Vom Kaiserdom, Panzerwracks und Flugzeugen – Tour von Aachen nach Krefeld

Hallo zusammen,

Endspurt für den Juli 2022. Ja, ich weiß, wir haben bereits Oktober, aber ich komme aktuell irgendwie kaum zum schreiben 😉 . Die Radtour, auf die ich euch heute gerne, unbezahlt und unbeauftragt, mitnehmen möchte, fand am 30. Juli statt. Also, wenn ihr mögt, packen wir es an. Los ging es dieses Mal mit dem Zug. Von Krefeld bin ich, ganz entspannt und ohne umzusteigen, nach Aachen gefahren.

Immer wenn ich in Aachen radel ist der Anfang der gleiche, vom Bahnhof aus geht es erstmal zum Dom, das Bauwerk ist einfach beeindruckend und strahlt so eine ruhige Erhabenheit aus.

Was in seinem Schatten wohl schon so alles passiert ist? Auch die jüngsten Verwerfungen der Gesellschaft scheinen an ihm ab zu prallen. Die Figuren am „Kreislauf des Geldes“-Brunnen gehören auf jeden Fall zu den Vernünftigen 😉 .

Auf dem Katschhof, dem großen Platz vor dem Dom, stand ein Kunstwerk. Welche Intension die Künstlerin oder der Künstler wohl hatte? Irgendwas mit Frieden sicherlich, nun ja. Kunst liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachtenden.

Nur für den Fall, dass es noch weitere Kunst“expertinnen“ und -„experten“ wie mich gibt, hing wohl dieses Schild hier dran.

Weiter ging es dann durchs Frankenberger Viertel mit seinen teils toller Fassaden und vorbei an Rothe Erde in Richtung Vennbahn-Radweg.

Aus der Stadt hinaus war das nächste Ziel der Brander Wald. Innerhalb dieses Naturschutzgebietes liegt auch ein Truppenübungsplatz. Besonders daran sind einige sogenannte „Hartziele“. Dabei handelt es sich um ausgemusterte Panzer.

Sowas sieht man ja auch nicht alle Tage. An einigen Stellen stehen die Stahlkolosse im Feld, die Natur hat sich bereits Teile von ihnen erobert. Schon auf eine ganz eigentümliche  Art und Weise faszinierend.

Das Statement „Putin du bist so 1 Pimmel“ auf diesem Exemplar hier zeigt, auch wenn die Geräte alt sind, aktuellen Bezug kann man trotzdem herstellen 😉 .

Durchs Münsterbachtal und am Flüsschen Inde vorbei ging es dann weiter in Richtung Osten. Das Wetter wurde zusehends sonniger und das radeln hat, wie ja eigentlich immer, eine Menge Spaß gemacht.

Am Ende des wunderbaren Feldweges schließt sich eine sehr gut ausgebaute Fahrradstraße, inklusive einer großen Erklärung derselben, an.

Das nächste Ziel war dann der Flugplatz Aachen Merzbrück. Der kleine Platz hat irgendwie eine Menge Charme und man sieht dort immer wieder interessante Flugzeuge und Hubschrauber.

Ich hatte dieses Mal Glück und habe eine Dornier DO-27 vor die Linse bekommen. 1961 bei Dornier gebaut flog sie für die israelische Luftwaffe, wurde dann irgendwann in die Staaten verkauft und ist jetzt, wieder in der Original-Lackierung, zurück.

Vom Flugplatz aus ging es dann erstmal gerade aus durch die Felder weiter nach Osten. Sehr lange gerade aus. 😉

Nach etlichen Kilometern bin ich durch Siersdorf gefahren, dort gab es mal eine Zeche, Emil-Mayrisch. Davon ist heute nur die Seilscheibe in einem Kreisverkehr übrig. Glück auf!

Wenige Meter weiter habe ich auch diesen attraktiven Vorgarten entdeckt…schon krass, wenn auf einem Panzer im Wald mehr wächst als in einem Vorgarten 😉 .

Zwischen Feldern hindurch gings weiter, mittlerweile war es muckelig warm und ich bekam langsam Hunger. Bis Erkelenz wollte ich durchhalten und da mal schauen, was es leckeres zu futtern geben sollte.

Am Ortseingang von Erkelenz wird man von dieser schönen Turmholländer-Mühle begrüßt, Baujahr der Blancken-Mühle war 1799.

Am Marktplatz gab es dann auch was leckeres zu essen und ich habe erstmal ne Pause eingelegt. Mit Blick auf das schöne alte Rathaus der Stadt. Das war richtig schön.

Ein paar Kilometer hinter Erkelenz habe ich die nächste tolle Mühle entdeckt. Die Schriefersmühle ist sogar noch ein paar Jahre älter als die Blancken-Mühle, sie stammt von 1747 und wirkt, dank der Sanierung durch einen Verein, so top in Schuss, als stünde sie dort erst ein paar Jahre.

Deutlich jünger ist da der Borussia Park, die Heimspielstätte von Borussia Mönchengladbach. Dort bin ich vorbei gekommen, genau wie an den historischen Gebäuden direkt nebenan. Eine schöne Ecke ist das da.

An einer wirklich großen Paprika vorbei ging es weiter bis zum Flugplatz nach Mönchengladbach. Dort habe ich eine kurze Pause eingelegt und eine weitere Dornier fotografieren können.

War die Dornier in Aachen aus den 60ern des letzten Jahrhunderts, ist diese Dornier 328 aus den 1990ern, hatte bereits etliche Betreiber und fliegt aktuell häufig für Borussia Mönchengladbach durch die Gegend.

Auf dem Hof stand auch noch die Ju -52 die aktuell in Mönchengladbach beheimatet ist. So wie es aktuell aussieht, wird sie wohl leider nie wieder fliegen, die Auflagen sind so restriktiv, dass sie sehr wahrscheinlich für immer am Boden bleiben wird.

Über den klasse ausgebauten Bahnradweg bin ich von Mönchengladbach nach Krefeld gefahren. Bei Willich steht eine alte Lokomotive am Radweg, eine schöne Erinnerung an die alte Nutzung des Weges.

In Krefeld habe ich mir dann noch das neueste Werk des Künstlerduos „Tubuku“ angeschaut. Gegenüber der Konzernzentrale unserer Stadtwerke haben sie eine Eisenbahnbrücke verziert. Richtig cool ist das geworden, wie immer bei den beiden. Gefällt mir sehr.

Und das soll es dann auch schon wieder gewesen sein mit meiner Radtour. Ich habe noch einen Relive Clip für euch und wie immer gilt natürlich – wenn ihr irgendwelche Fragen habt, immer her damit.

Ich hoffe, es hat euch gefallen. Gebt Acht auf euch und eure Mitmenschen und fahrt vorsichtig. Bis zum nächsten Mal,

Euer Martin

 

 

 

 

 

 

 

 

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