Natur, Knast und Kunst

Hallo zusammen,

bereits am letzten Samstag habe ich eine Radtour unternommen, komme aber jetzt erst dazu, Euch ein bisschen daran teilhaben zu lassen. Los ging es in Krefeld, dort erstmal kurz zur Mediothek, da lag nämlich noch mein Helm und vor allem die Wärmekappe für darunter, denn, auch wenn man sich das beim Blick auf die Temperatur heute kaum vorstellen kann, letzte Woche Samstag war es Morgens schon noch gut frisch. Dann ging es los, vorbei an einem der neuen KRuiser, die derzeit überall in Krefeld herumstehen. Das ist ein neues Angebot der Krefelder Stadtwerke und ich bin echt begeistert davon. Schaut doch mal hier, da habe ich neulich mit einer Freundin mal eine Probefahrt gemacht. HIER.
Ach ja, bezahlt und beauftragt wurde ich, auch dieses Mal, natürlich nicht.

Aber es sollte ja mit Muskelkraft weitergehen, also habe ich Kurs auf den Forstwald genommen. Immer eine schöne Ecke mit dem Rad. Viel grün, Bäume und vor allem frische Luft. Aber natürlich auch Schatten, deshalb nach wie vor…frisch 😉

Aus dem Wald raus ging es für mich weiter in Richtung Anrath. Dazu bin ich den Kehner Weg entlanggefahren. Jetzt also in der prallen Sonne, herrlich. Am Wegesrand standen immer wieder schön Blumen und da um mich herum absolut kein Auto unterwegs war, war es sogar richtig still, bis auf ein paar Vögel hörte man nichts. Und das nur wenige Kilometer aus der Stadt raus. Klasse.

In Anrath angekommen, habe ich eine kurze Pause am Bahnhof dort eingelegt….und irgendwie eine öffentliche Kunstgalerie entdeckt. Im Ernst, direkt am Bahnhof gibt es eine kleine Skateranlage mit einem ausrangierten Bahnwaggon, dieser dient jetzt wohl als Jugendcafé und überall gab es Graffiti zu sehen, manche fand ich richtig gut.

Direkt neben der Bahnlage und der Skaterbahn liegt die JVA Willich und Knäste sind dann traditionell ja meist von hohen Mauern umgeben. Das ist in Anrath auch nicht anders, hier heißt die Mauer aber „Wall of AnRaTh“…

Nach ein bisschen Recherche konnte ich herausfinden, dass es 2010 eine Aktion mit lokalen Sprayern gegeben hat, die die Gefängnismauer künstlerisch gestalten durften. Dabei sind einige recht eindrucksvolle Bilder entstanden. Auf jeden Fall macht das Ganze mehr her als eine graue Gefängniswand.

Vom Knast aus ging es durch Anrath, an der Albert-Schweitzer-Schule vorbei in den Theoder-Heuss-Park. Dort finden sich einige Gräber von Anrather Geistlichen und ein wirklich sehenswerter Kreuzweg. Also, wenn ihr mal in Anrath seid, schaut es Euch an. Auch hier ist es wieder beeindruckend, wie still es mitten in einer Stadt sein kann.

Und wo wir gerade etwas sakral unterwegs sind, mein nächster Stopp war die Kapelle „Klein Jerusalem“ am Vinhovenplatz. Gebaut 1660 steht sie heute immer noch in voller Pracht da. Sie ist heute Pilgerstätte und Hochzeitsort. Als ich vorbeifuhr wurde auch gerade ein großer Buffetwagen aufgebaut ;).

So langsam machte ich mich auf den Heimweg, vorbei an den Hölterhöfen und parallel zur Straße kam ich gut voran. Das Winken und Lichthupen einiger freundlicher Autofahrer galt aber wohl nicht mir, sondern dem Gegenverkehr, kurze Zeit später merkte ich dann auch warum ;). Ich konnte meine Geschwindigkeit aber noch rechtzeitig reduzieren ;).

Und dann war ich auch schon fast wieder daheim. Eine schöne, wenn auch frische Runde war das. In Tackheide habe ich noch diese Garage entdeckt, auch ne interessante Sammelleidenschaft. Ich habe Euch außerdem noch einen Relive Clip angehangen und hoffe, ihr habt vielleicht die ein oder andere Anregung bekommen.

Euer Martin

 

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