Hallo zusammen,
ich bin wieder voll im „Weltraum-Game“ angekommen. Die Artemis II – Mission hat mich fasziniert und emotional gepackt, wie lange kein Projekt mehr. Die letzten Schritte in Sachen Weltraumexploration waren beeindruckend, wurden aber maßgeblich von einem reichlich durchgeknallten Faschisten erreicht. Ich habe wieder verwendbare Booster im Blick gehabt und finde die Transporte zur ISS beeindruckend, aber so richtig feiern kann ich die Fortschritte nicht. Und dann kommt da diese Crew und fliegt zum Mond. Alles daran ist wunderbar. Bilder der NASA findet ihr HIER.

Ich bin ein Kind der 80er und habe begeistert vor dem TV gesessen, als es im März 1986 die Sendung „Die Nacht des Kometen“ gab. Joachim Bublath hat den Halleyschen Kometen erklärt. Ich war total fasziniert und die Begeisterung für die Raumfahrt hat bis heute angehalten.
Dass der ÖRR hier bei uns zum Start der Artemis II – Mission keine Sondersendung ausgestrahlt hat, finde ich schade, mit Alexander Gerst oder Nicola Winter haben wir doch tolle Expertinnen und Experten, die diese Mission hätten erklären und einordnen können. Da wurde, meiner Meinung nach, eine Chance liegen gelassen.
Ich habe den Start dann bei der NASA gesehen und muss zugeben, als ich da, spät in der Nacht, auf meiner Couch gesessen und zugesehen habe, wie Geschichte geschrieben wird, war ich wirklich ergriffen. Die ersten Bilder der Erde im All nach Jahrzehnten, die so wunderbar harmonierende Crew und schließlich das ja schon ikonische Foto des Erduntergangs hinter dem Mond. Beeindruckend.

Mit mir macht das etwas und ich finde, dass sollte es mit der kompletten Menschheit tun. Es zeigt, wie fragil das ganze System ist. Dazu kommen die vielen „ersten Male“ dieser Mission. Neben der ersten POC, dem ersten Kanadier und der weitesten Reise freue ich mich besonders über die erste Frau die den Mond umfliegt. Generell hat es mich so sehr gefreut im Livestream immer wieder weibliche Stimmen gehört zu haben. Raumfahrt ist keine Männerdomäne mehr und das ist ein wichtiges Zeichen. Das starke Bild der Crew, die sich in den Armen liegt, es ist so wichtig. Nicht der heroische „Astronauten-Männer-Helden-Look“, nein, eine Crew, divers und engagiert, empathisch und fokussiert erobert den Weltraum und zeigt Emotionen und Gefühle dabei.

In unserer sehr merkwürdigen und immer nationalistischer werdenden Welt, braucht es solche Missionen, solche Bilder und solche Menschen. Commander Reid Wiseman, Pilot Victor Glover und die Missionsspezialistin Christina Koch und der Missionsspezialist Jeremy Hansen haben Geschichte geschrieben und ich bin froh, dass ich das miterleben konnte. Das Zitat aus einer Rede von Christina Koch ist stark und sollte nachhallen:
Planet Earth, you are a crew
