Roadtrip in den Urlaub: Tag 23 – Vliegveld Texel und Rotterdam

Hallo zusammen,

ihr wisst ja, dass mich die Fliegerei seit meiner frühen Kindheit begeistert. Sich anzuschauen, wie Flugzeuge abheben, wie, vermeintlich, frei man sich durch die Lüfte bewegen kann und das ganze drumherum, für mich übt das ganze Thema eine riesige Faszination aus. Nach dem tragischen Unglück in Ramstein 1988 ist es in Deutschland schwierig eine gute Flugshow zu besuchen, ab und an gelingt das Mal, aber  an muss schon sehr danach suchen. In den Benelux -Staaten ist das einfacher, die Belgier und die Niederländer veranstalten regelmäßig, auch wenn es weniger geworden ist, große militärische Shows mit vielen Gästen und Teilnehmern aus der ganzen Welt. Aber dort gibt es auch immer wieder nette Shows, die privat organisiert sind. Eine davon ist die Leaseweb (nein, ich bin nicht beauftragt und leider auch nicht bezahlt worden) Texel Airshow. Diese Veranstaltung gewinnt schon deshalb, dass sie auf der wundervollen Insel Texel stattfindet und das allein schon einen Besuch wert ist.

Also ging es früh Morgens los in Richtung Den Helder. Die knapp 20 Minuten Fahrt führten mich durch, noch leicht nebelige, Niederlande bis zur Fähre.

Für etwas über 30 Euro kommt man mit der Fähre auf die Insel und auch wieder zurück. Früh Morgens wurde nur eine Fähre eingesetzt, welche zwischen Den Helder und Texel pendelte. So dauerte es knappe 20 Minuten bis ich an Bord war, dann ging es aber auch direkt los.

Auf der Insel klappte alles reibunsglos, solche Dinge organisieren, das können die Niederländer. Innerhalb weniger Minuten stand ich auf einem Parklplatz direkt am Flugfeld und konnte auf das Gelände. Die Karte hatte ich vorher im Netz gekauft, vor Ort hätte es aber auch noch drei Kassen gegeben.

Die Flugshow

Keine Angst, es werden nur ein paar Bilder, wer später mal mehr Flugzeugfotos sehen möchte, dem empfehle ich meinen FlickR Account, bis ich da bei bin, dauert es aber noch ;). Wer schon mal auf einer Flugshow war, kennt das, allen anderen erzähle ich es kurz. Es gibt immer drei Bereiche, das Static, das Flying und die Stände. Im Static, also im statischen Bereich stehen Flugzeuge abgestellt und man kann sie sich ansehen. Meisten sind Piloten oder Crews in der Nähe und geben viele Informationen rund um das Flugzeuge oder die Einsatzart.

Dann gibt es das Flying Display, der eigentliche Reiz einer Flugshow. Dort werden die Flugzeuge vorgeflogen. Je nach Muster sind das Vorbeiflüge oder wilde Kunstflugprogramme. Ich fahre jetzt seit etlichen Jahren zu solchen Veranstaltungen und bin schon ziemlich verwöhnt. Laute und spektakuläre Kampfflugzeuge habe ich gesehen, große Bomber aus dem kalten Krieg und einen ruhigen Typen, welcher mit Gänsen durch die Gegend fliegt. Die Airshow auf Texel war eine eher ruhige, aber sehr feine Flugshow. Militär gab es wenig zu sehen, dafür viel Kunstflug und einige sogenannte Warbirds, als Flugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg, wie etwa diese Corsair. Kennt noch jemand die Serie „Pazifkgeschwader 214“, nun hier ist das Flugzeug dazu.

Wenn man öfter auf solchen Event ist, trifft man alte Bekannte wieder, die D-FONE zum Beispiel, eine Antonov AN-2 habe ich schon auf so vielen Flugtagen gesehen, man kann es kaum noch zählen. Hübsch ist sie trotzdem. Sie fliegt hier in den Farben der Lufthansa, allerdings der Lufthansa Ost durch die Gegend.

Auch Hubschrauber waren vertreten, die Niederländer hatten ihre militärischen Helis am Boden, aber einige zivile flogen. Dafür war das tschechische Militär mit einem Transport und einem Kampfhubschrauber vor Ort und flogen diese auch vor.

Wirklich klasse fand ich die beiden Livekommentatoren der Show. Wenn man sich ein wenig konzentriert ist es ja für uns Deutsche recht gut möglich, niederländisch zu verstehen. Die beiden hier führten humorvoll und fachkundig durch das Programm und lieferten den einen oder anderen Lacher. Super gemacht.

Unsere Luftwaffe, seit Jahren eigentlich kaum noch auf Airshows vertreten, schickte einen Airbus A400M vorbei, der einmal seine Schnell- und einmal seine Langsamflugeigenschaften demonstrierte und dann wieder verschwand….

Die meisten Darbietungen habe mir gut gefallen, das niederländische „ThunderYAK“ Team zum Beispiel oder das Programm von Hendrik Jan van Overvest mit seiner Extra, Auch die Helis waren toll. Nicht so überzeugt hat mich das Breitling Jet Team, das mag daran gelegen haben, dass es bei ihrem Auftritt mittlerweile recht tief liegende Wolken gab, aber die Jungs habe ich schon deutlich spritziger fliegen sehen.

In der Aufzählung eben waren ja neben dem Static- und dem Flyingdisplay noch Stände dabei. Auf solch einer Veranstaltung bauen auch etliche Händler alle Möglichen Stände rund um die Luftfahrt auf. Klamotten, Modelle, Bücher, Bilder und alles was man sich so vorstellen kann. Ich hatte dabei besonders einen Stand im Blick. Die Menschen dort verstanden es ziemlich perfekt aus diesem hier….

DAS hier zu machen ;). Bestes niederländisches Catering, ein weiterer Grund für den großen Erfolg niederländischer Airshows 😉 Gilt übrigens in ähnlicher Weise auch für Belgien 😉

Als das Wetter schlechter wurde habe ich mich dann auch wieder auf die Socken gemacht, ich wollte ja noch nach Rotterdam. Also, ab zum Parkplatz, von dem ich ohne Verkehrschaos herunterkam, und wieder auf die Fähre. Es war deutlich weniger los, die Feriengäste wollen aktuell wohl eher AUF die Insel als von ihr runter.

Unterwegs kam mir die Texestroom entgegen, die neuste Fähre von Teso und die, die mich Morgens hin gebracht hatte. Hübsch ist ja irgendwie auch anders, aber komfortabel und schnell sind sie, das ist ja die Hauptsache.

In Den Helder versöhnten mich die Breitlinge noch ein wenig, das Team stand nämlich dort auf dem Flughafen, so konnte ich noch ein paar Fotos machen und ein bisschen quatschen, bevor es dann endgültig nach Rotterdam ging.

Hier wohne ich aktuell im „The Student Hotel“ und muss sagen, ich bin schwer begeistert. Sehr große, ruhige Zimmer, Kilmaanlage, High-Speed WLan und überall im Hotel gibt es Co-Working Spaces, eine Bibliothek, Aufenthaltsräume und vieles mehr. Gefällt mir sehr gut. Und das schreibe ich nicht, ihr ahnt es, weil ich beauftragt oder bezahlt wurde, sondern einfach weil es so ist.

Den Abend habe ich dann noch in der Stadt ausklingen lassen. Rotterdam ist wirklich klasse. Ich war schon so oft hier und genieße es jedes Mal aufs Neue.

Auch die ruhigen Ecken, die mit den tollen Cafés und Restaurants, überall interessante Menschen und viel zu erzählen. Ich habe mich mit einem britischen Architekten über Gebäude in Berlin unterhalten. Spannend.

Zurück ins Hotel bin ich dann mit dem Wassertaxi gefahren, das hält direkt vor der Haustüre. Diese sehr schnellen Boote rauschen die ganze Zeit durch Rotterdam und für, verhältnismäßig, kleines Geld war das auf jeden Fall bequemer als zu laufen…und Leute, es macht echt Laune 😉

Das soll es erstmal gewesen sein. Ein toller Tag mit vielen Eindrücken, einem fiesen Sonnenbrand und etlichen Bildern geht zu Ende. Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen, wenn ihr Fragen habt, immer her damit.

Euer Martin

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Roadtrip in den Urlaub: Tag 23 – Vliegveld Texel und Rotterdam

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