Radschnellweg 1

Hallo zusammen,

vor einiger Zeit habe ich in einer Reportage etwas über den RS1 gehört, den Radschnellweg 1, welcher, wenn er einmal komplett fertig ist, Duisburg mit Hamm verbinden soll. Ein Radweg, welcher frei von Autos ist, breit genug um entspannt zu radeln und somit zu einer echten Alternative zum Auto wird. Bislang ist ein Stück zwischen Essen und Mülheim nahezu fertig. Seit einiger Zeit schon wollte ich mir das Ganze mal „in Echt“ anschauen. So ging es also gestern auf nach Essen. Mein Plan war es, mit dem Zug zum Essener Hauptbahnhof zu fahren und dann mit dem Rad wieder zurück nach Grefrath zu radeln, eben über das fertige RS1 Teilstück. Von Kempen aus ging es mit der Nordwestbahn bis Krefeld und dann mit der DB nach Essen. Beides hat ziemlich gut geklappt.

In Essen angekommen ging es dann ein Stückchen durch die Innenstadt und dann auf die ehemalige Bahntrasse „Rheinische Bahn„, in deren Verlauf eben auch das Teilstück des RS1 liegt. Nun, was soll ich sagen, wenn man es wirklich schafft, diesen Weg in dieser Art fertigzustellen, ist das ein echter Gewinn für die Region. Es gibt eine Trennung zwischen Fußgänger- und Radweg, der Radweg ist vier Meter breit und laut der Website hat er auch einen Winterdienst. Es gibt nur wenig Steigungen und, vom miesen Gegenwind abgesehen, fährt es sich fast wie von selbst. 😉

In Mülheim war dann aber auch Schluss mit der Herrlichkeit. Vom RS1 runter ging es durch die Stadt, Ampelschaltungen, die immer nur kurze Hüpfer zuließen, Autofahrer, die offenbar ein Radfahrersehproblem haben, LKWs, die haarscharf am Radler vorbeidüsen, nun ja, Großstadtradeln eben.

Über den Ruhrdeich ging es dann von Mülheim in Richtung Duisburg weiter. Zwar auf einem Radweg, aber immer dicht an der Straße entlang. Über den Gegenwind rege ich mich gar mehr auf, darauf habe ich irgendwie ein Abo in letzter Zeit ;). Es tat richtig gut, eine kurze Pause an der Ruhr einzulegen, die paar Meter weg von der Straße sorgten für Ruhe, die Sonne, die mittlerweile rausgekommen war für den Rest.

Nach ein paar weiteren Kilometern kam dann die Ruhrmündung in Sicht. Mein erstes Mal am Rheinorange, auch irgendwie etwas peinlich für einen gebürtigen Duisburger, hm? Nun ja, dieses Manko konnte ich ja jetzt beseitigen.

Von dort aus hieß es dann, den Rhein überqueren. Und das war dieses Mal etwas besonderes, ging es doch über die, aktuell für den Autoverkehr gesperrte, A40 Brücke über den Fluss. Ein wirklich faszinierendes Erlebnis, es war still auf der Brücke. Spannende Angelegenheit, auch wenn ich für die Verkehrsinfrakstruktur des Ruhgebietes hoffe, dass dort bald wieder Autos fahren können.

Ab jetzt wurde es  unterwegs deutlich  ländlicher. Die Route sollte mich über Moers, Hüls, St. Hubert und Kempen zurück nach Grefrath führen. Die Art der Radwege konnte dabei die ganze Bandbreite aufweisen, von üblen Mehrzweckstreifen an viel befahrenen Landstraßen…

…bis hin zum tollen Grafschafter Rad- und Wanderweg war alles dabei.

In Kempen hab ich dann noch einen echten Prinzen getroffen. 😉 Netter Typ und es gab günstig Kekse und Schokolade, da haben sich meine neuen Packtaschen schon bezahlt gemacht 😉 .

Alles in allem war das wieder eine schöne, abwechslungsreiche Tour. Ich packe Euch die GPS Daten in den Beitrag und ein relive Clip gehört auch dazu. Als Fazit nach meinem RS1 Test lässt sich sagen, dass ich mir so die Mobilität vorstellen kann. Für kurze und mittlere Strecken ist das eine echte Alternative zum Auto. Jetzt bleibt zu hoffen, dass man schnell weiterkommt und den Ausbau zügig vorantreibt.

GPS Daten

Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen…

Euer Martin

 

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