Frohes neues Jahr, ein trüber Tag und hoch hinaus

Hallo zusammen,

erstmal wünsche ich Euch da draußen noch ein frohes neues Jahr. Wir haben heute den 7. Januar, da kann man das noch machen, oder? Ich war heute das erste Mal wieder im Sattel, na ja, am Neujahrsmorgen bin ich auch schon drei Kilometer geradelt, aber das zählt ja nicht wirklich. Heute stand also die erste Tour 2019 auf dem Programm. Das Wetter war heute Morgen zwar nicht schön, aber immerhin einigermaßen trocken. Zum Start ins Jahr und die neue Saison habe ich mir eine bewährte Strecke rausgesucht, es ging zum Hülser Berg. Los ging es in der City und am Landgericht vorbei auf die Westparkstraße und dann direkt scharf rechts auf den Radweg parallel zur B9. Diesig und frisch war es, die Idee ohne Handschuhe zu radeln kam mir im Nachgang nicht mehr als so richtig gut vor.

Über matschigen Boden führte mich mein Weg dann weiter am Moritzplatz vorbei auf die Inrather Straße, dieser bin ich dann in Richtung Hüls gefolgt. Herrlich wenig los und wenig Schlaglöcher. Meistens fahre ich diese Strecke am Ende einer Tour, heute halt mal anders herum. Bevor ich jetzt gleich ein Bild der Schmolz und Birkenbach Gusswerke zeige, stelle ich nochmal fix klar, dass ich natürlich auch in diesem Beitrag unbezahlt und unbeauftragt meine Postings schreibe. Also, auf dem Weg zum Hülser Berg kam ich auch an der herrlich klassischen Fassade von Schmolz und Birkenbach vorbei.

Durch die kleinen Straßen von Hüls ging es dann weiter, immer wieder freundlich gegrüßt von anderen Radlern oder Menschen mit Walkingstöcken oder Hunden. Hier scheint die Welt noch in Ordnung und die Menschen waren sehr offen, ist ja auch mal schön. Am Boomdyk angekommen habe ich mich rechts gehalten und dabei wieder die Werbung für frische Milch entdeckt. Keine Angst übrigens, ihr müsst die Milch nicht direkt an der Kuh zapfen, es gibt einen Milchautomaten ;).

Durchs Hülser Bruch bin ich dann zum Hülser Berg geradelt. Obwohl es ziemlich nebelig wurde, es hat mit dem Regen tatsächlich gewartet, bis ich wieder daheim war. Unterwegs habe ich immer mal wieder die ein oder andere Fotopause gemacht und einfach mal ein bisschen durchgeatmet, kommt ja sonst in unserer hektischen Welt oftmals zu kurz.

Apropos durchatmen, ich hab kurz überlegt, ob ich mir den Aufstieg auf den Hülser Aussichtsturm heute mal schenken soll, keuchte ich doch schon ordentlich nach der Berganpassage, aber hey, wenn ich schon hier oben war, dann mussten auch die Treppen bezwungen werden. Aussichtstechnisch hat es sich natürlich nicht gelohnt, aber Schweinehundüberwindungsmäßig war es ein Erfolg ;).

Nächstes Ziel war die Niepkuhlenbrücke. Der Genuss der Tatsache, dass auf der anderen Seite des Hülser Berges ja auch eine Abfahrt auf mich warten würde wurde etwas getrübt, die schmierige, nasse und glitschige Straße ließ keine rasante Abfahrt zu und so musste ich am Fuß des Hügels dann auch direkt wieder selbst in die Pedale treten. Am Restaurant Lus Bell vorbei und die Nieper Straße querend ging es dann über besagte Niepkuhlenbrücke weiter in Richtung Zentrum zurück.

Gut, dass man die Radelklamotten waschen kann, ganz schlammig die Ecke da. Über den Kullpfad, den Luiter Weg und die Moerser Landstraße führte mich mein Weg dann auf den, im Sommer wunderbar zu radelnden, Hermann-Kresse Weg. Auch hier war es heute glitschig, aber noch ganz gut fahrbar. Mittlerweile wurde die Dichte an Menschen noch geringer, zwei Radler und eine Dame mit Hund kamen mir entgegen, sonst war ich mit dem schmatzen meiner Reifen und der frischen Luft ganz allein.

An der Kreuzung Hermann-Kresse Weg und Heyenbaumstraße war der Weg dann plötzlich gesperrt. Einen Grund dafür konnten der ältere Herr, der mit mir dort anhielt, und ich nicht entdecken, ich bin dann brav außenherum gefahren, ihm war es egal. Beim Blick zurück stand am Rand ein Traktor im Acker und auf dem Weg lag ein wenig Rinde, sollte das der Grund gewesen sein? Nun ja, sei es drum, wünschenswert wäre es dem Spaziergänger oder Radfahrer ein paar Infos dazuzugeben, warum und vor allem, wie lange ist dort gesperrt.

Mein nächster Halt war der Pavillon des Düsseldorfer Künstlers Thomas Schütte im Kaiserpark. Aktuell sieht es dort noch ziemlich nach Baustelle aus, am 7. April soll er, im Rahmen des Bauhaus-Jahres, eröffnet werden. Ich bin mal gespannt, was es dann dort zu sehen geben wird.

Bei dem diesigen, trüben Wetter habe ich meinen Rückweg dann so gewählt, dass ich an den bunten Stromkästen an Roonstraße vorbeigefahren bin. Dort hat die Klasse 4A der GGS Bismarckstraße im Juli 2003 Farbe in die Stadt gebracht, indem sie die Kästen mit Keith Haring Motiven bemalt hat. Danke dafür 😉

Und dann waren meine knappen 25 Kilometer auch schon zu Ende und es begann zu regnen. Einen Autofahrerhelden habe ich am Ende aber noch. Da gibt es in Krefeld diese Einbahnstraßen, relativ eng und es gibt ja iwie immer Parkplatznot. Dort hat die Stadt das Parken halb auf der Straße halb auf dem Gehweg erlaubt, es ist sogar eingezeichnet und alle Verkehrsteilnehmer kommen damit gut zurecht….aber einen Experten gibt es ja immer, oder? 😉

Sei es drum, ich bin, fast, trocken und heil nach Hause gekommen. Wie immer habe ich Euch noch einen Relive Clip in den Post gepackt und, ab diesem Jahr neu, den Beitrag in die Kategorie „Unterweg…in und um Krefeld“ gepackt. Sobald ich Lust und Zeit habe, verschiebe ich die alten Beiträge dort auch noch hin. So haben die Krefelder die Chance Beiträge aus Krefeld etwas schneller zu finden 😉 Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen…

Euer Martin

 

 

 

 

 

Ein Gedanke zu „Frohes neues Jahr, ein trüber Tag und hoch hinaus

  1. Eine schöne Runde und gut dokumentiert. Eigentlich müsste man das ja öfter machen, mal anhalten, kucken, fotografieren und einen Text schreiben. Am wichtigsten ist, wir müssen auch im Winter aktiv bleiben. Ich fahre derzeit auch kürzer, gerne zwischen 20 und 30km.

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