Roadtrip in den Urlaub: Tag 24 – Rotterdam

Hi zusammen,

nachdem ich wirklich gut geschlafen habe, bin ich heute Morgen früh raus und habe den heutigen Tag endlich mal wieder unter das Motto „Schiffe gucken“ gestellt. Los ging es allerdings, nach dem Überqueren der Erasmusbrücke, mit einem Blick zurück auf die Stadt Rotterdam.

Von dieser Position aus hat man auch einen guten Blick auf die „SS Rotterdam“, ein wunderschönes Schiff, welches mal im Liniendienst war, dann ein Kreuzfahrer und heute ein Hotelschiff ist. Ein aktuelles Kreuzfahrtschiff trägt auch den Namen Rotterdam, ist auch in Rotterdam registriert und war heute auch vor Ort. Das Beitragsbild dieses Postings zeigt das Schiff, welches aber bald verkauft wird und dann wohl unter einem anderen Namen unterwegs ist. Nun, hier aber erstmal die alte „Rotterdam“ ;).

Mein Ziel war Rozenburg, genauer der Calandkanal, ich wollte einer der vielen täglichen Cobelfret Fähren fotografieren. Übrigens, genau wie bei allen anderen Namensnennung hier, heute und eigentlich immer, tue ich dies unbeauftragt und unbezahlt ;). Cobelfret bietet Fährverbindungen von Rotterdam und Zeebrügge nach England und Irland an. Heute Morgen lief die „Pauline “ ein.

Von Rozenburg führt eine knapp 10 Kilometer lange Landzunge zwischen dem Calandkanal und dem Nieuwe Waterweg hindurch. Ganz am Ende ist ein Aussichtshügel und eine Frittenbude. Für letzteres war es mir aber noch zu früh 😉

Es kündigte sich mit der CMA CGM Bougainville ein Großcontainer an. Immerhin 398 Meter lang und mit einer Kapazität von 18.000 Containern auch ziemlich beeindruckend. Um eine gute Fotoposition zu kriegen musste ich allerdings meinen Standort wechseln. Es ging rüber an den Beerkanaal und den Pistolenhaven. Dort konnte ich den Pott dann ganz gut beim Eindrehen fotografieren.

An der Stelle war es wirklich schön, eine leichte Brise wehte und ansonsten gab es blauen Himmel und Sonne. Einige Angler kamen später dazu und ich hab mich nett unterhalten. Kurz bevor ich mich entschlossen habe, rüber nach Hoek van Holland zu fahren lief noch die „Oleg Strashnov“ aus. Ein interessantes Schiff. Mit 500 Millionen Euro Baukosten kein Schnäppchen, ist es zum einen ein Kranschiff, welches mit dem Hauptkran statte 5.000 Tonnen heben kann, zum anderen kann es mit einem schnell anbaubaren Ausleger auch als Rohrleger eingesetzt werden. Welcher Auftrag aktuell verfolgt wird, weiß ich nicht, ich könnte mir aber vorstellen, dass es was mit einer neuen Stromleitung und Einrichtungen rund um die Offshore Windparks vor der niederländische Küste zu tun hat. Es sind sehr viele Schiffe und Bargen ausgelaufen gestern, die Bauteile für solche Anlagen dabei hatten. Auf jeden Fall ein spannendes Schiff.

Nach dem Foto bin ich runter zur Anlegestelle der Schnellfähre nach Hoek van Holland gelaufen und hab auf das Schiff gewartet. Dabei fuhr ein Schleppverband mit Windparkteilen an mir vorbei.

Seit 2008 fährt dort oben die „De Nieuwe Prins“ eine Schnellfähre vom Typ Damen Waterbus 3007, welche den Pistolenhaven mit der Landzunge, der Maasvlakte und eben Hoek van Holland verbindet. Für 6 Euro kann man einmal die ganze Runde mitfahren und zwischendurch aussteigen.

Eine schaukelige, aber tolle Angelegenheit. Ich habe in Hoek van Holland einen kurzen Stopp gemacht und in der „Torpedo Lounge“ etwas getrunken. Dort sitzt man direkt am Hafen und schaut aufs Meer, herrlich. Nach einer guten Stunde war die Fähre wieder da und ich bin zurück gefahren. An der Stena Hollandica, einer Fähre nach Großbritannien wehte die „Gaypride“ Flagge im Wind, finde ich eine tolle Geste sie zu hissen. Spricht für das Unternehmen.

Quasi im Preis der Fahrt mit drin sind die Zeehondjes 😉 Die Wasserqualität scheint im Hafen also OK zu sein, sonst wären die Gesellen hier wohl längst weg.

Auf dem Weg zurück kam mir auch ein weiterer Schleppverband mit Teilen für Offshore Installationen vor die Linse. Also irgendwas wird da gerade auf See zusammengebaut. Im Netz habe ich etwas dazu gefunden, schaut mal HIER. Na ja, auf jeden Fall spannend.

Dazu passt dann auch die „Aeolus“ welche ich später an der Maasvlakte fotografieren konnte. Ein sogenanntes Errichterschiff. Dieses hier wurde übrigens in Hamburg gebaut und lief ebenfalls aus. In der ersten Generation hatten diese Schiffe wenig vortrieb und waren eher Bargen mit Beinen, da immer mehr Offshore Windparks entstehen, gibt es auch mehr solcher Schiffe, und so entstand mit dem Errichterschiff ein ganz neuer Schiffstyp. Die Beine sind hier noch eingefahren, ragen als sehr hoch über das Schiff. Am Zielort werden sie dann abgesenkt und drücken das Schiff aus dem Wasser, so das eine stabile Arbeitsplattform im Meer entsteht.

In Rozenburg habe ich den Tag dann ausklingen lassen. Dort kann man sich an den Nieuwe Waterweg setzen und einfach genießen. Die leichte Brise, der blaue Himmel, Schwäne auf dem Wasser, Möwen in der Luft.

Und hin und wieder kommt auch dort mal ein Schiff vorbei. Der Hafen von Rotterdam ist in den Jahren extrem gewachsen, und tut das immer noch. Früher sind die Containerschiffe bis tief in die Stadt gefahren, heute wird der Umschlag mit den Riesen weit draußen auf der Maasvlakte erledigt. Trotzdem laufen immer noch viele Schiffe bis weit ins Landesinnere um ihre Fracht umzuschlagen. Und dann kommen sie in Maasluis und Rozenburg vorbei.

Zurück im Hotel habe ich dann noch zu Fuß einen Abstecher in die Stadt gemacht und mir die Rotterdam angesehen, also nicht das Hotelschiff, sondern den Kreuzfahrer. Schön zu sehen, dass die Holland-America Line ihre Schiffe auch tatsächlich in den Niederlanden registriert. Früher war diese Reederei maßgeblich für den Transatlantikverkehr zuständig und die meisten Auswanderer in die Staaten dürften auf HAL Schiffen gefahren sein. Heute betreibt sie etliche Kreuzfahrtschiffe, unter anderem eben auch die Rotterdam.

Rechts im Bild, das Haus mit dem grünen Turm, das ist heute das Hotel New York, früher war es das Hauptquatier der HAL. Das soll es auch schon wieder gewesen sein, wie immer hoffe ich, euch hat es ein wenig gefallen. Tage am Wasser sind immer qualitativ wertvoll finde ich, die Luft, die Schiffe, der weite Blick….herrlich.

Euer Martin

 

 

 

 

 

 

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