Wind Nordost – Startbahn 05 – Tour zum Flughafen

Hallo Leute,

in dem titelgebenden Song von Reinhard Mey ist das Wetter zwar deutlich schlechter, aber die Windrichtung stimmt. Heute ging es für mich mit dem Rad zum Düsseldorfer Flughafen. Ein bisschen Flugzeuge gucken und ein bisschen das wirklich unglaublich gute Wetter ausnutzen. Bei strahlendem Sonnenschein ging es also an der Fabrik Heeder vorbei in Richtung Fischeln.

Neben der Bahnlinie der U76 führt ein schöner Radweg nach Fischeln. Dem bin ich bis zur Haltestelle Grundend gefolgt um mich dann nach Links in Richtung Büderich zu wenden. Zwischen blühenden Feldern führte mich der Weg dann über die A57, schon spannend, wie diese Autobahn an einem Sonntag Morgen aussieht…so ganz ohne Stau.

Aber auch auf den Radwegen kam ich gut voran. Es wurde zusehens wärmer, meine Windbreaker-Jacke, mit der ich gestartet war, hatte ich mittlerweile ausgezogen. Das nächste Ettappenziel war der Rhein. Mittlerweile blüht überall der Raps und es ist unglaublich, wie intensiv es riecht, wenn man an einem großen Rapsfeld vorbeiradelt. Wirklich schön. Optisch mach das knallige Gelb natürlich auch eine Menge her.

Über die Flughafenbrücke bin ich dann in den Lantz’scher Park geradelt, ein schönes Fleckchen Erde zwischen Flughafen und Rhein. Wenn ihr mal da seid, radelt oder lauft ruhig mal in Ruhe dort durch, es gibt Kunst, eine Kapelle und vor allem viel Grün.

Von dort aus ist es ein Katzensprung bis zum Flughafen. Über die Flughafenstraße führte mich der Weg dann weiter in Richtung Terminal. Auf der Brücke über die B8n standen so viele Leute mit Kamera, dass ich vermutete, dass etwas Besonderes im Anflug sei. Nun, für mich war es das dann auch, der derzeit für Eurowings fliegende Airbus A340 näherte sich. 2000 als „Düren“ an Lufthansa ausgeliefert, gehört der Jet jetzt Brussels Airlines, fliegt aber in Eurowingsfarben durch die Gegend. Heute Morgen kam er aus New York. Wie auch immer, ich hab mich gefreut, ich hatte den Flieger nämlich bislang noch nicht „in Echt“ gesehen.

Nach dem Foto ging es also weiter in Richtung Terminal, dort an den ganzen Urlaubern vorbei ans andere Ende des Flughafens. Dort gibt es den Flughafenbahnhof. An einem Notausgang dort bietet sich eine weitere schöne Fotomöglichkeit. Also habe ich mich entschlossen, eine kleine Pause einzulegen. Knappe 20 Kilometer war ich geradelt bis dort, da war es dann auch OK, mal ein Schluck zu trinken und ein bisschen Flugzeuge zu gucken.

Neben dem Airbus von Eurowings habe ich mich auch über das „Pink Plane“ von Delta gefreut. Die amerikanische Airline Delta hat eine Boeing 767 mit einer Sonderlackierung der Brustkrebsstiftung lackiert. Mehr Infos dazu gibt es HIER, es lohnt sich, da mal reinzuschauen. Für den Jet und die Insassen ging es von Düsseldorf nach Atlanta.

Da Nachmittags noch ein Kinobesuch anstand und ich ja noch zurück radeln wollte, musste es langsam mal weiter gehen. Also, ab aufs Rad und weiter um den Flughafen herum. Es gibt einen schönen Radweg in Verlängerung der Startbahn 05R, den bin ich gefahren. So kann man im Grunde um den ganzen Flughafen herumfahren. Immer wieder überrascht bin ich über die Dummheit mancher Menschen. Man kann natürlich kurz hinter dem Tunnel, auf dem die Start- und Landebahn beginnt, über die viergleisige Bahnstrecke rennen…mit einem Rad auf der Schulter…aber dann ist das natürlich Kacke! Ganz im Ernst, Leute. Kurz dahinter ist ne Brücke, fahrt einfach über die Brücke, tut nicht weh, rettet Euch das Leben und einen Lokführer vor einem lebenslangen Trauma.

Nachdem ich die Brücke da oben auf dem Bild überquert habe, bin ich wieder zurück an den Flughafenzaun und dann parallel zum Bahnsystem in Richtung Kaiserswerth geradelt. Bei dem Wetter einfach wundervoll. Am Ende des Weges gab es noch ein Fohlen zu sehen.

Kurze Orientierung, wo geht es lang, OK, weiter in Richtung Kaiserswerth, runter zum Rhein, aber vielleicht vorher noch einen kurzen Abstecher zum Kalkumer Schloss? Warum nicht, also noch einmal rechts, einmal links und dann stand ich im Schlosspark. Aber, das gute Stück wird gerade renoviert und macht mit den ganzen Planen drumherum jetzt nicht allzuviel her. Muss ich wohl nochmal wiederkommen.

Jetzt aber weiter zum Rhein. Gesagt getan, wenige Minuten später radelte ich direkt am Fluss entlang, straight in Richtung Krefeld Uerdingen. Wer heute draußen war, der hat gemerkt, dass es wirklich angenehm war. Auch beim radeln war es heute ein Genuss, zumindest bis der Wind etwas auffrischte, natürlich war es Gegenwind, klar, oder?

Auf dem Rhein kam mir die „Ernst Kramer“ entgegen, weder verwandt noch verschwägert, aber satte 5 Jahre älter als ich. Ein klassischer Fall von „Still going strong“.

Einige Kilometer weiter wurde es dann richtig voll auf den Radwegen, ich näherte mich einer kleinen Wirtschaft direkt am Deich, bei dem super Wetter war da die Hölle los. Ich hab da auch ne Pause gemacht, allerdings mein eigenes Getränk genutzt, die Schlangen waren mir dann doch zu lang. Die Aussicht von dort ist aber echt nicht verkehrt, für mich schon gar nicht, am Horizont konnte ich schon die Uerdinger Rheinbrücke sehen.

Über die Brücke ging es dann zurück in Richtung Stadtmitte, ich hatte überlegt die Uerdinger Straße zu fahren, hab mich aber dann für die, viel schönere, Friedrich-Ebert-Straße entschieden. Nach knappen 50 Kilometern, viel Sonne und einigen neuen Fotos habe ich die Tour dann so gegen 13 Uhr beendet. Schön war es. Ich hab Euch noch einen ReliveClip angehängt, dieses Mal mit etwas zusätzlichem Videomaterial, ich hoffe, es gefällt Euch so.

Wie immer hoffe ich, ihr hattet ein wenig Spaß daran, dass ich Euch mitgenommen habe und vielleicht ist es ja eine Anregung für die nächste eigene Tour.

Euer Martin

 

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