Hallo ihr Lieben,
es klingt groß, es klingt üppig und opulent – der Theaterball. Und ehrlicherweise ist es das auch. Aber, fangen wir vorne an. Wer hier schon länger mitliest weiß es ja, ich habe eine ganze Weile in der Mediothek Krefeld gearbeitet, als Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste. Die Mediothek ist die Stadtbücherei in Krefeld und stand von Beginn an für moderne Bibliotheksarbeit und Innovationen. Der damalige Leiter Helmut Schroers hatte 2012 die Idee, sich mit der Bibliothek am Theaterball zu beteiligen. Das Stadttheater ist direkt nebenan und über ein Café mit den Räumlichkeiten der Mediothek verbunden. Die Räume der Mediothek sind architektonisch eindrucksvoll und bieten eine spannende Kulisse.


Beim Theater stieß die Idee auf Begeisterung und so startet im Jahr 2012 etwas, was heute Tradition und ein wichtiger Teil des kulturellen Kalenders in Krefeld geworden ist. Hieß es beim Auftakt noch „Wiener Blut“, war das Motto letzten Samstag „Krefeld Tanzt“.
Bis 2019 habe ich die Bälle beruflich begleitet und ich habe diese Abende geliebt. Während im Theater die Chance besteht auf der großen Bühne, begleitet von einem echten Orchester Walzer zu tanzen, bietet die Mediothek Livemusik aus den Bereichen Rock, Pop und Soul. Beides ist wirklich genial.


Alle haben sich fein gemacht, trotzdem ist die Veranstaltung zu keiner Zeit steif oder wirkt gezwungen. Gerade wenn Kerstin Brix mit ihrem „Café Vokal“ loslegt, gibt es in der Mediothek kein Halten mehr. Es darf nicht nur, es soll mitgesungen werden. Das klappte hervorragend und so wurde im Atrium der Bibliothek aus vollen Kehlen gesungen. Tolle Sache.



Deko, Tontechnik und vor allem Licht, die Mediothek ist an Theaterball-Abenden kaum wieder zu erkennen. Dort, wo sonst die Non-Books, also CDs, DVDs oder BluRays stehen, wird getanzt und gefeiert.

Ist schon ein tolles Haus, keine Frage. Da haben wir in Krefeld echt einen Schatz.

Im Theater gab es Kostproben aus Muscials zu sehen und, wie schon gesagt, die Chance zu tanzen.


Die Möglichkeit dazu ist schon verdammt exklusiv. Wer sich auf dem Paket noch nicht ganz so sicher fühlte, konnte daran ab kurz vor 22 Uhr noch, quasi Last Minute, etwas ändern. Tanzlehrer Udo Kostorz von der gleichnamigen Tanzschule zeigte einige Schritte und animierte auch den letzten Tanzmuffel zum dynamischen Hüftschwung.


Zwischendurch gab es leckeres Essen, viele gute Gespräche, Fotomöglichkeiten und immer wieder gute und handgemachte Livemusik.


Der Theaterball ist mehr als eine Veranstaltung in zwei ganz unterschiedlichen Kulturinstituten, er ist mittlerweile selbst eine Institution. Ich habe mich gefreut, wieder dabei zu sein, habe für meine Kolleginnen aus der Mediothek die Bilder gemacht und mit Ehemaligen getanzt und in Erinnerungen geschwelgt.

Die Mitternachtsshow im Theater war stark. Lou Goldstein, Juli van Hoeven und Peggy Sugarhill, zusammen die Band „Lou’s The Cool Cats“, haben mich mit ihren Swing-Interpretation moderner Songs und Klassiker echt abgeholt. Das war richtig großes Kino. Nach einer kurzen Einführung durch den Generalintendant Michael Grosse ging es los.





Das Eichhörnchen am Bass war der Knaller 😉


Was soll ich sagen, der Abend ging dann noch eine ganze Weile weiter, die Kamera blieb dann aber am Service liegen 😉 . Ich feiere diese wunderbare Idee von Helmut Schroers bis heute. Der Theaterball ist klasse und ich hoffe sehr, dass dieses Format nach der anstehenden Theatersanierung und dem Wechsel der Theaterleitung eine Zukunft hat, es wäre Krefeld und den beiden Häusern sehr zu wünschen.
Bleibt gesund und munter, schwingt ab und an mal das Tanzbein und seid nett zu eueren Mitmenschen.
Euer Martin