Ein spannender Tag am Flughafen Frankfurt

Hallo zusammen,

es ist Blogzeit 😉 . Heute spielt das Thema Fahrrad mal keine Rolle, dafür geht es um Flugzeuge. Vielleicht habt ihr ja trotzdem, oder gerade deswegen, Lust dran zu bleiben. Lasst mich ein wenig ausholen, gleich folgen jede Menge Bilder.

Ich habe das ja schon ein, zwei Mal erzählt, ich bin begeisterter Flugzeugfan und irgendwie hat mein Papa da seinen Anteil dran. Er hat mich schon als kleines Kind regelmäßig mit nach Düsseldorf zum Flughafen genommen – Flugzeuge gucken. Ob es die Technik, die Geräusche oder der Duft von verbranntem Kerosin war, ich weiß es nicht, auf jeden Fall hat mich die Begeisterung für die Luftfahrt seitdem nicht mehr los gelassen. Highlights für mich waren gemeinsame „Papa / Martin“ – Touren nach Frankfurt. Das haben wir so ein, zweimal im Jahr gemacht und den ganzen Tag die „großen Flugzeuge“ angeschaut und einfach eine gute Zeit zusammen verbracht.

Mittlerweile ist mein Vater verstorben, ich bin Mitte Vierzig, stehe im Berufsleben, komme viel rum und doch – ein Besuch am Frankfurter Flughafen ist für mich immer noch ein tolles Erlebnis, vielleicht auch ziemlich emotional aufgeladen. Früher, als ich noch in Internetforen unterwegs war, gab es nach Besuchen an Flughäfen immer „Tripreports“, in denen etliche Bilder gezeigt wurden. Das habe ich in Zukunft auf diesem Blog auch wieder öfter vor. Heute geht es also für Euch nach Frankfurt zum Flughafen, kommt doch gern mit. Wie immer, unbezahlt und unbeauftragt.

Der Besuch ist schon ein paar Tage her und ich hatte an Wetter von Sonne bis starkem Schneefall alles dabei. Los ging es am frühen Morgen an der Landebahn 25R. Lufthansa hat in Frankfurt ihre Basis und man sieht eine Menge Flugzeuge mit dem Kranich am Heck.

Aber auch andere Airlines kamen rein. Die Bahn 25R, bzw. 07L, je nach Windrichtung, ist eine reine Landebahn und die jüngste und kürzeste der vier Bahnen am Flughafen.

Man ist sehr nah dran, kann sich die Flieger genau anschauen und ist mitten im Geschehen. Also, wenn ihr mal dort seid, die Bahn ist auf jeden Fall einen Abstecher wert.

Wenn die Crews sehen, dass man dort steht, wird auch häufig gewunken und gegrüßt, finde ich klasse.

Lufthansa hat für die meisten ihrer Flugzeuge Taufnamen vergeben, meine Heimatstadt Krefeld ist ein Airbus A350 und in München stationiert. Ich war schon dort und habe Fotos gemacht 😉 . Unsere Nachbarstadt Mönchengladbach hat seit Kurzem eine Boeing 787 mit ihrem Namen drauf. Auch nicht schlecht.

Den Flieger sehen wir später nochmal wieder. Nach einer Weile habe ich die Position gewechselt und stand auf dem sogenannten „Affenfelsen“ 😉 . Die Fotoposition ermöglicht die Sicht auf die Startbahn 18, oder auch Startbahn West, und die beiden Bahnen 07C und 07R, bzw. 25C und 25L. Außerdem gibt es viel „Drumherum“ zu sehen. Flugzeuge werden geschleppt…

..rollen zum Start…

…und ziehen elegant in den Himmel oder beschleunigend direkt vorbei.

Fans von Einsatzfahrzeugen kommen auch auf ihre Kosten, immer mal wieder fahren Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr vorbei.

Ihr seht schon, das Wetter wurde mieser. Ich bin einmal kurz auf die andere Seite des Flughafens gefahren, auch hier wurden Flieger gezogen, dieses Mal in Richtung Gate und andere kämpften sich durch den beginnenden Schneefall auf die Bahnen zu.

Dann fing es richtig an zu schneien und die Sicht wurde immer schlechter. Trotzdem ist es faszinierend an der Bahn zu stehen und zu schauen, wie die Flieger und die Elemente zusammenspielen.

Wäre mir bei dem Wetter fast durchgegangen, eine Boeing 737 der rumänischen Tarom in einer attraktiven Retrolackierung, anlässlich des 70. Geburtstages. Macht auch im Schnee was her.

Wer genau hinschaut, erkennt am Heck einen leichten Grünschimmer. Das ist die Anti-Eis-Flüssigkeit. Es war ordentlich kalt an dem Tag, dazu der Schneefall. Es gibt Enteisungsflüssigkeit und eine Flüssigkeit, die das erneute Vereisen für eine gewisse Zeit verhindert. Um diese Flüssigkeiten aufzubringen, gibt es an den Flughäfen bestimmte Bereiche, an denen das erledigt werden kann. In Frankfurt kann man einen davon ganz gut einsehen und erhält spannende Einblicke in das Verfahren.

Die Fahrzeuge zum Enteisen heißen im Flughafen-Sprech „Elefanten“ und waren im Dauereinsatz.

Das ist schon faszinierend, diesen „Tanz“ live zu sehen. Etliche Flugzeuge steuerten den Platz an und wurden professionell und routiniert abgefertigt.

Auch die „Mönchengladbach“ holte sich ihre warmes Bad ab.

Und die Königin der Lüfte rollte auch zum Start. Eine Boeing 747 zu erleben ist immer wieder ein Erlebnis. Das war früher schon so und daran hat sich, für mich, bis heute nichts geändert. Ich weiß, warum ein Flugzeug fliegt..und doch, die Faszination lässt mich nicht los.

Auch kleinere Flugzeuge nutzten das Enteisungspad.

Und mit einem letzten Blick auf eine abfliegende Boeing 747 soll es das auch schon wieder gewesen sein.

Frankfurt ist für Flugzeugfans immer eine Reise wert, im Grunde ist es auch egal, was für ein Wetter herrscht. Ich hoffe, Euch hat der Bilderbogen gefallen, wenn ihr irgendwelche Fragen habt, immer her damit.

Bleibt gesund und munter und seid nett zu Euren Mitmenschen,

Euer Martin

 

 

 

7 comments

  1. Es ist immer wieder aufschlussreich und faszinierend, Deine Blog-Einträge zu lesen. Und auch wenn ich beim Thema Flugzeuge absolut ahnugslos bin, sind die Bilder hoch eindrucksvoll.

  2. Es ist bewegend zu lesen, wie tief deine Begeisterung für die Luftfahrt verwurzelt ist und wie ein Besuch am Frankfurter Flughafen für dich auch heute noch eine emotionale Brücke zu den gemeinsamen Touren mit deinem Vater schlägt. Trotz des wechselhaften Wetters hast du fantastische Aufnahmen gemacht, wobei besonders die Bilder der „Elefanten“ beim Enteisen im Schneetreiben eine ganz eigene, fast schon meditative Dynamik ausstrahlen.

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