Fahrt nach Frankreich – na ja, ein bisschen. Tour zum Frankreichfest in Düsseldorf

Bonjour ihr Lieben,

endlich komme ich mal wieder dazu, einen Blogbeitrag zu schreiben. Ich habe gerade Urlaub und man sollte meinen, ich hätte Zeit um mal am Rechner zu sitzen – nun, da ich das ja irgendwie beruflich den ganzen Tag tue, verbringe ich den Urlaub eher auf dem Fahrrad als vor einem Bildschirm. Das tut einerseits gut, bedeutet aber andererseits, mein „Blogbeitragsrückstand“ wird immer größer 😉 Immerhin bin ich mit dem heutigen, wie immer unbeauftragten und unbezahlten, Beitrag schon im Juli angekommen. Yay 😉

Die Tour heute führt nach Düsseldorf, an sich also eher mein reguläres Revier, dieses Mal ging es aber zum einen hoch hinaus und zum anderen auch noch nach Frankreich. Los ging es aber, wie so oft, in Krefeld. Am Kaiser-Wilhelm-Museum vorbei in Richtung Osten.

Es ging dann weiter auf die Promenade, den tollen Radweg in Richtung Linn. Ich bin dort jetzt schon so oft gefahren, es ist immer wieder ein kleines Highlight. Ich hoffe, man kann dort zeitnah weiterbauen.

Ich weiß, ich habe sie schon hunderte Male fotografiert, aber irgendwie ist es wie ein Zwang, fährt man an der Burg Linn vorbei, muss man ein Foto machen 😉 . Ist halt schon auch ein schönes Motiv.

Von dort aus bin ich dann nach Lank-Latum gefahren. Oft nutze ich ja den schönen Radweg direkt am Rhein, dieses Mal bin ich quer durch die Orte gefahren. Spannend zu sehen, was sich manche Menschen so an ihre Häuser malen 😉 .

Die Flughafen-Brücke über den Rhein war das nächste Ziel. Schon eine spannende Sache, man fährt einfach drüber und denkt nicht groß drüber nach, aber die Brücke und die zwei Tunnel sind schon ziemlich eindrucksvoll. Die Ilvericher Altrheinschlinge ist ein sehr wertvolles Naturschutzgebiet, dort eine Autobahn zu bauen war nicht ganz einfach. Also wurde mit Tunneln gearbeitet, auch nicht ganz einfach beim dort vorhandenen Grundwasser. Ab und an halte ich mal inne und bewundere solche Ingenieursleistungen.

Über den Rhein ging es nach Lohausen, und dort natürlich durch den Lantz’scher Park mit seinen Kunstobjekten.

Besonders cool finde ich, dass es dort aktuell ein Segment eines Flugzeugrumpfs zu sehen gibt. Irgendwie hat das was, wenn man unten vor dem Stück Aluminium steht und am Himmel ein startendes Flugzeug vorbeizieht.

Am Flughafen selbst habe ich natürlich ein paar Bilder gemacht, ihr kennt mich hier lange genug um zu ahnen – einfach vorbeifahren ist nicht. 😉

Man merkt, ich bin längst nicht mehr so oft an Flughäfen unterwegs wie früher, diese Boeing 737 von Lumiwings war eine Erstsichtung für mich. Die griechische Airline hat zwei Flugzeuge und fliegt hier aktuell für Air Serbia. Dieses Flugzeug hier ist von 1991, hieß mal „Ulm“ und ist für die Lufthansa geflogen.

Die Ulanenkaserne gibt es lange nicht mehr, das Gelände wurde neu erschlossen und beherbergt jetzt Wohnraum und Bürogebäude. Die Atmosphäre zwischen den denkmalgeschützten Gebäuden ist irgendwie, hm, besonders.

An einem Plastikpferd vorbei führte mich meine Tour dann schließlich zum Burgplatz und zur Rheinpromenade in Düsseldorf.

Seit 2001 gibt es das Frankreichfest in Düsseldorf. Auf der Promenade gibt es dann kulinarische Angebote, die Regionen stellen sich vor und man feiert die Freundschaft und Verbundenheit mit der „Grande Nation“. Die „Tour de Düsseldorf“ ist eine Oldtimer-Rundfahrt, die traditionell dazu gehört. Und so gab es auf dem Burgplatz dutzende französische Autos zu entdecken.

Der Abend vorher war offenbar feucht-fröhlich 😉

Das Rheinufer entlang ging es weiter, immer mal wieder wehten Düfte von Käse oder frischem Baguette herüber, schon herrlich. Zumal bei dem tollen Wetter.

Auf der anderen Rheinseite wurde gerade die Rheinkirmes aufgebaut, inklusive der Alpina-Bahn. Seit einem Videodreh mit der Betreiberin habe ich irgendwie ein besonderes Verhältnis zu diesem Fahrgeschäft 😉 .

Im alten Hafenbecken gibt es noch den Aalschokker „DÜ1“ zu bewundern.

An der Promenade im Fluss lag ein modernes Flusskreuzfahrtschiff. Gegensätze nur wenige Meter voneinander entfernt.

Für mich ging es dann hoch hinaus. Schon seit einiger Zeit wollte ich mal wieder auf den Düsseldorfer  Rheinturm, dieses Mal war es soweit. In 168 Metern Höhe über Düsseldorf zu blicken, dabei eine kalte Cola trinken und den Moment genießen. Das hat schon was.

Blick auf den Landtag und den Rhein. Die Scheiben an der Aussichtsplattform sind schrägt, so dass ein Blick direkt nach unten möglich ist. Schon faszinierend.

Beim Blick nach Nordwesten erkennt man die Vodavonezentrale und dahinter das Böhler Areal, ein ehemaliges Stahlwerk.

Schaut man den Rhein entlang und genau hin wird sogar der Köln Dom erkennbar….wenn auch ganz klein und im Dunst.

Irgendwann bin ich dann wieder mit dem Hochgeschwindigkeitsaufzug nach unten gefahren, allein das ist schon ein Erlebnis, und in Richtung Oberkassel über den Rhein und dann nach Heerdt gefahren.

Die „RMS Duisburg“ kam mir vor die Linse. Ich mag diese robusten Küstenmotorschiffe. Sie befahren nicht nur die Binnengewässer, wie hier den Rhein, sondern können auch auf hoher See, etwa im Baltikum, operieren. Das spart zeitraubende Umladeaktionen.

Über Büderich nahm ich dann Kurs auf Strümp. In Büderich lohnt ein Stopp am alten Kirchturm. Der Kirchturm stammt aus dem 13. Jahrhundert und beherbergt ein Kunstwerk von Beuys welches als Denkmal an die Toten der Weltkriege dient. Wenn ihr in der Ecke seid, schaut es euch mal an.

Der alte Mann der aus der Wanne steigt in Strümp ist fast schon so ein gesetztes Motiv wie die Burg Linn, wenn ich in der Ecke unterwegs bin, halte ich meist drauf 😉 .

Auf den letzten Kilometern nach Hause habe ich noch ein paar Eisenbahnfotos gemacht. Diese, 2009 gebaute, Lokomotive fährt aktuell für die italienische Firma Medway und kam mir kurz hinter Strümp vor die Linse.

In Krefeld habe ich dann noch einen kurzen Abstecher in die alte Samtweberei gemacht. Dort gibt es neue Streetarts von Tubuku, immer ein Grund mal genauer hin zu schauen. Die Jungs haben es einfach drauf.

Das Ende meiner Tour wurde mir durch dieses Plakat und das entsprechende Gericht versüßt. Lecker war es 😉 .

Und das soll es auch schon wieder gewesen sein, die erste Tour im Juli ist damit rum. Ich habe noch einen Relive-Clip für euch und hoffe natürlich, wie immer, es hat euch gefallen.

Gebt auf euch Acht, seid nett zu euren Mitmenschen und fahrt immer vorsichtig.

Bis bald,
Euer Martin

 

 

 

 

 

 

2 comments

  1. Sehr cool – Bekanntes durch Dich neu zu entdecken.
    Schade, dass keine R4 zu erkennen sind auf den Fotos – das war mein Erst- und Lieblingskontakt mit französischen Autos 😉

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