Retour Le Tour in Krefeld

Hallo zusammen,

gerade eine Woche ist es her, seit die Tour de France vorbei ist. Das war schon ein ziemliches Spektakel. Zusammen mit einem Kollegen war ich bei der 2. Etappe in Büttgen dabei. Und gestern stand wieder Radsport auf dem Programm, dieses Mal mitten in Krefeld. In Krefeld gab es eine starke Initiative die Tour in die Stadt zu holen, das klappte bekanntlich ganz knapp nicht. Da man aber trotzdem etwas Tourflair in die Seidenstadt holen wollte, entstand die Idee eines Radrennes mitten durch die Innenstadt. Die „Retour Le Tour“ war geboren.

Ab 17 Uhr ging es los, die Strecke führte in einem Viereck durch die Innenstadt und war 1200 Meter lang. Dabei ging es durch Fußgängerzonen und an der Dionysiuskirche vorbei. Wo man sonst von den Fahrradcops vom Rad geholt wird, hieß es gestern: Freie Fahrt für die Profis!

Vor dem Hauptrennen fanden noch einige Rahmenrennen statt, ich kam aber erst zum Derny Rennen hinzu. Sowas habe ich noch nie „in Echt“ gesehen. Ein sogenannter „Schrittmacher“ fährt auf einem Leichtmotorrad vor dem eigentlichen Radsportler her und bildet dadurch einen Windschatten, in dem durchaus hohe Geschwindigkeiten erreicht werden können. Auf jeden Fall sehr interessant zu beobachten.

Danach fand noch das sogenannte „Nachbarschaftsrennen“ statt, bei dem Vereine und Organisationen und Bürger antreten durften und 3 Runden auf der Strecke drehten. Hab ich leider zu spät realisiert, sonst wären wir da als Mediothek sicher mitgefahren ;). Stattdessen war ich gestern eben mit der Kamera vor Ort, exemplarisch für Krefelder Lokalprominenz auf dem Rad zeige ich Euch hier mal den legendären Krefelder Lachsack

Eigentlich um 20 Uhr, letztlich war es aber eher halb Neun, als es dann endlich mit dem Profirennen losging. André Greipel, Nikias Arndt und Rick Zabel gingen mit etlichen anderen Fahrern an den Start. Mittlerweile war es richtig voll geworden an der Strecke, auf dem Platz vor der Kirche tummelten sich etliche Zuschauer, es gab Foodtrucks und Livemusik. Und dann wurde gestartet…

Und was soll ich sagen, es hatte tatsächlich etwas von der Tour de France. Man war allerdings noch näher dran und durch die kurze Strecke deutlich öfter die Gelegenheit die Fahrer zu sehen. Geplant waren 50 Runden, durch den einsetzenden Regen und die Dunkelheit wurden es am Ende „nur“ 45, aber alles in allem war das eine runde Sache.

Im Umfeld des Events gab es vereinzelt muffige Krefelder zu lesen, die sich über ein Verkehrschaos aufregten und über die Sinnlosigkeit einer solchen Veranstaltung insgesamt. Ich muss sagen, ich sehe das etwas anders. Wenn man ein paar Mal im Jahr die Innenstadt für größere Events sperrt und damit einer Vielzahl an Menschen eine Freude macht und, im konkreten Fall, den Radsport wieder nach Krefeld holt, sollten die eventuellen Unannehmlichkeiten doch zu verschmerzen sein. Ich empfand den Sport und die Stimmung in der Stadt gestern Abend auf jeden Fall als ziemlich großartig.

Euer Martin

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