Eine Burg, interessante Flugzeuge und geniales Licht – Tour zum Flughafen Düsseldorf

Hallo zusammen,

neue Wege zu befahren, neue Regionen zu entdecken, Radtouren dorthin zu machen, wo man noch nie, oder zumindest noch nie mit dem Rad gewesen ist, das ist etwas ganz wunderbares. Aber, ich sag Euch ehrlich, mir macht es auch eine Menge Spaß, Strecken zu fahren, die man schon einige Male geradelt ist, dort dann wieder Neues zu entdecken oder altes in neuen Farben, neuem Licht oder neuen Konditionen. Heute nehme ich Euch auf eine solche Runde mit, von Krefeld nach Düsseldorf zum Flughafen und wieder zurück. Das ist wahrlich keine neue Strecke für mich, ich hoffe, euch gefällt der Beitrag, der natürlich, wie immer, nicht bezahlt oder beauftragt wurde, trotzdem.

Los ging es vor der Haustür und dann erstmal in Richtung Voltaplatz. Dort gibt es, neben einer Skateboard- und BMX-Anlage, auch zwei große Wände, die immer mal wieder mit coolen Graffiti bemalt sind. Dieses Mal nicht ganz so spektakulär, aber auf jeden Fall bunt.

Ein Katzensprung von dort entfernt beginnt die Krefelder Radpromenade, auf ihr gelangt man, wunderbar abseits vom Autoverkehr, hinter der Feuerwache bis nach Oppum und dann bis nach Linn.

Ich habe sie schon hunderte Male fotografiert, es wäre mal interessant zu wissen, wie viele Fotos es von der Burg Linn gibt? Ich tippe mal auf….etliche 😉 Aber was soll man machen, wenn man da ist, muss man auch kur anhalten, sie ist halt auch ein wirklich schönes Fotomotiv. Das Gelände drumherum übrigens auch.

Von Linn aus ging es in Richtung Rhein. Am Castellweg, welcher sich mit der Legionstrasse trifft, und somit schon viel über die Geschichte verrät, die hier im Boden steckt, habe ich dann diese Vogelhaussiedlung fotografiert 😉 Auch irgendwie süß, oder?

Etwas weiter in Richtung Rhein biegt dann ein wunderbarer Weg von der Bataverstraße ab. In der sogenannten „Fairnesszone“ treffen sich Menschen auf Rädern, Inlineskates, zu Fuß oder mit Walkingstöcken, auch Hunde werden Gassi geführt. Ich bin schon oft dort geradelt, meiner Meinung nach klappt das Verfahren echt gut.

Man radelt parallel zum Deich, manchmal auch auf dem Deich, wirklich schön und fernab vom Autoverkehr. Zwischendurch kann man sogar das ein oder andere regionale Produkt kaufen. Habe ich mir aber aus transporttechnischen Gründen verkniffen 😉 .

Wenig später kommt Michaela in Sicht, genauer gesagt ist schon die zweite Michaela. So zumindest heißt die Fähre, die von Langst nach Kaiserswerth über den Rhein setzt. Ich war tatsächlich fast alleine auf der Michaela II und habe die Minikreuzfahrt echt genossen.

Die letzten paar Kilometer zu meinem Ziel waren dann schnell unter die Reifen genommen und ich kam am Flughafen an. Im sogenannten GAT Bereich gab es auch schon direkt etwas Interessantes zu sehen.
GAT steht für „General Aviation Terminal“, als ein Terminal für die private Luftfahrt, Geschäftsreiseflugzeuge und ähnliches. Der Bereich ist im Westen des Flughafens angesiedelt.
Die Polizei Hessen hat seit kurzem ein zweites Flächenflugzeug in ihrer Flotte. Es dient dazu, schnell Einsatzkräfte und Spezialeinheiten zu verlegen, aber auch zur Luftüberwachung bei Waldbränden oder Großereignissen. Gelesen hatte ich schon von dieser King Air, gesehen habe ich sie jetzt „in Echt“ zum ersten Mal.

Ich habe dann ein bisschen Zeit auf dem Dach des Parkhauses verbracht und mir ein paar Starts und Landungen angeschaut. Unter anderem auch die Landung dieser Boeing von Turkish Airlines. Eine weitere Erstsichtung für mich, das ist nämlich eine Boeing 737 Max. Die so in Verruf geratene Version des Bestsellers von Boeing darf seit einiger Zeit wieder fliegen und für mich war es das erste Mal, dass ich eine in Düsseldorf Live gesehen habe. Es gab mit dem Flugzeug wohl einige Softwareprobleme und auch daraus resultierende Zwischenfälle und sogar Abstürze.

Bei Condor indes arbeitet offenbar MacGyver, das wird schon halten 😉 Spaß beiseite, diese Klebekunst ist ganz sicher NICHT für den Flugbetrieb gedacht.

Wenn Condor-Maschinen abheben sieht das eher so aus. Ich finde es immer wieder toll die Boeing 757 zu sehen. Dieses Exemplar hatte seinen Erstflug im Oktober 1998 und bringt immer noch Passagiere sicher und schnell an ihre Urlaubsdestinationen. Etliche verschiedene Lackierungen hatte sie schon, das hier ist jetzt die aktuelle Condor-Version.

Der Grund meines Besuches war allerdings eine größere Maschine, eine Boeing 777 der Euro Atlantic Airways aus Portugal. Sie flog wohl einen Frachtcharter. Obwohl sie noch taufrisch aussieht hat die Dame auch schon einige Jahre auf dem Buckel. Im Mai 1998 hatte sie ihren Erstflug, damals für Singapore Airlines. Birman Bangladesh, Air Madagascar, Medview Airlines, Flynas und Norwegian waren weitere Stationen in ihrem Flugzeugleben.

Nach so vielen Flugzeugen knurrte der Magen….mein Lieblingsgrieche direkt um die Ecke hat dann für mich ein wunderbares Gyros gezaubert und ich hab mich ein bisschen verquatscht. Schön war es.

Die Wetter-App meinte, das Wetter würde am Nachmittag schlechter, also wollte ich mich dann auch so langsam wieder auf den Heimweg machen. Also ging es, nochmal am Flughafen vorbei, in Richtung Heimat. Falls ihr übrigens mal mit ordentlich Stil und für ne Menge Kohle in den Urlaub fliegen wollt….chartert Euch doch eine Falcon 50. Sieht so aus wie auf dem Foto und ist echt bequem. HIER gibt es Infos zum Jet und ihr könnt auch direkt ne Buchungsanfrage anstoßen 😉

Ich bin dann einmal um den Flughafen herumgefahren, auf der Startbahn 23R stand unterdessen ein Airbus A330 der Eritrean und absolvierte Triebwerkstests. Die Maschine hat schon eine österreichische Registrierung, da sie wohl zurück an den Leasingeber gehen wird. Auf jeden Fall sieht man eritreische Flugzeuge in Düsseldorf ja auch eher selten.

Obwohl manche Dinge eigentlich selbstverständlich sein sollten, Idioten gibt ja schließlich überall, vielleicht hilft ja ein riesiges Schild am Zaun.

Vom Flughafen aus ging es dann in Richtung Kaiserswerth an den Rhein. Dort ein ein wenig auf dem Deich entlang, bevor es runter an den Fluss ging. Die Lichtverhältnisse wurden durchaus interessant.

Auch dort arbeitet man mit großen Bodenmarkierungen um für Fairness zu werben. Auch hier habe ich das Gefühl, das klappt ganz gut.

Der Radweg direkt am Rhein ist wirklich schön und führt mich in Richtung Uerdingen und Mündelheim.

Unterwegs zur Rheinbrücke bei Krefeld Uerdingen ist dann auch die Sonne wieder da. Tolles Licht war das.

Das schöne Nachmittagslicht bekam dann auch die 135 Meter lange und 2009 in Rumänien gebaute „Componist“ ab. Das Schiff ist in den Niederlanden registriert. Im Hintergrund ist Uerdingen, der Chempark und die Rheinauen zu erkennen.

Die letzten Meter bis nach Hause bin ich dann auf meiner alt bekannten Strecke durch den Sollbrüggen und Schönhausen Park gefahren. In letzterem gab es dann dieses Foto. Einfach ein wirklich schöner Moment, das Licht, die Stimmung, die Luft, da passte dann einfach mal alles.

Das soll es auch schon wieder gewesen sein. Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen, auch wenn es dieses Mal bekannte Pfade waren. Ich habe noch einen Relive Clip für Euch und wie immer gilt natürlich, wenn ihr irgendwelche Fragen habt, immer her damit.

Bleibt gesund und munter, passt auf Euch auf und genießt die Zeit.

Euer Martin

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar verfassen