The Beast from the East

Hi Leute,

die Kälte, die in den letzten Tagen aus Richtung Sibirien zu uns herüberkam hatte viele Namen, bei uns sprachen die Medien von der „Russenpeitsche“, in den Niederlanden vom „Sibirischen Bären“ und in Großbritannien eben vom Biest aus dem Osten, dem „Beast from the East“. Heute Nacht war es zwar etwas milder, dafür gab es aber eine Menge Niederschlag, so das wir heute Morgen beim Blick aus dem Fenster ein verschneites Winterwunderland erblickten. Ich wollte heute auf jeden Fall radeln, also hab ich mich einigermaßen dick angezogen, zu dick ist auch immer blöd, man bewegt sich ja, und hab mich auf die Straßen getraut. Los ging es, wie so oft, an der Mediothek Krefeld.

Die Luft war eigentlich ganz angenehm und, besonders im Vergleich zu den Minusgeraden der letzten Tage, war es wirklich schön zu radeln. Mein Weg führte mich ein wenig durch die Krefelder Altstadt und es ist doch immer wieder faszinierend, wie anders alles aussieht, wenn überall Schnee liegt. 

Viele Krefelder meckern ja immer, ihre Stadt sei nicht schön, als Zugezogener lass Euch sagen, dass stimmt überhaupt nicht. Gerade heute habe ich wieder so viele tolle Ecken entdeckt. Und habt ihr Euch mal die ein oder andere Fassade angeschaut. Von wegen nicht schön…

Es ging weiter in Richtung Schönwasserpark. Diese Route fahre ich öfter, ist ne schöne Runde, aber heute war es doch um einiges anstrengender. Durch den Schnee zu radeln geht zum einen deutlich mehr in die Beine, man muss sich aber auch ganz schön konzentrieren, sonst liegt man schneller auf der Nase als man „Verdammt“ sagen kann. Übrigens auch mal ganz schön zu sehen, wie priorisiert wird, links die Straße für die Autos, rechts der Radweg….und ja, ich weiß, dass die Stadtwerke den ganzen Morgen unermüdlich im Einsatz waren und es immer noch sind. Trotzdem verschwende ich mal einen Gedanken an den Traum von geräumten Radwegen 😉

Im Schönwasserpark gab es aber dann gleiches Recht für alle, egal ob mir zwei Beinen, vier Beinen oder zwei Rädern unterwegs….hier lag einfach überall gleichviel Schnee. Und das war richtig herrlich…

Auch spannend zu sehen, wie viele Familien offenbar immer noch einen Schlitten im Keller haben. Im Gegensatz zu den vielen vor Begeisterung johlenden Kiddies, wurde ich nicht durch den Schnee gezogen, sondern musste mit eigener Muskelkraft weiterfahren ;). Nächster Halt war die Burg Linn. Immer ein Besuch wert, natürlich auch im Schnee.

Alina, das ist der Hund, hatte auf jeden Fall eine Menge Spaß in dem tiefen Weiß und brachte unzählige Male das Stöckchen wieder zurück.

In Richtung Uerdingen ging es weiter, einen kleinen Schlenker nach rechts habe ich aber eingebaut, ich wollte am Haus Greiffenhorst vorbeiradeln und dann durch den gleichnamigen Park weiter zum Rheinhafen. Es war wirklich traumhaft, ich war über weite Strecken ganz allein mit mir und meinem Rad und konnte die Ruhe und den Schnee wirklich genießen.

Am Haus vorbei ging es dann in den Park…ob die Ente da wohl Ärger bekommt? Vor dem See hing ein Schild, man dürfe die Eisfläche nicht betreten 😉

An der Drehbrücke vorbei führte mich mein Weg dann nach Uerdingen. Der obligatorische Fotostopp an der Rheinbrücke ist natürlich Pflicht, auch wenn mir so langsam kalt wurde. Der Rhein sieht wieder ganz brav und normal aus, vom Hochwasser, welches noch vor kurzer Zeit für Aufregung sorgte war heute nichts mehr zu sehen.

Apropos Rhein, auf dem Fluss war eine ganze Menge los. Bei dem Konvoi, der da eben unter der Brücke durchfuhr, hab ich übrigens gar keine Umweltplakette gesehen ;). Kleiner Scherz, die Binnenschifffahrt macht zwar eine Menge Dreck, „schafft aber auch ordentlich was weg“.

Zurück ging es dann über Bockum. Ich habe heute wieder gemerkt, wie gefährlich es sein kann, in einer deutschen Großstadt mit dem Rad zu fahren. Wird man in Amsterdam oder Rotterdam auf eignen Wegen elegant über Kreuzungen geleitet und hat meist eine bauliche Trennung zum Autoverkehr, wird man in Krefeld auf die Straße geführt und das einzige was einen schützt ist ein auf den Boden gemalter Streifen, welcher, gerade beim heutigen Wetter, kaum zu sehen ist. Das dort heute auch noch kiloweise Schneematsch lag mag ein Einzelfall sein, ungefährlicher wird es dadurch aber leider nicht. Wollen wir hoffen, dass Krefeld den angefangen Weg, neue Radwege zu bauen, weiter beschreitet. So, genug gemotzt, als letztes habe ich noch ein Schneebild für Euch und dann gehe ich heiß duschen 😉

Einen ReliveClip zum Abschluss…

Wie immer hoffe ich, die kleinen Einblicke haben Euch gefallen…

Euer Martin

2 Gedanken zu „The Beast from the East

  1. Hallo Martin, vielen Dank für die schönen Impressionen von Deiner Schneetour. Mein Fahrrad hatte heute frei und ich bin ein bisschen durch die verschneite Landschaft gewandert.

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