Hallo zusammen,
kennt ihr Clara Krum? Sie hat nichts mit dem Sucher der bulgarischen Quidditch-Nationalmannschaft Victor zu tun, sie ist eine ganz wunderbare Musikerin aus Neuss. Ich steige mal, wie immer unbezahlt und unbeauftragt, ganz aktuell ein, mit ihrem Konzert am 1. Mai auf dem Platz der Wiedervereinigung in Krefeld.

Ich komme gleich zu diesem Gig zurück, möchte euch aber erst noch ein bisschen was erzählen. Ich bin großer Fan von Clara Krum, zum einen ist es ihre erfrischende, unprätentiöse und sympathische Art, zum anderen aber die großartige Musik, die sie, mal solo, mal im Duo und mal mit ihrer Band auf die Bühne bringt.

Clara und ihre Musik habe ich tatsächlich durch Zufall entdeckt. Sie war Teil eines Events für die städtischen Azubis und hat dort Coversongs gespielt. Mitreißend und frisch, vor allem aber mit einer ganz eigenen Note. Fand ich vom Fleck weg cool. In Krefeld haben wir die „Rhine Side“, das ist ein Areal im Stadtteil Uerdingen, welches direkt am Rhein liegt und im Sommer jedes Jahr zu einer kleinen, aber feinen Eventlocation wird. Sand, eine Bühne, Livemusik, Getränke, ein bisschen was zu futtern…fertig. Ein besonderer Ort, vom dem Krefeld so viele hat.

Neben den Coversongs gab es immer auch den einen oder anderen eigenen Song zu hören und spätestens da wurde ich wirklich hellhörig. Die Mischung ist super, ein bisschen Punk, viel Rock, vielleicht etwas Avril Lavigne, aber auf eine ganz eigene Art.
Es geht nach vorn, es ist kraftvoll. Mittlerweile ist die „Rhine Side“ für Clara Krum ein bisschen ein Heimspiel, die Auftritte sind jedes Jahr super und finden beim Publikum großen Anklang, das liegt sicher auch an der offenen und zum mittanzen einladenden Art der Sängerin.

Vielleicht kennt ihr das ja auch, wenn man eine Musikerin oder einen Musiker entdeckt und dann nach und nach mehr Tracks hört, Streamingdienste checkt oder den Youtubekanal auf Dauerrotaion hat? Die Cover feier, die eigenen Songs liebe ich. Die Bandbreite macht einfach Laune. Von Druckvoll nach vorn bis tieftraurig ist alles dabei. Und das Clara dann auch noch Haltung hat, rundet das Paket ab.
Das erste eigene Album „Fancy Sauce To Good Old French Fries“ kommt mit 11 Titeln und gefällt mir richtig gut. Verlust, Liebe und Kampf – thematisch ist die Range groß. Die Release-Party im Ratinger Hof in Düsseldorf war großartig.


Auf dem Album findet sich auch der Song „November“, sehr emotional, sehr bewegend. Ich habe mich unheimlich gefreut, ihn bei der Release-Party live gehört zu haben. Er passt nicht so richtig auf die wilden, rockig-punkigen Auftritte, die Clara sonst macht, hier aber war er einfach wunderschön und es wurde ganz still im Saal.
Danke dafür. Ob emotional und „deep“ in Düsseldorf oder klein und direkt im Hard Rock Café in Köln…

Ob bei strömendem Regen solo in Osterath oder mit kompletter Band auf dem großen Platz der Wiedervereinigung in Krefeld…


…Clara Krum holt mich jedes Mal ab. Also, wenn ihr mal die Chance habt, sie live zu erleben, nutzt sie. Ansonsten kann ich euch natürlich auch das Album empfehlen.

Am 27. Juni zum Beispiel habt ihr die Gelegenheit auf der LaGa in Neuss. Schaut ab und an mal auf ihren Instaaccount und die Webseite, lohnt sich.


Bleibt gesund und munter, feiert ab und an mal das Leben, gebt Euch Livemusik und seid nett zueinander.
Euer Martin