Heimfahrt mit Umweg

Hallo zusammen,

ein langer Radeltag war das gestern. Nach der Arbeit wollte ich noch einen Krankenbesuch in der Uniklinik in Düsseldorf machen. Da zur Zeit die Aktion STADTRADELN läuft und ich gerade sowieso das radeln sehr als Ablenkung genieße, war klar, das mache ich heute mal alles mit dem Rad.
Los ging es am frühen Morgen in Grefrath mit der Fahrt zur Arbeit. Ab Kempen hatte ich leichten Rückenwind. Das lies für die Fahrt nach Düsseldorf später böses ahnen ;).

Dank einer netten Kollegin bin ich etwas eher abgelöst worden und hab mich dann aufs Rad geschwungen. Erstmal ging es ein wenig durch die Krefelder Innenstadt. Vor kurzem gab es eine Ankündigung der Stadt Krefeld Geld in die Fahrradinfrastruktur zu stecken. Das ist erfreulich, es gibt in Krefeld Ecken, da ist man eigentlich schon überfahren, wenn man dort nur lang fährt. Aber es tut sich was, das war gestern auch schon zu sehen…

Aus der Stadt raus ging es dann, parallel zur U76 Strassenbahnlinie, in Richtung Fischeln und Meerbusch. Dort zu radeln ist wirklich angenehm, keine Autos und gut ausgebaute Radwege. Kurz hinter Fischeln wurde es dann ländlich rund ums Rad…und windiger. Natürlich, wie Morgens schon befürchtet, in Form von Gegenwind. Es sah immer ein wenig nach Regen aus, hat sich aber vorerst gehalten.

Von ländlich wurde es dann städtisch als ich in Heerdt einfuhr. Düsseldorf Heerdt und später auch Düsseldorf Mitte sind als Radfahrer echte Herausforderungen, Radwege, die eng an Parkbuchten vorbeiführen, Menschen, die, aufs Handy blickend, auf den Radweg laufen, zweite Reihe Parker, Anlieferer, Kinderwagen, Baustellen ohne Radumleitungen, das typische Großstadtradeln halt. Umso schöner war der Moment, als ich auf die Rheinallee eingebogen bin. Etwas kam die Sonne raus, die Düsseldorfer Skyline vor Augen und ein schöner Weg am Rhein entlang. So macht radeln dann direkt wieder Spaß.

Auf den Bildern sieht man leider nicht, wie windig es mittlerweile geworden war. Manchmal glaube ich, ich zeihe Gegenwind magisch an, oder, ich bin einfach zu breit und der Wind kann nicht anders ;). Warum auch immer, die Fahrt war schon echt anstrengend. Nach etwas über 25 Kilometern bin ich dann aufs Uniklinik-Gelände gerollt. Krankenhäuser sind eigentlich nie schön, die Gründe, warum man hinfährt, meist auch nicht. Auf dem Gelände des UKD gibt es aber immerhin das ein oder andere eindrucksvolle Gebäude.

Jetzt waren es noch knappe 45 Kilometer bis nach Grefrath zurück. Das Gejammere über den Gegenwind lasse ich jetzt mal weg, ihr wisst es ja eh schon. Von der Uni aus führte der Weg wieder am Rhein entlang und dann später nach Neuss. Dort bog ich dann letztlich auf die Nordkanalroute ein. Entlang der blauen Streifen auf dem Boden führte mich der Weg nach Kaarst und Willich. Dieser Teil der, ansonsten landschaftlich sehr schönen Route, ist dann doch eher ermüdend. Man radelt Kilometer um Kilometer an einer Landstraße entlang. Und die ein oder andere fiese Wurzel prüft Hintern und Federgabel.

Über Schiefbahn und Neersen ging es dann in Richtung Grefrath weiter. An einem Bahnübergang konnte ich dann noch diesen Überholvorgang fotografieren, sah schon spannend aus, das da zwei Züge nebeneinander auf mich zukamen.

Am Ende standen knappe 72 Kilometer auf der Uhr. Nach etwa 90 am ganzen Tag war ich dann allerdings auch ziemlich durch. Spaß gemacht hat es trotzdem. Auch wenn ich nicht wünsche, mal in die Uniklinik zu müssen, habe ich doch mal die GPS Daten angehängt, vielleicht könnt ihr ja einen Teil davon nutzen. Einen Clip gibt es natürlich auch noch 😉

GPS Daten

Beste Grüße, Euer Martin

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