Weihnachtsrunde 2020 – Krefeld, Duisburg und Düsseldorf

Hallo zusammen,

die Wettervorhersage rund um die Weihnachtstage war ja eher geht so hier bei uns. Der 1. Weihnachtstag, also der 25. Dezember, sah noch am besten aus, also, ab aufs Fahrrad. Wieder ging es direkt ab der Haustür los, Bahnfahren verkneife ich mir aktuell aus Corona-Gründen. Es ging, mal wieder, zum Flughafen Düsseldorf, aber nicht auf der typischen Flughafen Runde, sondern mit einem Schlenker über Duisburg. Als ich losfuhr war es noch dunkel und irgendwie auch nicht so wie in der App angekündigt. Es war recht frisch und fühlte sich nach Regen an.

Sonnenaufgang sollte um 8.36 Uhr sein, also dachte ich mir, fahr doch mal auf den Kapuzinerberg, vielleicht kann man von dort aus den Sonnenaufgang beobachten. Nun ja, um kurz nach 8 Uhr sah es noch ganz gut aus, zum eigentlichen Sonnenaufgang gab es aber dicke Wolken. Und so wurde es nur ein solches Foto hier, hat aber auch seinen Reiz.

Über Verberg ging es dann weiter, ob nun wegen des Lockdowns oder weil alle noch im Suppenkoma von Heiligabend lagen, die Stadt war wie ausgestorben, niemand war auf den Straßen, kaum Licht in den Häusern, als würde man durch eine Geisterstadt radeln.

Am Elfrather See vorbei führte mich mein Weg dann weiter. So langsam wurde es auch heller. Ich bin mal sehr gespannt darauf, wenn der Elfrather See mit dem geplanten Wavegarden, einem Surfpark, erweitert wird, wie es dann hier aussieht. Ich glaube, dass das ne große Chance für Krefeld und für das Gebiet rund um den E-See ist.

Vielleicht wird man dann auch die nervigen Gänse los, die bislang eher eine Plage denn ein Gewinn waren. Der Surfpark soll in das bestehende Areal integriert werden und wird sicher für uns Krefelderinnen und Krefelder ne coole Sache, aber zieht auch Menschen aus der Region an. Schaut Euch, wenn ihr mögt, mal den Clip hier an, da gibt es ein paar Eindrücke. Verantwortlich für den Inhalt ist natürlich der Einstellende 😉

Vielleicht ganz interessant, zumal die vielen Spazierwege und das drumherum des, künstlich angelegten, E-Sees erhalten bleibt. Ich bin mal gespannt, ob die Mehrheiten halten und wir 2023 das Teil live und in echt bewundern können. Ich persönlich fände das cool….bis dahin teilen wir uns die Wiese dann halt noch mit den Gänsen 😉

Vom See aus war der Logport das nächste Ziel. Dazu ging es ein bisschen durch Rumeln Kaldenhausen und dann durch diese schöne Allee in Richtung Straße zurück. Ich wollte über den Rhein, aber nicht in Uerdingen, sondern wieder in Rheinhausen, wie bei der letzten Tour auch.

Am Bürgermeister Johann Asch Platz kam dann auch tatsächlich die Sonne raus. In dem kleinen Park wurden neulich erst neue Bäume gepflanzt und laut Stadt Duisburg waren auch Walnussbäume dabei, damit man bald dort Nüsse sammeln kann. Früher hatten dort Esskastanien gestanden, die waren aber krank und mussten sicherheitshalber gefällt werden.

Und das alles unter den Augen an diesem Häuschen am Eingang 😉 Streetart halt…

Durch Rheinhausen ging es dann zur Eisenbahnbrücke über den Rhein. Von dort aus hat man einen schönen Blick auf den Rhein und die Brücke der Solidarität. Die Brücke heißt so, seit sie zum Symbol der Stahlkrise wurde. Damals kamen Stahlkocher aus ganz Deutschland nach Duisburg um gegen die Schließung des Stahlwerks zu demonstrieren, auch viele Duisburgerinnen und Duisburger waren auf der Straße, Lehrlinge aus der Krupp Lehrwerkstatt hatten damals ein Schild mit dem Namen „Brücke der Solidarität“ gefertigt. Die Stadt Duisburg hat den Namen dann übernommen.

Von der Eisenbahnbrücke aus hat man auch einen schönen Blick auf die koptisch-orthodoxe Kirche in Hochfeld. Die Kirche steht seit 1985 unter Denkmalschutz und ist heute der Sitz der koptisch-orthodoxen Gemeinde.

Dieses Mal ging es nicht nach links von der Brücke ab in Richtung Rheinpark, sondern nach rechts in Richtung der Hüttenwerke Krupp-Mannesmann. Das ermöglich einen Blick zurück auf die Eisenbahnbrücke über die ich eben gefahren war. Und, es war sogar die Sonne draußen auf meinem Weg.

Unterwegs in Richtung HKM bin ich am Rhein entlanggefahren und konnte ein bisschen auf die Schiffe gucken, die Vision mit ihrem Leichter Vision 2 ist knappe 200 Meter lang, schon ein beeindruckender Verband.

Bei bestem Sonnenschein bin ich dann rauf zu Tiger and Turtle gefahren. Die Landmarke in Form einer begehbaren Achterbahn wurde 2010 geschaffen und ist mittlerweile ein bekanntes Wahrzeichen Duisburgs. Aktuell ist es leider nicht begehbar, allerdings ist die Aussicht von der Halde auch ziemlich gut.

Ein Blick über Duisburg war bei dem guten Wetter problemlos möglich. Im Hintergrund der Stadtwerketurm, der, das habe ich nach meinem letzten Blogbeitrag erfahren, stehen bleiben wird, vielen Dank für die Info Hermann-Josef Hassel.

Ein Hinweis zum Stadtwerketurm. Dieser sollte tatsächlich vollständig demontiert werden. Riesenproteste in Duisburg führten letztlich dazu, dass nur die drei Rauchrohre entfernt wurden und das Gestell aufwändig restauriert und mit modernen Lampen ausgestattet wurde. So leuchtet er weiterhin als Duisburger Wahrzeichen und Landmarke und ist weithin sichtbar. Meistens leuchtet er grün (Farbe der Stadtwerke), zu Weihnachten jetzt aber rot und weiß. Und sollte unser MSV eines fernen Tages doch wieder aufsteigen, wird er sicher diese Ereignis in „Weiß und Blau“ allen kundtun.
Beste Grüße Hermann-Josef Hassel

Außerdem erkennt man den Bunker des Landesarchivs und vorne links die evangelische Kirche der Gemeinde Wanheim. Auch der Rhein und die Eisenbahnbrücke ist zu sehen, genau wie das Containerterminal und Kühltürme und jede Menge Industrie. Ein Gang hinauf lohnt sich also immer.

Von der Halde runter führte mich mein Weg am Angerbach entlang bis nach Wittlaer und somit wieder an den Rhein. Das ist dann wieder Teil meiner „Flughafenrunde“, der wunderbare Radweg am Rhein entlang in Richtung Kaiserswerth. Bei meiner Tour kamen mir zwei Menschen mit Hund und ein Radfahrer entgegen, das war es. Herrlich.

Das Ziel war dann natürlich der Flughafen, wenn man schon mal in der Ecke ist. Erneut bin ich durch den Lantz’scher Park in Lohausen gefahren, den Park mag ich sehr, einige Kunstwerke werten ihn auf, aber auch die Bebauung und die Natur dort finde ich wirklich attraktiv.

Am Flughafen angekommen habe ich nen Moment Pause gemacht und ein, zwei Flugzeugbilder gemacht. Auf dem Weg zum Fotopunkt auf dem Parkhausdach habe ich noch schnelles Bild des Eritrean Airbus gemacht. Interessanter Flieger, der normalerweise nicht in Düsseldorf zu sehen ist. Steht jetzt seit einiger Zeit auf dem Hof, leider nicht so richtig schön fotografierbar, aber trotzdem interessant.

Viel war nicht los, die niederländische KLM brach in Richtung Amsterdam auf.

Aus Tunesien kam dann noch ein Airbus der Tunisair vorbei. Besonders daran war der Sticker, welches auf das 70 jährige Jubiläum der Airline hinweist. Das war allerdings schon 2018. Gefreut habe ich mich trotzdem drüber.

Vom Flughafen aus hatte ich überlegt wieder über die A44 Brücke zu fahren, hatte aber noch Lust auf ein paar extra Kilometer und habe die Runde noch nach Düsseldorf Mitte ausgeweitet. Dabei bin ich am Nordfriedhof vorbeigeradelt und dann an der Theodor-Heuss Brücke wieder an den Rhein gelangt.

Am Rheinpark entlang, von dem ich erst beim Blick auf Google Maps weiß das er so heißt ;), bin ich dann in Richtung Landtag und Rheinkniebrücke gefahren. Dort ging es dann endlich wieder über den Rhein und weiter in Richtung Oberkassel.

Am Rhein entlang und dann in Richtung Krefeld führte mich mein Weg auch an einem Ferrari-Autohaus vorbei. An dieser Stelle sei mir auch wieder der Hinweis gestattet, dass ich für den Beitrag weder bezahlt, noch beauftragt wurde, leider ;). Na ja, auf dem Hof stand auf jeden Fall der neue Ferrari F8. Nettes Auto, durchaus. Ich selbst bin eher Fan der Marke Porsche oder Aston Martin, aber der F8 ist schon ein schöner Wagen geworden.

Von den 720 PS der Ferraris ging es dann wieder zu einer MBS und aufs Rad. Diese „MartinBeinStärke“ ist abhängig davon, wieviele Fritten man zuführt 😉 Der Weg zurück führte dann, relativ unspektakulär, über Meerbusch, Osterath und Fischeln zurück nach Krefeld. Zwei ganz witzige Gartendekorationen die ich unterwegs entdeckt habe will ich Euch aber nicht vorenthalten.

Und so ging nach knapp 86 Kilometern meine Weihnachtsradtour zu Ende. Wie so oft habe ich noch einen ReliveClip für Euch und hoffe, es hat Euch gefallen. Wenn es Fragen gibt, nur keine falsche Scheu.

Euer Martin

 

 

 

 

 

 

7 comments

  1. Wieder eine schöne Tour mit herrlichen Bildern aus der alten Heimat, lieber Martin. Als altes Krefelder Mädchen schau ich Deine Bilder immer wieder gerne. In Duisburg war ich in jungen Jahren auch oft, im „Parkhaus Meiderich“, auf den berühmten Melodic Rock Nights, gute alte Zeiten 😉 Dir möchte ich nun noch einen guten Übergang ins neue Jahr wünschen, bleib gesund! Ich freue mich auf Deine nächsten Tourenbilder im neuen Jahr!
    Herzliche Grüße sendet
    Lony x

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