Frankfurt – erste kleine Runde von Schwanheim zum Flughafen

Hallo zusammen,

so langsam nähere ich mich den letzten Blogbeiträgen aus dem Mai 2022. Ich hatte noch einige Tage Resturlaub und habe hin und her überlegt, wo man denn mal radeln gehen könnte. Als Flugzeugfan wäre vielleicht der größte deutsche Verkehrsflughafen und die Umgebung mal einen Besuch wert. Also, ab nach Frankfurt.

Ich habe ein kleines Hotel in Frankfurt Schwanheim gebucht, gefunden habe ich es über die Seite „Bett und Bike“ vom ADFC. Ich bin mit dem Zug gefahren, ganz bewusst mit dem Regionalverkehr und nicht mit ICE oder IC. Meine Erfahrungen im Regioverkehr sind zu 99 Prozent super, die im Fernverkehr zu 100 Prozent Mist 😉 . Also, im Mai gab es noch kein 9 Euro Ticket und so bin ich für knappe 50 Euro mit meinem Rad von Krefeld nach Frankfurt gefahren. Inklusive der wunderschönen Strecke am Rhein entlang. Zwei Nächte wollte ich bleiben, die Anreise war am Sonntag, die Abreise am Dienstag.

Natürlich habe ich direkt nach der Ankunft eine kleine Erkundungstour gestartet, auf die möchte ich euch heute, unbezahlt und unbeauftragt natürlich, gern mitnehmen. Also, auf geht es…

Der kleine Ort Schwanheim gehört seit 1928 zu Frankfurt und bietet mit einigen Restaurants und Geschäften alles was man braucht. Ich bin erstmal in Richtung Main gefahren und habe mich dann in Richtung Frankfurt Höchst orientiert. Der Radweg führt an diesem Brückenhaus vorbei, die Brücke dazu wurde 1945 von der Wehrmacht gesprengt.

Auf der anderen Mainseite liegt Nied, da ich aber nicht schwimmen wollte, bin ich einige Meter weiter über die, 1963 gebaute, Schwanheimer Brücke gefahren. Der Radweg wird mittels Rampen auf die Brücke geführt und herabgeleitet, an der Brücke selbst gibt es ganz interessante Streetarts zu entdecken.

Von der Brücke aus blickt man dann auf den Main. Der Radweg ist gut zu fahren, nur die hohe Kannte zur Fußweg sollte man beachten, sonst legt man sich schnell mal auf die Nase. Rechts im Bild, der hohe Kirchturm, das ist die Sankt Mauritius Kirchen in Schwanheim.

Auf der anderen Mainseite bin ich dann weiter in Richtung Höchst gefahren, dabei ging es auch an der Wörthspitze vorbei, einem schönen grünen Areal direkt am Main.

Ich habe dann die Nidda, die dort in den Main mündet, überquert und bin am Höchster Schloss vorbei geradelt. Eine wirklich schöne Ecke dort.

Direkt am Mainufer steht auch noch ein alter Kohlenkran, er ist heute Industriedenkmal und ein recht markanter Punkt. Daneben gibt es auch einen Skatepark.

Wenig später ging es weg vom Main, hinein in die Industrie von Höchst. An einer Straßenkreuzung habe ich noch dieses tolle Streetart entdeckt. Entweder achte ich in der letzten Zeit mehr auf diese Art der Kunst, oder sie tritt vermehrt im öffentlichen Raum auf. Wobei man dieses große Stück Kunst ja auch nicht übersehen kann 😉 .

In Höchst gibt es eine Menge Betriebe aus dem Bereich Chemie. Für die Logistik ist, unter anderem, dort die Firma Infraserv zuständig. Ich habe die Chance gehabt mal einen kurzen Blick über die Mauern zu erhaschen und dabei eine ihrer Lokomotiven gesehen. Die Nummer 16 ist Baujahr 1978 und seit 2013 auf den Gleisen in Höchst unterwegs.

Nach der vielen Industrie, wurde es dann ein wenig ländlicher und ich gratuliere Judith und Patrick nachträglich sehr herzlich. 😉

An einem Spielplatz vorbei, auf dem ein etwas merkwürdiger Frosch als Highlight thronte, ging es weiter in Richtung Eddersheim.

Wenn Menschen ihre Garagentore bemalen ist das auf jeden Fall ein Gewinn, weil es nämlich Farbe ins Leben bringt. Die Qualität der Arbeiten und der Motive schwankt dann allerdings gelegentlich schon sehr 😉 . Was ich hier auf meiner Radtour entdeckt habe, fand ich aber richtig cool. Deshalb gibt es auch gleich einige Bilder davon. Schaut mal hier, cool, oder?

Also mindestens mal „Okelidokeli“ würde ich sagen…

In Eddersheim ging es dann wieder über den Main zurück auf die andere Seite. Spektakulärer, wenn auch unbequemer. Dort befindet sich eine Staustufe mit Schleuse und der Steg ist aber mal so gar nicht barrierefrei. Auf den Stufen gibt es Fahrradschienen, die sind aber ziemlich steil.

Dafür ist die Aussicht von da oben ganz schön. Man blickt über den Main bis nach Frankfurt und Schiffe gibt es auch zu sehen.

Drei Menschen haben beim Bau der Staustufe ihr Leben gelassen, in den 30ern des letzten Jahrhunderts war das mit der Arbeitssicherheit offenbar anders als heute. 🙁

Nachdem man sein Rad auf der anderen Seite wieder herunter gewuchtet hat gibt es zum einen einen vor Bienen und anderer Insekten nur so wimmelnden Busch zu sehen, zum anderen einen schönen Radweg in Richtung Osten.

Das tiefe Brummen einer startenden Boeing 747 zeigt auch an, der Flughafen ist nicht mehr weit weg.

Ein Stück zurück am Main entlang, parallel zur Eisenbahnstrecke von Köln nach Frankfurt. Sie führt durch den ICE Bahnhof des Flughafens und ein Blick nach rechts zeigte mir dann auch direkt einen ICE, während sich darüber ein Airbus A380 in Richtung Dubai aufmachte.

Weiter ging es dann durch einen Tunnel unter der Start- und Landebahn 07L / 25R hindurch. Das ist die neueste Bahn des Frankfurter Flughafens. Insgesamt verfügt er über vier Bahnen, drei Start- und Landebahnen und eine, die Startbahn 18, ist eine reine Startbahn. Einer breiten Öffentlichkeit dürfte diese Bahn unter dem Namen „Startbahn West“ bekannt sein.

Bei meiner Tour ging es erstmal nur darum, ein bisschen zu gucken, es war noch keine „Flughafen-Tour“. Und so habe ich auch nur ein paar Minuten „Flugzeuge geguckt“.

Ein bisschen mehr Flieger gucken stand für den nächsten Tag auf dem Plan, ich hatte nach der Bahnfahrt und den ersten Kilometern aus so langsam Kohldampf und bin weiter gefahren 😉 .

Über schöne Feldwege und immer wieder durch Waldschneisen führte mich mein Weg dann so langsam wieder nach Schwanheim und ins Hotel zurück.

Im Waldgebiet rund um den Flughafen steht auch das Wasserwerk Hinkelstein. Habe ich mir nicht ausgedacht, das heißt wirklich so. Von den alten Anlagen gibt es noch die, unter Denkmalschutz stehende, Maschinenhalle. Schon verdammt eindrucksvolles Gebäude.

Und das soll es auch schon von der ersten, kleinen Erkundungsrunde gewesen sein. Ich hoffe, euch habe die Einblicke gefallen, bald folgt der zweite Tag meines Mini-Urlaubs in Frankfurt am Main.

Ach ja, einen Relive-Clip gibt es natürlich noch und wie immer gilt, wenn ihr Fragen habt, immer her damit.

Bleibt gesund und munter, achtet auf eure Mitmenschen und haltet die Ohren steif,

Euer Martin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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