Urlaubstag 14: Der Wald, der Garten und Rudi Carell

Hallo Leute,

während ich diese Zeile in den Blog poste steht auf der Straße vor meiner Tür ein Rettungswagen. Der Dritte heute. Rudi Carell sang dereinst die Frage, wann es mal wieder richtig Sommer wird, nun, er hätte an der aktuellen Hitzewelle wohl seine Freude gehabt. Die Notdienstcrews sind permanent im Einsatz, die Leute klappen hier zusammen wie die Fliegen. Ab Mittags ist die Sonne rum und selbst der schönste Altbau wird langsam zum Ofen. Deshalb hatte ich mich vorgestern dazu entschlossen, ein paar Kilometer zu radeln, aber am Vormittag. Gesagt getan, ab ging es aufs Rad. Ursprünglich wollte ich bis Dülken radeln, am Ende wurde es dann eine deutlich kürzere Strecke. Los ging es in Richtung Sankt Tönis, dazu bin ich neben der Eisenbahnstrecke nach Mönchengladbach langeradelt und musste feststellen, es ist jetzt schon ekelig heiß. Das war der Moment, wo ich meine Routenplanung über den Haufen warf und direkten Kurs auf den Forstwald nahm.

Und siehe da, es war wirklich herrlich. Der Fahrtwind in Kombination mit dem Schatten und dem Geruch des Waldes. Traumhaft. Es müssen wohl so 10 Grad Temperaturunterschied gewesen sein, auf jeden Fall fuhr sich das Rad plötzlich fast wie von selbst. Schon beeindruckend, was die Bäume ausmachen. Also Leute, kümmert Euch um die Bäume vor Eurer Tür. Auf meinem weiteren Weg kam ich an dem bemalten Trafohäuschen im Wald vorbei und war positiv überrascht, es sieht noch genauso hübsch aus, wie bei meinem ersten Besuch.

An der Gladbacher Straße kam ich wieder aus dem Wald heraus, genau am Denkmal für die Schlacht bei Krefeld von 1758. Ich radel so oft durch Krefeld, aber es ist immer wieder spannend, mal ein bisschen innezuhalten und sich kundig zu machen. Damals besiegte Prinz Ferdinand, nach ihm ist auch die Straße in der Innenstadt benannt, ein zahlenmäßig überlegenes Heer der Franzosen. Das Denkmal erinnert an die Gefallenen.

Es ging weiter in Richtung Fischeln. Über den Eisenbahnzubringer zum Stahlwerk in Tackheide führte mich mein Weg an der ehemaligen Straßenbahnhaltestelle vorbei. Damals gab es eine große Abschiedsfahrt mit dem „Blauen Enzian“, einer historischen Straßenbahn aus Krefeld. Heute wirkt es da an der ehemaligen Endhaltestelle recht einsam und verlassen. In einer sich aufwärts windenden Schnecke geht es auf die Brücke hinauf. Bei knappen 37 Grad sorgt der Anstieg für ordentlich Schweiß…

An der Kreuzung Gladbacher- Oberschlesienstraße hab ich kurz gestoppt und überlegt, wie es weitergeht. Der japanische Garten in Fichtenhain fiel mir ein. Als ich das letzte Mal dort war, blühte noch nicht so viel und die Aussicht auf ein Plätzchen im Schatten und ein paar Blumen war dann doch so verlockend, dass ich rechts abgebogen bin. Bis rauf nach Fichtenhain gab es jetzt keinen Schatten mehr, nur Sonne und Asphalt. Es war schon anstrengend, aber, wie erwartet, der japanische Garten in Fichtenhain ist klasse und ich habe dort tatsächlich ein paar Minuten Pause gemacht und es einfach genossen.

Donnerstags ist mein Spätdiensttag, das heißt ich arbeite bis 19 Uhr. In der Mittagspause an diesen Spätdienstagen gehen wir mit ein paar Kolleginnen und Kollegen immer Mittagessen, das haben die Kollegen, die aktuell keinen Urlaub haben, vorgestern auch gemacht. Ich wollte mich anschließen und bin deshalb so langsam wieder Richtung Innenstadt gefahren. Der direkte Weg führte mich dann durch den Fischelner Stadtpark, der aktuell allerdings eher wie die Negev aussieht 😉

Unterwegs habe ich dann noch einen weiteren, von Tubuku verschönerten, Stromkasten entdeckt. Das ist richtig klasse, von einigen dieser Projekte weiß ich, das habe ich dann irgendwo auf Facebook gelesen und einige überraschen mich einfach beim kreuzen durch die Stadt.

Wenige Meter vor meinem Mittagessen hab ich dann noch bei meiner Kollegin bei der Krefelder Laufmasche angehalten und Hallo gesagt. Das ist ein ein cooles Projekt, bei dem junge Designer ihre Mode vorstellen, mitten in der Stadt. Dazu haben sie Baucontainer und können den Inhalt frei gestalten. Das soll symbolisieren, dass alles eine Baustelle ist und Krefeld eine Stadt im Aufbruch. Die Mediothek hat dort, zusammen mit dem Textilmuseum, ebenfalls einen Container bestückt. Wir haben da ja das ein oder andere Buch zum Thema Mode und DIY.

Danach gab es dann viel Getränke und ein leichtes Mittagessen 😉 und dann war nach etwas über 20 Kilometern auch Schluss. Trotz der Hitze war es eine schöne Runde. Und, vor allem im Schatten, sogar richtig angenehm. Wie immer habe ich noch einen Relive Clip für Euch.

Ich hoffe, die Runde hat Euch gefallen, ich freu mich darüber, dass ihr hier mitlest und sage mal, bis bald,

Euer Martin

 

 

 

 

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