Nebel, Natur und der Maifeiertag

Hi zusammen,

hach ja, wie herrlich, ein freier Tag mitten in der Woche und eine Wettervorhersage, die von leichter Bewölkung und 17 Grad spricht. Also, Wecker früh stellen und dann ab aufs Rad. Bis nach Venlo wollte ich eigentlich, nun ja, bis nach Grefrath habe ich es geschafft ;). Es war trotzdem eine wunderschöne Tour, nur eben anders als erwartet.

Beim morgendlichen Blick aus dem Fenster fiel vor allem eines auf, so richtig weit gucken konnte ich nicht. Gut, ich hab auch länger die Fenster nicht geputzt, aber das hier war echter Nebel. Nun ja, man ist ja nicht aus Zucker, also ging es in den Sattel und auf die Straße. Zweite Erkenntnis des Tages….17 Grad waren das jetzt auch nicht und ich war ein wenig luftig angezogen. Also, losradeln und sich warm strampeln.

Von Sonne keine Spur, stattdessen fieser, nasser Nebel mit Nieselregen, läuft. Von Krefeld aus führte mich mein Weg dann erstmal in Richtung Kempen. Ruhig ging es zu, wenig Menschen auf den Straßen. Mein erstes Ziel an diesem Tag war dann das Haus Bockdorf, vielen auch als Gut Heimendahl bekannt. Dort steht seit einiger Zeit ein Trabbi in einem Unterstand, erinnert ein wenig von der Optik her an einen Scheunenfund aus dem X Box Spiel „Forza Horizon 4“. An dieser Stelle gleich mal der Hinweis, niemand hat mich für diesen Post bezahlt oder mich beauftragt.

Vom Gut Heimendahl aus ging es dann weiter nach Grefrath, spannend dabei fand ich, dass ich, obwohl ich diese Strecken und Routen ja schon hunderte Male gefahren bin, dieses Mal tatsächlich etwas Neues entdeckt habe. Erst traf ich auf Vertrautes, nämlich die Kapelle Sankt Peter, immerhin im Jahre 900 bereits erwähnt, bevor es dann keltisch wurde.

Zwischen Kempen und Grefrath bin ich dann an einem keltischen Labyrinth vorbeigeradelt. Das war mir vorher noch nie aufgefallen. Entweder bin ich mit geschlossenen Augen durch die Gegend geradelt oder hab immer eine andere Route genommen. Das Steinlabyrinth ist auf dem Boden ausgelegt und frei zugänglich. Ein Hinweisschild weißt auf die Funktion hin und bittet darum, nichts zu verändert oder zu zerstören. Bislang scheint das auch zu funktionieren. Ich bin ja dann doch eher der Skeptiker und Wissenschaftler, aber spannend fand ich es dann doch.

Und wo wir gerade bei Spirituellem und Kirchen sind, in Grefrath steht natürlich auch eine, und das seit etwa 1200. Die aktuelle dort stehende Kirche ist etwas jüngeren Datums, aber trotzdem einen Besuch wert, von Innen ist sie wirklich richtig hübsch. Ich hab mich aber mit einem schnellen Foto von Außen begnügt.

Vom Marktplatz Grefraths aus wuselte ich mich am Flugplatz vorbei in Richtung Burg Uda. Von ihren knapp 118 Kilometern Länge habe ich dann für knapp einen Kilometer die Niers begleitet, bevor ich an der, um 1300 errichteten, Burg Uda ankam. Außer dem Rundturm und ein paar Mauerfragmenten ist von der Burg nichts mehr übrig, als Wahrzeichen und Landmarke taugt sie aber noch ganz gut ;).

Direkt hinter der Burg durchradelt man das Niersauenprojekt Burgbenden. Hier wurde ein alter Niersarm renaturiert, es gibt ein paar Kunstwerke und vor allem eine Menge Natur zu sehen. Wirklich ein schönes Fleckchen Erde. Direkt am Wasser steht auch eine Bank und man kann herrlich mal für ein paar Minuten die Seele baumeln lassen. Ein Abstecher dorthin lohnt auf jeden Fall finde ich, zumindest, wenn man eh schon in der Ecke unterwegs ist.

Ehemalige Bahnstrecken sind ja hier in unserer Region gern mal aktuelle Radwege. So auch die ehemalige Schluff-Trasse. Ich habe mich kurz hinter Grefrath auf die Trasse gesetzt und bin dann im Grunde bis nach Sankt Tönis durchgefahren. Dort wird die ehemalige Schluff-Trasse dann zur noch aktuellen Schluff-Trasse. Der Schluff ist die historische Eisenbahn in Krefeld und seit dem 1. Mai hat sie auch wieder Saison, das heißt, von Sankt Tönis nach Hüls dampft dann eine herrliche alte Dampflok, eben der Schluff. Ich habe ihn auf seinem Weg kurz vor dem Krefelder Nordbahnhof fotografieren können.

Mit einem kleinen Relive-Clip verabschiede ich mich auch schon wieder. Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen und vielleicht war ja die ein oder andere Impression dabei, die ihr als Anregung für eine eigene Tour nutzen mögt. Ich würde mich freuen.

Euer Martin

 

 

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Nebel, Natur und der Maifeiertag

  1. Guten Morgen lieber Martin,
    über Oliver’s „Blog Speciaal“ bin ich zu Dir gelangt und total begeistert von Deinem wunderschönen Blog über unsere Heimat, den Niederrhein! Ich blogge auch schon seit vielen Jahren, aber immer mal wieder mit Pause und nach einer recht langen letzten Pause und 2 Umzügen innerhalb von 5 Monaten (ungeplant), habe ich nun ganz frisch seit April meinen Fiets Mathilde Blog wieder aktiviert. Ich bin genau wie Du so gerne bei uns am Niederrhein und in den angrenzenden Niederlanden unterwegs, ebenfalls gerne mit der Kamera bewaffnet. Zudem liebe ich – wie wir Frauen nunmal sind ;-))) – die Themen Wohnen, Kreatives und Dekorieren. Mit meiner besseren Hälfte wohne ich in Viersen, bin aber eine geborene Krefelderin! Mir geht das Herz auf, wenn ich die schönen Fotos von Deinen Touren sehe, ich kenne die Gegenden alle… und gerade jetzt, wo die Natur im Frühling regelrecht explodiert, das ist doch echt die weltallerschönste Zeit! (.. und der Herbst, den liebe ich auch ;-))) Ich komme Dich bestimmt nun regelmäßig in Deinem Blog besuchen!
    Hab einen enspannten Sonntag,
    viele liebe Grüße aus dem Kreis Viersen,
    Lony

    Gefällt 1 Person

  2. Das Labyrinth hab ich auch noch nie gesehen… Dabei fahre ich oft und auf verschiedenen Wegen zwischen St.Tönis und Kempen Rad.
    Vielleicht ist es noch neu?
    Danke für den tollen Tourentip.

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