Hallo zusammen,
es wird mal wieder aviatisch und das mit vielen Fotos. Wer sich also so gar nicht für Flugzeuge interessiert, sollte diesen Beitrag vielleicht nur ganz fix durchscrollen 😉 . In meinem Beitrag zu einem Tag am Flughafen Frankfurt hatte ich euch ja schon erzählt, dass mich die Luftfahrt total fasziniert und ich immer mal wieder an Flughäfen aufschlage um Flugzeuge zu knipsen, Menschen zu treffen und ein bisschen Fernweh zu genießen. Flughäfen wie der in Frankfurt oder Amsterdam begeistern durch ihre Größe, den hektischen Flugverkehr und eine große Vielfalt an Airlines und Flugzeugmustern. Aber, es gibt ja auch noch die vielen kleineren Flughäfen.
Heute nehme ich euch mal mit nach Paderborn (PAD) und Dortmund (DTM). Am vergangenen Wochenende war ich in Paderborn am Flughafen und habe auf dem Rückweg noch einen kurzen Stopp in Dortmund eingelegt. Beide Flughäfen haben gerade durch ihre relativ geringe Größe und Auslastung einen ganz eigenen Reiz. Zum einen fliegt einem dort viel „Kleinvieh“ vor die Linse, ein Gyrocopter zum Beispiel.

Sieht zwar aus wie ein kleiner Hubschrauber, fliegt aber nach einem völlig anderen Prinzip. Durch den Propeller am Heck wird Vortrieb erzeugt und dadurch der Rotor angeströmt. Er hat kein Triebwerk, sondern dreht sich im Luftstrom. Senkrechtes starten und landen funktioniert also nicht, auf der Stelle schweben auch nicht. Spaß macht es trotzdem, ich bin da vor Jahren mal mitgeflogen 😉 .
Kommerzieller Flugverkehr findet in Paderborn statt, allerdings in einem überschaubaren Maß und meistens in der Nacht. Der Flug aus Palma von Eurowings kam aber bei Tageslicht an.

An den kleinen Flughäfen gefällt mir die Tatsache, dass dort oftmals andere Fotomöglichkeiten bestehen. Durch die Größe ist man halt oftmals näher dran oder kann mal andere Winkel ausprobieren.

Es lohnt sich, zumindest wenn man Flugzeugfan ist, auch immer mal ein bisschen über das Gelände zu streunen und zu schauen, was es so zu entdecken gibt. In Paderborn kam mir zum Beispiel dieses Flugzeug vor die Linse. Es ist Teil eines Projektes, welches die Möglichkeiten erforscht, autonom fahrende, elektrisch angetriebene Flugzeugschlepper und Push-Back Fahrzeuge zu entwickeln und zu testen. Hatte ich bisher noch nichts von gehört, klingt aber faszinierend.

Und auch diese Let L410 ist auf jeden Fall ein Hingucker, wenn ich das richtig verstanden habe, steht sie zum Verkauf. Cooles Teil.

Wie schon geschrieben, die anderen Aufnahmemöglichkeiten haben ihren Reiz. In Paderborn gibt es den „Quax-Hangar“. Quax ist ein Verein, der sich um den erhalt historischer Flugzeuge kümmert, im Hangar stehen dann auch einige Schmuckstücke. Obwohl der Hangar bei meinem Besuch geschlossen war, konnte man die kostenfreie Dachterrasse nutzen und „Flugzeuge gucken“. Feine Sache.


Ein Highlight für mich, und wenn ich mir anschaue, wie viele Zuschauer und Familien plötzlich auftauchten, nicht nur für mich, war der Aufenthalt eines Flugzeuges der Royal Air Force.

Voyager heißt der Jet bei der britischen Luftwaffe, die Basis ist ein Airbus A330. Der Jet wird zum einen als Tankflugzeug eingesetzt, dient aber auch, so wie hier, als Transporter.


Wie schon gesagt, die Fotomöglichkeiten an den kleinen Plätzen sind interessant, hier rollt der große Jet von Rollweg ab und folgt dem „Follow Me“ – Fahrzeug zur Parkposition.

Die Lufthansa hat vor Kurzem ihre Flüge nach München eingestellt, da es aber offenbar nach wie vor Bedarf an der Verbindung gibt, hat sich eine virtuelle Airline gegründet, die mit Flugzeugen der dänischen DAT auf der Strecke Paderborn München operiert.

Zum Einsatz kommen ATR Flugzeuge, für die kurze Strecke sicher die optimale Wahl.

Nachdem auch noch der ein oder andere Businessjet seine Reise angetreten hatte, wurde auch rund um den britischen Militärjet Bewegung sichtbar.


Die Menschen, die am Flughafen standen und fasziniert zum Flieger schauten, animierten die Crew zu freundlichem Winken. Auf meiner Seite der Kamera wurde heftig zurück gewunken.

Push-back – noch ganz klassisch mit Push-back Fahrzeug und Schubstange.

Sagte ich schon, dass die Fotomöglichkeiten auf den kleinen Plätzen oftmals ziemlich cool sind? Ob solche Bilder in Frankfurt oder München möglich wären? Wahrscheinlich eher nicht.

Nach kurzer Startlaufstrecke ging es für die Briten zurück nach Brize Norton und für mich, allerdings mit dem Auto, nach Dortmund.


Flughafen Dortmund
Auf dem Heimweg von Paderborn aus habe ich noch einen kurzen Stopp in Dortmund eingelegt. Der Flughafen ist auch überschaubar groß, hat aber deutlich mehr internationale Verbindungen. Platzhirsch ist definitiv Wizz Air.

Die ungarische Airline betreibt eine reine Airbus Flotte, alle aus der A320 Familie. Ab Dortmund werden etliche osteuropäische Ziele angeflogen.




Und auch in Dortmund sind es die Fotomöglichkeiten, die den Reiz ausmachen. Gerade das Groundhandling, also die Arbeit am Boden, ist hier gut beobachten.

Privatfliegerei gibt es hier auch, am Flughafen ist auch eine Flugschule ansässig.

Aus Griechenland kam dieser Ambulanzflieger rein, sicher ein anderes Urlaubsende als vom Passagier gewünscht.

Mit einem letzten Blick auf den Landeanflug soll es das dann auch schon wieder gewesen sein.


Wie immer hoffe ich, euch haben die Einblick ein wenig gefallen. Wenn ihr euch für Flugzeuge interessiert, schaut euch auch mal die kleineren Flugplätze an, oftmals kommt man viel näher ran und es gibt immer etwas zu entdecken. Wenn ihr Fragen habt, immer her damit.
Habt eine gute Zeit, seid nett zu Euren Mitmenschen und bleibt gesund und munter.
Euer Martin