Betriebsausflug zur Mediathek Kamp-Lintfort

Hallo zusammen,

einige wissen es ja, ich arbeite in der Mediothek Krefeld, das ist die städtische Bibliothek der Samt- und Seidenstadt. Heute führte uns unser Betriebsausflug zu den Kollegen der Mediathek in Kamp-Lintfort. Ich selbst war schon einige Mal dort, das erste Mal direkt am Eröffnungstag, die Bibliothek ist nämlich noch taufrisch. Hier hatte ich damals ein paar Bilder gepostet. Was ich bislang nicht geschafft habe, ist eine Führung durch das Haus zu ergattern.  Das hat heute Katharina Gebauer, die Leiterin, höchstselbst übernommen.

Eigentlich wollten ursprünglich mal 6 Kollegen mit dem Rad, der Rest mit dem PKW von Krefeld nach Kamp-Lintfort reisen, aber nach und nach sprangen immer mehr ab und so radelten am Ende nur drei Leute. Eine Kollegin fuhr eine andere Strecke und eher los, so das nur Holger und ich um 9 Uhr die 22 Kilometer nach KaLi unter die Räder nahmen.

Im Nebel gestartet wurde es zusehens klarer und auch wärmer. Glücklicherweise hielt sich der Wind auch in Grenzen und so kamen wir ganz gut voran. Ich habe die Tour einfach von der App Komoot planen lassen und es ging ja um das fixe Ankommen, weniger um das landschaftliche schöne fahren. So führte die Route dann auch recht bald an Landstraßen und über Mehrzweckstreifen nach Neukirchen-Vluyn und später dann, auf geradem Weg, an der Zeche vorbei nach Kamp-Lintfort hinein.

Nachdem wir die Räder draußen geparkt hatten ging es in die Mediathek. Der Treffpunkt war das Bistro 26, direkt in der Bibliothek. Und da wurde es auch direkt interessant, die Mediathek verfolgt das sogenannte „Open Library“ Konzept, wonach die Nutzer die Bibliothek auch außerhalb der Öffnungszeiten, zumindest teilweise, nutzen können. In Kamp-Lintfort wird das mittels einer Kooperation mit dem Bistro ermöglicht. Technische Lösungen gibt es auch noch, das betrifft dann aber einzelne Räume, die Bistrolösung den ganzen Vorraum, welcher dann immer wieder mit neuen Medien bestückt wird. Im Laufe eines Vortrages im sogenannten „Lernzimmer“ und einer Führung durch das Haus wurden verschiedene Bereiche und Konzepte vorgestellt.

Nun neigt man ja immer dazu, das Gesehene mit dem eigenen Arbeitsplatz zu vergleichen. Einiges in der neuen Mediathek gefällt mir richtig gut, die vielen Lampen, die ein tageslichtähnliches Licht erzeugen und vielen Verweise auf die Bergbautradition der Stadt zum Beispiel, mit einigen Ideen und Konzepten kann ich aber so gar nichts anfangen. Einige Farbkombinationen, etwa Curry und Schweinchenrosa sind, zumindest, gewöhnungsbedürftig ;). Aber auch beim ganz Praktischen hat mich, ganz persönlich, einiges gestört. Das das, sogenannte , Zockerzimmer immer nur mit Gruppen genutzt werden darf, die sich bislang allerdings noch nicht so richtig gefunden haben und dann auch erst noch eingewiesen werden müssen,  finde ich nicht gut.

Versteht mich nicht falsch, ich bin unbedingt dafür, dass man auch pädagogisch betreutes „Gaming“ in Bibliotheken anbietet, aber das ich als Nutzer zwar das Zimmer sehen darf, dort aber nicht spielen kann, finde ich sehr schade. Apropos spielen, Gesellschaftsspiele sind zwar vorhanden, werden sogar ausgeliehen, dürfen aber nicht in der Bibliothek gespielt werden, übrigens genau wie OnlineGames an den PCs, weil das Personal fehlt, diese „im Auge“ zu behalten. Die Leseterrasse ist für den Nutzer tabu, außer bei Veranstaltungen. Viele gute Ansätze, die dann aber leider personelle Zwänge oder, für mich, merkwürdige Konzepte, ausbremsen. Aber, man ist ja erst so kurz am Markt, mal abwarten, was draus wird.

Auf jeden Fall ist es beeindruckend, was sich die Stadt Kamp-Lintfort mit ihren knappen 38.000 Einwohnern für eine schöne Bibliothek gebaut hat. Besondere, lokal relevante Highlights, wie das „Heimatzimmer“ runden das Ganze dann ab. Dort haben Heimatvereine die Chance sich zu präsentieren.

Nach der Führung haben wir dann alle zusammen gemütlich im Bistro 26 zu Mittag gegessen und uns dann, getrennt, auf den Heimweg gemacht. Die PKW Fahrer sind zum Parkplatz und Holger und ich zu den Rädern aufgebrochen und dann ging es wieder zurück nach Krefeld. Dieses Mal leicht bergan und, natürlich, mit dem obligaten und mittlerweile aufgefrischten, Gegenwind. Nach etwas über einer Stunde waren wir dann wieder in der Mediothek und konnten die Räder abstellen. Alles in allem war das eine nette Tour von knappen 45 Kilometern mit netten Leuten, einer interessanten Bibliothek und gutem Essen.

GPS Daten lohnen nicht wirklich, es war halt der direkte Weg. Einen kleinen Clip von Hin- und Rückfahrt habe ich für Euch, aber ansonsten war es Radfahrtechnisch nicht soooo schrecklich spannend.

Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen.

Euer Martin

 

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