Hallo ihr Lieben,
heute könnte es ein bisschen emotional und sentimental werden, vielleicht 😉 . Da in diesem Beitrag gleich zwei Empfehlungen vorkommen, muss natürlich auch heute der Disclaimer kommen, ich hab nix für das Posting bezahlt, aber am Freitag Abend eine Menge bekommen. Aber der Reihe nach. Heute geht es um Musik, ein bisschen um meine Vergangenheit und ganz viel um Sophie Chassée und die Technik des „Fingerstyle“ oder „Fingerpicking“. Aber, wie schon gesagt, der Reihe nach.
Livemusik ist etwas wunderbares, oder? Es gibt wenige Erlebnisse, die so berühren, so emotionalisieren können, wie es Livemusik schafft. Vor einer gefühlten Ewigkeit habe ich in der Mediothek Krefeld gearbeitet. Diese moderne Bibliothek hat sich schon recht früh engagiert um das, zugegebenermaßen sehr angestaubte, Image von Bibliotheken aufzupolieren und mit vielen Mitteln versucht zu zeigen, was heute so alles in Bibliotheken passiert, wenn sie gut geführt sind und ein motiviertes Team haben. Neben Gaming, starken Social Media Auftritten und, teils ungewöhnlichen, Kooperationen stand auch immer wieder Musik im Fokus. Und so bin ich auf Sophie aufmerksam geworden, damals noch als „Sophiemusic“ unterwegs, begeistertet die Neusserin bei ihren Sessions mit klarer Stimme und einem beeindruckenden Gitarrenspiel.
So war es auch wenig überraschend, dass sie 2018 beim ersten großen Geburtstagsfest der Mediothek vor begeisterten Zuhörenden auftrat.

Das war ein toller Abend, voller Musik und fantastischer Stimmung.

Seitdem gab es zwei starke Alben und Sophie war mit den „heavytones“, „AnnenMayKantereit“ und als Bassistin für „Blumengarten“ unterwegs. Ich habe sie immer mal wieder in Krefeld gesehen, im Stadtgarten „open air“ oder bei einem KunstImPuls im Kaiser-Wilhelm-Museum. Sich die Musik auf einer Platte oder im Netz anzuhören ist eine Sache, sie live zu hören und vorallem zu sehen, wie Sophie spielt, ist nochmal etwas ganz anderes.
Als sie dann Mitte Februar mit „Warme Haut“ ihren ersten deutschsprachigen Song veröffentlich hat und ich beim recherchieren für eine dienstliche Fotoanfrage über die alten Bilder gestolpert bin, passte es irgendwie ins Bild, in einer Instagram-Story zu sehen, dass sie in Kelkheim auftritt. Also, Ticket gekauft und mal geschaut, wo Kelkheim ist – bei Frankfurt. An einem Freitag Abend. Dank toller Kolleginnen im Büro konnte ich ein bisschen ehr auf die Autobahn und los gings….to make a long story short – ich habe mich in Richtung Frankfurt gestanden, war aber irgendwann da 😉 .

Sophie Chassée im Jazzclub Kelkheim
Knapp 28.000 Einwohnerinnen und Einwohner hat Kelkheim, es lag eine Menge Schnee und der Jazzclub liegt unter dem kleinen Kino des Orts. Und, ganz ehrlich, ich liebe alles daran. Als Gregor vom Jazzclub die Bühne betritt und Sophie anmoderiert ist das Engagement des Teams deutlich zu spüren.

60 Jahre jung wird der Club in diesem Jahr, ehramtlich betrieben, an diesem Abend alle Plätze besetzt und dazu eine familiäre Atmosphäre und eine ganz wunderbare Akustik. Lang lebe Livemusik.

Sophie beeindruckte mit wunderbarer Musik und virtuosem Spiel. Als jemand, der im Musikunterricht an der Blockflöte verzweifelt ist und das Rhythmusgefühl einer Ananas hat, ist es mir völlig unbegreiflich, wie man gleichzeitig Gitarre spielen kann, dabei beeindruckende Moves mit den Fingern macht UND wunderbar singt.

Hört mal rein, damit ihr mal ein Gefühl für die Songs bekommt.
Gerade das „Fingerstyle“-Spielen ist beeindruckend zu sehen. Es ist faszinierend, dass die eine Gitarre dann klingen kann, als wäre etliche andere Instrumente auf der Bühne.



Es ist mehr als die Musik, es ist auch die Offenheit und Bühnenpräsenz die den Abend besonders machen. Wenn Sophie persönlich wird und Entstehungsgeschichten ihrer Songs erzählt, lässt das wohl niemanden im Publikum kalt.

Humor kommt natürlich auch nicht zu kurz, Sophie ist Rheinländerin, und eine „HarpGuitar“ hatten so viele Menschen im Publikum auch noch nicht gesehen. Zwei Instrumentalstücke lang hatte dieses ungewöhnliche Instrument seinen großen Auftritt.


Es war ein wirklich schöner Abend, für den sich die Anreise auf jeden Fall gelohnt hat. Vielen Dank an Sophie, aber auch den die fleißigen Helfenden des Jazzclub Kelkheim. Solltet ihr mal in der Nähe sein, schaut vorbei, es lohnt sich wirklich.


Falls ihr Euch Sophie Chassée auch mal live anschauen wollt, auf ihrer Homepage stehen weitere Tourdaten. Vielleicht habt ihr es ein wenig aus meinem Beitrag herausgelesen, ich kann es euch nur empfehlen. 😉

HIER geht es zur Homepage: https://www.sophiechassee.com
Bleibt gesund und munter, feiert ab und an mal das Leben, gebt Euch Livemusik und seid nett zueinander.
Euer Martin
Hallo Martin
Nicht wirklich in meiner Nähe, aber ich habe mir 2 Alben mal bei Qobuz auf die Merkliste gesetzt.
Danke für Deinen Bericht
Gruß
Andreas
Sehr gern, Livemusik ist halt einfach immer noch das Beste 😉 .