Die Fähre, das schwarze Wasser und der Erdbeerbecher

Hallo zusammen,

kennt ihr das, man kommt zu nix. Gerade ist in der Mediothek eine Menge los, viele Baustellen, die auch nach dem normalen Dienst nicht einfach enden. Da kommt das radeln ein wenig und das bloggen sehr zu kurz. Deshalb hat es ein wenig gedauert, aber heute Abend nehme ich mir mal die Zeit und erzähle Euch von meiner letzten, kleinen Tour. Los ging es in Grefrath, ein bisschen Stadtflucht war es dieses Mal. Mein Weg führte mich zwischen den Feldern entlang in Richtung Wachtendonk.

Fast kein Wind, sehr angenehme Temperaturen und die Gelegenheit, ein wenig den Kopf frei zu bekommen. Herrlich. Ich liebe es durch Krefeld und Umgebung zu radeln, aber ab und an tut auch das platte Land mal ganz gut. Vor einiger Zeit hatte ich Euch hier schon mal was über die Niers-Fähre bei Wachtendonk erzählt, nun, bei dieser Tour war sie wieder mal eingebaut.

Man muss immer noch an einem Handrad kurbeln und sich selbst über den Fluss ziehen, bei der Breite und der Fließgeschwindigkeit in Kombination mit dem gut geölten Handrad ist das aber kein Problem.

Als Ziel hatte ich mir das Naturschutzgebiet „Zwarte Water“ in Venlo ausgesucht. Das, an sich sehr gute und treue, Kommot wollte mich an der Venloer Landstraße entlangführen, ich hab es dann abgeschaltet und bin auf Verdacht gefahren. Über Broeckhuysen ging es dann also weiter in Richtung Venlo. Eine tolle Strecke hatte ich da gefunden, über weite Teile ging es sanft bergab und man konnte sich herrlich rollen lassen. Auch das Wetter hielt, wenngleich diese Wolke hier irgendwie gefühlt die ganze Zeit neben mir herzog. Entweder stalkte sie mich, oder ich werde langsam paranoid 😉

Nach einigen schönen Kilometern zwischen den Feldern durch landete ich dann auf der Dammerbrucher Straße, der B58. Ganz kurz vor der deutsch-niederländischen Grenze habe ich mich dann nach links gewendet und bin auf die alte Grenzstation zugeradelt.

Und dann biegt man noch einmal rechts ab in den Wald und schon ist man im „Zwarte Water“ Gebiet. Und das ist jetzt mal wirklich herrlich. Man radelt auf schönen Waldwegen, wird über eine gute Beschilderung geführt und landet dann an einem schönen See. Da hab ich ein bisschen Pause gemacht und einfach mal die Luft, die Ruhe und die Aussicht genossen.

Von dort aus führte mich mein Weg dann weiter nach Venlo, raus aus der Natur rein in die niederländische Stadt. Vorbei an einer schönen Heidelandschaft ging es dazu über eine Brücke über die A67, die Fortsetzung der deutschen Autobahn 40 und dann fangen auf einmal rechts und links der Straße Radwege an und du merkst, du bist in den Niederlanden, hier hat man das mit dem Fahrrad verstanden.

Ein bisschen führte mich die Route durch die Stadt und dann ging es weiter in Richtung Hinsbeck. Wer in der Ecke schon mal gefahren ist, kennt vielleicht den Genraydelweg? Eine fiese Straße, die alle die schönen Bergabpassagen vom Anfang der Tour vergessen lässt, auf ein paar hundert Meter geht es wieder bergan. Oben, auf der Straße Herungerberg, wie treffend, angekommen geht es scharf rechts weiter, mitten durch die Venloer Heide, am Flugplatz vorbei und dann wieder zurück nach Deutschland. Vor der Brust hat man dann noch den Hinsbecker Berg, also nochmal, recht steil bergan. Ein großer Vorteil ist die Tatsache, dass in Hinsbeck eine Eisdiele ist…und die einen sehr leckeren Erdbeerbecher macht. Also nochmal ein bisschen Energie tanken…

Nach all dem gesunden Obst war ich natürlich topfit um den letzten Anstieg des Tages zu schaffen. Ab rauf zur Stammenmühle ging es, oben angekommen gab es dann zum einen den Blick zurück übers Land und einen wunderschönen Sonnenuntergang zu bestaunen.

Das soll dann auch das letzte Foto der Tour sein, zurück nach Grefrath ging es dann nur noch bergab…und da hatte ich keine Lust mehr anzuhalten um ein Foto zu machen ;). Aber einen Relive Clip habe ich noch für Euch. Wie immer hoffe ich, der kleine Einblick hat Euch gefallen. Gerade das Gebiet „Zwarte Water“ kann ich Euch echt empfehlen, dort ist es wirklich schön.

Euer Martin

 

 

 

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