Natur, Radwege und der Bundespräsident

Hallo zusammen,

ich komme mal wieder zu einem Blogbeitrag und dieses Mal ist es auch wieder eine Radtour. Eine große Runde durch unsere Region sollte es werden, dass mir dabei auch der Bundespräsident vor die Linse kam, hatte ich nicht auf meinem Zettel stehen, gefreut habe mich darüber aber sehr. Aber der Reihe nach. Los ging es, unbezahlt und unbeauftragt, direkt vor der Haustür in Krefeld. Mein Weg führte mich durch die Innenstadt und dann hinaus in Richtung Meerbusch. Am Strümper Weg kritisch beäugt ging es in Richtung Düsseldorf.

Die Feuerwehr Meerbusch tauchte unterwegs in Form eines Trafohäuschens auf, gestaltet von den Tubuku-Jungs aus Krefeld. Finde ich ziemlich cool, ehrlich gesagt.

Mein erstes Ziel war, wie so oft, der Flughafen Düsseldorf. Dort wurde ein Flugzeug der Flugbereitschaft der Luftwaffe erwartet, da wollte ich doch mal gucken. Also ging es durch die Felder bei Meerbusch in Richtung Flughafen.

Über die Rheinbrücke in den Lantz’scher Park, der ist dann schon auf Düsseldorfer Seite.

Im wirklich schön angelegten Park finden sich Skulpturen, wie etwa „Perseus mit dem Medusenhaupt“ von Ludwig Vordermayer und ein Herrenhaus, in dem immer wieder Veranstaltungen stattfinden.

Am Flughafen angekommen habe ich gesehen, dass die Luftwaffe bereits unterwegs war und dann auch Eins und Eins zusammengezählt und verstanden, dass da der Bundespräsident unterwegs nach NRW ist. Ich hatte im Radio gehört, dass er seinen Amtssitz temporär nach Hattingen verlegt um dort im Rahmen seiner „Ortszeit“-Kampagne mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Klasse Idee finde ich.

Der Jet war sogar ein paar Minuten früher dran als geplant, es passte aber alles. Schon immer wieder beeindruckend, wie reibungslos so eine Ankunft eines VIPs funktioniert.

Ein netter Gruß in meine Richtung und dann ging es per Auto weiter nach Hattingen. Die „Ortszeit“ ist wohl auch ziemlich gut gelaufen, ein Besuch, der sich gelohnt hat.

Ich hab noch ein bisschen Flugzeuge geguckt und bin dann so langsam weiter gefahren. Das nächste Ziel sollte Ratingen und dann der Niederbergbahn Panoramaradweg sein.

Es war immer noch ziemlich bewölkt, sollte aber, laut App, am Nachmittag deutlich sonniger werden. Schauen wir mal.

Der Tower am Flughafen Düsseldorf ist 85 Meter hoch und damit einer der höchsten in Deutschland. Offenbar ein idealer Trainingsort für die Höhenretter der Feuerwehr. Als ich dort vorbei geradelt bin, wurde gerade fleißig geübt.

Ich hab jetzt zwar nicht gerade Höhenangst, aber das wäre jetzt für mich keine besonders erstrebenswerte Situation. 😉

Kurze Zeit später machte sich der Regierungsflieger, dieses Mal ohne Steinmeier, wieder auf den Weg und eine „Hummel“, einer der in Düsseldorf stationierten Polizei-Helis, kam von einem Einsatz zurück. Langweilig wird es an einem Flughafen eigentlich nie 😉 .

Vom Flughafen aus führte mich meine Strecke dann nach Ratingen, ein Städtchen, welches durchaus schöne Ecken hat. Irgendwie fährt man mit dem Auto meistens einfach dran vorbei, ein Abstecher lohnt sich aber auf jeden Fall.

Über die gut genutzte Autobahn radelte ich dann weiter nach Heiligenhaus (also „über“ im Sinne von „mittels Brücke über“ die Autobahn), ab jetzt wurde es um mich herum immer ländlicher und vor allem grüner.

Beim Blick nach rechts dachte ich, ich könnte auf Windows-Symbole klicken, irgendwie sieht es hier aus wie auf dem Windows 98 Hintergrund.

In Heiligenhaus bin ich dann auf den „Panoramaradweg Niederbergbahn“ eingebogen. Er führt hinunter bis nach Essen Kettwig. Und Leute, das ist dann wirklich traumhaft zu radeln, es geht nämlich die ganze Zeit sanft bergab.

Fährt man ihn komplett sind starke Ausblicke möglich und es gibt eine Menge zu entdecken. Ich war ja jetzt nur auf einem kurzen Stück unterwegs, schön war es trotzdem.

Die Einflugschneise vom Flughafen führt übrigens auch quer über den Weg, also auch von dort kann man noch ganz interessante Bilder machen. Der A380 von Lufthansa flog übrigens nur vorbei 😉 .

Über ein wunderschönes Viadukt führte mich meine Route schließlich ins schöne Kettwig. Die ganze Ecke dort kann ich Euch für einen Tagestrip nur empfehlen, es ist wirklich schön da.

Direkt an der Ruhr entlang verläuft ein schöner Radweg in Richtung Mülheim. Wie gesagt, die Ecke ist wirklich schön. Als Kinder sind wir da oft mit meinen Eltern entlangspaziert, heute mit dem Fahrrad macht mir das ganze deutlich mehr Spaß. Was allerdings auch ziemlich cool ist, ist eine Bootstour auf der Ruhr. Habe ich vor einer ganzen Weile auch schon mal gemacht.

In Mülheim gibt es einen REWE-Markt, der in einem alten Straßenbahndepot untergebracht ist. Das ist schon echt cool. Vor dem Laden steht dann auch, passend zur Historie, eine alte Straßenbahn.

Die großen Städte im Ruhrgebiet liegen ja alle nah beieinander und so war es dann auch nicht mehr weit bis in meine Geburtsstadt Duisburg. Dort habe ich einen kurzen Stopp am „Lifesaver“, einer Skulptur von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely, gemacht, bevor es so langsam weiter in Richtung Heimat ging.

Der Kruppsee in Friemersheim lag still da, das Freibad, bei einer meiner letzten Touren noch brechend voll, lag verlassen da, so richtig warm war es dann doch nicht mehr.

Wenn ich aus dieser Richtung auf Krefeld zufahre, ist der eindrucksvolle Wasserturm an der Grenze zu Hohenbudberg immer ein bekanntes Wahrzeichen und Symbol dafür, es nicht mehr weit zu haben. Er war mal für die Eisenbahn gebaut worden und beherbergt heute, unter anderem, ein Atelier.

Komisches Wetter.

Mit der Vorbeifahrt an der Brennerei von Dujardin in Krefeld Uerdingen war ich dann wieder zurück. Die letzten Kilometer bis nach Hause waren dann ein Katzensprung und so war ich, nach guten 90 Kilometern, ziemlich ko aber zufrieden wieder daheim.

Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen. Wenn ihr Fragen habt, immer her damit. Ansonsten wünsche ich Euch eine gute Zeit, bleibt gesund und munter und seid nett zu Euren Mitmenschen.

Euer Martin

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