6 Stunden Rennen am Nürburgring

Hallo zusammen,

heute mal wieder etwas abseits vom Radelthema unterwegs. Nachdem ich neulich in den Niederlanden mein erstes Oval-Rennen erleben durfte, hieß es am Sonntag für mich endlich mal wieder: Langstrecke am Nürburgring. Das Oval war spannend, aber ich bin eben doch eher der Langstreckentyp. Es stand die „Revance für LeMans“ auf dem Plan. Die WEC, das steht für World Endurance Championship, ist die Langstreckenweltmeisterschaft in dessen Rahmen eben auch das legendäre 24 Stunden Rennen von LeMans ausgetragen wird. Das Rennen am Nürburgring war das erste nach dem Klassiker an der Sarthe.

Als ich in der Eifel ankam, war es so, wie es oft ist, wenn ich in Richtung Nürburgring aufbreche….nass.

Das Ticket kostet im Vorverkauf 30 Euro, an der Tageskasse wurde es für 40 gehandelt. Wie mittlerweile am Ring üblich kostet der Parkplatz extra und nach weiteren 8 Euro konnte ich meinen Seat neben drei Lamborghinis und einen Porsche parken und mich auf in Richtung Tribüne machen. Rund um das eigentliche, 6 Stunden dauernde Hauptrennen, finden immer noch andere Rahmenrennserien statt. So startet mein Motorsporttag mit dem „Porsche Motorsport Race Weekend„. Dort fahren der Porsche Carrera Cup und der Porsche Super Sports Cup zusammen ein gemeinsames Rennen. Wem das jetzt zu kompliziert war….es sind eine Menge 911er auf der Strecke und es gibt handfesten Motorsport zu bestaunen. Gerade auf der, noch nassen, Strecke des Nürburgrings ging es hoch her.

Um mich ein wenig trocken zu legen und ein kleines Frühstück zu mir zu nehmen bin ich dann in Richtung Ring Boulevard aufgebrochen. Dort gab es, neben einigen Futterständen auch einen kleine Ausstellung von Porsche und etliche „Gamingstations“, an denen man die Strecke schon mal probefahren konnte. Alles drei wurde rege genutzt, überhaupt waren ziemlich viele Zuschauer vor Ort. Finde ich klasse.

Nach einer kurzen Runde musste ich fix wieder an die Strecke, die „World Series Formel V8“ stand kurz vor dem Start. Die was? Okay, hatte ich bislang auch noch nie etwas von gehört, selbiges sollte sich aber, und zwar mit Macht, ändern. Die kleinen, Formel 1 Rennern ähnlichen, Dallara T12 Rennwagen machen einen infernalischen Lärm. Gänsehautfeeling garantiert. Wow. Leider war das Feld nur 12 Fahrer stark, die lieferten aber, auch dank mittlerweile abtrocknender Strecke, Motorsport vom Allerfeinsten.

Der Spanier Alex Palou konnte den Lauf gewinnen, netter Typ. Schon beeindruckend, wie soviel Mensch in das bisschen Auto passt…

Und dann ging es endlich los, das 6 Stunden Rennen wurde vorbereitet. Es gab noch einen sogenannten „Grid Walk“, bei dem man als Fan durch die Startaufstellung laufen kann. Viele stellten sich an, nur um dann am Einlass enttäuscht festzustellen, dass man wohl einen bestimmten Sticker auf dem Ticket brauchte um teilhaben zu können. Wo es den gab, was er gekostet hätte…man weiß es nicht, ich bin dann stattdessen Heli knipsen gegangen ;).

Steht zwar WRC drauf, der Hubschrauber war aber beim Rennen als Kameraheli eingesetzt. So, jetzt aber langsam dann doch mal zum Mainevent, wie man heute so schon sagt.

Und dann wurde gestartet. Vorneweg der Toyota Hybrid, dahinter die beiden Porsche 919 Hybrid und dann der Rest der Meute. Den zweiten Toyota hatte es während der Einführungsrunde schon mit einer defekten Benzinpumpe erwischt.

Ein Livebesuch bei so einem Rennen lohnt sich in jedem Fall. Da nicht die Nordschleife gefahren wurde, sondern der Grand Prix Kurs, kriegt man die Autos in 6 Stunden zum einen recht oft zu Gesicht, zum anderen wird das Rennen auf Großbildschirme an der Strecke live übertragen, so das man nichts verpasst. Und dann ist da noch das Argument Klang! Einem Motorsportfan geht da wirklich das Herz auf bei so vielen tollen Autos.

Es gab schon einiges zu sehen, besonders wenn es dann ans Überrunden ging oder in den Klassen um die Plätze gerungen wurde. Hart über die Curbs, Rad an Rad Duelle…eben genauso wie Motorsport sein sollte.

Nach 6 Stunden stand der Porsche 919 auf dem Podium. Alles in allem war es mal wieder ein toller Renntag oben in der Eifel. Mein Tipp an Euch, schaut Euch sowas mal live an, wenn ihr Euch ein bisschen für Autorennen interessiert, die Stimmung an der Strecke, die Geräusche, der Geruch. Das alles hat nichts mit der klinischen Atmosphäre eines Autorennens vor dem Fernseher zu tun. Trotzdem habe ich hier noch einen Youtubeclip für Euch gefunden, der die Highlights vom Ring kurz zusammenfasst. Wer mag, schaut doch mal rein…

Wie immer hoffe ich, die Exkursion hat Euch ein wenig gefallen. Bilder in groß gibt es auf meinem FlickR Account HIER!

Euer Martin

TV-Tipp: Der Fahrradkrieg

Hallo zusammen,

eben bin ich im WDR über eine interessante Folge des Formates „Die Story“ gestolpert. Leider ziemlich spät, aber glücklicherweise gibt es die Sendung noch bis zum 26. Juli 2017 in der Mediathek und sie steht außerdem zum Download bereit. Es geht um Radstreifen in Hamburg, um eine Landstraße in Schleswig Holstein, um den RS1 im Ruhrgebiet und natürlich immer wieder um Kopenhagen. Schaut doch mal rein, ich fand es ziemlich gut gemacht…einfach feste auf das Bild klicken!

Viel Spaß beim anschauen und nachradeln 😉

Euer Martin

Stadtradeln -Die Abschlusstour

Hallo zusammen,

gestern war es also soweit. Der Aktionsraum des diesjährigen Krefelder STADTRADELNs lief aus. Bis Samstag um Mitternacht konnte man noch Kilometer für sein Team und seine Kommune sammeln. Einige Kollegen und ich haben an der Auftakttour teilgenommen, da war natürlich klar, dass wir auch die Abschlusstour mitmachen würden. Zumindest die Kolleginnen und Kollegen, die noch nicht im Urlaub weilten. Letztlich waren es nur Sabine und ich, aber immerhin, die Mediothek war vertreten. Ob wir das Ziel, die Mediothek in der Bevölkerung sichtbar zu machen, erreicht haben, wie das Stadtradeln in diesem Jahr so war und ob wir es in 2018 wieder machen, dazu schreibe ich mal ein gesondertes Fazit. Hier und heute soll es um die Abschlusstour gehen.  Eine Premiere, in den Jahren zuvor gab es immer nur eine Auftakttour. Für die nun anstehende Runde hatte Klaus Hüllenhagen die neue Niepkuhlenbrücken, den Flugplatz Egelsberg und die Rhine Side Gallery in Uerdingen als Ziele auserkoren. Treffpunkt war dieses Mal der Platz vor dem Rathaus und der VHS.

Die Tour war anders als die zum Auftakt relativ stadtlastig, zumindest zu Beginn. Wundervoll und herausfordernd zu gleich war die Intgeration von zwei syrischen Damen, die auf geliehenen Rädern an der Tour teilnahmen. Beide haben wohl eine Fahrradschule besucht und standen vor ihrer ersten größeren Tour. Eine wirklich tolle Sache. Da die Gruppe immer so stark, oder in dem Fall schnell, ist, wie ihr schwächstes, oder eben langsamstes Glied, war der Durchschnittspeed eher, sagen wir, überschaubar ;). Das tat dem Spaß aber keinen Abbruch. Der Beinaheunfall einer der Damen dann schon eher. In der Hektik wurde einmal das Bremsen vergessen und sportlich über eine Strasse geradelt. Gott sei Dank ist nichts allzu Schlimmes passiert, allerdings hat sie nach dem Schreck die Tour abgebrochen. Ich hoffe, sie kommt fix wieder aufs Rad, damit sich da keine Angst aufbaut. Wir anderen setzten die Radfahrt fort und machten eine erste Pause an der neuen Niepkuhlenbrücke.

Ein bisschen Natur gucken, den einen oder anderen Schluck trinken, ein bisschen quatschen und den an der Brücke verstecken Geocache suchen und schon ging es weiter. Da die Gruppe nicht homogen war, was die Leistungsfähigkeit anging, wurde der Anstieg rauf zum Egelsberg zu einer ersten Herausforderung, die aber alle meisterten. Die zweite Neuradlerin gab danach allerdings auf. Mit 13 Kilometern für ihre erste Tour auf einem echten Hündchen als Rad und einem Berg am Ende kann man da nur den Hut ziehen. Klasse gemacht.

Zur Freude aller ging es auf der anderen Seite wieder bergab und so war der Hüpfer rüber zum Elfrather See schnell gemacht. Dort wurde nochmal kurz gerastet, die Aussicht genossen und das ein oder andere Getränk eingenommen.

Von dort bis nach Uerdingen ist ja kaum noch der Rede wert, einmal über die Brücke über den Charlottering und dann rollt man ja quasi direkt nach Uerdingen rein. Am Bahnhof vorbei ging es dann runter an den Rhein, an dem seit einiger Zeit die, wirklich geniale, Rhine Side Gallery entsteht. Gestern hatten wir auch noch das Glück, dass die Künstler vor Ort waren und man „Art in progress“ genießen konnte.

Falls ihr noch nicht da gewesen seid, holt das nach, auf jeden Fall. Das Ganze ist wirklich eine Bereicherung und sehr sehenswert. Das dort auch noch eine große Sandfläche mit Liegestühlen und Blick auf den Rhein ist, rundet die Nummer ab. Also, angucken!

Geplant war dort jetzt etwa eine Stunde Pause. In Anbetracht der vorgerückten Stunde, es war mittlerweile fast halb Sieben, sind Sabine und ich dann individuell abgereist 😉 und auf eigene Fast zurück geradelt, natürlich nicht, ohne uns vorher zu verabschieden. Ein letztes Fotos des Stadtradeln 2017 entstand dann wieder vor dem Rathaus.

Trotz des geringen Schnitts und der einen oder anderen Unwägbarkeit war es eine nette Tour. Ich hab mal die GPS Daten angehängt, vielleicht will jemand die Strecke nachradeln.

GPS Daten

Wie immer hoffe ich, es hat Euch ein wenig gefallen und die ein oder andere Anregung ist dabei gewesen ;).

Euer Martin

Die Sonne hat Stil!

Hallo zusammen,

kam ich gestern noch in Schwärmen über die Vielfalt der Natur auf meiner Heimfahrt, wurde das heute Morgen auf der Fahrt zur Arbeit noch überboten. Nachdem es gestern ordentlich geregnet hatte, war es heute Morgen absehbar, dass es Nebel geben würde. Also bin ich eine halbe Stunde früher als normal losgeradelt und auch nicht via Bahnradweg, sondern am Flugplatz vorbei und dann in Richtung Burg Uda. Was soll ich sagen, schon von weitem sah man den Nebel über der Niers und als dann über dem Flugplatz die Sonne aufging, da war das ein wirklich toller Moment auf dem Rad.

Überhaupt war es ziemlich genial heute Morgen auf dem Rad. Relativ frisch, fast windstill und traumhaft zu fahren. Ich bin dann weiter gefahren und etwa parallel zur Kirche in Grefrath Oedt boten sich dann diese Bilder. Da wird man fast ein wenig andächtig.

Drehte man den Kopf ein wenig, stand über den Feldern noch der Mond. Die klare Luft lud dazu ein, ein paar Minuten länger hinauf zu blicken.

Dazu war es, bis auf ein paar Vögel, auch sehr still. Es ist schon so, wie ich hier und ein paar meiner Kommentatoren ja auch schon, gesagt haben. Solche Eindrücke gewinnt man tatsächlich nur, wenn man direkt in der Natur unterwegs ist.

Also, mein, erneutes Fazit des heutigen Morgens: Nichts wie aufs Rad. Es belebt ungemein und solche Eindrücke entschädigen mühelos für das frühe aufstehen und das bisschen frösteln.

Heute habe ich hinter die kleinen Bilder noch Links zu den Fotos in groß gelegt ;). Einfach auf das Bild klicken.

Habt Spaß da draußen und genießt die Natur…

Euer Martin

Einmal mit alles, bitte!

Hallo zusammen,

heute melde ich mich nach meiner Heimfahrt von der Arbeit. Eigentlich nichts besonderes, aber die Rückfahrt aus Krefeld heute glich einer Wetterwundertüte ;). Es war alles dabei, als ich losfuhr war es dunkel, frisch und regnerisch…

Und vor allem war es windig, richtig windig. Ich habe das ein bisschen unterschätzt, aber jetzt saß ich halt im Sattel, also musste es auch bis nach Grefrath gehen. Und dann brach die Sonne durch die Wolken, es wurde sofort wärmer, aber auch noch windiger. Die Luft auf der ganzen Fahrt war aber wirklich wunderbar. Gerade nach der, recht warmen, stickigen Atmosphäre der letzten Tage ein echter Genuss.

Normalerweise fahre ich ja von Kempen aus immer den Bahnradweg nach Grefrath, heute habe ich mich mal für die Butzenstraße entschieden, bin also durch Oedt gefahren. An sich auch eine schöne Strecke, der Radweg allerdings ist schon richtig übel…dieses Schild hier kann locker als Euphemismus des Tages durchgehen ;).

Durchgeschüttelt, aber wach bin ich dann den Rest geradelt. Wie gesagt, die Luft war toll und auch die Natur schien den Regen zuvor genossen zu haben. Überall brummte und summte es und es lohnte sich ab und an mal anzuhalten und zu genießen. Gerade die Sonnenblumen machen ordentlich was her.

Also, eine ganz normale Heimfahrt, aber wieder mal mit der Erkenntnis: Die Natur ist jedes Mal wieder wundervoll und etwas, weshalb ich es liebe ab und an mit dem Rad unterwegs zu sein. Mit dem Auto erlebt man sowas hautnahes nicht. Also, fahrt ab und an mal mit dem Rad….und lasst Euch auch nicht von ein bisschen Regen abschrecken. In diesem Sinne wünsche ich Gute Fahrt und Gute Nacht ;).

Euer Martin

Wahner Heide – eine Reise in die Vergangenheit

Hallo zusammen,

heute ergab sich die Möglichkeit mal in der Nähe von Köln zu radeln. Genauer gesagt in der Wahner Heide. Das war eine richtige Tour in die Vergangenheit. Zum einen die der Heide, zum anderen aber auch meiner eigenen. Ich war nach dem Abitur und der Grundausbildung bei der Bundeswehr in Köln stationiert. Natürlich bei der Luftwaffe und natürlich nicht im Büro, wo nix passiert ist, sondern bei der Luftwaffensicherungsstaffel. Da gehörte es dazu, dass wir immer wieder zu Übungen in die Wahner Heide ausrückten. Das waren Zeiten damals…

Heute, knappe 18 Jahre später hat sich rund um die Kaserne und den Flughafen Köln Wahn eine Menge verändert, manches aber auch nicht. So habe ich auch heute junge Soldaten im „Gyros Palast“ und im „Heidegrill“ gesehen, das waren damals schon unsere „Hotspots“ ;).

Aber weg von den Gourmettempeln der Vergangenheit zum harten Sattel der Gegenwart. Los ging es an der Alten Kölner Straße und dann direkt an den Flughafenzaun. Ziemlich rumpelig zu fahren, aber immerhin einigermaßen ebenerdig. Das sollte sich im Lauf der Tour ändern.

Knackig warm war das heute, sämtliche Fotoversuche in Richtung Flughafen habe ich recht fix eingestellt, das Hitzeflimmern war einfach zu stark. Aber einmal gerade nach oben ging dann doch. Einmal rund um einen Flughafen ohne Flugzeugfoto…das wäre ja dann schon sehr merkwürdig gewesen.

Und dann ging es tiefer in die Heide. Wegetechnisch war es überwiegend fester Schotter. Eigentlich ganz gut zu fahren, ab und an mal loser Sand, da wurde es dann gefährlicher, aber alles ganz gut zu bewerkstelligen. Nachdem die Alte Kölner Straße erneut überquert wurde ging es bergan. Das der Hügel da Busenberg heißt ist Fakt und nicht auf meinem schmutzigen Mist gewachsen ;). Tolle Heidelandschaft links und rechts.

Ist schon was anderes als bei uns auf dem platten Land zu radeln, obwohl man ja nicht von „Bergen“ sprechen kann, aber die langsamen Anstiege gehen dann schon in die Beine. Ich hänge später mal die GPS Daten an, wer die Tour mal nachradelt, wird wissen, was ich meine.

Die ganze Ecke dort hat eine lange Geschichte, eine lange militärische Geschichte. Briten waren vor Ort, Belgier, die Bundeswehr. Nachdem der Truppenübunsgplatz, auf dem ich noch gelernt habe, geschlossen wurde, erkämpft sich die Natur mehr und mehr zurück. Allerdings sollte man tunlichst auf den Wegen bleiben.

Apropos Wege. Asphalt habe ich wenig gesehen, meist ging es über Schotter oder Waldboden voran. An richtig fiesen Stellen auch durch lockeren Sand. Da muss man dann tatsächlich höllisch aufpassen, vor allem, wenn man gerade einen Hügel herunterfährt.

Weiter auf der Tour ging es dann am DLR vorbei und in den Stadtteil Lind. Direkt im Anschluss nach Wahnheide, dort dann an den schon erwähnten kulinarischen Highlights vorbei und am Tor Nord der Kaserne. Damals musste man früh genug da sein Sonntags Abends, sonst hieß es einmal um die halbe Kaserne herumlaufen. Heute bin ich entspannt dran vorbei geradelt. 

Nächster Punkt auf der Karte war das Gut Leidenhausen, dort vorbei ging es dann nochmal ins Naturschutzgebiet Wahner Heide. Auch an diesem Eingang wieder große Warnhinweise. Wenn ihr dort mal radelt, haltet Euch dran….besser ist das.

Und dann gab es für mich nochmal ein Flashback-Erlebnis. Im Vorbeifahren fiel mir ein altes Gleisbett auf. Und dann war alles wieder da, die alte Panzerverladestation. Da haben wir damals in einer mehrtägigen Übung einen Hinterhalt gelegt und dort übernachtet. Wie schon gesagt, das waren Zeiten damals. Heute sieht es dort so aus wie auf dem folgenden Bild, keine Gleise mehr und nur noch ein paar Reste übrig.

Die letzten 4 Kilometer führten dann noch durch den Wald und am Ende wieder über die Alte Kölner Straße. Nach etwas über 30 Kilometern war meine Radtour in die Vergangenheit vorbei und ich, ehrlich gesagt, ziemlich geschafft.

GPS Daten

Ich hoffe, es hat Euch gefallen.

Euer Martin

 

STADTRADELN – eine Zwischenbilanz

Hallo zusammen,

wir ihr ja wisst, bin ich auch in diesem Jahr wieder aktiv beim STADTRADELN dabei. Zusammen mit einigen unserer Nutzer der Mediothek und vielen Kolleginnen und Kollegen sammeln wir dabei Kilometer für den guten Zweck, nämlich das Klima und um, am Ende, eine gute Platzierung zu erreichen ;). Aktuell ist etwa Halbzeit und ich bin ganz zufrieden.

Die Auftakttour war sicher ein Highlight, ich habe, zusammen mit meinen Kollegen, eine Menge toller und netter Menschen kennengelernt, wir haben uns viel unterhalten und konnten auch die Mediothek ganz gut sichtbar machen. Die Tour an sich, knappe 40 Kilometer durch die Region, war ganz interessant, verlief allerdings auf mir sehr bekannten Wegen und, nicht zuletzt auf Grund der hohen Teilnehmerzahl, recht gemächlich. Was aber an dem Tag völlig OK war.

Ein Ziel der Kampagne, nämlich öfter mal das Auto stehen zu lassen und aufs Rad zu steigen, hat bei mir auf jeden Fall funktioniert. Ich bin, wann immer es ging, mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Das sind knappe 20 Kilometer und ich bilde mir ein, dass mir das mittlerweile schon etwas leichter fällt als zu Beginn der Aktion. Mit etwas über 300 Kilometern habe ich jetzt schon etwa genau soviel geradelt wie beim letzten Mal nach dem kompletten Zeitraum. Mal sehen, wie es weitergeht.


Dieses Jahr liegt irgendwie ein guter Spirit auf unserem Team, wir haben viele dabei, die recht regelmäßig radeln und Kilometer aufschreiben, selbst wenn das Wetter mal nicht 1A war. Schauen wir mal, wo wir am Ende landen. Spaß macht es auf jeden Fall.

Euer Martin

Dieser magische Moment

Hallo zusammen,

kennt ihr das? Man hat sich wirklich fest vorgenommen, Morgens mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Die Sachen liegen bereit, das Rad ist aufgepumpt, der Wecker klingelt um 5.30 Uhr…aber man hat eigentlich so gar keine Lust. Der Ruf des Autos wird immer lauter, sich noch mal umdrehen wird zum absoluten Luxus. Vielleicht radel ich ja Morgen wieder?

Und dann rafft man sich doch auf, schwingt sich aufs Rad und kommt in Tritt, man ist noch müde, die Beine sind schwer und man schleppt sich so dahin….und dann? Dann haut die Natur einen raus. Dann bricht auf einmal die Sonne durch die Äste, der leichte Nebel wabert über den Weg, man realisiert den Duft des Morgens, hört die Vögel. Und dann ist er da, dieser magische Moment der Natur, für man dann eben doch dankbar ist, nicht das Auto genommen zu haben…

Euer Martin

Le Tour de France in Büttgen

Hallo zusammen,

was für eine Aufregung. Seit Wochen spricht man in Düsseldorf und Umgebung von der Tour de France. Man hat es geschafft, dass der Start und ein Zeitfahren in Düsseldorf stattfand. Ich war zwar am Samstag, als der sogenannte Grand Depart, über die Bühne ging, in Düsseldorf, hatte aber keine Zeit für die Tour. Bei der zweiten Etappe wollte ich mir das Ganze aber nicht entgehen lassen, wer weiß, wann man dieses Riesenereignis noch so nah erleben kann. Ich habe mir die Strecke angesehen und fand die Möglichkeiten in Büttgen ganz interessant. Der kleine Ort, hinter Meerbusch bei Kaarst, hatte sich mächtig rausgeputzt und, wie alle Tourorte, reichhaltiges Programm rund um das Großereignis aufgefahren.

Am Samstag konnte ich am Flughafen in Düsseldorf schon mal einen schönen Jet der französischen Regierung ablichten, mein erstes Bild der Tour de France.

Am Sonntag dann also früh aufstehen, es sollte ja voll werden. Die Wettervorhersage war ein „Geht so“, Wolken und ab und an Regen waren angesagt, also habe ich mich mit meinem Schirm bewaffnet und bin nach Büttgen gefahren. Ich hatte mit mächtig Andrang gerecht, als ich etwa gegen 9 Uhr dort ankam. Tatsache ist: Ich war alleine dort 😉

Laut Zeitplan sollte gegen 12 Uhr die Werbekarawane vorbeikommen und dann so gegen 14 Uhr das eigentliche Fahrerfeld. Auf der Strecke an sich tat sich Morgens wenig, einige private Radler nutzen die Chance und fuhren die Strecke ab…gerne auch in unterschiedlichen Richtungen.

Ab und an wurde das Ganze dann mal durch ein Motorrad oder ein Sponsorenauto aufgelockert. Nach und nach füllten sich die Zuschauerränge und direkt neben mir rückte einer Gruppe an, die mit Klappstühlen und Nahrungsmitteln bestens ausgerüstet waren…und, und das war das Wichtigste, mit einer Menge guter Laune.

Und dann kam die Werbekarawane. Das Ganze war schon faszinierend. Laute Musik, schnelle Durchsagen in französischer und englischer Sprache und immer mal wieder das ein oder andere Werbegeschenk. Der ganze Tross hatte ordentlich Geschwindigkeit drauf, das Timing für diesen Vorabzirkus ist wohl super eng getaktet.

Fans von ungewöhnlichen Autos kamen auf jeden Fall voll auf ihre Kosten. Und Fans von merkwürdigen Hühnchen oder was auch immer-Autos auch 😉

Nach der Werbekarawane hieß es wieder warten. Da die Fahrer mittlerweile in Düsseldorf gestartet waren, konnten man sie im ARD Livestream verfolgen und abschätzen, wann man sie live sehen kann.

Dann gab es noch einen feschen belgischen Streifenwagen, der ebenfalls recht zügig durch Büttgen kachelte…

Und dann war es endlich soweit. Über den Livestream kam die Info, dass es eine vier Mann starke Ausreißer Gruppe gibt, die das Feld anführt. Ihr Vorsprung war etwa 2 Minuten.

Eindrucksvoll, in welcher Geschwindigkeit die Jungs vorbei waren.
Kurz drauf kam das Hauptfeld. Unglaublich, wie schnell knapp 200 Menschen auf Fahrrädern an einem vorbeifahren können.

Im Anhang direkt hinter den Radlern folgten unzählige Teamfahrzeuge mit Ersatzrädern…da dürften enorme Werte auf den Dächern gestanden haben.

Jemand sagte, 4 Stunden warten für 10 Sekunden Action ;). Da ist was dran, aber trotzdem war es das wert. Die Stimmung entlang der Strecke war großartig, das ganze Drumherum spannend und letztlich ist es wahrscheinlich eine „Einmal im Leben“-Erfahrung ;). Tour de France 2017 in Deutschland – ich war dabei!

Euer Martin

Heimfahrt mit Umweg

Hallo zusammen,

ein langer Radeltag war das gestern. Nach der Arbeit wollte ich noch einen Krankenbesuch in der Uniklinik in Düsseldorf machen. Da zur Zeit die Aktion STADTRADELN läuft und ich gerade sowieso das radeln sehr als Ablenkung genieße, war klar, das mache ich heute mal alles mit dem Rad.
Los ging es am frühen Morgen in Grefrath mit der Fahrt zur Arbeit. Ab Kempen hatte ich leichten Rückenwind. Das lies für die Fahrt nach Düsseldorf später böses ahnen ;).

Dank einer netten Kollegin bin ich etwas eher abgelöst worden und hab mich dann aufs Rad geschwungen. Erstmal ging es ein wenig durch die Krefelder Innenstadt. Vor kurzem gab es eine Ankündigung der Stadt Krefeld Geld in die Fahrradinfrastruktur zu stecken. Das ist erfreulich, es gibt in Krefeld Ecken, da ist man eigentlich schon überfahren, wenn man dort nur lang fährt. Aber es tut sich was, das war gestern auch schon zu sehen…

Aus der Stadt raus ging es dann, parallel zur U76 Strassenbahnlinie, in Richtung Fischeln und Meerbusch. Dort zu radeln ist wirklich angenehm, keine Autos und gut ausgebaute Radwege. Kurz hinter Fischeln wurde es dann ländlich rund ums Rad…und windiger. Natürlich, wie Morgens schon befürchtet, in Form von Gegenwind. Es sah immer ein wenig nach Regen aus, hat sich aber vorerst gehalten.

Von ländlich wurde es dann städtisch als ich in Heerdt einfuhr. Düsseldorf Heerdt und später auch Düsseldorf Mitte sind als Radfahrer echte Herausforderungen, Radwege, die eng an Parkbuchten vorbeiführen, Menschen, die, aufs Handy blickend, auf den Radweg laufen, zweite Reihe Parker, Anlieferer, Kinderwagen, Baustellen ohne Radumleitungen, das typische Großstadtradeln halt. Umso schöner war der Moment, als ich auf die Rheinallee eingebogen bin. Etwas kam die Sonne raus, die Düsseldorfer Skyline vor Augen und ein schöner Weg am Rhein entlang. So macht radeln dann direkt wieder Spaß.

Auf den Bildern sieht man leider nicht, wie windig es mittlerweile geworden war. Manchmal glaube ich, ich zeihe Gegenwind magisch an, oder, ich bin einfach zu breit und der Wind kann nicht anders ;). Warum auch immer, die Fahrt war schon echt anstrengend. Nach etwas über 25 Kilometern bin ich dann aufs Uniklinik-Gelände gerollt. Krankenhäuser sind eigentlich nie schön, die Gründe, warum man hinfährt, meist auch nicht. Auf dem Gelände des UKD gibt es aber immerhin das ein oder andere eindrucksvolle Gebäude.

Jetzt waren es noch knappe 45 Kilometer bis nach Grefrath zurück. Das Gejammere über den Gegenwind lasse ich jetzt mal weg, ihr wisst es ja eh schon. Von der Uni aus führte der Weg wieder am Rhein entlang und dann später nach Neuss. Dort bog ich dann letztlich auf die Nordkanalroute ein. Entlang der blauen Streifen auf dem Boden führte mich der Weg nach Kaarst und Willich. Dieser Teil der, ansonsten landschaftlich sehr schönen Route, ist dann doch eher ermüdend. Man radelt Kilometer um Kilometer an einer Landstraße entlang. Und die ein oder andere fiese Wurzel prüft Hintern und Federgabel.

Über Schiefbahn und Neersen ging es dann in Richtung Grefrath weiter. An einem Bahnübergang konnte ich dann noch diesen Überholvorgang fotografieren, sah schon spannend aus, das da zwei Züge nebeneinander auf mich zukamen.

Am Ende standen knappe 72 Kilometer auf der Uhr. Nach etwa 90 am ganzen Tag war ich dann allerdings auch ziemlich durch. Spaß gemacht hat es trotzdem. Auch wenn ich nicht wünsche, mal in die Uniklinik zu müssen, habe ich doch mal die GPS Daten angehängt, vielleicht könnt ihr ja einen Teil davon nutzen. Einen Clip gibt es natürlich auch noch 😉

GPS Daten

Beste Grüße, Euer Martin