Durchs schöne Krefeld zum Flughafen Düsseldorf

Hallo zusammen,

wieder auf dem Rad, dieses Mal wieder in der eigenen Ecke unterwegs. Eigentlich wollte ich nach Aachen und dort radeln, aber irgendwie hab ich dann verpennt und hatte keine Lust mehr auf die Zugfahrt, also ab in den Sattel und los. Als Ziel hatte ich mir mal wieder den Flughafen Düsseldorf rausgesucht. Los ging es aber erst über den Pop-Up Radweg auf der Sankt-Anton-Straße in Richtung Osten und dann zur Feuerwache und dort auf die Promenade. Das Stück ist einfach so klasse. Ich radelte in die Sonne hinein und bin nach wie vor fassungslos, wenn ich die abgesägten Baumstümpfe am Rand stehen sehe. Da ist es ne ziemlich gute Sache, dass das Stadtmarketing die Aktion „Stumpf-Sinn“ ins Leben gerufen hat. Wer sich da mal Infos zu holen möchte, darf gern mal feste hier klicken 😉 Aktion Stumpf-Sinn

Es gibt in Krefeld ja die ein oder andere Ecke, die muss man einfach immer mal wieder anfahren, die Burg Linn gehört sicherlich dazu. Linn überhaupt fällt so völlig aus dem Rahmen, das Kopfsteinpflaster, das Textilmuseum, die Burg, das archäologische Museum dort. Es lohnt sich, dort mal auf Spurensuchen zu gehen.

Von dort aus führte mich mein Weg weiter in Richtung Hafen, durch den wundervollen Greiffenhorstpark. Es sind solche Momente, weshalb das Radfahren so eine wundervolle Art der Freizeitgestaltung ist. Ruhe, leichter Dunst in der Luft und frische Luft zwischen den kühlenden Bäumen. Wundervoll.

Was ich an dieser Stadt so mag sind die Kontraste. Eben noch durch Natur geradelt, steht man wenige Meter später am Wendebecken des Hafens und blickt auf Industrie und die neue, große Mühle dort. Ein paar Infos zur neuen Castellmühle in Krefeld findet ihr HIER. Natürlich ist dieser Blogbeitrag weder finanziert noch beauftragt, ich schreibe ihn einfach so 😉

Und auch hier gibt es immer wieder Natur zu entdecken. Ein kurzer Abstecher führt auch zu einem Tisch mit einem Denkmal rund um das Castell Gelduba, eine alte Römersiedlung, die auch der Grund für den Namen „Castellmühle“ ist. Wie gesagt, das ist eine interessante Ecke da am Hafen.

Vom Hafen aus führt die Bataverstraße zum Radweg am Rheindeich. Der Weg ist wundervoll, autofrei und führt in Richtung Düsseldorf. Normalerweise kann man sich aussuchen, ob man oben auf der Deichkrone radelt oder lieber hinter dem Deich entlang fährt. In Coronazeiten sind die Wege getrennt, oben die Fußgänger, unten die Biker. Das ist völlig OK so.

Was ich wirklich klasse finde ist die „Fairness Zone“. Ohne einen großen Schilderwald mit Ver- und Geboten gibt es einfach diesen Schriftzug auf dem Boden und jedem ist klar, dass man hier miteinander unterwegs ist und nicht gegeneinander. Sowas würde ich mir im Straßenverkehr öfter wünschen. Auf dem Rheindeich in Meerbusch klappt es auf jeden Fall wunderbar.

Den Rhein habe ich bei Meerbusch dann mal wieder mit der Michaela II überquert. Bei meiner letzten Tour war der Fahrplan noch sehr ausgedünnt, Corona lässt grüßen, aktuell fährt die 1993 gebaute Fähre aber wieder recht normal. Am Anleger und auf der Fähre muss aber natürlich eine MundNasenBedeckung getragen werden. Klappte aber problemlos.

Von Kaiserswerth aus ist es dann ja nur noch ein Katzensprung bis zum Flughafen gewesen. Wir sind gefühlt noch weit weg von „Normal“, aber es gibt schon ein paar mehr Flugbewegungen zu sehen als noch vor ein paar Wochen.

Nach den zwei, drei Flugzeugbildern ging es weiter um den Flughafen herum. Auf der Kalkumer Schloßallee befindet sich ein Mahnmal für eine KZ-Außenstelle. Fährt man dort mit dem Auto ist man auch fix dran vorbei und nimmt es kaum wahr. Was eine Schande ist, sich ein bisschen über die Hintergründe informieren lohnt nämlich und macht betroffen. Wenn ihr mehr Informationen dazu haben wollt, klickt mal HIER.

Das wunderschöne Wasserschloss Kalkum und der dazugehörige Park waren meine nächsten Ziele. Bei meinem letzten Besuch hier wurde an der Fassade gearbeitet und große Teile waren eingerüstet. Das sah dieses Mal deutlich attraktiver aus.

So langsam meldete sich der Hunger, direkt in Lohausen gibt es einen Grill, den ich schon kennen seit ich das erste Mal am Flughafen war 😉 Und das ist verdammt lange her. Auf jeden Fall gab es leckeres Gyros und gute Fritten. Mittagessen halt. 😉

Über Düsseldorf Stockum, vorbei am Stadion und der Messe, ging es dann runter an den Rhein. Erst parallel zur Rotterdamer Straße unter vielen Bäumen hindurch.

Auch hier gibt es einen Pop-Up Radweg, allerdings deutlich länger als das Stück in Krefeld. Es waren dann auch einige Menschen auf Fahrrädern auf den eignen Spuren unterwegs. Also, wenn ihr das mal ausprobieren wollt, die Rotterdamer Straße in Düsseldorf und dann auch die Cecilienallee bieten sich dafür an. Oder eben die Sankt-Anton-Straße in Krefeld.

Bis nach Golzheim führte mich mein Weg und dann über die Theodor-Heuss-Brücke wieder auf die andere Rheinseite. Dabei kann man einen schönen Blick auf die Düsseldorfer Skyline werfen, bevor es dann auf den Deich in Niederkassel ging.

Vorbei am Freibad Lörrick ging es dann wieder in Richtung Meerbusch. An der Ilvericher Altrheinschlinge ging es dann links ab in Richtung Strümp. Es sind solche Wege, zumal bei mittlerweile wieder richtig warmen Temperaturen, die dann eher nicht so viel Spaß machen. Kein Schatten, leicht wellig und schnurgerade 😉

In Strümp angekommen habe ich eine kurze Pause an einer Tankstelle gemacht, ein bisschen Getränkevorräte wieder auffüllen und mal ein bisschen Wasser ins Gesicht. Dabei fiel mein Blick dann auch auf eine, nun ja, interessante Gartendekoration. Schon faszinierend was manche so im Garten haben.

Manchmal sitze ich auf meinem Rad, fahre an Beschilderungen vorbei und wundere mich dann schon ein bisschen. Auf der L386 steht ein brauner Wegweiser mit der Aufschrift „Schloss Pesch“. Das heißt ja in der Regel „Sehenswürdigkeit“. Also bin ich mal abgebogen, man radelt auf eine lange Auffahrt zu und steht dann vor diesen Schildern. Ja was denn jetzt? Darf man rein auf eigene Gefahr oder nicht? Ich hab es dann gelassen, schade, die Bilder im Netz von Schloss Pesch sehen ganz gut aus. Nun ja…

Mehr Glück hatte ich dann wenig später an einem Bahnübergang. Da ich mich ja durchaus für Eisenbahnen interessiere, halte ich dort eigentlich immer mal kurz an und schauen, ob was interessantes unterwegs ist. Dieses Mal waren die Schranken außer Betrieb und zwei junge Männer regelten den Verkehr mittels Absperrbändern. Wenn man sich für Züge interessiert, sicher nicht der schlechteste Job…sonst eher ne Strafarbeit 😉

Gefreut habe ich mich, dass ich die V160 von AIXRail vor die Linse bekommen habe. Zwischen den ganzen normalen E-Lokomotiven und den Personentriebzügen auf der Strecke fiel dieses alte Lady direkt auf. Baujahr 1978…Respekt! 😉

Weiter ging es nach Fischeln. Die letzten paar Meter über Land, bevor es dann wieder städtischer wurde. In der letzten Zeit gab es ja fast keine Tour ohne ein Sonnenblumen-Foto, das ist natürlich auch heute so ;). Auf einem Feld standen etliche dieser schönen gelben Blumen herum und, wie immer, summte und brummte es um sie herum kräftig.

Zurück ging es dann parallel zur Straßenbahnlinie U76 führt ein schöner Radweg von Fischeln aus nach Krefeld hinein. Ich habe dann, kurz vor dem Ende der Tour, natürlich noch einen kleinen Schlenker eingelegt um nochmal über den Pop-Up Radweg zu fahren, macht einfach irgendwie echt Laune das Teil.

Knappe 80 Kilometer sind es am Ende geworden, eine schöne Tour war das. Ich hab, wie so oft, noch ein Relive Video für Euch angehangen. Wenn ihr Fragen zur Tour habt, immer her damit. Ansonsten hoffe ich, es hat Euch gefallen.

Euer Martin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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