Große Flugtage in Wesel

Hallo zusammen,

man kommt ja zu nix ;). Bereits am 9. und 10. September fanden auf dem Segelflugplatz Wesel die „Großen Flugtage 2017“ statt. Heute möchte ich ein paar Worte zu dieser Veranstaltung verlieren. Ihr merkt schon, es wird wieder mal ein „Off Topic“ – Eintrag, es geht nicht ums radeln., sondern ums fliegen.

An diesem Sonntag fand in Belgien eine Airshow mit vielen militärischen Teilnehmern statt und parallel dazu die Show in Wesel. In den letzten Jahren war ich oft in Belgien, dieses Jahr wollte ich mir mal die Flugtage in Wesel ansehen. Am Samstag passte es zeitlich nicht, also wurde es der Sonntag. Vom Wetter her hatte ich Glück, teilweise blauer Himmel, später Wolken, aber den ganzen Tag kein Regen. Ausrichter des ganzen waren die Luftsportfreunde Wesel-Rheinhausen e.V.

Als ich ankam erwachte der Platz so langsam zu leben. Die Orga war, übrigens über den ganzen Tag, perfekt. Von der Toilette bis zum Parkplatz war alles vorhanden. Die ganze Atmosphäre war sehr familiär.

Familiär meint aber zu keinem Zeitpunkt unprofessionell. Ich habe schon viele Airshows besucht und hier in Wesel stimmt vom Pilotenbriefing bist zur Abwicklung auf den beiden Pisten alles. Auch die Koordinierung zwischen Displays und Rundflügen funktionierte perfekt. So kam es eigentlich nie zu längeren Pausen und es gab immer was zu sehen.

Aber es gab nicht nur viel zu sehen, sondern auch zu hören. Und ich meine da jetzt nicht mal den Klang der tollen Sternmotoren, sondern den sehr guten Kommentator. Sehr souverän und bewaffnet mit der einen oder anderen Anekdote führte er durch das Programm. Wurde tatsächlich mal einige Minuten nicht geflogen, gab es eben eine kleine Lehrstunde über Wolkenformationen und wie sich bilden. Fand ich klasse. Daumen hoch dafür.

Überhaupt gab es auch abseits der Graspisten einiges zu entdecken. Natürlich dürfen an so einem Tag kulinarische Highlights nicht fehlen. In einer der Hallen war ein Kuchenbuffet aufgebaut und es gab, natürlich, auch einen Grill ;). Die Currywurst, welche vom eben erwähnten Kommentator als „legendär“ gepriesen wurde, war tatsächlich nicht schlecht…ob legendär…nun ja 😉

So ein Flugtag ist natürlich immer auch Nachwuchswerbung für den Luftsportverein. Das ist ne gute Sache, so günstig, wie in einem Verein kommt man sonst wohl kaum in die Luft. Auch von den Mitglieder des LSV Grenzland, dem Club an „meinem“ Flugplatz in Grefrath, weiß ich, dass das Vereinsleben eine tolle Sache ist und man fundiert und mit viel Spaß an der Sache ausgebildet wird. So fanden sich auch in Wesel jede Menge Menschen, die bereitwillig Auskünfte gaben und ihre Sportgeräte erklärten. Am echten Objekt und im Simulator.

Da passte es dann auch sehr gut, dass es, neben den ganzen Motorfliegern, auch Kunstflug in einem Vogt LO-100 Segelflugzeug zu sehen gab. Ziemlich beeindruckend.

Apropos fliegen, die Möglichkeit, selbst ein Flugzeug zu entern gab es zu Hauf. Mit einigen gemeinsam in der Antonov AN2 zum Beispiel…


…oder alleine, also mit einem Piloten natürlich, etwa in der wunderschönen Boeing Stearman…

oder der britischen Chipmunk…

..oder in dem eben schon angesprochen Hubschrauber, einer Robin R44 übrigens.

Ganz mutige Passagiere konnten am Ende ihres Rundfluges sogar aus dem Flugzeug springen ;).

Nicht nur manntragende Flugzeuge waren am Himmel über Wesel unterwegs, auch wirklich beeindruckende Modelle wurden spektakulär vorgeflogen. Bei dieser Hawk in den Farben der britischen Red Arrows war in der Luft fast kein Unterschied zum Original erkennbar.

Ich habe mich, ganz persönlich, noch sehr gefreut, endlich mal Sven Calsbach persönlich getroffen zu haben. Pilot einer schnittigen Extra 330 und sympathischer Kerl. Wir haben schon öfter via Facebook Kontakt gehabt, weil ich seine Maschine schon ein paar Mal vor der Linse hatte, aber irgendwie hat man sich in Grefrath nie persönlich getroffen. Jetzt aber. Hier mal die besagte Extra.

Drumherum gab es noch jede Menge tolle Dinge, hauptsächlich für Kiddies, zu entdecken. Eine Hüpfburg, Quad- und Eisenbahnfahrten, einige Stände mit Kaufartikeln und Spielzeugflugzeugen und natürlich war auch für Getränke und Futter gesorgt. Und, und das ist wichtig, zu völlig fairen Preisen. Wer wollte konnte sich also einen ganzen Tag lang Kerosin um die Nase wehen lassen, Segelfliger, Hubschrauber, Fallschirmspringer und etliche andere spannende Dinge bestaunen und lecker essen. Und das Ganze für 5 Euro Eintritt. Faire und schöne Sache. Am Ende einer solchen Show ist  das Wichtigste, dass die Anzahl der Starts mit der Anzahl der Landungen übereinstimmt, dass alle einen schönen Tag hatten und nix passiert ist. In diesem Sinne, vielen Dank an den LSF Wesel-Rheinhausen, das habt ihr super hinbekommen, hat ne Menge Spaß gemacht.

Einige weitere Bilder und ein paar der hier gezeigten gibt es auch in Groß auf meinem FlickR Account im Album „Flugplatzfest Wesel 2017

Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen…

Euer Martin

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