Hallo zusammen,
Schnee macht etwas mit uns. Ich weiß nicht genau, was es ist, aber sobald die ersten Flocken fallen, die erste zarte Schicht weiß am Boden bleibt, sobald das passiert, tauchen unzählige Fotos in sozialen Netzwerken auf, die Menschen freuen sich, bauen Schneemänner und liefern sich epische Schneeballschlachten – dabei ist es egal, ob man 5 oder 50 Jahre jung ist.
Hier bei uns in Krefeld hat es heute auch geschneit, nicht die übliche, an zwei Händen abzählbare Anzahl an Flocken, nein, so richtig. Was soll ich sagen, ich kann mich der Faszination natürlich auch nicht entziehen, vielleicht ist es das Gefühl, der Wunsch, dass die Schneedecke die Stadt ein wenig verzaubert, die großen Sorgen der Welt für einen Moment versteckt und vergessen macht. Was auch immer es ist – es ist einfach schön. Unser Seidenweberdenkmal in der Innenstadt, der Ponzelar, hat ordentlich Schnee abbekommen, er steht aber unerschütterlich da.

Zuletzt vor 15 Jahren hat es so ein Wetter gegeben, sagt der Deutsche Wetterdienst. So richtig bewusst dran erinnern kann ich mich nicht, umso schöner, dass die dicken Flocken heute alle gegeben haben.

Neben dem Ponzelar ist sicher die Burg Linn eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Auch dort wuchs die Schneedecke schnell an.

Jagdschlösschen und Burg, Teil des Museums Burg Linn, wurden zusehends von einer weißen Schicht bedeckt.


Überhaupt Krefeld-Linn, der Stadtteil, in dem die Burg liegt. Es wurde still, der Schnee schluckt die Geräusche.


Wisst ihr, was Schnee auch macht? Entschleunigen. Im Schritttempo ging es durch die Straßen der Stadt. Menschen gingen wie Pinguine, Autofahrende fuhren umsichtig wie selten. Raus aus der Stadt ging es zur Geismühle.

Ganz in der Nähe steht, die Mühle im Blick, ein stattlicher Schneemann, mit Karotte und allem was dazugehört.

Apropos Mühle. Da ist ja auch noch die Elfrather Mühle.

Rund um das Naturschutzgebiet Niepkuhlen finden sich Seen, Bäche und viel Natur.


Es gab mal eine Kampagne, „Krefeld – schön hier“ hieß die. Einige haben sich darüber lustig gemacht, ich finde, das trifft es genau. Ich mag meine Stadt sehr, wenn man mit offenen Augen und offenem Geist auf sie blickt, ist sie schon verdammt lebens- und liebenswert. An einem Tag wie heute erst recht. Spazieren gehen auf dem Hermann-Kresse-Weg – immer schön, im Schnee wird es zu etwas Besonderem.

Über die Niepkuhlenbrücke, über gefrorene Seen und vorbei an Zweigen voll mit Schnee. Schön hier, oder?



Unterwegs zum Hülser Berg, vorbei an einem Bücherschrank. Ob „Der Spion der aus der Kälte kam“ dabei ist?

Das Hülser Bruch mit dem Hülser Berg zeigt sich wild romantisch. Es ist jetzt endgültig still. Das Knirschen meiner Schuhe im frischen Schnee klingt wunderbar.

Meine Haare sind nass, die Jacke ist schon ganz weiß. Tief durchatmen. Zeit um sich gemütlich an den Tisch zu setzen habe ich nicht 😉 .

Und auch den Aufstieg auf den Johannesturm verkneife ich mir, die Aussicht war doch eingeschränkt.

Beseelt von diesen Eindrücken im so hektischen Alltag ging es zurück durch den Schnee. Mal schauen, wie lange die weiße Pracht jetzt liegen bleibt – das Intermezzo tat auf jeden Fall gut.

Wie sieht es bei Euch aus? Schnee-Fans? Oder nervt es euch nur? Ich habe es heute auf jeden Fall sehr genossen.
Bleibt gesund und munter, gebt Acht auf Euch und Eure Mitmenschen und habt einen guten Tag.
Euer Martin
Schöne Bilder! Da bist du aber gelaufen, oder? Ein Bücherschrank ohne Witterungsschutz? Schade um die Bücher. Hier in Essen lagen heute Morgen auch noch um die 15 cm Schnee, der ja gestern den ganzen Tag gefallen ist. Mein Hund mag Schnee auch total gerne. – Aber tagsüber ist alles schon wieder angetaut, so dass ich mich nachmittags auf Rad gewagt habe zum Einkaufen.
Dank dir. Gelaufen und mit dem Auto gefahren 🤗.