Fußball und Flughäfen – Tour von Krefeld über Mönchengladbach nach Düsseldorf

Hallo ihr Lieben,

es ging wieder auf Tour. Wir sind immer noch im Juli, man kommt ja zu nix. Dieses Mal ging es um Fußball und Flugzeuge 😉 . Wenn ihr Lust habt, nehme ich euch gern mit, unbezahlt und unbeauftragt natürlich.

Los ging es in Krefeld. Das es in meiner Heimatstadt eine Menge Gebäude mit toller Fassade gibt, habe ich ja schon ein paar Mal geschrieben und gezeigt. Beim Start meiner Tour fiel mir dann dieses Streetart auf. Ich bin sicherlich schon ein paar Mal dran vorbeigefahren, ohne es wirklich wahr zu nehmen. Auf jeden Fall toll.

Durch den Krefelder Forstwald und an schönen Feldern und Blumenwiesen vorbei ging es in Richtung Neersen aus der Stadt hinaus.

Kurz vor Neersen befindet sich eine kleine Kapelle aus dem Jahr 1660. Klein-Jerusalem heißt sie und sie ist ein echtes Kleinod. Wenn ich dort in der Nähe bin, fahre ich eigentlich immer mal kurz rum. Ich mag die Kapelle, aber auch das Areal drum herum. Ein bisschen ist es ein Entschleunigungsort.

In Neersen gibt es seit einiger Zeit solche tollen Stoff-Häkel-Überzieh-Tiere auf etlichen Pollern, irgendwie erzeugt das immer direkt eine gute Stimmung.

Mein nächstes Ziel war der Böckelberg, die ehemalige Heimspielstätte von Borussia Mönchengladbach. Auf dem Weg dahin gab es zum einen diesen amerikanischen Oldie zu sehen, zum anderen die ersten Anzeichen für eine fußballverrückte Stadt voller Geschichte.

Am Böckelberg schrieb Borussia Fußballgeschichte, heute stehen dort attraktive Eigenheime. Es gibt aber eine Gedenkecke und Teile des Stadionrunds sind noch vorhanden. Also, wer es mit dem Verein vom Niederrhein hält, sollte da mal rumfahren. Da meine Tour am Tag der offiziellen Saisoneröffnung am Borussia Park, wenige Kilometer entfernt, stattfand, waren etliche Borussinnen und Borussen vor Ort und machten Fotos von sich und den Örtlichkeiten.

Durch den botanischen Garten in Mönchengladbach hindurch bin ich dann weiter in Richtung Borussia Park, also in Richtung des aktuellen Stadions der „Fohlenelf“ gefahren. Der botanische Garten ist übrigens ebenfalls einen Besuch wert.

Durch den Orteilsteil Hamern ging es, an tollen alten Häusern vorbei, dann weiter. Das Stadion war nicht mehr weit und in mir kam ein tatsächlich ein bisschen Vorfreude auf. Ich war seit dem Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr im Stadion gewesen.

Rund um das Spielfeld gab es jede Menge Action für Groß und vor allem für Klein. Autogrammstunden mit den Spielern, Hüpfburgen und jede Menge „Zeugs“ drum herum. Ein öffentliches Training war ebenfalls Teil des Programms.

Hach, wer Fan ist, der kennt das Gefühl. Durch einen Eingang hindurch, der Blick auf das Feld. Gänsehaut. An Spieltagen riecht es nach Bratwurst und Bier, die Gesänge hallen durch das Rund und die Stimmung ist mit Worten nur sehr unzureichend zu beschreiben. Dieses Mal war es ruhiger, Applaus war aber deutlich zu hören, als die Spieler aufliefen. Es wird Zeit, dass ich endlich mal wieder zu einem Heimspiel ins Stadion komme.

Vom Stadion aus ging es dann weiter, das Wetter spielte mit und so habe ich mir gedacht, ich hänge noch ein paar Kilometer dran. Eigentlich wollte ich über Rheydt nach Hause fahren, bin dann aber noch ein wenig weiter gefahren. Unterwegs gab es, mal wieder, spannende Streetarts zu bewundern, da hat Mönchengladbach also durchaus auch etwas zu bieten.

Das Ziel war die Niers, von Rheydt aus führt ein toller Weg direkt neben dem Fluss entlang bis zum Flugplatz Mönchengladbach. Den habe ich unter die Reifen genommen und es wirklich genossen unter Bäumen am Fluss entlang zu fahren.

Am Flugplatz selbst war nicht viel los. Ein abgestellter Privatjet bot sich als Fotomotiv an, ansonsten war nichts los.

Ich saß schon wieder auf dem Rad, als sich ein kleiner Heli auf den Weg machte. Die Guimbal Cabri G2 von Heli NRW sieht man hier zwar oft, der Hubschraubertyp an sich ist mir aber noch nicht so häufig vor die Linse geflogen. Für Flugschulen oder günstige Rundflüge wird meist ein R44 von Robinson genutzt, dieser kleine französische Floh ist dagegen recht selten.

Willich war das nächste Ziel, ganz entspannt über die Felder ging es weiter. Unterwegs trifft man gelegentlich auf merkwürdige Kreaturen. Sie sollen wohl niedlich wirken und zum Kauf animieren, die große Kartoffel schaut aber etwas irre aus der Wäsche, oder? 😉

An Osterath vorbei bin ich über Meerbusch nach Düsseldorf gefahren. Vorbei am Haus Meer und über die A44 Rheinbrücke. Quasi meine „Hausstrecke“ wenn es zum Flughafen Düsseldorf gehen soll.

Ein Blick von der Brücke auf den Rhein zeigt, wie wenig Wasser der Fluss zu diesem Zeitpunkt geführt hat. Die Buhnen sind sehr ausgeprägt und die Schiffe fuhren so strikt hintereinander, dass es nach Konvoi aussah.

Bei genauerem hinsehen konnte man auch sehr gut erkennen, wie hoch die Schiffe im Wasser lagen. Viel Ladung war nicht drin, auch nicht in der schweizerischen „RP Brügge“, welche hier in Richtung Düsseldorf fährt.

Auf der anderen Rheinseite fahre ich in der Regel immer durch den „Lantz’scher Skulpturenpark“. Das ist ein wirklich tolles Areal, viel Grün und immer wieder faszinierende Kunst. Der kleine Park kostet keinen Eintritt, man kann einfach hindurch radeln. Richtig cool fand ich das Kunstwerk aus einem Segment eines Flugzeugrumpfes, gerade in der direkten Ein-, bzw. Ausflugschneise eines Flughafens ist das genial.

Es wurde Zeit für eine Pause. Der „Meteora Grill“ bietet sich dafür an, liegt direkt am Flughafen, hat sympathische Besitzer und leckeres Essen 😉 .

Nach dem essen sollst Du ruhen oder tausend Schritte tun – hat meine Oma immer gesagt. Ich hab mich fürs radeln entschieden, ist hoffentlich auch OK. Vom Grill aus ging es zum sogenannten GAT. Die Abkürzung steht für „General Aviation Terminal“. General Aviation steht dabei für die Privat- und Geschäftsfliegerrei. Viele Menschen träumen ja davon mal mit einem Privatjet zu fliegen. Sagen wir so, mit diesem hier nicht. Der ADAC hat neben den vielen Rettungshubschraubern auch Flugzeuge um erkrankte oder verunfallte Mitglieder aus dem Ausland zurück nach Deutschland zu fliegen. Insofern ist es toll, dass es diesen DO 328 Jet gibt, als Patient mitfliegen möchte ich aber lieber nicht.

Dann schon eher mit diesem Airbus A330 von Condor. Er startet hier gerade in Richtung Gran Canaria, ein durchaus schönes Urlaubsziel. Die Lackierung ist nur für den Übergang, die Maschinen bleiben nicht lange in der Flotte und deshalb lohnt es sich nicht, sie komplett mit dem neuen Streifen-Design der Airline zu lackieren. Sieht aber so ja auch ganz hübsch aus.

Rund um den Flughafen gibt es etliche Parkhäuser, wer schon mal in den Urlaub geflogen ist und seinen Wagen da abgestellt hat weiß allerdings, das ist kein Schnäppchen. Deshalb parken viele rund um den Flughafen in Seitenstraßen oder auf Wanderparkplätzen. Richtig, mit Verlaub, Scheiße ist es dann aber, wenn man nach einer Reise nach Hause möchte und sein Auto so vorfindet…

Ich habe das ja auch mal erlebt, im Landschaftspark in Duisburg. Da hat man mir die Seitenscheibe eingeschlagen und ich durfte nach der Radtour erstmal zur Polizeiwache. Nervig und teuer. Ich wollte hier auch die Polizei rufen, habe aber dann gesehen – die war schon da.

Sicher kein schönes Ende einer Urlaubsreise.

Nun denn, für mich ging es einmal um den Flughafen, am Kalkumer Schloss vorbei nach Kaiserswerth.

Während ich dort auf die Fähre „Michaela II“ gewartet habe, fuhr die Feuerwehr Düsseldorf mit einem Boot immer wieder die Ufer ab. Auch in diesem Jahr sind wieder Menschen im Rhein ertrunken, weil sie die Gefahren unterschätzt haben. Gut, dass die Feuerwehr da ein Auge drauf hat, noch besser wäre es allerdings, die Menschen würden endlich begreifen, dass der Rhein kein Badegewässer, sondern eine Wasserstraße ist. Man geht ja auch nicht auf der Autobahn spazieren.

Die Fähre brachte mich dann sicher auf die andere Seite, dank des geringen Pegels war das eine sehr kurze Fahrt.

Vom Anleger aus war es dann nicht mehr weit bis nach Hause. Natürlich bin ich noch an der Burg Linn vorbei gefahren und habe ein Foto gemacht, ist schließlich eine DER Fotoattraktionen in Krefeld.

Und das soll es dann auch schon wieder gewesen sein. Am Ende waren es tatsächlich knapp über 100 Kilometer. Bei bestem Wetter und mit guter Laune waren die aber gut zu fahren. Und natürlich mit Pommes und Currywurst als Energielieferant 😉 .

Ich habe noch einen Relive Clip für euch und hoffe natürlich, die Tour hat euch gefallen. Wenn ihr Fragen haben solltet, immer her damit.

Bleibt gesund und munter, gebt Acht auf eure Mitmenschen und fahrt vorsichtig 😉 .

Euer Martin

 

 

3 comments

  1. Den Weg an der Niers liebe ich – da fahre ich häufig.
    Vielen Dank, das meiste kenne ich, aber die eine oder andere Anregung, mal rechts oder links vom Weg abzuweichen war auf jeden Fall dabei!

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