Die Flughafen-Runde – Krefeld, Düsseldorf, Strümp – eine Runde durch die Umgebung

Hallo zusammen,

ich war mal wieder auf dem Fahrrad unterwegs. Wenn ihr mögt nehme ich Euch auf eine kleine Runde zum Flughafen nach Düsseldorf mit, unbezahlt und unbeauftragt natürlich.

Es gibt so ein paar „Klassiker“ für mich, die ich immer mal wieder radel, wenn ich nicht so viel Zeit habe, aber trotzdem ein bisschen auf dem Rad sitzen möchte. Eine Fahrt zu den Krefelder „Bergen“ zum Beispiel, die „Strümper Runde“ oder eben die Tour zum Flughafen Düsseldorf. Auf letztere nehme ich Euch heute mit, knappe 50 Kilometer ist sie lang und für mich immer eine schöne Tour, weil es immer was zu sehen gibt. Für den Feiertag in der letzten Woche waren sich die Wetter-Apps einig, Vormittags trocken, ab Nachmittags gab es eine Unwetterwarnung. Also ging es früh auf den Sattel und in Richtung Düsseldorf. Vorbei am Kaiser-Wilhelm-Museum ging es in Richtung Albrechtplatz und Luisenstraße.

Mit Blick auf die St. Stephan Kirche ging es weiter. Das Wetter war zu diesem Zeitpunkt wie angekündigt, ganz gut.

Ich hatte das neulich schon mal irgendwo geschrieben, in Krefeld gibt es richtig schöne Fassaden und Straßen. Man fährt, zumal mit dem Auto, oft durch eine Stadt und nimmt diese vielen tollen Kleinigkeiten nicht wahr. Das sollte man aber tun, es ist nämlich spannend.

Details auf der Luisenstraße gibt es eine Menge. Wie gesagt, macht das mal bei Euch, geht oder fahrt mal ganz bewusst durch Eure Stadt.

Wenn ihr hier schon länger mitlest, dann wisst ihr ja, ich bin ein riesen Fan der neuen Radpromenade in Krefeld. Also habe ich auch bei dieser Tour wieder alle schon eröffneten Teilstücke mitgenommen. Das Radfahren dort ist eben einfach herrlich.

Pinguine als Bemalung einer Garage? In Krefeld passt das natürlich auf alle Fälle, gerade wenn man sich auch für Eishockey interessiert. Das Eishockeyteam hier bei uns sind die „Krefeld Pinguine“ ;).

Am Ende der Promenade landet man dann unweigerlich an einem DER Touristenhighlights der Stadt, an der Burg Linn. Das Museum dort beinhaltet archäologische Funde, es finden regelmäßig tolle Veranstaltungen statt, mal erwartbare Themen wie ein historischer Flachsmarkt, aber auch Aktionen wie Crossläufe oder eSports-Events. Ganz aktuell findet im Museum an der Burg eine Ausstellung zum Thema „Krefelder Sportgeschichten“ statt. Ein Besuch, der ja aktuell wieder möglich ist, lohnt auf jeden Fall.

Fast direkt an die Burg schließt der Greiffenhorst-Park an, ein wunderschönes Areal mit toller Natur und der Möglichkeit einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

Um 1840 herum wurde in diesem Park auch das Greiffenhorst-Schlösschen oder das Haus Greiffenhorst erbaut. Optisch nach wie vor ein echter Hingucker. Ähnlich wie Burg Linn wird auch diese Gebäude für Veranstaltungen genutzt. Die nächste, so das denn Corona zulässt, wird wohl eine Lesung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Literarischer Sommer“ werden. Mal schauen.

Über die Hafenstraße ging es dann in Richtung Uerdingen weiter und dort auf die Rheinbrücke. Die 2008 gebaute „Petran“ aus den Niederlanden kam mit etlichen Containern beladen auf die Brücke zugefahren. Im Hintergrund erkennt man das Uerdinger Rheinufer und die Müllverbrennungs- und Kläranlage am Elfrather See.

Am Uerdinger Rheinufer gibt es seit einigen Jahren die sogenannte Rhine Side Gallery, ein Bereich mit Gastro und toller Streetart und seit diesem Jahr auch das Projekt „Werft 765“. Was es damit auf sich hat, habe ich bei einem der letzten Blogbeiträge geschrieben, schaut mal HIER.

Mit Blick auf den Hafenmund ging es dann über den Rhein in Richtung Duisburg Mündelheim weiter.

Durch die Rheinauen in Mündelheim führte mich mein Weg dann so langsam in Richtung Düsseldorf. Der Blick zurück zeigt die Uerdinger Brücke und viel Grün, dort zu radeln macht schon Spaß.

Kurz drauf bin ich dann auf den Rheinuferweg eingeschwenkt. An dieser Stelle gibt es eine kleine Gastwirtschaft die bei gutem Wetter und in „Nicht-Pandemie-Zeiten“ zu einem beliebten Pausenhalt geworden ist. Mit vielen Gartenstühlen und günstigen Getränken und kleinen Snacks kann man dort einfach das Leben genießen. Vielleicht geht da ja im Sommer wieder was. „Aschlöksken“ heißt der Laden. HIER gibt es ein paar Infos dazu. Und so sieht dann der Ausblick von dort aus.

Und ab auf den Rheinuferweg. Hier ist der Name Programm, bis nach Kaiserswerth radelt man dicht am Ufer entlang. Einfach herrlich. Glatter Asphalt und tolle Aussichten auf den Fluss, die Schiffe und Bauwerke.

Seit kurzem gibt es dort diese großen Schilder, ob es dort durch die Pandemie voller geworden ist? Nun ja, der Hinweis kann ja nicht schaden. Zu der frühen Stunde war ich allerdings fast alleine vor Ort.

Kurz hinter Kaiserswerth bin ich dann in Richtung Flughafen abgebogen. Am Straßenrand stand dieser interessante Bus. Die Optik zeigt schon, kein Bus den man hier sonst so sieht. Die Firma „Thomas Build Buses“ ist der älteste Bushersteller Nordamerikas, der heute noch produziert. In den ganzen Staaten findet man Busses dieser Firma, meist sind es Schulbusse. Irgendwie cool so einen Bus hier zu sehen.

Auf dem Weg zum Flughafen bin ich durch die „Airport City“ gefahren, ein Gewerbegebiet direkt am Flughafen. Dort findet man mittlerweile viele Bürogebäude, ein Porschezentrum ist dort und auch ein Hotel. Viele der Gebäude sind architektonisch durchaus interessant anzusehen.

Am Flughafen angekommen starte gerade ein Airbus von Eurowings zu einem Flug zu einer Urlaubsdestination. So langsam, ganz langsam steigert sich der Flugverkehr wieder.

Ein Airbus der Swiss rollte nach seinem Flug aus Zürich zu seiner Parkposition.

Gefreut habe ich mich über diesen Airbus A 320 der Airline Sundair. Ich glaube ich hatte bislang noch keinen Flieger dieser deutschen, noch recht jungen, Airline vor der Linse. 2016 wurde sie gegründet. Der Flieger selbst ist älter, er flog 2005 zum ersten Mal und tat das bis heute schon für Air Berlin, OLT und Small Planet. Ist also ganz schon herumgekommen in seinem Leben. Bei diesem Start hier ging es nach Heraklion.

Und dann zog es sich zu und fing tatsächlich an zu regnen. Dicke Tropfen fielen vom Himmel. Vielen Dank an die Wetter-Apps ;). Der einzige Vorteil war, es war nicht wirklich lange, etwa 20 Minuten lang tröpfelte es immer mal wieder. Aber, man ist ja nicht aus Zucker.

Und so ging es dann im leichten Regen auf den Rückweg. In Lohausen ging es an einem Streetart an einer Brücke vorbei weiter in Richtung Flughafenbrücke der A44 über den Rhein.

Durch das Naturschutzgebiet Ilvericher Altrheinschlinge bin ich dann in Richtung Strümp gefahren. So ganz langsam klang dann auch der Regen ab. Immerhin ;).

In Strümp steht eine interessante Kfz-Werkstatt, eine ehemalige Tankstelle, die ihr vielleicht schon mal gesehen habt. Immer wieder ist sie Kulisse für TV Produktionen. Für Alarm für Corba 11, Tatort, einen Till Schweiger-Film und zuletzt für das „Club der roten Bänder“-Spin Off „Tonis Welt“ wurden hier schon Szenen gedreht. Schon spannend.

Über die Schloßstraße bin ich dann unter der Autobahn A44 hindurch gefahren, beobachtet von diesem Monster 😉

Eigentlich geht es kurz nach der Brücke nach links ab um die A57 zu überqueren, dort ist im Moment allerdings eine riesen Baustelle im Autobahnkreuz und es tut sich wohl auch etwas an der Brücke dort. Sehr gut finde ich aber, die Umleitung ist auch für Radfahrende sehr gut ausgeschildert.

Also ging es noch ein Stück an der Straße weiter. Sie heißt hier, passenderweise „An der Autobahn“. Einige Kilometer weiter kann man diese Autobahn dann auch unterqueren und ist dann schon fast wieder auf der alten Strecke.

In Bösinghoven ist mittlerweile auch der Bahnübergang wieder befahrbar, daran wurde länger gearbeitet, so dass man mit dem Rad dort wieder bequem die Gleise überqueren kann. Und, ihr kennt mich, ein bisschen Eisenbahnen gucken geht natürlich auch. Ganz witziges Detail, die Lokomotive die mir da vor die Linse gekommen ist, ist dieselbe, nicht die gleiche, wie bei meiner letzten Tour dort. Wieder die Baureihe 294 von 1969.

Von dort aus ist es ein Katzensprung bis nach Fischeln. Von der Endhaltestelle der Straßenbahn dort führt ein wunderbarer Weg bis nach Krefeld hinein. Den bin ich gefahren und gut voran gekommen. Am Donnerstag war das sogar eine offizielle Rallyetappe 😉

Kurz vor Ende der Tour bin ich noch durch die Siedlung an der Nernstraße in Krefeld gefahren, wirklich ein Kleinod. Es gibt so viele so tolle Ecken in der Stadt, es lohnt sich, wie schon zu Beginn gesagt, da mal auf Entdeckungsreise zu gehen.

Und das soll es auch schon wieder gewesen sein, wie immer hoffe ich, es hat Euch ein wenig gefallen. Ich habe noch einen Relive Clip für Euch am Start und wie immer gilt natürlich, wenn ihr Fragen haben solltet, immer her damit.

Bleibt gesund und munter, fahrt immer vorsichtig und habt eine gute Zeit.

Euer Martin

 

 

 

 

 

4 comments

  1. … sehr schöne Landschaften, klasse Radstrecken, etwas Flugzeug und Eisenbahn gucken, dazu noch Wissenswertes über die Gegend – genau mein Ding. Besten Dank fürs Zeigen und das du uns auf diese Art auf deinen Touren mitnimmst. So rein aus technischer Neugierde; welche Kamera kommt bei deinen Radtouren zum Einsatz?

    Gruß aus Kaarst/Büttgen
    Thomas

    1. Vielen Dank für die lieben Worte, freut mich sehr, dass es gefällt.
      Ich nutze zum einen schlicht das Handy, ein Huawei P20 und habe immer eine Panasonic Lumix FZ200 dabei. Die Kamera ist schon recht alt, sie ist aber kompakt genug um sie bequem mitnehmen zu können und hat mit einem 24 fachen optischen Zoom genug Potenzial um auch mal ein paar andere Perspektiven oder Einsichten zu nutzen. Ich habe davon mittlerweile die dritte, auch wenn es sicher bessere Kameras am Markt gibt. Die schnelle Auslösezeit, das sehr kompakte Design und die Bildqualität möchte ich nicht mehr missen.

      BG Martin

  2. Hallo Martin,
    dein Beitrag war wieder sehr interessant, abwechslungsreich und schön!
    Um Nähe zum Rhein beneide ich dich doch einwenig.
    Bei den Schiffen würde ich auch immer die Kamera aus der Tasche holen und auch der Sound der dicken Schiffsdiesel ist einfach schön.
    Bin letztens vom Schiffshebewerk zum Do-Hafen am Kanal entlang geradelt.

    Schönes Wochenende, liebe Grüße
    Dagmar

    1. Hi Dagmar,

      vielen Dank. Jap, finde ich auch, ich genieße es sehr, dass ich sehr viele, sehr spannende Ziele in nächster Nähe habe. Und Schiffe und Wasser gehen irgendwie immer.

      LG Martin

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