Krefeld, bunte Kisten, Regen, Sonne und die Ruhr

Hallo zusammen,

das vergangene Wochenende habe ich genutzt um mal wieder ein paar Kilometer mit dem Rad zu fahren. Am Samstag hatte ich eigentlich eine Tour ab Duisburg geplant, also Anreise mit dem Zug und dann mal sehen. Da es aber Morgens früh noch wie aus Eimer schüttete, habe ich die Tour erst gegen 9 Uhr gestartet. Meine Wetterapp sprach ab etwa 9.30h von Bewölkung, aber trocken…die blöde Lügnerin 😉
Als Ziel habe ich mir dann, erstmal, den Düsseldorfer Flughafen herausgesucht, dort wurde eine Boeing 777 erwartet, welche Masken nach Deutschland bringen sollte. Also, ab in den Sattel und los…es war zwar überall noch sehr nass, aber es regnete tatsächlich nicht mehr.

Am Ostwall ging es am Ponzelar vorbei, das Seideweberdenkmalwurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit der original Gussform nachgegossen und ist eine interessante Wegmarke am Ostwall / Ecke Südwall.

Unbezahlt und unbeauftragt ist dieses Posting, begeistert von dem Künstlerteam Tubuku bin ich trotzdem. Schon im letzten Posting habe ich geschwärmt, auch dieses Mal bin ich wieder an einem der tollen Bilder im urbanen Raum vorbeigefahren.

Über die Oppumer Straße führte mich mein Weg dann in Richtung Schönwasser Park, so langsam fing es dann auch wieder an zu regnen. Danke an die Wetter-App an dieser Stelle 😉

In der letzten Zeit mache ich ja (fast) keine Tour mehr, ohne über die Promenade zu fahren ;). Ich hab mich in dieses Stück Radweg echt verguckt. Es macht wirklich Spaß dort zu fahren, auch wenn es wieder zu Vandalismus bei den Kunstwerken der Aktion „Stumpf-Sinn“ gekommen ist. Hier geht es zum Posting rund um die Aktion. HIER.

Fieser Niesel und Wind machten den Beginn dieser Tour nicht eben zu einem fantastischen Auftakt. Nun ja, über den Radweg parallel zur Straßenbahn ging es dann in Richtung Fischeln. Dort findet man sogar Star Wars Graffitis….allerdings mit blutenden Augen…nun ja, wer es mag ;).

Weiter ging es also in Richtung Fischeln. Und aus dem Niesel echt Regen. Sieht man auf dem Foto nicht so gut, aber ich hab mich dann unter nem Baum verkrochen und den dicksten Regen abgewartet.

Allzu lange verweilen ging aber nicht, ich wollte ja das Flugzeug fotografieren. Also, wieder in den Sattel und weiter. Richtung Fischeln, dort dann rechts ab über den Bahnübergang am Strümper Weg und mittels Brücke über die A57. Kurz, nur ganz kurz, kam mir der Gedanke, ob die Idee mit dem Auto zum Flughafen zu fahren nicht doch irgendwie die bessere Variante gewesen wäre 😉 .

Durch Strümp hindurch, über die Strempe, einen kleinen Bach, führte mich der Weg dann weiter in Richtung Rhein. Es wurde tatsächlich zwischendurch auch wieder etwas heller. Richtig schön oder gar trocken wurde es nicht….

Am Rheindeich angekommen fiel der Blick schon auf die A44 Brücke, auf der ich gleich den Rhein überqueren wollte. Bei gutem Wetter ist der Rheindeich voll von Menschen, mit dem Rad, zu Fuß oder mit Hund. Am Samstag im Niesel gab es nur einen weiteren Biker, ansonsten herrschte, coronakonforme, Leere…

Auf der anderen Rheinseite radelt man durch den Lantz`scher Park. Eine wirklich schöne Grünanlage, in der sich auch einige Kunstwerke befinden. Sicherlich am prägnantesten ist die Statue „Perseus mit dem Haupt der Medusa“ vom Bildhauer Ludwig Vordermeyer.

Wer sich für Kunst interessiert findet aber noch weitere Skulpturen und Werke in diesem kleinen aber feinen Park. Zum Beispiel „The Park is mine“ von Julia Bünnagel und Patrick Rieve…

…oder die „Stammheimer Kette“ von Gesine Grundmann.

Schon durchaus interessant, Kunst einfach so im öffentlichen Raum zu entdecken. Wenn man sich dort Zeit nimmt, ist das sicher ein lohnender Abstecher…fand Perseus wohl auch 😉 OK, ich geb es zu, der war jetzt etwas flach. Nun ja, weiter ging es zum Flughafen, dem ersten echten Etappenziel meiner Tour. Bevor es an einen guten Fotoplatz für die Flugzeuge ging, kam mir erstmal dieser schwarze EC-120 Colibri vor die Linse, ein in Belgien registriert leichter Hubschrauber.

Ein paar bunte Mühlen, beziehungsweise interessante Flugzeuge habe ich dann auch zu Gesicht bekommen. Zum einen die schon erwähnte Boeing 777 oder „Triple Seven“ von Emirates, welche als Frachter für Masken im Einsatz war.

Aber auch Sonderlackierungen wie die „Wir lieben Fliegen“ Lackierung der Condor, den „Mannschaftsairbus“ von Eurowings oder eine Boeing 767 der Condor in einer Retrolackierung. Alles nette Fänge mit der Kamera.

Das Wetter wurde besser und ich wollte noch nicht zurück radeln, also habe ich dir Tour noch ausgedehnt. Mein nächstes Ziel war das Angertal, dort hoffe ich ja immer darauf, einen der Kalkzüge nach Flandersbach vor die Linse zu kriegen. Das ist mir dieses Mal leider nicht gelungen. Deshalb nur leere Gleise 😉

Aber die Ecke da ist wunderschön, auch das alte Fachwerkhaus direkt neben der Strecke macht was her. Der Parkstreifen direkt gegenüber scheint dann indes eher etwas muffigeren Menschen zu gehören. Sie haben zumindest eine sehr bildliche Sprachregelung entwickelt. Nun ja, jeder eben so wie sie oder er kann, nicht wahr?

Nach der, etwas längeren, Pause und dem Warten auf einen eventuell aber dann doch nicht auftauchenden Zug bin ich weiter in Richtung Kettwig gefahren. Dazu ging es auf den „Panoramaradweg Niederbergbahn“. Den Namen trägt das Stückchen, welches ich gefahren bin durchaus zu Recht. Die Ausblicke sind faszinierend. Die Strecke kann ich Euch nur empfehlen, zumal sie, in der Richtung, in der ich sie gefahren bin, meist leicht bergab führt.

Von der Trasse abgefahren bin ich kurz vor der Ruhr. Einen weiteren kleinen Stopp gab es für mich dann an der Rindersberger Mühle, einer noch funktionsfähigen Wassermühle. Ein wirkliches Kleinod und an dieser Stelle, ganz in der Nähe einer Hauptstraße, irgendwie völlig aus der Zeit gefallen.

Mittlerweile war vom Regen nichts mehr zu sehen und die Wolken wechselten sich mit Sonnenschein ab. So macht das radeln dann auch direkt wieder mehr Spaß, zumal ich jetzt gut voran kam und schon bald das schöne Panorama von Kettwig in Sicht kam. Dort habe ich mich dann auf den Leinpfad in Richtung Mülheim gesetzt und diesen, sehr gut ausgebauten, Weg genossen.

Die Fahrgastschifffahrt ist mittlerweile auch wieder unterwegs und so tuckerte das ein oder andere Schiffchen an der Ruhr an mir vorbei. Das ganze Revier dort lohnt sich wirklich sehr zum spazieren gehen und radeln.

Mit Blick auf den „Broicher Schlagd“ ging es über das Wasser kurz vor Mülheim weiter in Richtung Duisburg. Wetter und Tour entwickelten sich zu einem wirklich schönen Erlebnis und so kam ich auch echt gut voran.

In Duisburg kam ich, mal wieder, am Eisenbahnabzweig Lotharstraße vorbei. Hier bekam ich dann auch endlich meinen Zug vor die Linse, witzigerweise aus dem Angertal kommend…nun ja ;). Die Fotostelle dort ist für Eisenbahnfans wirklich lohnend, es laufen gleich vier Güterzuggleise vorbei.

Von dort aus ist es ein Katzensprung in den Rheinpark in Duisburg. Hier habe ich schon mal Pause gemacht und viele coole Graffiti-Fotos mitgebracht. Dieses Mal war es dort richtig voll, die Skateranlage war gut besucht und auch viele Familien mit Kinder flanierten am Wasser und zwischen den Betonelementen umher.

Mit Blick auf die Hochfelder Eisenbahnbrücke fuhr mir einer der drei neuen Butangastanker von Ineos vor die Linse. In Köln gibt es eine sogenannte „Cracker“ Anlage und das Gas kommt aus Antwerpen, beziehungsweise Amsterdam und Rotterdam, über den Rhein nach Köln. Diese Tanker sind brandneu und somit die größten und modernsten Tanker auf dem Rhein. Schon beeindruckende Schiffe. Hier gibt es, unbeauftragt und unbezahlt, ein paar Infos zu dem Schiff. HIER.

Über Hohenbudberg sollte es dann zurück in die City gehen. Schon von weitem fällt der Blick auf die Rheinbrücke bei Krefeld Uerdingen. Ein echtes Wahrzeichen der Stadt.

Man wird alt wie ne Kuh und lernt immer noch dazu. 😉 Ich hab auf dem Rhein die „Melody“ fotografiert, eine kleine, aber wohl sehr feine, Yacht. Bei der Recherche im Netz stieß ich dann auf Sascha Klaar, von dem ich bis dato noch nie etwas gehört hatte. Sträflich offenbar, ist sein Beiname doch „Der Teufel am Klavier“. Nun, für mich ist das nach wie vor Tom Ellis 😉 aber was weiß ich schon. Auf jeden Fall kann man diese Yacht inklusive dem Künstler chartern….na dann, Schiff Ahoi,

An der Rhine Side, also dem Rheinufer in Krefeld Uerdingen, fand ein „Vintage Markt“ statt, da bin ich dann noch kurz rumgefahren. Streetart gab es für mich auch neue zu entdecken, diese tolle Krankenschwester kannte ich noch nicht. Scheint auch aus einem Schulprojekt zu stammen, auf jeden Fall ziemlich cool.

Mit einem letzten Schwenk durch Sollbrüggen- und Schönhausenpark ging meine Tour dann auch so langsam zu Ende. Trotz des nassen Beginns war es eine tolle Runde mit vielen schönen Eindrücken.

Einen Reliveclip habe ich natürlich auch wieder für Euch. Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen. Wenn ihr Fragen zur Tour habt, immer her damit.

Euer Martin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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