Mit dem Cabrio durch die Eifel. Herbst von seiner schönsten Seite.

Hallo zusammen,

was für ein toller Tag. Wer mich kennt, oder hier schon länger mitliest, der weiß, ich liebe das Radfahren, bin aber auch ein leidenschaftlicher Autofahrer. Und somit gleich auch der lebende Beweis, dass sich das nicht obligatorisch ausschließen muss. Am Freitag hatte ich die Gelegenheit ein wundervolles Cabrio zu fahren. Aufgrund der PlayIT Veranstaltung letzten Sonntag in der Mediothek haben sich viele Überstunden angehäuft und ein paar davon habe ich gestern in Abrieb und Benzin investiert. Eine sehr gute und sehr liebe Freundin hat sei kurzer Zeit einen Mazda MX5 ND und hat mich damit tatsächlich fahren lassen. Dafür schon mal vielen Dank….und natürlich gleich der Hinweis, dass mich auch für diesen Blogbeitrag hier niemand bezahlt oder beauftragt hat. Ich mache das einfach so, aus Spaß an der Freude.

Die nackten Zahlen rund um meinen fahrbaren Untersatz lesen sich schon nicht schlecht, vor allem, wenn man sonst einen braven Seat Ibiza fährt. Bei knappen 1.000 Kilogramm Gewicht liegen in der vorliegenden MX5 Version 160 Pferde und 200 Nm Drehmoment an. Die Vmax wird mit 214 km/h angegeben, sie ist aber nicht wichtig, schon gar nicht in der Eifel ;). Meine Erfahrungen mit dem Heckantrieb sind, na ja, sagen wir so, dünn und länger her. Ich bin schon mal Heckantriebautos gefahren, aber den MX5 tatsächlich bislang nur im Autorennspiel Forza Horizon 4 😉

Von mir erstellter Screenshot aus dem Spiel „Forza Horizon 4“

Also habe ich die Anfahrt in die Eifel dazu genutzt mich mit dem Auto vertraut zu machen. Viele Assistenzsysteme und Komfortschnickschack machen den Wagen am Ende des Tages auch sehr alltagstauglich. Das erste Ziel war dann auch nicht die Eifel, sondern das Hohe Venn, der erste Stopp an einem kleinen Supermarkt im Grenzörtchen Petersgensfeld. Vorbei an dem 90 Meter hohen Sendemast dort ging es das erste Mal zwei kleine Serpentinen hoch und ich hab gemerkt….das wird ein Spaß heute. Also, ein bisschen belgische Pralinen gucken, was trinken und sich auf die Eifel vorbereiten.

Trotz dicker Wolken hieß es dann Dach auf, Musik an, anschnallen und los. Bis zum kleinen Ort Steckenborn ging es über Landstraßen recht gerade und landschaftlich nett voran. Ab dort bis zum Rursee bin ich dann die L128 gefahren, eine wundervolle Serpentinenstrecke, fast allein auf der Straße und unterm Hintern ein Cabrio mit 160 PS, ein Traum. Dazu die Herbstfarben auf den Bäumen, das Hochdrehen des Motors beim Beschleunigen aus den Kurven. Natürlich habe ich dort keine Fotos gemacht, dafür war das Fahrerlebnis viel zu toll. Die Straßen in der Eifel sind herrlich und in der Kombination mit einem Roadster erst recht.

Ich bin kein Chaot und hänge an meinem Leben, natürlich fahre ich lange genug um zu wissen, dass es in den schattigen Ecken durchaus noch feucht sein kann, wenn dann noch Laub dazukommt, wird so eine Kurve auch schnell mal zur Rutschbahn, also, Spaß haben ja, unvernünftig brettern nein.

Und dann fährt man solche Straßen, Fotos geben das nicht wieder, wie sich so eine Fahrt anfühlt. Man erlebt die Umwelt hautnah, man hat ja kein Dach, die Bäume sehen mit ihrem bunten Laub wunderschön aus und eine schmale Landstraße ohne Mittelstreifen…..die natürliche Umgebung für den kleinen Wagen.

Ein Klassiker wenn man durch die Eifel fährt ist natürlich Bad Münstereifel. Ich hatte überlegt zum Nürburgring zu fahren, aber das wäre mit der Zeit zu knapp geworden, man will ja genießen und sich nicht hetzen. Also steht der Ring fürs nächste Mal auf dem Zettel, gestern ging es stattdessen in das pittorekste Bad Münstereifel. Für mich immer noch die gelungenste Art ein Outletcenter zu bauen. Nicht auf der grünen Wiese vor dem Ort mit dem Effekt den Stadtkern auszubluten, sondern mitten im Ort unter Nutzung der historischen Bausubstanz. Ich kenne keine Zahlen, habe Bad Münstereifel aber noch nie leer erlebt. Es scheint also zu funktionieren.

Mit der Erft in der Mitte und dem vielen Fachwerk, den engen Straßen und guten Restaurants hat die Stadt durchaus ein tolles Flair.

Vorbei an St. Chrysanthus und Daria ging es über einen kleinen, aber feinen Wochenmarkt wieder zurück in die Stadtmitte. So langsam hatte ich auch Hunger und war auf der Suche nach einer guten Einkehrmöglichkeit.

Viele interessante Restaurants habe ich gesehen, gelandet bin ich schließlich im „Em Höttche“. Das Schild „gut bürgerliche Küche“ hat mich dann überzeugt. Meist bekommt man „auf dem Land“ ja noch echte Schnitzel, keine frittierten Tiefkühlplatten, aber irgendwie stand mir der Sinn nach etwas anderem. Die Tagesempfehlung, Schweinemedaillons mit Speckbohnen und Bratkartoffeln klang super und wurde fix bestellt. Was soll ich sagen, es war ein Gedicht. Das Fleisch auf den Punkt, die Hollandaise leicht und nicht vor Fett triefend und die Kartoffeln knusprig und lecker. Dazu eine sehr aufmerksame und nette Kellnerin. Der Laden ist auf jeden Fall eine Empfehlung, zumal ich wunderbar draußen in der Sonne sitzen konnte. Herrlich.

Nach dem Essen habe ich mir noch ein bisschen das Städtchen angeschaut, Bad Münstereifel hat, wie so viele Städte und Dörfer mittlerweile, auch einen kleinen Bücherschrank. Das Prinzip ist denkbar einfach, wenn man ein Buch nicht mehr braucht, stellt man es dort hinein und jemand anders kann es dann mitnehmen. Ich bin ehrlich, ich hasse diese Teile 😉 . Meistens findet man dort den letzten Schrott und rein olfaktorisch sind sie, sobald man sie öffnet, auch oft eine echte Herausforderung. Ich war mir sicher, auch hier finde ich Danella und Konsalik…was soll ich sagen, ich hatte Recht 😉

Aus dem Stadttor hinaus ging es dann weiter zum Bahnhof, einem herrlich restaurierten Gebäude von 1890. Als ich ankam, fuhr gerade ein Zug ein, der Bahnsteig stand voller Kinder, wir hatten gerade Schulschluss. In dem Gebäude ist heute die Kurverwaltung, ein Tourismusbüro und ein Fahrradladen untergebracht. Optisch macht es auf jeden Fall was her.

Dann ging es langsam zurück zum Auto und dann auch recht zügig wieder in die Heimat. Noch ein paar letzte Serpentinen und dann habe ich mich auf die Autobahn gesetzt, drei Staus abgewettert und am Ende das Cabrio zurückgegeben ;). Herrlich war es, wenn ihr also mal die Gelegenheit habt, eine solche Tour zu machen….zugreifen.

Euer Martin

 

 

 

 

 

 

 

4 Gedanken zu „Mit dem Cabrio durch die Eifel. Herbst von seiner schönsten Seite.

  1. Danke für Deinen lebendigen Bericht. Ich kenne die Gegend und die Straßen dort recht gut und bin mehr als einmal dort mit dem offenen Cabrio unterwegs gewesen. Es ist einfach herrlich, sich dort den Fahrtwind um die Nase wehen zu lassen.

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  2. Klasse Beitrag, beeindruckend, so möchte man die Ausfahrt auch gerne erleben. Die Leidenschaft zum Rad schließt den „Kraftverkehr“ nicht aus, ich interessiere mich auch für Autos, wenn auch mehr die elektrischen, andere aber auch. Ein Cabrio hätte ich auch gerne mal, bisher siegte immer die „Vernunft“ beim Autokauf 😉

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      1. Eben, so oder so betrachtet, daher eben die Vernunft. im Carsharing hatte ich kürzlich das Mini Cabrio, hat auch richtig Spaß gemacht, tolles Wetter, im Alltag könnte ich den Wagen aber nicht gebrauchen, da ging ja nicht mehr eine Wasserkiste durch die winzige Kofferraumklappe. Du machst das schon richtig, so eine Gelegenheit nutzt man, na klar. 👍

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