Derby im Borussia-Park

Hallo zusammen,

auch Fußball ist eines meiner Hobbies, allerdings eher passiv, also so zum zugucken, das allerdings am liebsten live im Stadion. Mein Herz schlägt für die Fohlenelf, also das Team von Borussia Mönchengladbach. Am heutigen Tag ging auch für uns Gladbachfans endlich die neue Bundesligasaison wieder los. Und das gleich mit einem der Klassiker in der Vereinsgeschichte, dem rheinischen Derby. Dabei geht es gegen den Rivalen aus der Domstadt, den 1. FC Köln.

Spiele gegen diesen Gegner sind immer sogenannte Hochsicherheitsspiele, rund um beide Mannschaften gibt es leider einen großen Haufen Vollidioten, die nicht begreifen, dass Rivalität, Wutausbrüche, Flüche und Schmähgesänge natürlich zu diesem Derby gehören, das man aber nach dem Spiel mit dem „Gegner“ gern ein Bier trinken kann, es aber ziemlich bescheuert ist, dem anderen aufs Maul zu hauen.

Los ging es in diesem Spiel, wie bei allen Begegnungen an diesem Wochenende, mit einer Schweigeminute für die Opfer des Terrors in Barcelona.

Und dann ging es los. Die erste Chance des Spiels hatten die Gäste aus Köln, aber dann begann Gladbach einen schönen Kombinationsfußball und war drückend überlegen. Allein das Tor fiel nicht.

Die ein oder andere Chance konnten die Kölner nur auf der letzten Rille verhindern. Ein munteres Spielchen entwickelte sich.

Ich habe schon einige Derbys erlebt, dass heute fing sehr, sagen wir, harmlos an. Wahrscheinlich weil sich die Teams erst abtasten wollten, für beide war es das erste Spiel in der neuen Saison, viele Abläufe stimmen noch nicht recht und da will man lieber nicht allzuviel riskieren. Die Fans waren aber schon auf Betriebstemperatur angelangt, der Support der Kölner war kraftvoll und laut…

Ich sitze deutlich näher am Gästeblock als an der eigenen Nordkurve, deshalb wirken die Gäste immer ziemlich laut, aber stellenweise war es im Norden heute, gefühlt, recht ruhig. Und dann wieder richtig laut und emotional. Letztlich taten sich die beiden Fanlager wohl nicht viel ;).

Nach der Pause wurde es ein bisschen mehr Derby, allerdings kamen die Kölner auch recht gut vom Pausentee zurück. Sie waren bis zum Schlusspfiff im Spiel und es wurde noch richtig spannend. Erstmal jubelten aber die Borussen, Nico Elvedi schoss in der 49. Minute das 1:0…

Es wurde dynamischer, hektischer und, wir haben Derbytime, zickiger und nickeliger auf dem Platz.

Bei den Beteiligten war alles auch schnell wieder gut, sind halt Profis.

Auf den Rängen merkte man dann auch, dass dieses Spiel etwas besonderes ist. Es ist verboten, es ist geächtet und es ist brandgefährlich…Pyrotechnik im Block. Da wird es echt mal Zeit, dass man entweder Mittel und Wege findet, das ganze legal abzubrennen oder die Idioten aus den Blöcken zu kriegen.

Wie eben schon mal gesagt, es blieb spannend bis zum Schluss, die 4 Minuten Nachspielzeit sorgten für angeknabberte Fingernägel.

Nach dem Abpfiff war klar, Gladbach hat erneut das Derby gewonnen, Risse hat kein Last Minute Tor gemacht, und die Kölner sind mit einer Niederlage in ihre Saison gestartet….und man braucht immer noch gefühlte zwei Jahre, bis man im Borussia Park vom Parkplatz runter ist 😉

Euer Martin

 

 

 

 

 

 

Runter an die Maas

Hallo zusammen,

kennt ihr das, ihr möchtet eigentlich ne Runde auf dem Rad drehen, wisst aber nicht so recht wohin es gehen soll? So ging es mir gestern. Zum einen zeigte der Blick in den Himmel, das die Zeit ohne Regen wohl begrenzt ist, zum anderen war ich nach der langen Tour ins Angertal irgendwie träge.

Aber, es ist wie beim Futtern, Appetit kommt beim essen ;). Also, ab aufs Rad und einfach mal losgefahren. Nach einigen Metern kam mir die Idee, apropos Essen, ich glaube ich fahre an die Maas zur Frittenbude ;). Petatte Wiel, eine Institution in Venlo, direkt an der Maas gelegen und vor etlichen Jahren unter anderem durch ein „Benefriet Konzert“ gerettet, bietet die Bude das an, was man erwartet, wenn man von niederländischer Frittenbude spricht. Aber vor den Genuss hat der Fahrradgott den Schweiß gestellt. Also ging es in Richtung Hinsbeck. Es wurde immer mal wieder dunkler am Himmel, aber erstmal schien das Wetter zu halten.

Als ich den Hügel bei Hinsbeck erklommen hatte, war es sogar etwas sonnig. Überhaupt hatte ich mittlerweile richtig Lust aufs radeln bekommen. Eigentlich wollte ich durch Hinsbeck durch und dann direkt Richtung Venlo.

Ich hab mich dann aber doch für den Schlenker über die Krickenbecker Seen und die Venloer Heide entschieden. Ich bin da schon so oft lang gefahren, es ist trotzdem jedes Mal wieder schön dort. Heute war es, zumindest in diese Richtung, aber auch ganz schön anstrengend, es wehte nämlich eine steife Brise. Laut Wetterapp 17 km/h Gegenwind, das merkt man dann schon.

Von der Venloer Heide ging es dann durch die Vororte, vorbei an wirklich eindrucksvollen Häuser runter in Richtung Maas. Die Stadt war voll, gefühlt kaufte ganz Deutschland gerade Getränkedosen ein, das fehlende Pfand macht das Ganze wohl so verlockend. Auf jeden Fall kamen mir etlichen Menschen mit dutzenden Paletten voller Dosen entgegen. Im Slalom drumherum, das Ziel fest im Blick…und dann war es soweit. Bamiballen, Fritten, Currysauce und ne Coke…und schon war ich glücklich ;). Es kann so einfach sein….

Nach den kulinarischen Köstlichkeiten ging es wieder aufs Rad. Die Beine schwer, der Bauch voll…und dann geht es bergan. Das schöne „Nach Venlo reinrollen“ galt es jetzt andersherum zu fahren. Von der Maas hoch zum Bahnhof, dort gab es noch einen kurzen Zwischenstopp, eine toll lackierte Class 66 Lokomotive stand dort abgestellt, da musste ich natürlich ein Foto machen. Ich mag diese Lokomotive eh, da sie so ganz anders aussieht als die DB Maschinen. Und in diesem feschen Orange macht sie ordentlich was her.

Direkt hinter dem Bahnübergang ging es dann in den Wald und zurück in Richtung Grenze. Normalerweise fahre ich dort immer über einen schön ausgebauten Radweg, dieses Mal habe ich einen Abzweig eher genommen und es gab wieder diese Momente, in denen ich froh bin, mich für das Crossbike entschieden zu haben.

Dann der Sprung über die Grenze und bei Kaldenkrichen habe ich mich dann auf den Bahnradweg gesetzt und bin in einem Rutsch bis nach Grefrath zurückgefahren. Der Bahnradweg ist zwar super ausgebaut, hat nur wenig Steigungen, ist aber auch nicht wirklich spannend. Aber das es sich jetzt doch zuzog und leicht anfing zu nieseln, war ich ganz froh, fix zurück zu kommen. Am Ende waren es knappe 36 Kilometer, leckere Fritten und ein paar neue Eisenbahnbilder. Hat sich gelohnt. GPS Daten und einen relive Clip hänge ich Euch an, ansonsten hoffe ich, es hat Euch gefallen…

GPS Daten

Euer Martin

Auf ins Angertal

Hallo zusammen,

endlich wieder auf dem Rad. Am Mittwoch ging es wieder erst mit dem Zug und dann mit den Beinen auf Tour. Die erste Strecke war dann auch nur knappe 8 Kilometer lang und führte von Grefrath zum Bahnhof in Kempen.

Die Nordwestbahn bietet mit dem Niers Express eine direkte Verbindung nach Düsseldorf an. Auf meinem Umlauf gab es lediglich eine Garnitur, so das man sich mit dem Rad ein wenig quetschen musste, dank sehr rücksichtsvoller Mitreisender klappte das aber alles sehr gut.

Das die Aufzüge am Düsseldorfer Hauptbahnhof so klein sind, dass man das Bike besser die Treppe runterträgt ist ärgerlich, aber letztlich auch nur eine Randnotiz. Unter den Gleisen durch ging es dann in Richtung Stadtbibliothek, also zum Bertha-von-Suttner-Platz, und dann auf in das Großstadtgetümmel. Dort ist das radeln eben so, wie man es sich vorstellt, Straßenbahnschienen, ab und an Radwege, viele Autos, Hektik und natürlich immer wieder der Klassiker, die gedankenlos geöffnete Autotür.

Es ging dann in Richtung Ratingen weiter. Durchaus schon durch Waldwege und vor allem ruhigere Seitenstraßen. Die GPS Daten hänge ich gleich an, da kann man das ganz gut sehen.  Durch Grafenberg und dann am Aper Wald vorbei ging es bergan. Am Ende des Anstiegs lag dann Ratingen.

Von dort aus ging es dann ins Angertal. Es ist schon ziemlich beeindruckend, das man, so nah an der Landeshauptstadt, in einer, gefühlt, völlig anderen Welt unterwegs ist. Viel Wald, Feldwege und eine Eisenbahnstrecke, welche an eine andere Zeit erinnert. Von der Hauptstrecke zweigt dort eine Strecke ab, welche zu einem Kalkwerk in Wülfrath führt. Diese ist nicht elektrifiziert und führt oftmals durch urwüchsigen Bewuchs. Ich habe zwar an der Strecke eine Pause gemacht, es fuhr allerdings gerade kein Zug vorbei, deshalb zu dem aktuellen Bild von Mittwoch…

…noch ein Foto von einem anderen Besuch von mir im Angertal. Für Eisenbahnfans lohnt ein Besuch dort auf jeden Fall. Wie gesagt, die Szenerie rund um die Strecke ist so völlig anders als der große Rest hier bei uns in der Gegend.

Von dort aus ging es, bergauf und bergab und immer über schöne Waldwege in Richtung Lintorf. Der Untergrund wechselte von Kies über Schotter, Asphalt, Waldboden und ab und an etwas Sand. War aber alles in allem sehr gut zu fahren. Vorbei an viel Natur und dem einen oder anderen Gehöft…

..über die Bissingheimer Strasse in Richtung Duisburg. Nach und nach wurde es industrieller und dann tauchte links das Voestalpine Rail Center auf. Ein Werk, in dem Schienen verschweißt werden. Schon beeindruckend, wie aus diesen Einzelteilen bis zu 360 Meter lange Schienenbänder werden.

Kindheitserinnerungen konnte ich dann im Anschluss auffrischen. Mein Weg führte mich durch die Sechs-Seen-Platte, über die legendäre gelbe Brücke, über die man sein Rad bitte schiebt, die Brücke ist eine reine Fußgängerbrücke, weiter in Richtung Duisburg.

Jetzt wurde es immer weniger Natur und immer mehr Industriekultur. Es ging in Richtung Rhein und dazu über die Mannesmannstraße in Duisburg mit dem Etappenziel HKM. Man radelt dort ein ganzes Stück leicht bergan um dann mit einer Brücke etliche Gleise zu queren, auf denen ständig Wagen mit Eisen und Schrott rangiert werden. Spannend zu sehen.

In Uerdingen ging es über Rhein und dann direkt in Richtung Egelsberg via Niepkuhlen und die dortige neue Brücke und dann zum Hülser Berg. Zu meiner Überraschung stand dort der Schluff und machte sich gerade bereit zur Rückfahrt nach St. Tönis. Normalerweise fährt diese historische Crefelder Eisenbahn nur Sonntags, am Mittwoch gab es aber im Rahmen des Ferienfahrplans eine Sonderfahrt. Es ist schon immer wieder schön, diesen Zug zu sehen.

Ich bin ziemlich gut vorangekommen, es gab kaum Gegenwind und ich hatte noch Lust aufs weiteradeln. Also bin ich noch nicht in Richtung Grefrath gefahren, sondern es ging nach Neukirchen-Vluyn. Es wurde wieder ländlich und ging über viele Kilometer an Landstraßen entlang, allerdings mit schön ausgebauten Radwegen.

Schon einige Male bin ich auf meinen Touren am Ultraleichtflugplatz des UL-Fliegerclubs Kerken vorbeigefahren, hab dort aber nie einen Flieger zu Gesicht bekommen. Bei dem schönen Wetter am Mittwoch war das anders, es wurde eifrig geflogen dort. Muss ich mir mal merken und in Ruhe anschauen.

Von Aldekerk aus ging es dann letztlich zurück nach Grefrath. Eine schöne Strecke war das, sehr abwechslunsgreich. Ein bisschen hügelig am Anfang, aber nicht zu steil. Alles in allem ein schöner Tag auf dem Rad. Wie versprochen folgen jetzt noch die GPS Daten und der relive Clip.

GPS Daten

Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen.

Gruß, Martin

 

Das #FreitagsFahrrad

Hallo zusammen,

es ist wieder Freitag, es ist wieder Zeit für das #Freitagsfahrrad. Jeden Freitag poste ich hier ein Fahrradbild. Heute habe ich ein Bild für Euch, wo mir die Lichtstimmung irgendwie sehr gefallen hat. Dunkle Wolken und trotzdem kam die Sonne durch.

Wie immer hoffe ich, es gefällt Euch.

Gruß Martin

AvD-Oldtimer-Grand-Prix am Nürburgring

Hallo zusammen,

Motorsport ist, neben dem radeln, ein großes Hobby von mir. Neulich habe ich mir am Nürburgring ein 6 Stunden Rennen mit modernen Rennwagen angeschaut, gestern ging es auf eine Zeitreise. Rund um die Nürburg fand ein ganzes Wochenende der AvD-Oldtimer-Grand-Prix statt. Die Menge an historischen und wunderbar erhaltenen und restaurierten Autos war schon sehr eindrücklich. Ich habe mir den Samstag ausgesucht und etwa 40 Euro für die Tageskarte bezahlt. Los ging es mit einer Parade von Rallyefahrzeugen.

Nicht nur auf der Strecke, sondern auch im Fahrerlager gab es eine Menge zu sehen, diesen schönen Bulli zum Beispiel.

Das Wetter war, natürlich, wieder so eine Sache. Immer wieder gab es Sprühregen, Nebel und tiefe Wolken.

Wie schon gesagt, es gab eine ganze Bandbreite an tollen Fahrzeugen. Die Formel Junior zum Beispiel. Diese Rennserie war in den 60ern sehr beliebt, auch wegen der Einfachheit der Fahrzeuge.

Großartig waren auch die Tourenwagen, es gab DTM, STW und andere Klassiker zu sehen…und zu hören. Ein krasser Flashback in eine andere Rennsportzeit. Es war alles irgendwie, hm, ehrlicher, direkter.

Besonders toll finde ich, dass die Autos in den alten Originalsponsorenbeklebungen fahren. So schauten die beiden jungen Männer neben mir etwas verwirrt, als sie die D2 Werbung auf dieser C Klasse sahen 😉 .

Die Polizei schaute auch vorbei, offenbar sahen die Rennen auch von oben gut aus. Es gab mehrere tiefe Überflüge.

Von den richtig alten Autos habe ich nicht soooo die Ahnung, deshalb hier einfach ein paar Bilder. Was ich weiß ist, sie sind wirklich wunderschön. Und sie haben einen wunderbaren Klang.

Im alten Fahrerlager machen sich die alten Schätze natürlich besonders gut.

Jaguar hatte eine große Zeltstadt aufgebaut und neue Modell vorgestellt. Dort gab es einen weiteren Jugendflashback für mich. Damals habe ich auf dem Amiga immer das Spiel XJ220 gespielt…und gestern stand ich plötzlich vor dem Original. Das waren noch Zeiten.

Es gab noch soviel mehr. Historische Formel Eins Autos zum Beispiel. Was für ein Klang, was für ein Spektakel.

Einen Porsche 917, der nicht im Museum steht, sondern über die Strecke düst. Herrlich. Als großer Porsche Fanboy ging mir dabei natürlich das Herz auf.

Ich habe die Fotos mit Links zu Flicker hinterlegt, dort gibt es auch noch ein paar mehr Bilder vom Samstag. Mit einem wundervollen Ferrari Dino schließe ich den Eintrag hier mal ab.Es ist großartig, dass es solche Veranstaltungen gibt, dass solche Autos gehegt und gepflegt und tatsächlich noch, recht zügig, bewegt werden. Deshalb bin ich allen Beteiligten sehr dankbar, dass sowas möglich gemacht wird.

Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen. Hier mal ein Link zum FlickR Stream.

Euer Martin

 

 

 

 

 

Lost Place Rundbogenhalle Venlo-Herongen

Hallo zusammen,

ich war wieder auf dem Rad unterwegs. Ein bisschen Sorgen hatte ich, dass ich richtig nass würde, es gab immer wieder eine Menge dicker Wolken am Himmel.

Trotzdem ging es gegen Nachmittag los. Mein Ziel sollte der alte Flugplatz in Venlo-Herongen sein. Dort gibt es eine alte Rundbogenhalle, ein sogenannter „Lost Place“. Wenn ihr Euch für solche verlorenen Orte interessiert, schaut doch mal auf diese Facebookseite hier.

Für mich ging es erstmal in Richtung Vinkrath. Und zum ersten Mal, obwohl ich schon dutzende Male dran vorbeigefahren bin, habe ich bei der Skulptur eines Sämanns angehalten und mir mal die Plakette auf dem Boden angesehen. Man fährt einfach viel zu oft mit geschlossenen Augen durch die eigene Heimat.

Wenn ihr auf die Plakette klickt, gibt es das Bild auch etwas größer…

Von Vinkrath aus ging es dann weiter in Richtung Herongen. Dazu bin ich ein gutes Stück über die Nordkanalroute gefahren. Im Vergleich zu den klar städtisch geprägten Routen der letzten zwei Male, ging es heute durch wunderbare Natur.

Herrlich Leute ;). Bis rauf zur B221 ging es durch den Wald, dann ein Stück an der Straße entlang und dann rechts ab in Richtung Rundbogenhalle. Das heutige Ziel der Tour ist das Stahlgerüst einer Halle aus dem Zweiten Weltkrieg, einer Zeit, als zwischen Venlo und Herongen ein großer Flugplatz der deutschen Luftwaffe lag. Das dunkelste Kapitel dieser Geschichte ist sicherlich die Tatsache, dass dort auch eine Aussenstelle des Konzentrationslagers Herzogenbusch installiert wurde. Sehr viele, fundierte Informationen findet man auf den Webseiten der Villa Merländer, schaut doch mal HIER.

Ich war vor einiger Zeit schon ein Mal dort, die Natur hat sich in der Zwischenzeit eine Menge zurückerobert. Schon faszinierend, wie es überall grünt und blüht. Das auf dem Weg dahin die meisten Pflanzen Brennnesseln sind und ich mit kurzer Hose geradelt bin…nun ja, doofe Kombination.

Vom alten Hangar ging es dann, am Bundewehrdepot Herongen vorbei, in Richtung Venlo. Dort dann an einem großen Tanklager vorbei und in die Venloer Heide. Dort radelt man auf Feldwegen mitten durch eine wunderschöne Heidelandschaft…und trifft ab und an auch nette Bewohner.

Von der Heide aus war es dann der für mich klassische Weg nach Grefrath. In Venlo über die Grenze und dann an der Bahnlinie vorbei bis nach Kaldenkirchen. Witziges Detail am Wegesrand…die einzig sinnvolle Nutzung eines Smart 😉

Dort scharf links auf den Bahnradweg, an den Krickenbecker Seen vorbei…

Kaldenkirchen, Lobberich und dann ein Stück bergab bis nach Grefrath. Was mich, neben der frischen Luft und den historischen Pfaden heute, am meisten gefreut hat? Ich bin trocken die ganze Runde gefahren. Das sah zeitweise nicht danach aus. Alles in allem war es eine tolle kleine Tour. Ich hab euch noch ein relive Clip dazu gepackt und empfehle euch dringend, euch mal den alten Fliegerhorst in Venlo anzuschauen, tolle Natur und eindrückliche Geschichte. Und das ganze völlig kostenfrei.

Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen.

Euer Martin

Das #FreitagsFahrrad

Hallo zusammen,

öfter mal was Neues. Für dieses Blog, oder heißt es diesen Blog? Egal, auf jeden Fall gibt es jetzt auch die Rückenwind.blog Facebook Seite. Aber das soll hier gar nicht so groß Thema sein, hier geht es darum, Euch das #FreitagsFahrrad vorzustellen. Ab sofort gibt es hier jeden Freitag ein einzelnes Fahrrradbild. Ein Bild, welches ich mit einer besonderen Geschichte verbinde, welches ich irgendwie besonders mag oder von dem ich sonst irgendwie glaube, dass man es zeigen sollte 😉 .

Den Auftakt macht dieses Foto aus dem April 2015. Ich fand die Lichtstimmung so schön an diesem Abend. Beim radeln entdeckt man Natur ganz anders und dieses Bild erinnert mich immer daran, mit offenen Augen durch die Landschaft zu fahren.

Wie immer hoffe ich, es gefällt Euch. Was mögt ihr am Radfahren besonders?

Euer Martin

Radschnellweg 1

Hallo zusammen,

vor einiger Zeit habe ich in einer Reportage etwas über den RS1 gehört, den Radschnellweg 1, welcher, wenn er einmal komplett fertig ist, Duisburg mit Hamm verbinden soll. Ein Radweg, welcher frei von Autos ist, breit genug um entspannt zu radeln und somit zu einer echten Alternative zum Auto wird. Bislang ist ein Stück zwischen Essen und Mülheim nahezu fertig. Seit einiger Zeit schon wollte ich mir das Ganze mal „in Echt“ anschauen. So ging es also gestern auf nach Essen. Mein Plan war es, mit dem Zug zum Essener Hauptbahnhof zu fahren und dann mit dem Rad wieder zurück nach Grefrath zu radeln, eben über das fertige RS1 Teilstück. Von Kempen aus ging es mit der Nordwestbahn bis Krefeld und dann mit der DB nach Essen. Beides hat ziemlich gut geklappt.

In Essen angekommen ging es dann ein Stückchen durch die Innenstadt und dann auf die ehemalige Bahntrasse „Rheinische Bahn„, in deren Verlauf eben auch das Teilstück des RS1 liegt. Nun, was soll ich sagen, wenn man es wirklich schafft, diesen Weg in dieser Art fertigzustellen, ist das ein echter Gewinn für die Region. Es gibt eine Trennung zwischen Fußgänger- und Radweg, der Radweg ist vier Meter breit und laut der Website hat er auch einen Winterdienst. Es gibt nur wenig Steigungen und, vom miesen Gegenwind abgesehen, fährt es sich fast wie von selbst. 😉

In Mülheim war dann aber auch Schluss mit der Herrlichkeit. Vom RS1 runter ging es durch die Stadt, Ampelschaltungen, die immer nur kurze Hüpfer zuließen, Autofahrer, die offenbar ein Radfahrersehproblem haben, LKWs, die haarscharf am Radler vorbeidüsen, nun ja, Großstadtradeln eben.

Über den Ruhrdeich ging es dann von Mülheim in Richtung Duisburg weiter. Zwar auf einem Radweg, aber immer dicht an der Straße entlang. Über den Gegenwind rege ich mich gar mehr auf, darauf habe ich irgendwie ein Abo in letzter Zeit ;). Es tat richtig gut, eine kurze Pause an der Ruhr einzulegen, die paar Meter weg von der Straße sorgten für Ruhe, die Sonne, die mittlerweile rausgekommen war für den Rest.

Nach ein paar weiteren Kilometern kam dann die Ruhrmündung in Sicht. Mein erstes Mal am Rheinorange, auch irgendwie etwas peinlich für einen gebürtigen Duisburger, hm? Nun ja, dieses Manko konnte ich ja jetzt beseitigen.

Von dort aus hieß es dann, den Rhein überqueren. Und das war dieses Mal etwas besonderes, ging es doch über die, aktuell für den Autoverkehr gesperrte, A40 Brücke über den Fluss. Ein wirklich faszinierendes Erlebnis, es war still auf der Brücke. Spannende Angelegenheit, auch wenn ich für die Verkehrsinfrakstruktur des Ruhgebietes hoffe, dass dort bald wieder Autos fahren können.

Ab jetzt wurde es  unterwegs deutlich  ländlicher. Die Route sollte mich über Moers, Hüls, St. Hubert und Kempen zurück nach Grefrath führen. Die Art der Radwege konnte dabei die ganze Bandbreite aufweisen, von üblen Mehrzweckstreifen an viel befahrenen Landstraßen…

…bis hin zum tollen Grafschafter Rad- und Wanderweg war alles dabei.

In Kempen hab ich dann noch einen echten Prinzen getroffen. 😉 Netter Typ und es gab günstig Kekse und Schokolade, da haben sich meine neuen Packtaschen schon bezahlt gemacht 😉 .

Alles in allem war das wieder eine schöne, abwechslungsreiche Tour. Ich packe Euch die GPS Daten in den Beitrag und ein relive Clip gehört auch dazu. Als Fazit nach meinem RS1 Test lässt sich sagen, dass ich mir so die Mobilität vorstellen kann. Für kurze und mittlere Strecken ist das eine echte Alternative zum Auto. Jetzt bleibt zu hoffen, dass man schnell weiterkommt und den Ausbau zügig vorantreibt.

GPS Daten

Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen…

Euer Martin

 

Traum von Amsterdam

Hallo zusammen,

entschuldigt den alten Discofox-Song als Titel, aber für mich ging es heute nach Amsterdam. Die Wettervorhersage für die kommende Woche ist nicht so toll, deshalb musste ich den heutigen Tag nutzen. Als habe ich das Rad aufs Auto gepackt und mich auf in Richtung Niederlande gemacht. Da ich Staus vermeiden wollte, bin ich früh los, so habe ich den Sonnenaufgang auf der Autobahn erlebt.

Unterwegs….

Meine Tour heute ist im Grunde zweigeteilt gewesen. Ich bin am Flughafen Schipol gestartet und habe ihn umrundet, danach ging es dann in die Stadt. Der Flughafen in Amsterdam ist für Spotter, also Flugzeugfotografen ein Paradies. An vielen Stellen gibt es keine Zäune, sondern nur Grachten, so ist man verdammt nah dran am Flieger.

Natürlich habe ich auch ein paar Flugzeugbilder für Euch, wenn ihr drauf klickt, gibt es das Foto in groß…

Darüber habe ich mich gefreut, eine Fokker 70 in einer Sonderlackierung. Der charmante Herr im Heck des Jets ist Anthony Fokker. Dieser Flugzeugtyp fliegt nur noch wenige Monate für KLM, da hat man zum Abschied noch mal eine besondere Lackierung springen lassen.

Wenn ihr mal die Möglichkeit habt, einen Boeing 747 direkt auf Euch zurasen zu lassen…ergreift sie 😉

Bevor es weiter in Richtung Amsterdam Stadt ging, habe ich noch zwei absolut typische Aufnahmen vom Flughafen Schipol. Zum einen ein Rollweg über eine Gracht…

…und, DER Klassiker: Winkende KLM Crews. Manchmal habe ich das Gefühl, im Pilotenhandbuch bei KLM steht der Befehl zu winken, wenn sich rund um den Airport irgendwo ein Fotograf zeigt. 😉

So, jetzt aber. Vom Flughafen aus ging es in Richtung Hauptbahnhof. Muss ich noch etwas über die Qualität der Radwege in den Niederlanden erzählen? Eigentlich nicht, oder? Die Details machen es aus. Meist zweispurig, bauliche Trennung zur Straße oder gleich landschaftlich schön.

Die Ampelanlagen haben extra Knöpfe für Radler, besonders praktisch dabei ist die Tatsache, dass man sich auch gleich an dem Pin festhalten kann und nicht absteigen muss.

In der Innenstadt zu radeln ist dann allerdings eine andere Hausnummer, enge Straßen, Grachten, Touristen, Autos, Mofas, Biker, Krach, Hektik….herausfordernd, aber es macht Spaß und schärft die Sinne.

Eine kurze Pause habe ich in der Bibliothek in Amsterdam gemacht, wie jedes Mal, wenn ich da bin. Restaurant unterm Dach, tolle Atmosphäre und Internet. Wie sagte Einstein doch so schön, das Einzige was Du wirklich wissen musst ist der Platz, an dem die Bibliothek ist 😉 .

Das Rad hat in Amsterdam einen hohen Stellenwert, man findet gefühlte 1 Milliarde davon direkt vor dem Bahnhof, es gibt sogar ein Parkhaus für die Bikes.

Schon ziemlich cool. Durch die schmalen Straßen und an den Grachten vorbei ging es dann wieder zurück in Richtung Flughafen.

Am Ende waren es knapp 70 Kilometer und es tat gut, solche Touren helfen den Kopf frei zu kriegen, auch wenn es dafür vielleicht noch ein paar mehr Touren braucht ;). Gleich gibt es noch die GPS Daten und einen relive Clip, aber eines muss vorher noch sein, eine versteckte Botschaft. Ich war ja in den Niederlanden….und es gibt einen Menschen, an den musste ich besonders denken, als ich heute in Amsterdam war. Wenn die Person das nächste Bild sieht, dürfte alles klar sein ;).

Und nun die versprochenen GPS Daten, wenn ihr die Tour nachfahren wollt, lohnt sich, ich hab ne Menge gesehen.

GPS Daten

Ich hoffe, es hat Euch gefallen. Ach ja, mehr Flugzeugbilder von heute gibt es auf dem FlickR Account.

Euer Martin

 

24 Stunden Rennen in Duisburg

Hallo zusammen,

ich war mal wieder in Sachen Bike unterwegs, heute mal passiv ;). Im Landschaftspark Duisburg, einem alten Stahlwerk, findet seit einigen Jahren ein 24 Stunden Mountainbike – Rennen statt. Wenn ich es schaffe, fahre ich jedes Jahr hin und schaue mir das Ganze an. Die Stimmung, die Radler und der Sport sind faszinierend.

Es wird in verschiedenen Teamarten gefahren, es gibt 8er, 4er und 2er Teams. Und es gibt die ganz Harten, die die 24 Stunden alleine fahren, die sogenannten Single Fahrer. Auch die Strecke ist eine ziemlich abwechslungsreiche Geschichte. Es gibt steile Anstiege, herben Industriecharme und sogar wilde Naturpassagen.

Rund um das Rennen gibt es Livemusik, eine kleine Ausstellung von Radzubehör und eben das quirlige Treiben im Fahrerlager. Um die Teilnehmer wuseln etliche Helfer, Fans, Familienangehörige und Zuschauer. Alles in allem immer eine große Gaudi.

Als ich ankam war es gerade mal ein Stündchen trocken. Lang blieb das aber nicht so. Es fing zwischendurch immer mal wieder richtig an zu schütten.

Und dann riss es auf, die Sonne kam raus….aber nur kurz, dann begann sie nämlich unterzugehen….

Die besondere Herausforderung bei einem 24 Stunden Rennen ist natürlich die Fahrt durch die Nacht, das ist beim radeln nicht anders als bei Autorennen. Mit starken Lampen und einer gehörigen Portion Mut nahmen die Teilnehmer die Strecke im Dunkeln unter die Räder.

Johlende Fans, der Geruch von Grillfleisch und die vorbeihuschenden Fahrer. Ihr müsst Euch das mal live geben, das Ganze ist was ziemlich geniales. Zumal bei der tollen Kulisse.

Wie immer war es eine tolle Erfahrung. Ein Kollege und ich überlegen schon seit einigen Jahren, ob wir da nicht auch mal mitfahren sollen. Bislang halten wir unsere Physis für noch nicht ganz ausreichend, aber so ganz aufgegeben haben wir den Plan noch nicht. Also, wenn ihr beim nächsten Mal gucken kommt….wer weiß, vielleicht sitze ich dann auch mal auf dem Rad anstatt das Ganze nur mit der Kamera zu begleiten. 😉

Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen.

Euer Martin