Trojaner, Bullis und eine Burg

Hallo zusammen,

nicht nur wegen des aktuellen Stadtradelns, auch wegen des herrlichen Wetters versuche ich zur Zeit so viel wie möglich im Sattel zu sitzen. So auch am vergangenen Donnerstag. Es ist immer ganz schön, finde ich, wenn man ein konkretes Radelziel vor Augen hat und so hatte ich mir das „Oldtimer Drive- und FlyIn“ am Flugplatz in Mönchengladbach ausgesucht. Animiert oder gar bezahlt für diesen Bericht hat mich niemand, ich mache es einfach, weil es mir Spaß macht ;). In den Sommermonaten findet am Mönchengladbacher Flughafen, immer am letzten Sonntag im Monat, eine Oldtimer-Veranstaltung statt. Es kommen dann viele Besitzern von Oldtimer mit ihren Schätzen vorbei, fliegend, wie fahrend. Da sind dann durchaus Highlights dabei. Ich war jetzt längere Zeit nicht mehr vor Ort, also bot sich das mal wieder an.

Von Krefeld aus ging es nach Willich und dort habe ich mich auf die ehemalige Bahntrasse, den jetzigen Alleenradweg, gesetzt und bin in Richtung Mönchengladbach gefahren. Seit 2012 gibt es diesen Radweg und er ist, nach wie vor, herrlich zu fahren.

Auf die vorherige Nutzung als Bahntrasse weißt das flache Profil und die sanften Kurven hin, und eine alte Köf, eine Rangierlok, die am Wegesrand geparkt ihren Altenteil erlebt. Mittlerweile ist sie zu einer bekannten Landmarke auf dem Weg geworden.

Bei  meinem letzten Oldtimer FlyIn fand das ganze noch auf der linken Seite des Flugplatzes statt, man ging durch einen Zaun und stand quasi auf dem, abgesperrten, Vorfeld. Mit der Fertigstellung des Hugo-Junkers Hangars ist das Treffen auf die rechte Seite des Platzes gerückt. Gefällt mir persönlich sehr gut. Die Ju 52, die ja leider nicht mehr fliegen darf, stand vor der Halle und die alten Fahrzeuge fuhren durch den Hangar aufs Vorfeld. Die Bandbreite war beeindruckend, vom klassischen VW Bulli, über Porsche, Volvo, Corvette und Cobra, bis hin zum Armeejeep war alles dabei.

…inklusive prominentem Gast 😉

Luftseitig gab es „die üblichen Verdächtigen“, eine schöne Bücker, bzw. CASA war vor Ort und bot sogar Rundflüge an.

Und natürlich darf auf so einem Tag auch eine Stearman nicht fehlen, nach wie vor ein wundervoller Doppeldecker und ein tolles Flugzeug.

Gefreut habe ich mich sehr über diesen Trojaner hier, den habe ich nämlich ewig nicht gesehen. Die T-28 Trojan hatte ihren Erstflug 1949, von wann genau dieses Exemplar hier ist, weiß ich nicht, aber ich kann Euch sagen, der Klang, die Kraft und der ganze Auftritt dieses Flugzeuges haben die Radtour sich schon lohnen lassen. Ein tolles Teil.

Nach einer schnellen Currywurst ging es dann wieder aufs Fahrrad, nach Hause wollte ich noch nicht, also legte ich noch einen Schlenker nach Grefrath ein. Den Weg dorthin zu finden ist simpel, immer an der Niers entlang. Um sie zu überqueren habe ich die Schwebefähre benutzt. Nicht so cool wie die, die es mal in Rendsburg gab, aber trotzdem ein Hingucker. Mittels Seilzug zieht man sich selbst in einem Korb über den Fluss. Muss man mal gesehen haben.

Und dann immer am Fluss entlang, mal herrlich unter Bäumen, mal in der prallen Sonne, mal auf Asphalt, mal auf Schotter und Sand, immer aber mit dem Flüsschen in Sichtweite, wirklich schön.

Irgendwann quert man noch eine Bahnstrecke, mit dem sinnvollen Hinweis in BEIDE Richtungen zu schauen, bevor man die Gleise überschreitet…

Manchmal ist es ja schon irgendwie verrückt, da muss ich erst nach Jahren aus Grefrath wegziehen um mir mal die Burg Uda in Oedt näher anzuschauen. Die erstmals 1313 erwähnte Burg, von der nicht viel mehr als ein Turm und einige Bodenfunde übrig sind, wird durch den Heimatverein Oedt an ein paar Tagen im Jahr geöffnet und ist dann, kostenfrei, zugänglich. Irgendwie hat das nie gepasst, mit der Burg und mir, bis letzten Sonntag. Nach einem freundlichen Empfang und ein paar Infos habe ich mir die Ausstellung im Turm angesehen und dann die Aussicht auf Grefrath aus einer ganz neuen Perspektive genossen. Auf jeden Fall spannend, kann ich Euch nur empfehlen, das auch mal zu machen.

Von Grefrath ging es dann, wieder über die Niers, zurück nach Krefeld. Recht unspektakulär vorbei an Feldern und Wassersprengern, bei denen ich nicht böse war, wenn sie dicht an der Straße standen, der Schwall kühlen Nasses tat gut 😉

Wie so oft habe ich für Euch noch einen kleinen Relive Clip angehangen und hoffe, ihr konntet vielleicht ein paar Anregungen aus dem Bericht ziehen und habt Euch ansonsten gut unterhalten gefühlt ;).

Euer Martin

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Trojaner, Bullis und eine Burg

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