Hallo zusammen,
ich hoffe, ihr erinnert euch noch ein wenig an mich, vielleicht sogar im Positiven 😉 . In diesem Jahr komme ich irgendwie kaum aufs Rad und noch weniger zum Schreiben auf diesem Blog. Da gibt es einige Gründe für, ich versuche in beides aber wieder ein gewisse Regelmäßigkeit zu bekommen. Einiges habe ich auch noch „auf Halde“ liegen, heute möchte ich aber mit einer aktuellen Tour anfangen. Also, wenn ihr noch mögt, nehme ich euch mal wieder mit, unbezahlt und unbeauftragt natürlich.
Wer mir hier schon länger folgt, weiß ja, ich habe mit der organisierten Fahrradbubble durchaus auch mal so meine liebe Not. Versteht mich nicht falsch, dass es Menschen gibt, die sich für das Thema „Fahrradfahren“ engagieren finde ich natürlich super, dass man das auch durchaus mit etwas Druck und kreativen Aktionen tun muss, ist mir auch klar. Fortschritte, die ja durchaus da sind, aber so gar nicht anzuerkennen und immer mit 200 Prozent-Forderungen in Diskussionen gehen, ständig Menschen in Autos als Blechdosenjunkies oder Mörder zu bezeichnen, DHL-Angestellte im Netz bloßzustellen, weil sie man auf einem Radweg angehalten haben, oder sich ne Poolnudel ans Rad zu kleben, um den nötigen Abstand anzuzeigen – solche Dinge sind mir fremd und ich halte das auch final nicht für zielführend.
Umso sinnvoller finde ich politische Auseinandersetzungen mit dem Thema oder, so wie unlängst in Düsseldorf, mal eine Raddemo um die wirkliche Masse der Radfahrenden sichtbar zu machen. Und nach der langen Vorrede bin ich dann auch beim Thema, ich bin zur Raddemo nach Düsseldorf geradelt und dann auch mitgefahren. Los ging es aber in Krefeld und dann auf bekannten Strecken über Meerbusch in die Landeshauptstadt. Ein bisschen Eisenbahn gucken kurz vor Strümp gehörte dann auch dazu.

Das Wetter war ideal, sonnig, nicht zu warm und fast kein Wind. Mein erster Stopp sollte, wie so oft, der Flughafen Düsseldorf sein, also ging es durch das Naturschutzgebiet „Ilvericher Altrheinschlinge“ in Richtung Rhein.

An schönen Blüten vorbei und den Rhein querend bin ich am Flughafen angekommen. Dort kam mir dann auch direkt der tägliche Airbus A380 Flug aus Dubai vor die Linse.

Nach wie vor finde ich die Boeing 747, den „Jumbo Jet“, optisch schöner, aber der A380 ist durch seine schiere Größe schon sehr beeindruckend.

Nach der kurzen Pause bin ich am Rhein entlang zum Johannes-Rau-Platz in der Düsseldorfer Innenstadt gefahren, dem Treffpunkt der Sternfahrt und Raddemo. Dort hatten der ADFC und einige politische Parteien Stände aufgebaut, es gab viel zu fachsimpeln und es wurden Reden gehalten. Inhaltlich ging es um den Radwegeausbau, auch als Element des Klimaschutzes.


Pünktlich um 15 Uhr sollte sich der Tross aus, laut offiziellen Angaben, mehr als 3.000 Radlerinnen und Radlen auf den Weg machen. Geplant war eine knapp 17 Kilometer lange Tour mitten durch die Düsseldorfer City.

Der Clou daran war die Tatsache, dass die Polizei mittels Motorrädern und mobilen Sperrungen dafür gesorgt hat, dass wir auf den Bikes, fast, nie anhalten mussten und immer Vorfahrt hatten.


Obwohl das Tempo gemächlich war, war das eine wirklich tolle Erfahrung, mit so vielen Menschen durch eine Stadt zu radeln.

Der Weg führte über Rheinbrücken, durch Einbahnstraßen und große Hauptverkehrswege der Innenstadt. Unter anderem auch über die Königsallee.



Gerade über die Prachtstraße Düsseldorfs war das schon ein spannendes Erlebnis. So elegant um die Lamborghinis und Ferraris herumzudüsen war schon lustig.


Für viele Teilnehmende, mich eingeschlossen, war das Highlight aber die Fahrt durch den Rheinufertunnel. Normalerweise ausschließlich den Autfahrenden vorbehalten, ging es im Rahmen dieser Tour von Westen nach Osten unter dem Rheinufer hindurch. Stark.



Bei und nach der Tour habe ich noch eine Menge gequatscht und interessante Menschen getroffen, Menschen, die sich, abseits von Polemik und Provokation, ernstahft für das Thema „Fahrrad“ einsetzen. Hat mir gefallen und ich würde mir wünschen, einige Akteurinnen und Akteure aus der „Bubble“ würden sich davon ne dicke Scheibe abschneiden. Ich denke, nur so kommen wir alle weiter.

Nun ja, ich bin dann noch ein wenig am Rheinufer entlang gefahren, habe mir das LGBTQ+ – Denkmal von Künstler Claus Richter angeschaut und bin dann zurück nach Krefeld geradelt.


Das war eine wirklich schöne Tour, knappe 65 Kilometer lang. Wie gesagt, ich hoffe, ich komme jetzt mal wieder öfter zum radeln und bloggen 😉 .

Wie immer hoffe ich, es hat euch gefallen und sage mal,
Bis bald,
Euer Martin
Schön das du wieder schreibst.
Schön, von Dir zu lesen
Schön, von Dir zu lesen!