Von Krefeld zum Flughafen und zurück – Flughafenrunde zum 3. Advent

Hallo zusammen,

die Wochenende versuche ich möglichst auf dem Rad zu verbringen. Das ist für mich ein toller, und wichtiger, Ausgleich zum Job. Letzten Sonntag war, wie zuvor das Wochenende auch, Krefeld Start und Zielpunkt. Bezahlt und beauftragt ist nix, und für die Videoinhalte ist immer der Erstellende verantwortlich. Dieses Mal ging es aber nicht nach Westen in Richtung Grefrath und Venlo, sondern nach Osten in Richtung Düsseldorf. Ich nehme Euch mit auf meine „Flughafen-Runde“. Los ging es in der Krefelder Innenstadt. Folgt man diesem Wegweiser an einer Hauswand, landet man wohl nirgendwo so wirklich, hübsch isser aber 😉

Ich hab meinen Weg aber auch so ganz gut gefunden. Das erste Etappenziel war die Rheinbrücke bei Uerdingen. Dazu ging es über den Sprödentalplatz. Am Sonntag führte hier dieser Weihnachtsmann mit seinem Tannenbaumverkauf noch ein einsames Regiment, ab Dienstag dieser Woche kommt dann das städtische Impfzentrum dazu. Beide bringen, hoffentlich, Geschenke die uns gut tun werden.

Recht entspannt ging es dann, mitten auf der Straße, weiter in Richtung Zoo, die Tiergartenstraße ist eine Fahrradstraße, noch gar nicht sooo lange, aber es ist einfach ein gutes Gefühl dort zu radeln. Die Verständigung mit den Autofahrerinnen und Autofahrer via Blickkontakt funktioniert auch super, so war es ein angenehmes radeln bis zur Zoobrücke.

Wenn man über die seit kurzem wieder freigegebene Zoobrücke radelt kann man sogar ein paar Tiere erspähen, Besucherinnen und Besucher zur Zeit natürlich nicht. Ob die Tiere uns Menschen wohl vermissen? Oder ob da jeden Tag Party im Zoo herrscht? Man weiß es nicht… 😉


Über Bockum ging es dann nach Uerdingen. Ich mag es ganz gerne mal Alltagsbilder zu machen, mal mit dem Tele eine Straßen zu fotografieren und dann zu schauen, was es alles zu entdecken gibt. Auf der Uerdinger Straße in Bockum trafen sich zwei Straßenbahnen, im Hintergrund ist die Spitze der Diokirche zu sehen und überhaupt erkannt man, wie viele Straßenbäume wir dann doch haben.

In Uerdingen selbst konnte der wohl der ein oder andere den nahenden Lockdown der Geschäfte gar nicht mehr abwarten und entsorgte sicherheitshalber schon mal den einen oder anderen Einkaufswagen auf einer Brachfläche. Kann man so machen, ist dann halt schon auch irgendwie sinnfrei.

Spannender wurde es dann bei der Ankunft am Rhein. Vor dem Chempark lag das Tankmotorschiff Galileo, Baujahr 1999, und es kam sogar die Sonne raus. Von der Uerdinger Rheinbrücke konnte man auf die Drehbrücke im Krefelder Hafen blicken, ein, vollfunktionsfähiges, Industriedenkmal.

Spannender als der Tanker war aber ein Schiff, welches auf Höhe des Uerdinger Pegels im Hafen lag. Die Carl Straat ist ein einzigartiges Schiff, zumindest noch, in den Niederlanden wird gerade ihr Nachfolger gebaut. Es handelt sich dabei um ein Taucherglockenschiff. Bis zu 10 Meter kann der Ausleger abgesenkt werden und damit der Rheinboden erreicht werden. Es werden damit verlorene Anker geborgen oder Bojen gelegt. Auch Autowracks und Fliegerbomben hat die Crew schon gefunden. Hier gibt es einen Youtubeclip zu dem Schiff. Wie immer bin ich nicht für den Inhalt verantwortlich, spannend ist er aber allemal.

Schön das Schiff mal wieder gesehen zu haben, ist schon eine faszinierende Technik finde ich. Für mich ging es nach der Rheinquerung weiter in Richtung Düsseldorf. Der Radweg dort ist super ausgebaut und man fährt direkt am Rhein entlang in Richtung Kaiserswerth. Auf der einen Seite der Fluss, auf der anderen Seite Rheinauen und attraktive Häuser. So macht das Fahrrad fahren richtig Spaß.

Ziel der Tour war dann der Flughafen Düsseldorf. Immer ein ganz guter Anlaufpunkt, ein bisschen Flugzeuge gucken und sich ablenken, bevor es wieder zurück nach Hause geht. In einem der vielen Foren für Flugzeuginteressierte oder Fotografen hatte neulich jemand die Frage aufgeworfen, ob man den Fotofreunden, auch Spotter genannt, vielleicht bald den Zugang auf das oberste Deck des Parkhauses P7 verbieten würde. Sicherheitsbedenken oder zu große Menschenansammlungen in Coronazeiten waren da ins Feld geführt worden. Sagen wir es so, ich war die ganze Zeit mutterseelen allein da oben und gefährlich sind wir Fotofreaks auch nicht. Wenn man uns da oben aber wegscheucht, dann wegen irgendwelcher Vollidioten, die ihren Müll da oben liegen lassen. Ganz im Ernst, es ist einer der besten Fotoplätze, ohne Verglasung, ohne Kontrolle, einfach nur gut. Macht es den vielen Menschen nicht kaputt, nur weil ihr faule Arschlöcher seid. Verzeiht die Wortwahl, aber das geht gar nicht…

Kann doch nicht so schwer sein, seinen Kram auch wieder mitzunehmen. Ach ja, ein, zwei Flugzeuge gab es auch noch zu sehen. Den interessantesten Flieger, eine Boeing 737 aus der Ukraine, gab es natürlich ohne Sonne, fotografiert habe ich trotzdem.

Im Hintergrund erkennt man die Pylone der Autobahnbrücke der A44 über den Rhein.

Nach dem kurzen Stopp ging es wieder in den Sattel und langsam zurück in Richtung Krefeld. Dieses Mal aber über Strümp, also nicht am Rhein entlang. Über Lohausen führte mich mein Weg dann weiter. Über die Lilienthalstraße zu radeln ist schon cool, man quert dabei nämlich die A44, neben einem laufen Bahngleise und darüber befindet sich ein Kreisverkehr. Schon irgendwie Wirrwar, aber auch interessant anzusehen.

Durch den Lantz’scher Park ging es in Richtung Rheinbrücke. Immer wieder ist das ein schönes Stück für mich, die Skulpturen und die kleine Kapelle im Park sind sehenswert und die Fahrt über die Brücke finde ich auch immer toll, man kann dann soweit den Rhein hinaufschauen.

Auf dem Weg in Richtung Strümp zogen schon arg dunkle Wolken auf, ich bin aber tatsächlich auf der ganze Tour nicht nass geworden. Was echtes Glück war, es sah nämlich oft nach Regen aus und kaum war ich zu Hause die Tür rein, fing es auch an zu regnen. Schön wenn man da wettertechnisch auch mal Glück hat ;).

In Strümp habe ich dann auch den Weihnachtsmann wieder getroffen, mittlerweile ist er auf alte Autos umgestiegen ;). Am Ortsausgang ist ein Autohändler oder ne Werkstatt oder sowas, da stehen auf jeden Fall ab und an echt sehenswerte Autos auf dem Hof, gelegentlich, so wie dieses Mal, sogar mit prominenter Besatzung.

Über Fischeln führte mein Weg mich dann zurück nach Krefeld Mitte, dort natürlich wieder über die Promenade, ich versuche das Stück eigentlich immer in meinen Touren mit einzubauen, dort zu radeln ist einfach klasse.

In der Innenstadt habe ich mir noch die Installation „Krefelder Leuchten“ angesehen. Dadurch, dass es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt gibt ist das Stadtmarketing kreativ geworden und hat, zusammen mit der freien Szene, diese Installationen auf die Beine gestellt. Wir haben in Krefeld seit einiger Zeit einen zweigeteilten Weihnachtsmarkt, zum einen eine klassische Variante, mit Reibekuchen, Glühwein und dem ganzen Gedöns 😉 und zum anderen den „Made in Krefeld“ Weihnachtsmarkt. Dort gibt es Produkte aus der Region, Kunst und Musik. Und all das fällt ja dieses Jahr weg, deshalb das Krefelder Leuchten. Hier gibt es noch ein paar weitere Infos dazu, läuft noch ein paar Tage.

Unter dem strengen Blick des Kaisers vor seinem Museum kam ich dann auch wieder zu Hause an. Wie immer gibt es noch ein Relive Video am Ende und ich hoffe, Euch hat die kleine Runde gefallen. Knappe 60 Kilometer waren es am Ende.

Wenn ihr noch Fragen zur Tour habt, nur keine falsche Scheu,

Euer Martin

2 Gedanken zu „Von Krefeld zum Flughafen und zurück – Flughafenrunde zum 3. Advent

  1. Hallo Martin, wieder mal super!
    Sind einige für uns neue Abschnitte enthalten. Traue mich nicht nach dem Track zu fragen?
    Schöne restliche Adventszeit
    Mit sportlichem Radlergruß
    Petra

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