Der See, der Rhein und Cordula Grün

Hallo zusammen,

endlich mal wieder auf dem Rad unterwegs. Was soll ich sagen, die letzten Wochen waren irgendwie ganz schön stressig und so kam die zeit im Sattel leider etwas zu kurz. Dabei ist sie mir so wichtig, es ist so eine geniale Methode mit sich allein zu sein und den Kopf frei zu bekommen. Den Kopf ja, die Beine allerdings nicht. Für mich ist es immer wieder unglaublich, wie schnell man Kondition abbaut. Die knappen 30 Kilometer gestern fühlten sich stellenweise an wie 100 ;). Egal, die kalte klare Luft, die tollen Herbstfarben…es hat sich gelohnt.

Los ging es an der Mediothek und das erste Ziel war quasi nebenan. Der Kaiser Friedrich Hain, zwischen Leyental- und Steckendorfer Straße gelegen bietet dieser kleine Park tatsächlich etwas Ruhe vom hektischen Alltag drumherum. Wenn man mit offenen Augen durch die eigene Stadt fährt, entdeckt man viele spannende Dinge, viel Geschichte. Der kleine Pavillon ist von 1914, die ganze Anlage gehörte zu Haus Heyes, dem ersten Museum in Krefeld. Wenn man mal ein bisschen recherchiert erschließen sich einem mehr und mehr Zusammenhänge. Das ist für mich auch ein Teil meiner Radtouren, im Nachgang mal zu schauen, wo bist du da eigentlich lang gefahren.

Weiter führte mich mein Weg an der Bismarck Schule vorbei nach Bockum. Dort radelte ich durch den schönen Kaiserpark. An dessen Eingang entsteht gerade ein großer Holzpavillon, man ist da auch schon recht weit. Zusammen mit dem Haus Lange und dem Haus Esters wird er zentraler Ort für die Feierlichkeiten zum Bauhausjubiläum, und damit meine ich nicht den Baumarkt 😉 , nächstes Jahr werden. Sicher spannend.
Der Park an sich lohnt auch einen Besuch, besonders im Herbst sind die Farben der Blätter herrlich.

Im Kaiserpark gibt es auch einen Spielplatz und dort auch einen Gerätecontainer. Im vergangenen Jahr haben es die Spielplatzpaten geschafft diesen, mit Hilfe der Künstlerin Sabine Dio, in einen echten Blickfang zu verwandeln. Ich habe es in einem meiner älteren Blogbeiträge schon mal geschrieben, Krefeld ist so herrlich bunt, man muss halt mal hinschauen.

Aus dem Park raus fuhr ich weiter in Richtung Uerdingen. Der Stadtteil Krefelds direkt am Rhein ist immer einen Abstecher wert, eben weil er am Rhein liegt. Auf den Fluss gucken, Schiffen hinterherschauen und ein wenig die Ruhe geni…..nun, letzteres war gestern anders 😉 Auf dem Marktplatz wurde kräftig Karneval gefeiert und die Party schwappte auch in die Seitenstraßen und auf die Rheinpromenade. Die leicht schwankenden aber super gelaunten Jugendlichen haben am Ende sicher auch ihr Leergut wieder mitgenommen 😉

So war es also ein entspanntes Schiffegucken mit anheimelnd säuselnder Musik von nebenan…wer ist eigentlich Cordula Grün? 😉 Aber im Ernst, so am Ufer eine kurze Pause zu machen ist immer wieder nett. Ich bin dann noch an der, mittlerweile verwaisten, Rhein Side Gallery vorbeigefahren und habe mich dann in Richtung Elfrather See aufgemacht.

Habe ich schon was zum wunderbaren Wetter gesagt? Nun, gestern hatten wir hier wunderbares Wetter. Es war zwar schon recht frisch, aber klar und sonnig. Über die Straße „Am Westrich“ bin ich dann auf den Elfrather See zugefahren. Dort liegt auch ein Modellfluggelände und ein paar Piloten waren auch vor Ort und nutzen das gute Wetter. Warum man dann mit dem Flieger über Fußgänger und Radfahrer auf diesem Sträßchen fliegen muss und nicht innerhalb des Geländes bleibt, nun ja. Das sollte ich mal mit einem Copter machen, aber lassen wir das 😉

Mittlerweile war die Sonne schon recht tief gesunken und bot traumhafte Eindrücke beim umrunden des E-Sees. Wie an so vielen Stellen hier am Niederrhein wurde auch hier Kies abgebaut. Die Grube füllte sich mit Wasser und der Elfrather See entstand. Mit einer Regatterbahn, Hundefreilaufflächen, einem Angelsee und viel Grün drumherum ist er heute ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Auch gestern waren dort jede Menge Menschen unterwegs und genossen die Sonnenstrahlen. Ein Besuch dort lohnt wirklich, auf den gut ausgebauten Wegen kann man super radeln, aber auch walken oder spazieren gehen.

Mit dem schwindenden Sonnenlicht wurde es dann auch kälter und so langsam machte ich mich auf den Weg zurück. Wieder durch Bockum und durch den Sollbrüggen- und Schönhauserpark über die Germaniastraße in Richtung Innenstadt. Vorbei am Gymnasium am Moltkeplatz, oder am „Moltke“, wie es in Krefeld heißt ging es weiter. Schon spannend, auch hier wieder lebendige Geschichte, das Gymnasium wurde immerhin 1819 gegründet.

Wieder an der Mediothek angekommen, lief man sich bei unseren Nachbarn gerade für eine Veranstaltung warm. Ich habe dann Feierabend gemacht, das Theater hatte noch etwas länger Betrieb ;).

Nicht ganz 30 Kilometer war meine Tour lang und ich war, so schön es war, auch froh, zu Hause zu sein. Ich muss jetzt echt wieder öfter aufs Rad, dann bleibt die Kondition vielleicht was länger. Wie immer habe ich noch einen kleinen Relive Clip für Euch und hoffe ansonsten, es hat Euch gefallen und ihr habt vielleicht die ein oder andere Anregung für die nächste eigene Tour gekriegt.

Euer Martin

 

 

 

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