Neues Design und die Frage „Sag mal, welche Apps nutzt du eigentlich…?“ – Back Office- oder von der Planung bis zum Blogeintrag

Hallo Leute,

heute gibt es mal ein bisschen was Administratives von mir. Der März ist vorbei, er war, was die Arbeit angeht, durchaus anstrengend, was meine Radtouren angeht, aber schon ziemlich cool. Ich habe unheimlich viel erlebt und gesehen und im Sattel einen guten Ausgleich zum Beruf gefunden. Das hat wirklich gut getan. Knappe 575 Kilometer sind es am Ende geworden.

Neues Design

Wer hier regelmäßig vorbeischaut hat es vielleicht schon gemerkt, ich habe mal ein neues Blogdesign ausprobiert. Irgendwie war ich die alte Optik leid. Es ist allerdings eher eine Evolution, als eine Revolution ;). Also, nicht plötzlich crazy und bunt, aber ich finde etwa aufgeräumter und man sieht, zumindest wenn man über einen Browser auf die Seite kommt, ein paar mehr Berichte auf den ersten Blick. Zur Erinnerung, so sah es noch vor kurzem aus:

Ist ja vielleicht auch alles Geschmackssache und wenn es mir nicht gefällt, ändere ich es vielleicht auch nochmal. Für den Moment bin ich aber ganz zufrieden.

Welche Apps benutzt du?

Einige von Euch wissen es ja vielleicht, ich poste meine Beiträge auch recht regelmäßig in einige Facebookgruppen zum Thema Radtouren und Fahrradfahren im Allgemeinen. In letzter Zeit werde ich oft gefragt, welche Apps ich rund um radeln nutze, wie ich meine Touren plane und welches Navigationsgerät ich nutze. Nun, ein paar Antworten darauf möchte ich Euch jetzt hier geben, insofern ist das zwar Werbung, da ich ja die Namen der Firmen und Apps nenne, bezahlt oder beauftragt hat mich dafür aber keiner…leider ;).

Die Planung

Fangen wir mal mit der Routenplanung an. Wenn ihr hier treue Mitlesende seid, dann wisst ihr ja, ich hab da schon ein Faible für Schiffe, Eisenbahnen, Flugzeuge und irgendwie auch Industriekulissen. Das bedeutet, ich überlege mir so ganz grob, was möchte ich bei einer Tour sehen, und ich welche Richtung muss ich dafür fahren. Der nächste Schritt ist die Entscheidung rund um Start und Ziel, also, wird es eine Runde von der Haustür bis zur Haustür, oder starte ich an einem Bahnhof und radel zurück, oder andersherum, oder fahr ich von Bahnhof zu Bahnhof. Ist diese Entscheidung getroffen, schaue ich, in welche Ecke von NRW ich möchte und nutze dann zum ersten mal eine App, nämlich den DB Navigator. Da ich in der aktuellen Zeit möglichst allein im Zug sitzen möchte, schauen ich, ob ich den ersten Zug aus Krefeld nehmen kann, wie oft ich umsteigen muss und wie ich wieder zurück komme.

Und dann geht es an die Planung, ich nutze dafür Komoot. Und zwar beides, die Browserversion und die App. Die Browserversion für die Planung. Die Seite bietet einen tollen Routenplaner, bei dem man zum einen die bevorzugte Art der Radtour, aber auch die eigene Kondition einstellen kann und dann, punktgenau, eine Route zusammenstellt. Durch eine sehr lebhafte Community sind viele Sehenswürdigkeiten vermerkt und so bastel ich mir dann eine, für mich interessante, Strecke zusammen.

Gesamtkilometer, Höhenprofil, Untergrundarten und vieles mehr wird angezeigt und rundet so die Planung für mich ab. Habe ich alles beisammen, speichere ich das Ganze ab und kann es dann zu navigieren benutzen wenn es aufs Rad geht.

Navigation, Tracking und der Spieltrieb

Am Tag der Tour klemme ich mir das Smartphone aufs Rad, inklusive Powerbank ;), und starte zwei Apps, zum einen das schon erwähnte Komoot und zum anderen die App Strava. Komoot nutze ich zur Navigation, die vorher geplante Route kann ich laden und mich dann, wahlweise mit und ohne Tonansage, navigieren lassen. In all denen Jahren in denen ich das jetzt schon nutze, hat Komoot mich nur zweimal völlig verlassen und mich über wilde Wanderwege geführt, normalerweise klappt das recht zuverlässig.

Strava bietet zum einen eine Trackingfunktion, zeichnet also die Strecke auf, das tut Komoot übrigens auch, hat auch auch „Spielereien“ an Bord, die wohl in den Bereich „Gamification“ fallen.

Es gibt sogenannte Segmente, also bestimmte Strecken in der Welt, auf denen wird die Zeit gestoppt. Ich kann mich also mit allen Menschen aus dieser Community messen, kann Bestzeiten fahren oder schauen, wie schnell andere dort waren. Dann gibt es sogenannte Clubs, in denen können sich Gleichgesinnte zusammenfinden und radeln. Diese Clubs haben eigene Pinnwände, die geradelten Kilometer werden aufgelistet und man hat also weitergehende Social Media Funktionen. Daneben gibt es auch noch Pokale, oder Badges. Das sind digitale Abzeichen, die man „verdienen“ kann. Entweder von Strava selbst, oder von Kooperationspartnern, Firmen, Sportartikelherstellern oder Organisationen, wie etwa dem Roten Kreuz oder anderer Player. Um diese zu erhalten gilt es verschiedene Ziele zu erreichen, mal sind es 100 Kilometer in zwei Wochen zu erradeln, mal 30 Minuten Aktion alle zwei Tage eine Woche lang, mal sollen 500 Höhenmeter erreicht werden, mal müssen drei Stunden am Stück geradelt werden. Diese Ziele sind ganz unterschiedlich und man kann daran teilnehmen oder es lassen. 😉 Bei den Partnern berechtigt das erreichen eines solchen Zieles dann oftmals auch für irgendwas. Einen Rabattcode beim nächsten Einkauf oder spezielle Kleidung oder ähnliches. Ich sammel aber nur die digitalen Abzeichen und gut ist. Ab und an bringt das tatsächlich das eine Quentchen extra Motivation doch nochmal ne Runde aufs Fahrrad zu steigen ;).

So richtig nötig ist das alles nicht, aber sich ein wenig mit Freundinnen und Freunden zu messen und sich ab und zu eine kleine Portion Motivation extra zu holen ist schon auch nicht verkehrt. 😉

Nach der Tour

Nach einer Radtour beende ich erstmal die Apps und speichere die Fahrt. Die GPS Daten lade ich dann herunter und lade sie in die App Relive hoch. Aus den Daten und den Fotos während der Tour erstellt diese App Videos, eine gelungene Präsentation wie ich finde. Ganz allein sind sie nicht so aussagekräftig, aber ich runde damit immer meine Blogbeiträge ab, die Infos über die Höchstgeschwindigkeit, die Route, den höchsten Punkt und das alles garniert mit Fotos, das ist schon alles ganz hübsch, finde ich.

Für die Statistikfreaks

So eine Radtour ist, zumal wenn man Apps am Smartphone benutzt, ja nicht nur ein Abenteuer und Bewegung an der frischen Luft, es ist ja auch ein gigantisches Datamining ;). Man selbst wird zum Datensammler. Ich nutze zwei Seiten um mir, gelegentlich, diese Daten als Statistiken anzeigen zu lassen. Einmal ist das Veloviewer, dort kann man sich stundenlang tief in Statistiken eingraben, wie weit, wie lange, mit Karten und ohne, zwischen welchen Daten, wie hoch. Also, ein richtig gutes Betätigungsfeld wenn man sich für sowas interessiert. Wenn man will kann man sich da auch ein, recht plakatives, Übersichtsbild erstellen lassen 😉

Und dann ist da noch jonathanokeeffe.com, diese Seite erstellt aus den gefahrenen Strecken sogenannte „Heatmaps“, diese zeigen anhand von Farben an, welche Strecken man besonders häufig fährt. Bei mir ist das natürlich viel in der Krefelder Innenstadt, aber man kann sich da alle Strecken anzeigen lassen. Spielerei, aber trotzdem ganz cool.

So, das soll es gewesen sein. Ganz am Ende einer Tour steht für mich dann natürlich oft noch der Blogbeitrag. Eigentlich fühlt sich das oft an, wie eine zweite Tour, nur nicht so anstrengend ;). Ich mag es sehr, mich dann in Recherchen zu vertiefen, mir nochmal anzulesen was ich gesehen habe und es aufzuschreiben. Wenn ich dann, so wie ihr es oft macht, positives Feedback bekommen, umso schöner.

Hier nochmal alle Apps und Seiten im Überblick mit Verlinkung 😉

Ich hoffe, Euch hat dieser kleine Einblick ins „Back Office“ gefallen und ihr freut euch auf die kommenden Touren, so wie ich mich freue 😉

Habt schöne Ostertage, bleibt bitte vor allem gesund und munter und bewahrt Euch ein Lächeln.

Euer Martin

 

5 comments

  1. So eine kompakte Zusammenfassung habe ich gesucht. Vielen dank, Maertin.

    Gibt es so eine Handy_Halterung überall im Handel zu kaufen (anpassungsfähig an das jeweils genutzte Handy)? Packst Du Dein Handy dann wasserfest ein? Wenn ja, wie?

    Viele Grüße eines Anfängers, Michael

    1. Hi,
      ja, genau, diese Halterungen gibt es in Elektromärkten für kleines Geld. Ich habe bei meinen Touren, nicht lachen, immer einen Butterbrotbeutel dabei, den stülpe ich bei Regen über das Handy. Funktioniert wunderbar im Regen. 😉

      BG Martin

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