Kleine Tour zum Flugplatz Mönchengladbach über Anrath und Neersen

Hallo zusammen,

es muss nicht immer die große Tour sein um sich ein bisschen abzulenken und den Kopf frei zu bekommen. Wenn ihr mögt, nehme ich Euch mit auf eine knapp 40 Kilometer lange Runde nach Anrath und Mönchengladbach. Am vergangen Sonntag sah das Wetter gut aus, allerdings war es richtig windig, in der ersten Tourhälfte hatte ich gelegentlich das Gefühl, ich fahre rückwärts, in der zweiten Hälfte gab es dafür dann die Belohnung, ich musste fas gar nicht in die Pedale treten. 😉 Der Beitrag ist unbezahlt und unbeauftragt, klar, Spaß hatte ich trotzdem.

Es ging aus der Stadt raus in Richtung Forstwald. An der Bahnstrecke nach nach Viersen entlang bin ich über die Felder gefahren. Manchmal sieht man Dinge plötzlich ganz anders, obwohl man schon x Mal dran vorbei gefahren ist. Dieses Motiv hier, ist mir so noch nie aufgefallen ;). Ob da Energie von Gott ausgeht, oder zu ihm hin? Na ja, etwas zu esoterisch vielleicht fürs erste Bild? Egal, da müsst ihr jetzt durch ;). Knapp 3 Kilometer Luftlinie ist die Kirchen St. Cornelius in Sankt Tönis entfernt.

Die Region hier ist ja vor allem eines, flach. Ich bin hier, wenn es nicht gerade stürmt, recht gern unterwegs, man kommt ganz gut voran. Ab und an wären mir ein paar Kurven allerdings ganz recht, wenn man solche laaaaaangen Straßen radelt, zumal mit Gegenwind, hat man ab und an das Gefühl, man kommt überhaupt nicht vom Fleck.

Das nächste Ziel war Anrath, seit den 1970ern ein Stadtteil von Willich. Wie es der Zufall wollte kam zeitgleich mit mir ein langer Güterzug an. Der Autotransportzug, mit einer Lokomotive aus dem Jahr 2011, rauschte durch den kleinen Haltepunkt Anrath hindurch.

Direkt neben der Strecke liegt die Justizvollzugsanstalt Willich. Zwischen Bahngleisen und JVA gibt ein Areal für Skater und Jugendliche, darauf steht auch ein alter Bahnwaggon. Spannend in dem Umfeld finde ich die „Wall of Anrath“.

Eine der Gefängnismauern ist bunt bemalt. 2010 haben sich Jugendliche aus dem örtlichen Jugendtreff gefunden, die die Mauer bemalt haben. Mit Anmeldung und dem GO der Gefängnisleitung. Eine durchaus stimmige Aktion finde ich.

Gegenüber ist noch eine alte Fabrik, dort haben sich jetzt Unternehmen angesiedelt und wenn ich mich dunkel erinnere war ich da in meiner Jugend mal in einer Disko ;).

Nächstes Etappenziel war das Schloss Neersen, unterwegs dorthin merke man dann schon, es wird Frühling. Ich finde das richtig schön, wenn Blumen am Straßenrand blühen, das hat immer sowas kraftvolles, hübsches. Gerade das Gelb sagt einem im Vorbeifahren – es wird schön draußen!

Nächster Halt, Schloss Neersen. Immer wieder einen Stopp wert, auch wegen des schönen Parks drumherum. Die Festspiele dort, Open Air und vor historischer Kulisse, sind wirklich toll. Hoffentlich ist das bald wieder möglich.

Im Garten des Schlosses steht eine Skulptur, die mir total bekannt vorkam. Ich musste ein bisschen überlegen, aber eine ganz ähnliche Plastik steht vor meiner ehemaligen Schule in Duisburg. Die Welt ist ein Dorf.

Wenn man mal wirklich Ruhe genießen möchte, sollte man zum Flughafen fahren. Klingt paradox, aber am Flugplatz in Mönchengladbach war es still, sehr still. Es bewegte sich nichts, aber immerhin standen zwei Business-Jets auf dem Vorfeld. Die zwei Embraer Phenom 300 sind kleine, aber durchaus feine, Geschäftsreiseflugzeuge. Die D-CKJE ist in Mailand beheimatet, die D-CLIF in Berlin. Beide standen „kalt“ abgestellt in Mönchengladbach. Man kann schlechter reisen ;). Von der D-CLIF gibt es eine Innenraumaufnahme im Netz, schaut mal HIER.

Flugzeug-Privatflugzeug-Jet-moenchengladbach-mgl

Da sich ansonsten nichts tat, war mein Aufenthalt auch entsprechend kurz und ich saß wieder auf dem Sattel. Einmal um den Flughafen herum führte mich mein Weg dann in Richtung Bahntrasse nach Willich. Dabei fährt man ein winziges Stück der Nordkanalroute. Sehr gerade, sehr baumbestanden, sehr gut zu radeln.

Scharf rechts herum auf die Bahntrasse nach Willich, beziehungsweise im weiteren Verlauf nach Krefeld Fischeln. 2012 wurde der Radweg auf oder neben der ehemaligen Bahnstrecke gebaut und ist heute wunderbar zu fahren. Als Erinnerung an alte Zeit radelt man an einer kleinen Köf vorbei. 2011 hatte sie ein lokaler Unternehmer für 500 Euro im Netz erstanden, jetzt steht sie neben dem Radweg.

Anders als auf der König-Ludwig-Trasse ist sie allerdings Sprayern zum Opfer gefallen, da sehen die Exponate im Ruhgebiet besser aus. Nun ja, auf jeden Fall radelt man herrlich auf diesem, auch Alleenweg genannten, Stück Radweg dahin.

Am Ende der Trasse ging es dann ein bisschen durch Willich, aber schon sehr schnell nach Krefeld Fichtenhain hinein. Dort bin ich am japanischen Garten vorbeigefahren, ein echtes Kleinod in Krefeld. Er gehört einer ortsansässigen, japanischen, Firma und bis vor kurzem stand er allen Krefelderinnen und Krefeldern offen. Keine Ahnung ob etwas vorgefallen ist, oder die Besuche zu viel wurden, auf jeden Fall ist er jetzt für die Öffentlichkeit gesperrt, was sehr schade ist, ich war immer gern dort. Schaut mal HIER. Nun ja. Mein nächster Halt war dann der Campus Fichtenhain. Ein, wie ich finde, tolles Areal mit wirklich schönen Häusern. Anfang der 1900er als Erziehungsanstalt konzipiert ist es jetzt Modellbeispiel für einen nachhaltigen Gewerbepark. Auf jeden Fall macht es optisch eine Menge her.

Auf dem Weg zurück in die Krefelder Innenstadt bin ich an diesen schönen, blühenden, Bäume vorbei gekommen, sie erhalten eine ganz eigene, fast künstlerische Spannung durch den traumhaft arrangierten Müll daneben ;). Man muss zur Ehrenrettung Krefelds dazu sagen, am nächsten Morgen war Sperrmüllabholung.

Und das soll es auch schon wieder gewesen sein, ich habe noch einen kleinen Relive Clip für Euch und hoffe ansonsten, die Tour hat Euch gefallen, auch wenn sie kürzer war als die letzten Touren.

Wenn ihr Fragen habt, ab in die Kommentare damit, ansonsten, bleibt bitte gesund, fahrt vorsichtig und habt einen guten Tag,

Euer Martin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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