Radeln im Norden – Von Cuxhaven nach Bremerhaven Lehe

Hallo ihr Lieben,

meine dritte Tour mit Startpunkt Cuxhaven endete dieses Mal in Bremerhaven Lehe. Der kurze Urlaub an der Küste war schon wieder zu Ende und nach den zwei Radtouren in der Region, wenn ihr mögt, könnt ihr HIER und HIER nochmal nachlesen, hieß es Abschied nehmen von meinem Hotel in Altenwalde. Bepackt mit meinem ganzen Kram war mein Plan nach Lehe zu fahren und dort den Zug für die Heimreise zu erwischen.

Ihr ahnt es schon, natürlich bin ich auch bei der dritten Tour am Flugplatz Nordholz vorbeigefahren. 😉 Dieses Mal habe ich nur kurz vor dem Aeronauticum angehalten um die Hawker Sea Hawk zu fotografieren, die dort auf einem Sockel steht. Sie flog mal für die Bundesmarine und ist jetzt eines der vielen Ausstellungsstücke.

Die Tour fing generell flugzeuglastig an, direkt an den Zaun des militärischen „Fliegerhorsts Nordholz“ schließt der Flugplatz Nordholz-Spieka an. Nicht mehr als ein Tower, eine Graspiste und eine, für solche kleinen Plätze ganz typische, Metallhalle, aber trotzdem mit Linienflügen angesteuert. Der OFD, das ist der Ostfriesische Flugdienst, führt Flüge von Spieka nach Helgoland durch. Als ich ankam flog gerade die Britten-Norman BN-2 Islander auf die Piste zu.

Nach einem kurzen Stopp und dem Passagierwechsel ging es weiter in Richtung Helgoland. Auf dem Flugzeug stehen noch die OLT Titel, die Ostfriesische Lufttransport GmbH gibt es allerdings nicht mehr.

Auf recht direktem Weg in Richtung Süden kam ich kurze Zeit später in Midlum an.

Dort steht eine wunderschöne Windmühle. Ein sogenannter „Galerie Holländer“. Die Mühle steht unter Denkmalschutz und ist auch eine Zweigstelle des Standesamtes, man kann sich dort trauen lassen.

Holßel heißt die nächsten Station auf meinem Weg in Richtung Bremerhaven. Dort steht, leicht erhöht, diese wunderschöne Kirche. Im Netz findet sich die Info, die Kirche sei von 1111, auf jeden Fall finde ich sie sehr schön.

Ein bisschen durch Wald und dann zwischen riesigen Feldern und flachem Land hindurch ging die Reise in Richtung Stromkaje.

Geschotterte Wege kilometerlang, herrlich zu fahren. Die Sonne war mittlerweile voll da, die Luft herrlich frisch und es ging auf die Küste zu.

Dieser Blick, immer wieder schön. Ich mag die Weite des Meeres, sitze gern einfach mal eine Weile an einem Strand oder auf einem Deich und gucke einfach nur.

Kurz vor Bremerhaven lief mir dann die Super-Yacht „Nord“ vor die Linse. Das Netz munkelt von 500 Millionen Euro Baukosten, einem russischen Milliardär als Eigner und jeder Menge High-Tec. Das Design des Designstudios Nuvolari-Lenard macht auf jeden Fall eine Menge her finde ich. Die Yacht fuhr in die Weser ein und war wohl unterwegs zu ihrem Entstehungsort, der Lürssen-Werft bei Bremen.

An der riesigen Stromkaje angekommen gelang mir ein Blick in die sogenannte Wellenkammer. Ein langer Tunnel unter der Containerfläche. Dort brechen sich die Wellen, auch bei Springfluten, und verlieren so an Kraft und Gefahr. Der Blick ist eindrucksvoll, weil man kein Ende sieht.

Oben fahren die Container-Mover umher und sorgen dafür, dass die Schiffe bladen werden.

In der kurzen Zeit die ich dort war, immerhin musste ich einen Zug erwischen, kam leider kein großes Containerschiff an. Mit der „Medway“ konnte ich aber zumindest ein Baggerschiff fotografieren. Das Schiff ist ein sogenannter „Hopperbagger“, Hopper ist das englische Wort für Laderaum und das Schiff saugt Sediment auf und verstaut es im Laderaum. Entweder werden damit Fahrrinnen freigehalten, dann wird der Abraum meist an anderer Stelle verklappt, oder das Material dient dazu Land aufzuschütten, dann wird es an dieser Stelle ausgeladen, dann oft im sogenannten „Rainbowing“ Verfahren, dabei wird es in hohem Bogen an die Stellen gespritzt an die es gelangen soll. Schon interessante Schiffe.

Mit einem letzten Blick über das Wasser zum Ochsenturm, eine ehemaligen Kirche, ging es dann von der Küste weg nach Bremerhaven Lehe und dort zum Bahnhof.

An dieser wundervollen Fassade vorbei und dann war ich am Bahnhof.

Etwas zu früh, so konnte ich noch ein wenig Eisenbahnen gucken, aus den Häfen kamen etliche Güterzüge, meist lange Züge voller Container.

Und das war es, vorerst, aus dem hohen Norden. Mein Zug kam und mit einigen Umsteigehalten hat die Bahn mich und mein Bike wieder sicher nach Hause gebracht. Ich hoffe, die Einblicke in das „Radeln im Norden“ hat Euch gefallen, es gibt natürlich auch noch ein Relive Clip ;).

Bleibt gesund und munter, passt auf Euch auf und solltet ihr Fragen haben, immer her damit. Ein paar weitere Touren sind schon geradelt, ich schreibe fleißig weiter 😉

Euer Martin

 

 

 

 

 

 

 

One comment

Kommentar verfassen