Tour nach Heimendahl – auf der Suche nach der Kondition

Hallo Leute,

immer wieder bin ich überrascht, wie schnell Kondition wieder verschwindet, als wäre sie ein scheues Reh. Meine App Strava meinte neulich, ich sei vier Wochen kein Rad mehr gefahren. Konnte das stimmen? Ist das radeln im ganzen aktuellen Stress untergegangen? Bislang habe ich die Zeit im Sattel immer zum sammeln und auftanken genutzt, wenn ich jetzt tatsächlich vier Wochen nicht mehr gefahren bin, würde das einiges erklären. 😉

Blick aufs Wetter, joar, könnte halten, alle Postings fertig, alle Geschenke gekauft? So blieb am Morgen des 24. Dezember keine Ausrede mehr übrig, also, ab in den Sattel.
Schon bei den ersten Pedalumdrehungen hab ich gemerkt, da fehlt einiges an „Schmackes“ in den Beinen, aber was solls. Als Ziel hatte ich mir das Gut Heimendahl ausgesucht, nicht ganz so weit weg, aber auch nicht direkt nebenan. Was verdächtig klingt wie ein guter Kumpel von Thor ist ein alter Gutshof bei Kempen. Hoffeste, Hofladen, frische Speisen und Eventlocation, ein Besuch dort lohnt sich eigentlich immer, selbst wenn man nur ein bisschen die Optik und die Tiere auf sich wirken lassen möchte. Ach ja, Klassiker, niemand hat mich mit diesem Posting hier beauftragt und bezahlt schon gar nicht ;).

Los ging es in Krefeld, der Brunnen am Friedrichsplatz strahlte in der Sonne richtig. Dieses Mal auch ganz ohne Schaum, im letzten Jahr hatten irgendwelche Blitzbirnen dort Waschpulver in den Brunnen gekippt, so wie jetzt sieht es dann doch hübscher aus.

Weiter ging es noch ein bisschen durch Krefeld. Die Stadt ist schon ziemlich spannend, unterwegs zum Ortsausgang bin ich noch am Mies van der Rohe Businesspark vorbeigeradelt. Ich muss ja gestehen, ich mag diesen Bauhausstil. Diese klaren Formen gefallen mir sehr und ich bin gespannt, was in Krefeld nächstes Jahr so rund um das Thema Bauhaus so alles passiert, schließlich ist 2019 das „100 Jahre Bauhaus“ Jahr und, es geht nicht um den Baumarkt ;).

Vorbei an der Polizeiwache an der Westparkstraße, vielen Dank an dieser Stelle an die Frauen und Männer, die da rund um die Uhr, und eben auch an den Feiertagen, Dienst tun, führte mich mein Weg dann zur Holthausens Kull und dem Otto-Park. Durchatmen, aber keine Pause, man will ja weiterkommen.

Apropos Westparkstraße, ich weiß, sich ständig über Schlaglöcher und miese Radwege aufregen bringt ja nix und ja, ich weiß, es wird was getan. Als Radler erkennt man aber auch das feine Gespür für Ironie, welches der Plakatkleber gehabt haben muss, als er neben dieser Berg- und Talstrecke Werbung für Reinhold Messner anbrachte 😉

Und dann raus aus der Stadt und Richtung Kempen auf die Feld- und Wirtschaftswege. Passend zu meiner schwindenden Kondition kam natürlich ein leichter, aber permanenter Gegenwind auf. Was soll man machen, es ist wie es ist und da jetzt immer mehr die Sonne rauskam war es ein wundervolles fahren parellel zur Strecke des „Niers-Express“.

Ankunft am Haus Bockdorf, ziemlich k.o., ich muss echt was an der Kondition tun, aber zufrieden. Wer sich ein bisschen was über die Geschichte und die Veranstaltungen dort anlesen möchte, dem empfehle ich die Lektüre der Homepage HIER. Ich bin auf jeden Fall ganz gern mal dort. Ein bisschen Schafe gucken, ein bisschen Pause machen und dann ging es wieder zurück.

Da ich nicht auf derselben Strecken heimfahren wollte, bin ich zwischen den Feldern durchgefahren um dann über die Sankt Töniser Straße wieder Richtung Krefeld zu fahren. Bald ging es links ab um wieder zwischen Feldern und nicht zwischen Autos zu radeln. Viele wissen es gar nicht, aber auf einer kleinen Koppel haben wir hier in der Nähe zwei echt seltene Esel stehen. Direkt am Weg stehen diese beiden Poitou-Esel. Die zotteligen Großesel gehören einer gefährdeten Rasse an, sind aber trotzdem ganz chillig drauf.

Schaut sie euch mal an, sind echt süß. Da ich dort keinen Straßennamen finden konnte, habe ich mal die Koordinaten für Euch rausgesucht, einfach mal bei Google Maos oder einem ähnlichen Anbieter eingeben. 51.342667, 6.473481

Nach dem Eselwatching habe ich die letzten Kilometer unter die Reifen genommen und bin tatsächlich trocken, aber ziemlich k.o. daheim angekommen. Nach knappen 23 Kilometern. Im Ernst, das muss wieder besser werden, auf keinen Fall lasse ich wieder vier Wochen ohne Rad vergehen.

Wie immer habe ich noch einen kleinen Relive-Clip hochgeladen und wünsche Euch und Euren Familien schon mal schöne Feiertage und einen guten Übergang in 2019. Kommt gut und unfallfrei wo immer ihr hinwollt.

Euer Martin

 

 

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