Roadtrip in den Urlaub: Tag 1 – Das Bibcamp in Hamburg

Hallo zusammen,

vor einiger Zeit habe ich einen Roadtrip ohne konkretes Ziel in Richtung Norden gemacht, aktuell habe ich wieder Urlaub und ich bin wieder unterwegs. Verrückterweise auch erstmal wieder in Richtung Norden. Ich war nämlich gestern beim BibCamp in Hamburg. Da ich Donnerstag Abend noch Spätdienst hatte ging es am Freitag Morgen früh los in Richtung Hansestadt.

Es war der letzte Schultag vor den Sommerferien, ein bisschen Sorge vor vollen Autobahnen hatte ich schon, aber da viele Familien erst nach der Schule los konnten, ging es eigentlich. Auf der A1 gibt es aktuell eine Menge Baustellen, aber bis auf zwei Staus war die Anfahrt ganz ok. Ich hatte dann auch in Hamburg Glück und habe einen, kostenfreien, Parkplatz ganz in der Nähe des Campus gefunden.

In wenigen Fußminuten war ich dann beim BibCamp. Für mich schon fast Routine, ich bin BibCamp Veteran. Für diejenigen, die es nicht kennen, bei diesem Format handelt es sich um eine sogenannte Unkonferenz. Dabei gibt es im Vorfeld keine Tagesordnung, die Teilnehmer schlagen zu Beginn Themen vor und es werden sogenannte „Sessions“ gebildet, kleine Vorträge oder Workshops zu Themen, die den Teilnehmern wichtig sind. Es gibt keine vorher festgelegten Referenten, jeder kann teilnehmen und sich austauschen. Ich bin, mit zwei Ausnahmen, seit 2008 bei dieser jährlich stattfindenden Veranstaltung dabei.

Für mich ist das immer auch ein Familientreffen und es ist richtig inspirierend. Ich bin auch gelegentlich auf dem Bibliothekartag, einer eher klassischen Bibliotheksveranstaltung, der „Spirit“, das „Gefühl“ eines Bibcamps ist mir aber deutlich näher. Es ist einfach immer wieder toll, die Menschen, die man das Jahr über digital trifft, dann mal im Reallife zu sehen. Das Wetter und der tolle Campus an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften sorgten dann noch zusätzlich für gute Laune.

Drei spannende Session von Kolleginnen und Kollegen habe ich mir angeschaut und eine habe ich selbst gehalten. Das, für mich völlig neue, Verfahren „Working out loud“ wurde vorgestellt, dabei ging es darum, Ziele für gemeisnames Arbeiten zu definieren und sich als Team besser kennenzulernen. Wirklich spannend. In der zweiten Session ging es um Smart Libraries, also neue Technologien und neue Ausrichtungen von Bibliotheken. Hier kamen von den Teilnehmern so viel Input, dass die Session für den heutigen Samstag weitergeplant wurde.

Nach einer Pause, in der es leckeren Kuchen und Getränke gab, war ich dann dran. Ich habe über die Teilnahme der Mediothek am Stadtradeln gesprochen, das Projekt „Euer Krefeld“ vorgestellt und vom Bookbike erzählt. Es gab danach viele Rückfragen und schöne Diskussionen. Ich hoffe, es war interessant und der ein oder andere konnte was mitnehmen. Das ich seit 2008 immer etwas über Facebook und Datenschutz sagen muss, egal welches Thema ich bespreche, entwickelt sich so langsam zum Running Gag 😉

Mit einer, heiß diskutierten, Session rund um das Thema kollaboratives Arbeiten in Bibliotheken, auch hier war das Thema DSGVO natürlich mit im Raum, war der BibCamp Tag dann für mich beendet. So langsam hatte ich auch Hunger und so ging es für mich in Richtung Elbe. Da ich mich im Vorfeld beim StadtRAD Hamburg angemeldet hatte, konnte ich den Weg vom Campus nach St Pauli mit dem Rad in Angriff nehmen. Das System mit einer App und vielen verfügbaren Rädern funktioniert problemlos und einfach. Man nimmt sich ein Rad und stellt es in einer anderen Station wieder ab. Wirklich klasse.

Bei so einem Wetter zu radeln ist natürlich super. Ich bin über an der Alster vorbei zur Reeperbahn gefahren und dort direkt in eine Anti-Nazi Demo geraten. Mit so einem Ziel kann ich mich gut identifizieren und bin ein ganzes Stück weit mitgelaufen und hab mich mit vielen spannenden Menschen unterhalten. Toll, dass so viele Leute da gestern Abend unterwegs waren und gegen den aufkeimenden Nationalismus und Faschismus auf die Straße gegangen sind.

Danach ging es an der Landungsbrücken entlang in „mein“ Restaurant in Hamburg. Im Portugiesenviertel liegt der Italiener „L Ancora“ und wenn ich Euch jetzt erzähle, dass ich bei jedem Hamburgbesuch dort essen gehen und es einfach wunderbar dort ist, weil die Menschen toll und das Essen lecker ist, dann ist das unbezahlt und unbeauftragt, sondern einfach eine Empfehlung aus ganzem Herzen.

Nach dem Essen sollst Du ruhen….oder mit dem Rad zurückfahren ;). Also, wieder ein Leihrad geschnappt und zurück gefahren. Auch beim zweiten Mal hat die App und das Fahrrad perfekt funktioniert. Danach dann ab ins Hotel nach Harburg. Ich werde versuchen Euch die nächsten Tage immer wieder mitzunehmen in meinem Urlaub, ich hoffe, es interessiert Euch und ihr hattet Spaß 😉

Euer Martin

 

 

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