an, am Nachmittag eine fixe Runde durch die Stadt zu drehen. Dabei ist es ganz interessant zu sehen, wie viel Natur es eigentlich mitten in der Großstadt gibt…

Auf meinem Weg durch Krefeld bin ich auch durch den Botanischen Garten gekommen. Ich arbeite jetzt schon so lange in Krefeld, bin aber bewusst dort noch nie gewesen. Ein wirklich sehr schön angelegter Park, viele Pflanzen und schöne Wege.

Von dort aus ging es dann am Schönwasserpark vorbei in Richtung Linn. Dort ist natürlich die Burg Linn das Highlight. Aber auch die Häuser direkt drumherum bilden eine tolle Komposition und es macht wirklich Spaß über die kleinen Kopfsteinpflaster-Strassen zu rumpeln.

Ganz schön windig war es heute. So war die Rückfahrt zur Mediothek dann auch ganz schön anstrengend. Ich bin die Uerdinger Straße zurück gefahren. Krefeld hat wirklich schöne Ecken, an den Radwegen darf aber noch das ein oder andere verbessert werden. Wurzeln, Radwegschäden, Löcher und abrupte Enden machen das radeln nicht immer zum Genuss. Ansonsten war es aber eine schöne Runde und es tat gut, wenigstens etwas auf dem Rad gesessen zu haben. Ich glaube, GPS Daten braucht es für die Tour durch die Stadt nicht, aber ein Filmchen gibt es natürlich…

Ein kleines Fazit möchte ich noch loswerden. Schnappt Euch ruhig mal das Rad und entdeckt Eure Stadt neu. Man kommt in einem vernünftigen Tempo an so vielen spannenden Eindrücken vorbei. Es ist nicht immer schön, gerade wenn es an Hauptstraßen entlang geht, aber das Ganze kann sich lohnen, einen ganz anderen Blick auf das eigene Zuhause zu bekommen.

Euer Martin

Flugausstellung Hermeskeil

Hallo zusammen,

heute gibt es mal wieder einen Eintrag, der nichts mit dem Radeln zu tun hat, sondern mit der Fliegerei, meinem zweiten großen Hobby. Ich bin gerade in Sachen Bibliothek im Saarland unterwegs. Bei bestem Wetter machten auch die über 200 Kilometer Autobahn Spaß. Wenn man dann zwischendurch noch auf die wunderwollen Rapsfelder im Moment schauen kann…herrlich 😉

Auf dem Weg dahin bin ich im kleinen Städtchen Hermeskeil abgefahren. Dort gibt es ein sehr interessantes Flugzeugmuseum. Als ich auf den Parkplatz gefahren bin und unter einer Concorde das Auto abgestellt habe, waren auf einmal ganz viele schöne Erinnerungen wieder da. Die Concorde ist zwar eine Replik, aber die Erinnerungen waren echt. Als Kind war ich mit meinen Eltern im Hunsrück im Urlaub. Wir Kinder haben dort im Wald gespielt, sind auf Felsen geklettert und hatten ne Menge Spaß…und dann stand ein Tagesausflug nach Hermeskeil an. Ich weiß noch wie heute, wie mir die Augen übergingen, schon damals waren Flugzeuge für mich DAS große Ding.

Die Außenexponate leiden schon arg, aber diese Ausstellung ist für jeden Aviatikfreund ein Muss. In den Hallen findet sich ein riesen Sammelsorium an spannenden Devotionalien. Schleudersitze, Aufrissmodelle, Cockpitsektionen, Poster und eben immer wieder Flugzeuge.

Wenn man dort so über das Gelände streift und zwischen ehemaligen Rivalen steht, zwischen MiG und Phantom, zwischen Mil und Bell, zwischen TU134 und Vickers VC10, dann kann man fast Geschichte atmen hören. Das Musem selbst hat einen kleinen Youtube Clip auf der Website, schaut mal hier:

Also, dringender Tipp wenn ihr mal in der Ecke seid, fahrt vorbei, es lohnt sich wirklich, auch für Nicht-Hardcore-Flugzeug-Fans, das ganze Gelände ist einfach spannend.


Apropos spannend…es ist schon faszinierend, ich bin mit dem Tornado in Laarbruch aufgewachsen, habe lange Radtouren von Duisburg nach Weeze und von dort aus nach Laarbruch unternommen, tagelang im Feld gesessen und Flugzeuge geguckt…und heute steht der Jet im Museum….man wird eben nicht jünger, hm? 😉

Ich hoffe, Euch hat der kleine Ausflug gefallen,

Euer Martin

Schöne Tour zum Hoffest auf Gut Heimendahl

Hallo zusammen,

gestern stand mal wieder eine längere Tour auf dem Programm. Für ein Fotoshooting in der Mediothek Krefeld für das bald startende Stadtradeln brauchte ich am Freitag das Rad in Krefeld. Also war klar, die Tour heute startet von dort. Am Startgarten in Krefeld vorbei ging es dann über die alte Kempener Landstrasse zum Gut Heimendahl. Der alte Gutshof ist nicht nur eine tolle Kulisse, beim „Tag des offenen Hoftores“ gibt es eine Menge zu sehen.


Oldtimer, jede Menge Tiere, es gibt dort Schafschurvorführungen, Ponyreiten und einfach jede Menge „Viechzeuch“ 😉

Vorführungen und sehr leckeres Essen, vom Flammkuchen über Gegrilltes bis zum Blechkuchen ist alles dabei, runden das ganze Fest ab. Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wenn ihr mögt, heute findet das Event auch noch statt.

Mit vollem Bauch und guter Laune ging es dann wieder in den Sattel und in Richtung Sankt Hubert auf die Strasse. Etappenziel war dann Tönisberg, auf dem Weg dahin ging es durch das wunderbare Naturschutzgebiet Tote Rahm. Stille. Nur ein paar Vögel und das Rauschen des Waldes….Durchatmen! Wunderbar.

In Tönisberg angekommen, immer wieder muss man beim radeln feststellen, das heißt nicht nur Tönisberg, da ist ein Berg 😉 Na ja, ein Hügel, aber man spürt ihn in den Beinen. Aber es lohnt sich rauszufahren. Oben sieht man dann den bekannten Förderturm und die Bockmühle. Beides Wahrzeichen des Dorfes Tönisberg. Es lohnt sich, mal dem Link hier zu folgen und sich ein bisschen einzulesen…

Weiter ging es dann in Richtung Aldekerk. Recht hügelig, aber gut zu fahren. Etwas eintönig wurde es dann auf der Heronger Strasse, auf der man über etliche Kilometer an der Landstrasse entlangradelt. Wirklich schön ist anders, da muss ich beim nächsten Mal nach einer schöneren Strecke suchen. Einen kurzen Getränkestopp in Grerath später ging es dann in Richtung Krefeld zurück. Kurz hinter Oedt ging dann die Sonne unter…einfach wundervoll…

Der Rest der Tour war dann im Grunde mein Weg zur Arbeit. Es war dann gegen Abend schon etwas windiger als Nachmittags, aber sehr angenehm zu fahren. Am Ende waren es etwas über 70 Kilometer und es hat richtig Spaß gemacht. Wie immer folgt hier gleich noch ein kurzer Clip und danach die GPS Daten. Also, wer mag, kann die Tour ja mal nachradeln….oder Teile davon. Ich hoffe, ihr hattet ein bisschen Spaß an dem Artikel hier und ich wünsche Euch immer eine gute Fahrt 😉

GPS Daten der Tour

Euer Martin

Nahrhafte Abendrunde und die Essenz des Radelns

Hallo zusammen,

nachdem mein Rad jetzt das ganze Wochenende in der Werkstatt stand, habe ich es heute Nachmittag abgeholt und das wundervolle Wetter direkt für eine Einstell- und Testrunde genutzt. Zwei neue Mäntel, neues Kettenfett, keine Achten mehr und ein gerichteter Rahmen und schon ist es ein völlig neues Fahrgefühl. Losgefahren in Grefrath, ohne konkretes Ziel bin ich am Ende knappe 30 Kilometer gefahren.

Sehr wenig Wind und angenehme Temperaturen machten das radeln heute Abend zum puren Genuss. Wenn man dann noch am Strassenrand interessante Fotomotive entdeckt, ist es perfekt. Dieser schöne VW Bus stand in Grefrath….

Von Grefrath aus ging es dann über Zieglheide in Richtung Kempen. Sich einfach mal treiben lassen, mal rechts abbiegen, mal links abbiegen. Die letzten Kilometer war ich dann wieder auf dem Bahnradweg und meinem Arbeitsheimweg unterwegs. Und dann erlebt man es manchmal…den Grund, warum wir das machen, das radeln.


Während ich auf dem Sattel saß, ging die Sonne unter, die Eindrücke kann man mit einem Foto gar nicht festhalten. Es war fast kitschig, als die Felder tatsächlich kurzzeitig golden aufleuchteten, während man nur ein paar Vögel und das Sirren der eigenen Reifen hört. Das ist wirklich etwas wunderbares…was das „Nahrhaft“ im Titel angeht….ich habe selten so viele kleine Fliegen gegessen wie auf dieser Runde 😉

Ich habe wieder die GPS Daten für Euch hochgealden, falls ihr die Strecke nachfahren wollt.

Euer Martin

Kein Rad, aber navigieren mit komoot

Hach Leute,

manchmal hat man es nicht leicht. Ich hatte vor ein paar Wochen einen kleineren Unfall mit dem Rad, bin in Belgien über einen Zaun gefallen…lange, ziemlich doofe Geschichte.  Das Ende vom Lied sind geprellte Rippen und ein krummes Fahrrad. Vorne ist ne ziemliche Acht im Rad, hinten der Gepäckträgerhalter ist schief und die Pedale ist auch nicht mehr so ganz fit. Da der Mantel hinten auch komplett runter ist, steht das Rad jetzt seit Freiatg zum Richten bei  Adrieno Bikes in Grefrath. Zu dem Laden schreibe ich in einem anderen Posting mal mehr, heute nur soviel…super Service, super Team, super Qualität.
Das das Rad jetzt dort steht, führt aber dazu, dass ich bei traumhaftem Wetter  in einem netten Garten sitze, die Sonne scheint….und ich kein Bike habe 😉 Das ist blöd! Gibt mir aber die Zeit , mal ein bisschen was zu komoot zu schreiben….

Komoot? Nun, komoot nutze ich zur Navigation  auf dem Rad und zur Routenplanung. Das Programm gibt es als App für Android und iOS  und es verfügt über eine starke Browseroberfläche und eine Facebookseite 😉 . Die Grundversion ist kostenfrei, dann hat man eine Karte  einer Region, die man sich aussuchen kann, sinnvollerweise eben die Region, in der man hauptsächlich unterwegs ist. Bei mir war das der Neiderrhein.

Da mein Elterhaus in Duisburg steht und ich auch dort schon mal öfter fahren und auch vor den Niederlanden nicht halt mache, war schnell klar, ich brauche zusätzliche Karten. Die kosten 3,59 Euro einzeln, oder man kauft sich das Komplettpaket für knappe 30 Euro. Letzteres habe ich getan und es bislang nicht bereut.

Meiner Meinung nach zeichnet sich das Ganze vor allem durch seine intuitive und kinderleichte Bedienbarkeit aus. Wenn man das Programm am PC startet, bekommt man direkt einige Tourvorschläge, da war jetzt für mich noch nicht so das Highlight dabei, aber der nächste Schritt geht in den Routenplaner. Mithilfe von interessanten Punkten oder völlig frei kann man dort seine Route planen. Die Vorauswahl Mountainbike, Rennrad oder Fahrrad legt dabei fest, wie holprig der Weg sein darf ;).

Lasse ich das System von Punkt zu Punkt navigieren, kann ich die vorgeschlagene Route akzeptieren, oder ich verschiebe Zwischenpunkte, füge neue ein oder suche weitere POIs (Point of Interest, also interessante Ziele). Die fertige Route, die auch mit Fotos anderer Radler angezeigt wird, kann ich dann als GPS Datei herunterladen und mir dann auf ein Navi packen, oder direkt in meinem Komoot Profil speichern. Dadurch wird die Tour dann auch auf meinem Smartphone abrufbar. Mit einem Klick, kann ich sie dort außerdem herunterladen und später offline benutzen. Feine Sache.

Navigiert wird mittels sehr übersichtlicher Karte und/oder Sprachnavigation. Letzteres kommt für mich eher nicht in Frage, ich möchte ungern mit meiner Strecke den ganzen Radweg um mich herum unterhalten, aber das ist sicher Geschmackssache. Die Sprachausgabe an sich ist ziemlich gut und gibt, in der Regel, rechtzeitig vor Abzweigen Laut 😉 .

Auch unterwegs kann man Routen planen und dann direkt loslegen. Am einfachsten ist es, vom aktuellen Standort zu einem Ziel zu navigieren, welches man entweder eingibt, oder mittels verschieben der Karte markieren kann. Dazu ist dann allerdings eine Internetverbindung notwendig.
Hat man seine Tour erfolgreich absolviert, kann man diese noch mit Fotos, die während der Fahrt entstanden sind, anreichern und das Ganze dann in seinem digitalen Tourtagebuch abspeichern.


Alles in allem ist das eine runde und für mich ungeheuer praktische Sache. Ich nutze komoot jetzt seit 2013 und bin wirklich zufrieden. Einige Funktionen haben sich in den letzten Jahren vereinfacht und die Updates und der Support sind wirklich gut. Einziger, aber heute kaum zu umgehender Nachteil, wenn man mit akivierter Karte und Bildschirm fährt, saugt das natürlich ganz schön am Akku. Ich habe auf meinen Touren immer eine kleine Powerbank dabei, die das Smartphone am Leben hält.

Ich hoffe, ich konnte ein paar Infos zu komoot liefern, wenn konkrete Fragen auftauchen, gerne in die Kommentare packen, ich beantworte alles gern….wenn ich es denn kann ;).

Jetzt hoffe ich, dass ich Morgen mein Rad wiederbekomme und endlich wieder radeln kann….

Euer Martin

Global Bike to Work Day

Hallo zusammen,

heute gab es eine besondere Aktion der App Strava. Was das genau für eine App ist, wofür ich sie nutze und was sie alles kann, dazu später mal mehr, heute nur soviel, innerhalb der App wurde zum „Global Bike to Work Day“ aufgerufen. Alle Teilnehmer der App sollten heute mit dem Rad zur Arbeit fahren. Aus den anonymisierten Daten können dann später Stadtplander wichtige Schlüsse ziehen. Als „Belohnung“ gibt es einen digitalen Sticker für das eigene Protfolio 😉

Ich bin in der letzten Zeit schon öfter mit dem Rad zur Arbeit gefahren, heute aber mal ganz bewusst. Eine Strecke sind etwa 20 Kilometer. Als es heute Morgen los ging, ging nahezu zeitgleich die Sonne auf. Frische Luft, leichter Nebel über den Feldern und eine aufgehende Sonne. Diese Eindrücke machen die Kälte und das frühere Aufstehen mehr als wett…


Im Laufe des Tages wurde das Wetter immer schlechter und pünktlich zu meinem Feierabend war dann auch das Gewitter am Start ;). Aber, ich habe gesagt ich radel zur Arbeit und zurück, also wird das auch durchgezogen. Die Idee war in der Retrospektive eher…geht so. Zwischendurch wurde es mal ein bisschen weniger viel Regen und dann mal wieder mehr und auf den letzten Metern wurde es tatsächlich trocken.


Während meine Klamotten jetzt trocken können, kann ich nochmal die beiden Fahrten Revue passieren lassen. Morgens die wundervolle Sonne und Abends der fiese Regen. Und, was soll ich sagen, beides hatte seinen Reiz. Die Luft heute Abend beim Gewitterradeln war wirklich ganz toll.


Also Leute, keine Feigheit vor dem Wetter, geht raus und radelt. Ich habe es sehr genossen heute. Eine knappe Stunde vor und eine knappe Stunde nach der Arbeit nur für sich, mit seinen Gedanken und der Natur…das hat fast etwas meditatives.

So, das war es auch schon wieder. Kommt gut in den Freitag…

Euer Martin

Längere Tour am windigen Sonntag

Hallo zusammen,

man kommt ja zu nix 😉 Bereits am Sonntag stand eine längere Tour auf dem Programm. Über Kaarst ging es nach Kempen zum Altstadtfest. Von Grefrath bis nach Süchteln ging es über kleinere Feldwege und Strassen, vorbei am Gnadenhof „Ein Platz für alle Felle„. Es ist wirklich schön, dort mal ein Blick über den Zaun zu werfen und mal genau auf die vielen Tierstimmen zu hören.

In Süchteln ging es dann auf einen schönen Weg mit festem Schotter in Richtung Mönchengladbach. Etwa zwei Kilometer ging es an der Niers entlang. Eine wirklich schöne Strecke. Links weite Felder und rechts der Fluss…

An den Kaarster Seen vorbei, erneut ein Stück des Nordkanalradwegs nutzend, ging es dann in Richtung Osterrath. Bei sonnigem Wetter sind die beiden Hauptseen in Kaarst sicherlich eine tolle Location um eine Pause einzulegen, vielleicht sogar eine Runde zu schwimmen. Bei meiner Tour traf ich allerdings nur dieses gechillte Federviech 😉

Spätestens ab dort war es vorbei mit dem angenehmen Wetter und es kippte langsam in eine graue und Windige Suppe. Immerhin war es noch trocken. So ging es bei stärker werdendem Gegenwind in Richtung Willich, vorbei an der zum Denkmal gewordenen Deutz-Rangierlokomotive. Seit Herbst 2011 steht sie nun am Alleenradweg, einer ehemaligen Bahntrasse von Willich nach Mönchengladbach.

Von Osterrath ging es über St. Tönis nach Kempen. Die meiste Zeit auf gut ausgebauten Radwegen entlang der Landstrassen der Region. In Kempen angekommen gab es noch den letzten Rest des Altstadtfestes zu sehen. Kempen ist tatsächlich auch ohne Altstadtfest eine Reise wert. Mit einer Turmwindmühle, der Burg, einer tollen Altstadt und vielen kleinen Geschäften ist Kempen wirklich sehenswert und beim radeln immer für eine Pause gut. Für Radler ist es zudem sehr schön, dass man durch die Fußgängerzone radeln darf…

Die letzten paar Kilometer bis nach Hause ging es dann wieder auf den Bahnradweg zwischen Kempen und Grefrath. Seit kurzem findet man direkt auf dem Asphalt einen Hinweis der örtlichen Landwirte. Ist auf de Foto etwas schwer zu lesen, aber da steht:
Rücksicht macht Wege breit. Danke! Ihre Landwirte – nette Idee 😉

Auch von dieser Tour gibt es einen Relive-Clip und im Anschluss die GPS-Daten. Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen und ihr habt, wenn ihr die Strecke auch mal unter die Räder nehmt, soviel Spaß daran wie ich.

GPS-Daten

Euer Martin

Fährfahrt bei Wachtendonk

Hallo zusammen,

gestern Abend ging es noch auf eine kurze Tour zum Feierabend. Von Grefrath aus ging es Freilichtmuseum Dorenburg entlang in Richtung Wachtendonk. Nach Unterquerung der A40 radelt man über gut ausgebaute Radwege in Richtung Niers.

In der Nähe von Wachtendonk gibt es dann einen schönen Punkt für eine kurze Rast und ein bisschen Armarbeit 😉 Kurz vor dem Zusammenfluss von Niers und Nette kann man mit einer Selbstbedienungsfähre die Niers überqueren. Als diese Fähre damals eingeweiht wurde, war es eine sogenannte Gierfähre, die allein durch die Strömung angetrieben wurde. Irgendwann wurde auf eine Handkurbel umgestellt, wahrscheinlich war das alte System dann doch zu störanfällig. Auf die Fähre passen bequem einige Räder und das sehr gut geölte Handrad lässt sich leicht bewegen. Die Niers ist in kurzer Zeit überquert und man radelt durch das Naturschutzgebiet Niersaue.

Da es ja nur eine Kurze Runde sein sollte, ging es dann auch wieder zrurück nach Grefrath. Sind Euch in unserer Region hier schon mal diese weiß/roten „Zahnstocher“ aufgefallen, die gelegentlich am Wegesrand stehen? Das sind Wegmarken für den Nordkanalradweg….aber dazu später mal mehr.

Ich habe für Euch auch wieder ein kleines Filmchen angehängt und ganz am Ende des Eintrags gibt es auch wieder die GPS-Daten, falls ihr die Strecke mal nachradeln wollt. Ich hoffe, es hat Euch gefallen…

GPS Daten der Tour

Euer Martin

[OffTopic] Wir sollten mal über Drohnen sprechen…

Hallo zusammen,

kaum ne Woche alt und schon gibt es auf dem Blog einen Beitrag, der eigentlich nichts mit radeln zu tun hat. Aber auch irgendwie mit Wind, na ja, ein bisschen ;). Also, legen wir los.

Ich bin ein bisschen stinkig, na ja, eigentlich sogar richtig genervt. Kennt ihr Copter oder Drohnen? Nun, ich fotografiere seit Jahren alles Mögliche, Flugzeuge, Schiffe, Eisenbahnen, Landschaften und vieles mehr. Als ich dann in einem Fotoforum die ersten Bilder sah, die mit einem Multicopter aufgenommen worden sind, war ich sofort begeistert. Also habe ich mich eingelesen, Modelle verglichen, Youtubeclips angeschaut und mir die rechtlichen Rahmenbedingungen drauf gepackt.  Irgendwann fiel dann die Entscheidung für eine Phantom 4 von dji…

Noch bevor das gute Stück da war bin ich in den DMFV, den Deutschen Modellflieger Verband, eingetreten um an eine Drohnenversicherung zu kommen. Als ich angefangen habe, war es unheimlich schwierig eine solche Versicherung zu kriegen, alle „herkömmlichen“ Versicherer reagierten bestenfalls mit einem „Was wollen sie versichern?“. Das man das Teil überhaupt gesondert versichern muss, habe ich auch durch Zufall im Netz gefunden, die Hersteller oder Verkäufer sagen einem das nämlich nicht.

Wie auch immer, ich begann also zu fliegen und zu üben. Fliegen mit GPS, fliegen ohne GPS, automatisierte Landungen, händischen Landen, fangen in der Luft und und und. Ich erstellte erste Bilder von Wolkenformationen, von Feldern und Eisenbahnen.

Schon immer war es rechtlich so eine Sache in Deutschland. Es wurde unterschieden zwischen privatem und gewerblichen Fliegen. Die Trennlinie war allerdings alles andere als scharf. Wenn ich privat fliege und ein Video auf Youtube stelle, ist das dann schon gewerblich? Kann ich abgemahnt werden? Es gab hunderte Grauzonen. Richtig schlimm wurde es aber erst, als die Presse begann, einen Feldzug gegen die Copter zu starten. Ich bin kein Freund von Presseschelte und wie bei allem kann man auch hier nicht alle über einen Kamm scheren, aber ich habe in den letzten Monaten Artikel gelesen, die jegliche journalistische Sorgfalt vergessen lassen. Höhenangaben stimmten nicht, Modelle nicht, Sachverhalte wurde falsch dargestellt und vieles mehr. Die „Urban-Legend“, dass man mit dem Copter die nackte Nachbarin beim Sonnenbaden bespannt tat ihr übriges. Getoppt wurde das Ganze dann von vereinzelten Copter-Piloten, die tatsächlich wie Rowdys durch die Lüfte flogen und es an gesundem Menschenverstand mangeln ließen. Fazit: Es wurde Zeit für eine Neureglung.

In der Zwischenzeit bin ich Mitglied beim Bundesverband Copter Piloten geworden. Sympathisches Auftreten, direkter Kontakt und Menschen, die sich um die Belange von Drohnenpiloten kümmern. Klasse fand ich, dass im Vorfeld der neuen Drohnenverordnung viel geschrieben und gesammelt wurde. Das der Bundesverand Einfluss auf die neue Regelung genommen hat. Es lief sich alles gut an. Als dann ein Mitglied aus dem Verein „Photocopter Niederrhein„, dem ich mittlerweile auch beigetreten bin, die Idee hatte, eine kleine Firma zu gründen und Services rund um Drohnen anzubieten, fand ich das Ganze ziemlich interessant. Nach einem Treffen, bei dem man die gegenseitigen Sympathiewerte checken konnte, wurden die administrativen Schritte eingeleitet, Gewerbe anmelden, Steuernummer beantragen, Freigabe bei meinem Hauptarbeitgeber einholen, eine neue, gewerbliche Versicherung abschließen und, mit das Wichtigste, eintragen in die Aufstiegserlaubnis der Bezirksregierung. Das alles hat eine Menge Geld gekostet. Ach ja, die Website der Firma findet ihr HIER, nur für den Fall, dass ihr dann doch mal Luftbilder von mir haben möchtet ;).

Und dann kam der 7. April!

Die neue Drohnenverordnung kam heraus. Einiges ist toll umgesetzt worden, einige Abläufe sind vereinfacht worden, ABER, es gibt Vorschriften, die faktisch einem Berufsverbot gleich kommen und das Copterfliegen in Deutschland existenziell gefährden. Zum Beispiel ist es nicht mehr erlaubt Wohngrundstücke ohne die Erlaubnis des Eigentümers zu überfliegen. Das klingt vielleicht für jemand, der sich nicht mit der Materie beschäftigt, sehr vernünftig, allerdings geht es gar nicht darum, dass man fremde Grundstücke filmt, es geht darum, wenn man ein bestimmtes Objekt fotografieren möchte, man vielleicht in einem bestimmten Winkel fliegen muss. Bislang brauchte man eine Aufstiegserlaubnis der Bezirksregierung und musste Polizei und Ordnungsamt informieren, Das hat problemlos geklappt und führte nie zu Ärger. Noch deutlich schlimmer ist allerdings die neue 100 Meter Abstandsgrenze. Es ist aktuell verboten näher als 100 Meter an Bundesstrassen, Eisenbahnen oder Wasserstrassen heranzufliegen. Gerade in NRW wir es dann verdammt eng, was das fliegen angeht. In der neuen Verordnung gibt es die Möglichkeit, Sondergenehmigungen zu erhalten. Allerdings ist nicht geregelt, ob man sie wirklich kriegt oder nicht, was sie kosten, ob sie jedes Mal neu ausgestellt werden müssen, wie lange das dauert und wer zuständig ist, wissen die Beteiligten leider selbst auch nicht. Ganz aktuell verfährt man in NRW einfach so, dass man auf Anfragen schlicht gar nicht reagiert.

Also, mein, ganz persönliches, Fazit: Ich selbst nutze den Copter um Landschaftsbilder zu machen, tolle Wetterlagen aus einer anderen Perspektive zu erfassen und, sollte es denn jemals wieder möglich sein, Menschen die Möglichkeit zu bieten, ihre Häuser oder Gärten aus der Vogelperspektive zu sehen.


Eines ist mir noch ganz wichtig, ich fände es schön, wenn die CopterCommunity so langsam wieder das vereinende und das geniale an dem Hobby oder Beruf in den Mittelpunkt stellen würde. Genau wie bei einer bodengestützten Kamera macht nicht die Drohne das Foto, sondern der Fotograf. Ich habe mittlerweile so viele geniale Bilder gesehen, die völlig neue Eindrücke vermitteln. Darauf sollten wir uns wieder konzentrieren, auf die Möglichkeiten, die uns diese Technik bietet und nicht auf das Gegeneinander. Gegen Hobbypiloten, gegen Gewerbliche, gegen Modelflieger….letztlich haben wir alle die gleichen Interessen. In diesem Sinne nutzt das schöne Wetter und habt eine tolle Zeit…..und am besten sollte die Anzahl eurer Starts mit der Anzahl der Landung übereinstimmen 😉

Euer Martin

Kurz zum Einkaufen radeln

Hallo zusammen,

die heutige „Tour“ ist eigentlich keine richtige 😉 . Ich bin mit dem Rad von Grefrath nach Kempen gefahren um dort einzukaufen. Richtig viel gibt es nicht zu erzählen über die Radtour. Ein Stückchen ging es durch die Grasheide und das Mülhausener Benden über die Niers und dann weiter in Richtung Kempen…

Zum Kempen gäbe es eine Menge zu erzählen, ein wunderschöner Ortskern, eine Mühle, der Bahnhof. Aber nicht heute, ich war nur zum einkaufen dort. Deshalb gibt es auch nur ein Bild des historisch eher unbedeutenden E-Centers in Kempen 😉

Zurück ging es dann über ein kurzes Stück des „BahnRadWeg Kreis Viersen“. Das ist ein Radweg, der wirklich mal ein Lob verdient. Auf insgesamt 125 Kilometern führt dieser Radweg entweder auf, oder parallel zu ehemaligen Bahntrassen durch unseren Kreis hier. Ich werde ihn noch öfter radeln und sicher auch noch viel dazu erzählen, heute nur ein schneller Link auf die Website des Kreises Viersen und ein Foto…

Das es natürlich auf dem Rückweg anfing zu regen ist ja klar, oder? Überhaupt war es nicht wirklich schönes Wetter, aber bei Sonne kann ja jeder. Am Ende waren es knappe 17 Kilometer und was soll ich sagen, die feuchte Luft tat richtig gut. Tipp an alle, die sich scheuen, bei „Geht-so-Wetter“ aufs Rad zu steigen….überwindet euch, es macht trotzdem Spaß 😉 .

Das soll es auch schon wieder gewesen sein, einen Film habe ich noch für Euch und dann sage ich mal….bis zum nächsten Mal.

Euer Martin