Hallo zusammen,
ich habe es ja im letzten Beitrag schon geschrieben, dieses Jahr komme ich bislang deutlich seltener aufs Rad als in 2023. Ein paar Touren gab es aber doch schon, auf eine kleine Runde hier in der Region möchte ich euch heute mitnehmen.
Also, wenn ihr noch Lust auf meine Berichte habt, lest gern weiter, der Beitrag ist, wie immer, unbezahlt und unbeauftragt.
Um mal wieder ein bisschen rein zukommen ging es Anfang März von Krefeld aus nach Düsseldorf und Mönchengladbach. Wer mich kennt ahnt, die beiden Flughäfen werden wohl eine Rolle gespielt haben. Stimmt. Los ging es aber in Krefeld vor der Haustür. In der Innenstadt wurden am Neumarkt jetzt diese wundervollen Lampen aufgehängt. Sieht richtig schön aus, finde ich.

Aus der City raus führte mich mein Weg dann in Richtung Volta-Platz und dort vorbei an dem Kunstwerk, welches wir Krefelderinnen und Krefelder immer nur als „Das Ohr“ bezeichnen. Eigentlich heißt es „Building from the inside“ und ist vom Künstler Richard Deacon. Die Blume im Vordergrund verrät, so langsam wird es Frühling.

Auf bekannten Wegen ging es weiter in Richtung Rhein. Der erste Stopp sollte ja der Düsseldorfer Flughafen werden, also bot sich die A44 Brücke über den Fluss an. Es ging über Strümp zur Altrheinschlinge und dann weiter zur Brücke.

Bei sonnigem Wetter kam ich gut voran, hab da aber schon gemerkt, einige Wochen nicht auf dem Rad – die Kondition merkt sich sowas 😉 .

Auf dem Rhein kam mir die „Primo Initio“ vor die Linse. Schon ein eindrucksvolles Schiff, auch wenn es vielleicht nicht so aussieht auf den ersten Blick. Hättet ihr gedacht, dass es Baujahr 1939 ist? Ein wenig umgebaut, aber seit 1939 in Fahrt. Fand ich schon beeindruckend.

Auf der anderen Rheinseite befindet sich der „Lantz’scher Park“. Das ist ein kleiner, aber wirklich schöner Park, in dem immer wieder Kunst augestellt wird. Neben einem Herrenhaus findet sich dort auch eine Kapelle. Sie wurde in den 1870ern gebaut und ist heute noch ein echters Kleinod.

Nur wenige Meter vom Park entfernt liegt dann der Flughafen Düsseldorf. Wenn ich in der Ecke unterwegs bin, halte ich immer kurz an und schaue mal, ob es interessante Flieger zu sehen gibt. Bei dieser Tour war es zum einen ein Airbus von Eurowings, welcher eine BVB Sonderlackierung trägt und zum anderen ein Airbus A350 der Turkish Airlines. Diesen großen Langstreckenfliger setzt die Airline normalerweise nicht auf der kurzen Strecke nach Düsseldorf ein, der Flug war also schon was besonderes.


Nach dem kurzen Stopp am Flughafen führte mich mein Weg über Golzheim und die Theodor-Heuss-Brücke wieder auf die andere Rheinseite zurück. Dort gab es dann auch , für mich zum ersten Mal in diesem Jahr, die Kirschblüte zu sehen.


Durch Niederkassel und Lörrick ging es dann zum Areal-Böhler. 1914 startete dort die Stahlproduktion, heute ist das Gelände mit dem Industriecharme ein Ort für innovativen Sport, Gastronomie, Musik und Kreative.

Apropos Kreative. In Büderich gibt es einen Garagenhof. Auf der Rückseite der Garagen gibt es immer mal wieder interessante Streetart zu sehen, genau wie auf der einen oder andere Hausfassade dort.


Das nächste Ziel war der Flughafen in Mönchengadbach. Dazu habe ich einen Teil der sogenannten Nordkanalroute genutzt. Auf Napoleons Spuren führt der Radweg dort, parallel zur Landstraße, von Kaarst nach Mönchengladbach. Protipp an dieser Stelle: Nehmt Euch Musik, ein Hörbuch oder eine Patrnerin oder einen Partner mit – das Stück geht gefühlt ewig geradeaus und ist irgendwie völlig reizarm 😉 .


Am Flughafen Mönchengladbach angekommen gab es erstmal was kühles zu trinken und dann habe ich mir ein bisschen das Treiben auf dem Platz angeschaut. Richtig viel los war nicht, eine schicke Diamond DA42 aus Österreich war gerade gelandet und in einem Heli von HeliNRW wurden Schulungsflüge durchgeführt.


Ein alter Flugzeugrumpf wurde aufs Vorfeld geschleppt, am nächsten Tag sollte dort eine Übung der Flughafenfeuerwehr stattfinden.


Vom Flughafen aus war dann „Klein-Jerusalem“ mein nächstes Ziel. Das kleine Gotteshaus bei Neersen ist aus dem 17. Jahrhundert und ein Besuch dort lohnt sich wirklich.

Manchmal ist man ja schon überrascht, was sich manche Menschen so in die Vorgärten stellen. Auf meinem Weg zurück nach Hause bin ich die Straße „Hoxhöfe“ entlang geradelt. Dort finden sich Teile von alten Flugzeugen. Ich würde auf eine ATR von Federal Express tippen 😉 . Die Teile werden wohl als Stall oder Lager genutzt. Sieht man auf jeden Fall auch nicht jeden Tag.


Am Ende waren es knappe 76 Kilometer und die haben wirklich gut getan.

Wie immer hoffe ich, es hat euch gefallen. Bleibt alle gesund und munter und wenn ihr mögt, schaut gern auch bei der nächsten Tour hier wieder rein.
Euer Martin
Wie immer eine interessante Runde: herzlichen Dank fürs Mitnehmen!
Immer wieder interessant, danke