Hallo zusammen,
heute nehme ich euch, unbezahlt und unbeauftragt, mit in den Zoo. Als Kind war ich immer gern im Zoo, die Familienausflüge in den Zoo Duisburg habe ich immer als Highlights in Erinnerung. Dann wurde ich älter und irgendwie sind Zoos aus meinem Fokus geraten.
Durch meinen Beruf habe ich seit einiger Zeit immer wieder mit den Kolleginnen und Kollegen des Krefelder Zoos zu tun und so viel über die Arbeit und die Aufgabe dieser Einrichtungen gelernt. Es ist weniger die pure Unterhaltung von Besucherinnen und Besuchern, es geht um Themen wie Reservepopulation, Forschung und Vermittlung. Die modernen Tierparks haben nicht mehr viel mit den Ansammlungen enger Käfige von früher gemein. Und so kommt es, dass ich in der letzten Zeit wieder häufiger in Zoos zu finden bin. Heute geht es nach Münster, in den dortigen Allwetter-Zoo.

Irgendwo spukt in meinem Gehirn eine Erinnerung an diesen Zoo herum, ich muss wohl als Kind mal dort gewesen sein. Scheint allerdings nicht besonders toll gewesen zu sein, Detail fehlen bei der Erinnerung nämlich gänzlich. Heute präsentiert sich der Zoo allerdings als weitläufiger, abwechslungsreicher und interessanter Ort mit schönen Gehegen, einer faszinierenden Tropenhalle und, sicher für Eltern interessant, spannenden Spielplätzen. Infos zu den Preisen und Öffnungszeiten findet ihr auf der offiziellen Homepage, schaut mal HIER.
Seht es mir bitte nach, wenn dieser Beitrag eher von Bildern, als von exakten Erklärungen lebt. Im Tierreich bin ich sicher kein Experte. Einen Elefanten vom einem Gepard unterscheiden schaffe ich, aber welche Affenart oder welches Reptil sich vor meine Linse gewagt hat, vermag ich dann nicht mehr zu benennen. Also, wenn ihr da Expertise habt, gern in die Kommentare 😉 . Den Rothund direkt am Eingang habe ich aber noch sauber identifizieren können.


Die Idee den Zoo zu besuchen kam recht spontan, da am Abend in Münster noch ein Konzertbesuch auf dem Programm stand, dank der Ruhr Top Karte kostet der Eintritt nur die Hälfte. Das Angebot galt aber wohl nur bis Ende März. Im Preis inkludiert ist auch der Besuch des „Westfälischen Pferdemuseums“. Es liegt mitten im Zoo und ist durchaus faszinierend.

Ich würde mir jetzt keine große Affinität zum Thema „Pferd“ attestieren, aber das Museum ist wirklich interessant. Es gibt viele Infos über die Geschichte des Pferdes, die Verbindung zum Menschen und die Entwicklung zum Nutztier.

Dort mal einen Abstecher hinein zu machen lohnt sich auf jeden Fall. Und wer Ahnung von Pferden hat, kennt sicher auch „Polydor“, einen 1A Zuchthengst. Nach seinem Tod im Jahr 2000 wurde ein lebensgroßes Präparat angefertigt und im Museum ausgestellt. Schon beeindruckend.

Ganz anders als das Klima in Westfalen ist das Klima in der „Meranti Tropenhalle“. Seit 2023 gibt es dieses beeindruckende Gebäude.

Etliche Tiere sind hier zu finden, von der Kröte bis zum Affen ist, gefühlt, alles dabei.



Faszinierend finde ich auch die Technik dahinter, die Halle wird wohl mittels Erdwärme geheizt und die Wärme dann noch für die Eventlocation die an das Bauwerk anschließt genutzt. Auf der Webseite des Zoos gibt es einige Infos zu dem Konzept, schon beeindruckend.

Wohlig warm und hinter jedem Zweig gibt es was Neues zu entdecken, wenn man will, kann man sich dort stundenlang aufhalten.


Wer sich für Vögel interessiert, wird nicht nur in der Tropenhalle fündig, auch an vielen anderen Stellen im Allwetterzoo trifft man auf die gefiederten Lebewesen.

Erneut mit einer großen Bandbreite. Von wirklich schönen bunten Vögeln, von denen ich gerade so gar keine Ahnung habe, was es für einer ist, bis hin zu Geiern, die eher durch Größe als durch besondere Attraktivität überzeugen 😉

Die Vögel sind oftmals thematisch eingebunden, zum Beispiel beim Thema Ostsee oder Tropen oder oder oder.




Wie in vielen Zoos, findet sich auch im Allwetterzoo in Münster an etlichen Stellen Kunst. Exemplarisch dafür habe ich mal die Skulptur „Zwei Raben“ von Werner Klenk fotografiert.


Und manche gehören gar nicht zum Zoo, finden aber offenbar die Zeit rund um die Fütterung der Robben und Pinguine so spannend, dass sie auf einen Abstecher, und mit der Hoffnung auf den einen oder anderen Fisch, mal vorbei kommen.

Apropos Fisch, ein Aquarium gibt es auch. Wir waren an einem Samstag bei gutem Wetter dort, es wurde nach und nach immer besser besucht, ohne dass es zu voll wurde, aber ratet mal, was wir aus etlichen Kindermünder im Aquarium bei diesen beiden Fischen jedes Mal dutzendfach gehört haben? 😉


An Land wurde das dann durch „oh wie niedlich“ ersetzt, klar, die Erdmännchen gewinnen irgendwie immer. Ein bisschen überbewertet sind die kleinen Raubtiere ja schon, oder?


Wirklich beeindruckend sind doch dann eher die Nashörner.

Reptilien gibt es natürlich auch, also neben den Fröschen in der Tropenhalle. Diese Tiere faszinieren mich auch irgendwie, oftmals sehen sie aus, als kämen sie von anderen Planeten.


Ich arbeite ja täglich mit „diesem Internet“. Wie lautet die goldene Regel für erfolgreiche Postings? Genau, „Catcontent“ geht immer. Das gilt auch für einen Zoo, Katzen gab es also auch zu sehen. Diese hier waren allerdings etwas größer als die Stubentiger, die man im Netz sonst so findet. Die Geparden zum Beispiel sind wirklich schöne Tiere.

…zumindest wenn man keine Beute ist.

Elegant kam auch diese Löwendame auf ihrem Felsen zur Geltung. Aber auch hier ist ein respektvoller Abstand ganz gut, denke ich.

Mit einem letzten Blick auf die Elefanten verlasse ich jetzt auch den tierischen Teil des Zoos. Ich hoffe, euch haben die Einblicke gefallen. Der Zoo in Münster ist auf jeden Fall einen Besuch wert, zumal bei so wundervollem Wetter wie bei meinem Besuch.

Hab ihr noch Tipps, welche Zoos man sich unbedingt anschauen sollte? Ein, zwei weitere habe ich in der jüngeren Vergangenheit schon besucht, vielleicht kommen da auch noch Blogbeiträge, mal schauen, wie es passt. Jetzt wünsche ich euch erstmal eine gute Zeit, gebt Acht auf euch und seid nett zu Euren Mitmenschen.
Bis bald,
Euer Martin