Bunte Blumen, tolle Bilder und interessante Züge – Tour zum Werft765 und nach Strümp

Hallo zusammen,

wenn ihr mögt, nehme ich Euch wieder auf eine kleine Radtour mit. Unbezahlt und unbeauftragt ging es dieses Mal nach Uerdingen. Wie gesagt, eine kleine Runde, zum einen war ich letzten Samstag nicht so ganz fit, zum anderen warteten Nachmittags noch Termine. Also galt es den Morgen zu nutzen. Los ging es vor der Haus in Richtung Krefelder Innenstadt.

An der traditionsreichen Gaststätte „Et Bröckske“ sind die Abrissarbeiten in vollem Gange. Die denkmalgeschützte Fassade und der Gewölbekeller bleiben erhalten, ansonsten wird das Gebäude neu errichtet, wieder mit einer Gastro, aber wohl auch dem Einzelhandel. Ich bin gespannt, aktuell sieht es allerdings eher so aus als hätte eine Bombe eingeschlagen.

In der Fußgängerzone standen mittlerweile die ersten Tische und Stühle wieder draußen, noch angeleint, aber zu allem bereit. Mit der neuen CoronaSchutzVerordnung des Landes ist aktuell auch in Krefeld wieder Außengastronomie möglich, wenn auch nur mit negativem Test, Genesenennachweis oder einem vollständigen Impfbuch. Ob es dafür nicht eigentlich noch zu früh ist? Ich weiß es nicht, ich hab ziemliche Bauchschmerzen mit den Lockerungen. Immerhin sind wir aktuell bei Inzidenzen, die vor einiger Zeit noch drastische Maßnahmen bedingt haben. Nun ja, warten wir es ab.

Es ist im er wieder spannend, was man alles entdeckt, wenn man mit offenen Augen durch die Stadt läuft. Oftmals muss man mit der Nase auf spannende Dinge gestoßen werden. Ich habe zum Beispiel jahrelang in Duisburg gelebt und viele der spannenden archäologischen Fakten über meine Heimatstadt erst bei einer Stadtrundfahrt für Touristen erfahren. In Krefeld ging es mir mit dem Stein der an die ersten deutschen Auswanderer in die Vereinigten Staaten erinnert ganz ähnlich.
Erst im Rahmen von Dreharbeiten anlässlich eines Jubiläums wurde ich darauf aufmerksam.

Wenn ihr mögt, schaut Euch mal den Clip zur Geschichte der Auswanderer von 1683 an, den meine Kollegin gemacht hat. Sind ein paar ganz spannende Fakten drin.

An der Stakeranlage am Voltaplatz vorbei ging es in Richtung Krefelder Radpromenade. Am Voltaplatz findet man oft sehr coole Graffiti oder Streetart. Dieses Mal fiel der pinke T-Rex ins Auge.

Das ich ein großer Fan der Krefelder Radpromenade bin wisst ihr ja mittlerweile, ich hab da echt Spaß dran. Los geht es, aktuell, an der Feuer- und Rettungswache in Krefeld. Seit 2016 hat die Berufsfeuerwehr hier ihr Hauptquartier und ein eindrucksvolles dazu. Ein bisschen was zur Historie und zum Neubau, sowie zu den vielen Einsatzfahrzeugen findet ihr auf dieser Seite HIER. Für die Feuerwehrfans unter euch.

Sagte ich schon mal wie herrlich das radeln auf der Promenade ist? Ja, oder?

Auch der zuletzt eröffnete Teil des Radweges ist super. Man gelangt darüber sehr bequem bis zur Burg Linn. Hier muss man natürlich ein Foto machen, ist halt ein Touri-Highlight 😉

Von Linn aus ist man in Nullkommanix dann auch in Krefeld-Uerdingen am Rhein. Die Brücke, von den Uerdingerinnen und Uerdingern auch gern „die Golden-Gate am Rhein“ genannt, ist sicher, neben der Burg Linn, eines der bekanntesten Wahrzeichen Krefelds.

Und dann war ich auch schon am ersten Ziel der kleinen Wochenend-Tour. Das Werft. Ja, es heißt „das Werft“, fragt mich nicht warum, aber der Bereich direkt in Uerdingen am Rhein heißt das Werft. Dort tut sich gerade so einiges, unter dem Titel „Werft 765“ wird aus dem Gelände ein Open-Air Kino, ein Beachvolleyball-Platz, ein Markt und der Ort für tolle Blumenbeete. Man muss halt immer schauen, was wie wann wo mit Corona geht, aber ich glaube das wird was Gutes. HIER gibt es Infos dazu. Was man schon sieht sind die Blumenbeete. Sie können von Krefelderinnen und Krefelder bepflanzt werden, diese Beet-Paten übernehmen dann auch die Pflege der Blumen. Firmen, Einzelpersonen und Institutionen haben sich beteiligt und es ist jetzt schon richtig schön geworden. Und das alles direkt am Rhein.

Die großen Wassertanks werden regelmäßig bei Übungen des THWs mit Rheinwasser gefüllt, von dort aus können sich die Beet-Paten dann das Wasser abzapfen. Ziemlich coole Idee.

Ebenfalls direkt am Rhein liegt auch die Rhine Side, dort kann man ebenfalls was essen und trinken, es gibt aber auch richtig gute Streetart zu sehen. Auch hier lohnt ein Besuch. Infos findet ihr HIER.

Von Uerdingen aus ging es in Richtung Gellep-Stratum. Dort stand mal ein Kastell. Lange ist es her, es war ein Römerkastell. Heute findet man Spuren davon im Museum Burg Linn, aber auch im Alltag gibt es immer wieder Hinweise darauf. Zum einen auf Stromkästen, aber auch durch goldene Helme an Laternen.

Wer sich die Funde mal anschauen möchte, dem ist ein Besuch im Museum Burg Linn nur empfehlen, die spannende Geschichte rund um Gelduba, um Schlachten und das tägliche Leben zu Zeiten der Römer ist dort sehr schön aufbereitet.

Ein kurzes Stückchen führte mich mein Weg noch nach Strümp, dabei erwischte ich diesen Herren beim steigen aus der Wanne. Schon interessant, was sich manche Menschen so in den Garten stellen. 😉

Bösinghoven hieß der nächste Stopp, dort ist, nach längerer Bauphase, ein Bahnübergang wieder befahrbar. Bislang musste man da mit dem Rad einen kleinen Umweg fahren, nicht viel, aber so wie jetzt ist es bequemer. Ich hab dort natürlich ein wenig Pause gemacht und geschaut ob der ein oder andere Zug vorbeikommt. Mit zwei, von Diesellokomotiven gezogenen, Zügen hatte ich Glück. Einmal eine noch recht neue Vossloh DE18 der Neusser Rheincargo mit einem Zementzug. Baujahr war 2018.

Und eine, gar nicht mehr neue, Baureihe 294 mit einem gemischten Zug. Diese Lokomotive ist Baujahr 1969.

Über die Felder ging es dann nach Fischeln. Das Wetter war einfach herrlich und die Temperaturen genau richtig für diese Radtour.

Von Fischeln aus führt ein wunderbarer Weg direkt neben der Straßenbahnlinie in Richtung Krefeld Mitte zurück. Den bin ich gefahren, man radelt an wunderbaren Wiesen vorbei, unter Bäumen hindurch und fährt so, völlig befreit vom Autoverkehr, von Fischeln nach Krefeld hinein.

Zwischen der Fabrik Heeder und dem neu gestalteten Platz der Wiedervereinigung hindurch ging es an wunderschönen Fassaden entlang nach Hause.

Wie gesagt, es sollte dieses Mal keine lange Tour werden und so war ich nach knapp 30 Kilometern wieder daheim. Trotzdem hoffe ich, es hat Euch gefallen und vielleicht war ja das ein oder andere Ziel für Euch mit dabei. Es gibt auch noch einen Relive Clip und natürlich die Bitte, wenn es Fragen gibt, ab in die Kommentare damit.

Bleibt gesund und munter, genießt das schöne Wetter und passt auf Euch auf,

Euer Martin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5 comments

    1. Hi,

      vielen Dank für die lieben Worte. Ich hoffe, Du hattest auch einen schönen Feiertag, ich habe gestern den Rechner tatsächlich mal ausgelassen 😉

      LG Martin

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