Natur, Schiffe, Eisenbahnen und viel Sonne – von Krefeld nach Steyl und zur Paesmühle

Hallo zusammen,

es geht wieder auf Tour. Wenn ihr mögt, nehme ich euch gern auch dieses Mal mit. Virtuell, unbezahlt und unbeauftragt geht es dieses Mal in die Niederlande. An Fronleichnam bin ich früh aufs Rad und in Krefeld losgefahren.

In Richtung Kempen ging es dann aus der Stadt hinaus. In der Innenstadt gibt es eine Menge spannender Fassaden zu entdecken. Wenn man da mal mit offenen Augen radelt, ist das schon spannend.

Aus der Stadt raus nach Unterweiden führte mich meine Route dann über die Alte Kempener Landstraße. Kaum noch von motorisiertem Verkehr befahren, gibt es da am Wegesrand immer eine Menge zu entdecken. Diesen Tour hier zum Beispiel, er war mal wichtig fürs Fernmeldenetz, jetzt nisten dort Vögel drin.

Die heißen Tage und der Sommer führen auch immer wieder zu Herausforderungen beim radeln. Und zu Entscheidungen….ist nass werden jetzt gut oder schlecht? 😉

Ich hab mich für „Jap, macht Laune“ entschieden, bin durchgefahren und es gab sogar noch einen Regenbogen.

An Gut Heimendahl vorbei, nicht nur ein beleibtes Fotomotiv, auch der Hofladen und das Café lohnen einen Besuch, ging es weiter. Um die frühe Uhrzeit, zumal an einem Feiertag, war aber noch alles dicht.

Oft radel ich von dort aus dann an der kleinen Kapelle Sankt Peter vorbei in Richtung Grefrath und Venlo, dieses Mal habe ich mich für die Fahrt mitten durch Kempen entschieden. Wenn ihr noch nie in Kempen gewesen seid, holt das unbedingt nach. Die historische Altstadt, die kleinen Gassen, die ganze Stimmung in dem Städtchen ist einfach herrlich. Ich bin auf jeden Fall gern in Kempen. Auch wegen solcher Farbklecksideen in der Stadt.

Über den wunderbaren Bahnradweg, nahezu flach und herrlich zu fahren, ging es dann weiter nach Lobberich und Kaldenkirchen.

In Kaldenkirchen habe ich, natürlich, wieder kurz an „meiner“ Eisenbahnfotostelle kurz hinter dem Bahnhof Kaldenkirchen angehalten. Eine kurze Pause, vielleicht bekommt man ja was vor die Linse. Dieses Mal hatte ich Glück, eine Lokomotive der BLS Cargo, einer Firma aus der Schweiz, zog einen Zug an mir vorbei.

Um nach Venlo zu fahren bin ich dann, ein ganze Stück parallel zu den Gleisen, weiter in Richtung Nordwesten gefahren. Es war mittlerweile richtig muckelig warm, wie man hier so sagt.

Gerade noch auf deutschem Gebiet kriegte ich eine weitere Lokomotive vor die Kamera, dieses Mal als Leerfahrt, also ohne Wagen dran.

In Venlo bin ich direkt runter an die Maas gefahren, ein bisschen Rundfahrtschiffe schauen und dann weiter in Richtung Steyl.

An etwas Kunst vorbei bin ich dann weiter gefahren. Immer am Fluss entlang. Herrlich.

Ein bisschen Wettrennen mit einem kleinen Frachtschiff und ruckzuck ist man auf Höhe des Klosters Steyl. Der ganze Ort heißt so und liegt ebenfalls direkt an der Maas.

Wer noch nie da war, dem empfehle ich unbedingt mal dort zu radeln. Das ist einfach wunderbar. Tolle Radwege, viel Natur und immer am Fluss entlang.

Für ganz kleines Geld, ich meine es war nicht mal ein Euro, kann man mit dem Rad die Fähre in Steyl benutzten und die Maas queren. Die Fähre ist eine eine Seilfähre, das heißt, sie zieht sich an einem Seil von einer zur anderen Seite.

Auf der anderen Seite liegt Baarlo und dort gibt es einen kleinen Aussichtsturm. Ich hab einen kurzen Abstecher dorthin gemacht und einen leicht erhöhten Blick auf die Maas erhaschen können.

Neben der gewerbsmäßigen Binnenschifffahrt tummelten sich auch etliche Freizeitkapitäninnen und -kapitäne.

Ein letzter Blick aufs Kloster, dann ging es wieder aufs Rad und weiter mit meiner Tour.

In einem Bogen ging es zurück in Richtung Venlo, als erstes in den Stadtteil Blerick. Der Weg dorthin war ebenfalls schön zu radeln, selbst die Teile, die parallel zu einer Landstraße verliefen. Fahrradfahren ist in den Niederlanden einfach etwas anderes.

In Blerick gibt es einen Bahnhof und so etwas wie ein Bahnbetriebswerk. Neben einigen Bauzügen findet man dort auch immer spannende Lokomotiven abgestellt. Zum Beispiele diese Lok der Baureihe 1300. Eigentlich sind die seit 2000 außer Dienst, lediglich vier Stück haben die Schrottpresse überlebt. Diese hier gehört, meine ich, einer Museumsstiftung. Es ist die 1304, die Lokomotiven hatten, als sie noch im Einsatz waren, alle Namen. Diese hier ist die „Culemborg“.

Zurück nach Venlo führte mich dann der Greenport Bikeway, ein Top-Radweg parallel zur Eisenbahnlinie. Wenn ihr mögt, schaut HIER mal rein, da gibt es Infos zu dem Projekt. Ich radel da auf jeden Fall sehr gern.

In Venlo war es, natürlich, recht voll. In Deutschland ist Feiertag und die Geschäfte hier haben auf…also 😉 Auf dem Rad kann man aber super an den Staus vorbeifahren und kommt gut voran. In Venlo habe ich dann in einer Seitenstraße diesen schönen Käfer fotografieren können. Ein wirklich top gepflegter Oldie.

Über den Weselsweg bin ich dann zur Grenze gefahren, dort wird aus der Straße dann die Dammerbrucher Straße.

Kurz die Spielregeln erklärt und dann ging es auf deutschen Straßen weiter. Mein nächster kurzer Stopp fand dann an der Paesmühle statt.

Wenig später wollte ich dort für gute Freunde eine Hochzeit fotografieren und da habe ich mir die Location schon mal angeschaut. Die in den 1980ern renovierte Kapelle ist schon ein schöner Trauort.

Über Kempen und Hüls führte mich meine Route dann zurück nach Hause. In Wankum stand das Schützenfest bevor und, traditionell wird hier auf dem Land mit solchen Strohfiguren auf alles Mögliche hingewiesen 😉 . Hochzeiten, Feuerwehrfeste, Landjugendparties oder eben das nächste Schützenfest.

Das Wetter war die ganze Tour über wirklich toll, das radeln hat einfach nur Spaß gemacht. Kurz vor Kempen habe ich noch eine kurze Pause an dieser Wegkreuzung gemacht und mich einfach mal ein paar Minuten auf die Bank gesetzt und den tag genossen. In unserer hektischen Welt ist sowas vielleicht manchmal gar nicht schlecht.

Nach der langen Radtour habe ich mich dann in Krefeld Hüls mit einem Eis belohnt. Die Meinungen, wo es in Krefeld das beste Eis gibt, gehen durchaus auseinander, die kleine, aber feine Eisdiele in Hüls ist aber auf jeden Fall ganz weit vorne mit dabei.

Nach etwas über 100 Kilometern war ich dann wieder zu Hause. Eine wirklich schöne Tour mit viel Sonne und tollen Eindrücken. Wie meistens habe ich auch dieses Mal wieder einen Relive Clip für euch.

Ansonsten gilt, wie immer, wenn ihr Fragen habt, immer her damit. Ich hoffe, es hat euch gefallen. Passt auf euch und eure Mitmenschen auf, fahrt vorsichtig und genießt die schönen Seiten des Lebens.

Euer Martin

 

 

 

 

 

5 comments

  1. Hallo Martin. Vor wenigen Tagen war ich ebenfalls in Paesmühle. Der Erinnerung wegen.
    Als Jugendlicher – also so vor 50 Jahren – war ich als Pfadfinder sehr oft in Paesmühle. Damals gehörte die gesamte Anlage dem Paesmühle e.V., der zur kath. Pfarrgemeinde St. Josef am Dellplatz in Duisburg gehörte.
    Wir haben dort, wo heute die Parkplätze gegenüber der Kapelle sind, einen Zeltplatz hergerichtet. So manches Wochenende haben wir dort gezeltet. Im Winter wurde im Haupthaus und im Bauernhaus übernachtet. Im „Schloss“ wohnte der Verwalter.
    Das Kreuz in der Hochzeitskapelle stammt übrigens auch aus der Zeit.
    Heute gehört alles der Stadt Straelen.

    Beste Grüße Hermann

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