Vatertagstour

Hallo zusammen,

ich bin zwar noch kein Papa, nehme den freien Tag aber schon mal gerne mit ;). Bei dem wundervollen Wetter heute stand eine große Tour auf dem Plan. Los ging es Morgens in Grefrath in Richtung Krefeld. Vorbei an Hüls ging es dann nach Traar und in die Niepkuhlen. Über die nagelneue Brücke führte mein Weg weiter in Richtung Flugplatz Egelsberg.

Am Flugplatz, zu dem man durch eine schönes, recht naturbelassenes Gelände radelt, findet aktuell der „Kappes“ statt. Das ist ein großes Vergleichsfliegen der Segelflieger. Der Wettbewerb trägt den Namen des Gemüses, weil es zur Zeit überall auf den Feldern zu finden ist.

Das nächste Etappenziel sollte Moers sein. Nach einer kurzen Pause am Flugplatz ging es dann auch weiter. Über asphaltierte Radwege ging es in Richtung Grafschafter Rad- und Wanderweg. Ähnlich wie hier bei uns in Grefrath ist auch das ein Bahnradweg. Er vebindet den Bahnhof Hüls, die Endhaltestelle des Schluff, und den Moerser Bahnhof miteinander. Ich bin etwa in Höhe der A57 auf ihn gestoßen und dann in Richtung Moers drauf geblieben. Ein sehr schöner, mit festem Schotter belegter Rad- und Fußweg zieht sich da durch Moers.

Am Bahnhof in Moers angekommen wendete ich mich in Richtung Osten nach Duisburg. Über die Homberger Strasse zieht sich der Radweg bis nach Ruhrort. Einen kleinen Erinnerungsflashback hatte ich unterwegs, als ich am St. Johannes Stift vorbei gekommen bin…da hat mein Papa gearbeitet. Mein kleiner Vatertagsgedanken an meinen tollen, leider zu früh verstorbenen Papa ;). In Duisburg angekommen habe ich eine kurze Pause auf der Friedrich-Ebert-Brücke eingelegt. Diese neue Aussichtsplattform gefällt mir sehr, man hat einen tollen Blick über den Hafenmund und den Rhein.

Die Geschichte hinter dem Paar Damenschuhen, die einsam und verlassen auf der Brücke lagen, würde mich ja unheimlich interessieren. 😉

Von der Brücke aus führte mein Weg dann durch den Duisburger Norden. In der Ecke bin ich aufgewachsen, genauer in Neumühl. Heute ging es durch Bruckhausen und dann am Thyssenwerk vorbei. Das ist schon irgendwie das Duisburg, welches man so aus Filmen kennt. Malocher, Dreck und Stahl.

Über Walsum führte der Weg dann zur Fähre „Glück auf“, welche Walsum mit Orsoy verbindet. Am ehemaligen Hanielwerk vorbei ging es, im Schatten des neuen Kühlturms, dann an den Rhein. Mit mir waren noch gefühlte tausende andere Radler am Start.

Das Städtchen Orsoy platze heute aus allen Nähten, auf dem Markplatz gab es Grillwurst und Musik, die Eisdiele direkt am Stadttor hatte lange Schlangen vor der Türe und an allen Ecken und Enden gab es Radler zu sehen. Ich habe mich zu einer Mittagspause entschieden, etwa auf der Hälfte meiner Tour tat ein Schnitzel mit Pommes und Pfeffersoße sehr gut. Ich war Gast im Orsoyer Hof und kann den Laden als Ausflugslokal nur empfehlen. Sehr guter, sehr schneller Service und verdammt leckeres Essen zu fairen Preisen. Das Schnitzel kostet zum Beispiel keine 10 Euro.

Gesättigt und ein bisschen im Suppenkoma liegend habe ich mich dann wieder in den Sattel geschwungen und Kurs auf Rheinberg genommen. Langsam kam etwas Gegenwind auf, aber alles im grünen Bereich. Durch Budberg ging es dann in die Stadt, in der ich meine Ausbildung gemacht habe und das Handwerk „Bibliothek“ gelernt habe. Bei der Ortseinfahrt hat sich einiges verändert, aus meiner Bank ist eine Eisdiele geworden, was soll ich sagen, das ist eine Verbesserung ;).

Von Rheinberg aus ging die wilde Fahrt in Richtung Geldern. Waren die Straßen und Radwege bislang sehr abwechslungsreich, kurvig und schön, war es jetzt eher ein Kilometerfressen neben der Landstrasse. Immerhin nicht auf einer Mehrzweckspur, sondern auf einem eigenen Radweg. Auf dem Weg nach Geldern kam ich noch an der Diebels-Brauerei in Issum vorbei.

Ab Geldern ging es dann quasi in den Endanflug auf Grefrath. Ich habe einen Weg über Wachtendonk gewählt um nicht auch noch den Rest an der Straße radeln zu müssen. Die Strecke führte mich schräg an der Niersfähre vorbei in Richtung A40 und dann nach Grefrath.

Es war eine sehr lange, aber wirklich tolle Tour. Am Ende standen 108 Kilometer auf dem Tacho. Wer Lust hat, die Tour nachzuradeln oder sich genauer anzuschauen, kann sich gern die GPS Daten herunterladen. Vorher gibt es aber noch den Film zur Tour 😉 .

GPS Daten

Ich hoffe, es hat Euch gefallen..

Euer Martin

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