Kunst, Eisenbahn und Wasser – Krefeld, Moers, Rheinberg

Hallo zusammen,

der Blogbeitrag folgt, mal wieder, einige Zeit nach der eigentlichen Tour, man kommt ja zu nix ;). So, jetzt aber zur Tour. Es ist für mich, und meine Motivation, immer besser, wenn ich mit einem konkreten Ziel unterwegs bin. Dieses Mal wollte ich mir ein paar Kunstwerke im öffentlichen Raum und Eisenbahnen anschauen. Aktuell wird in Duisburg eine Rheinbrücke saniert, die Schienen bekommen neue Schwellen, deshalb werden viele Züge über andere Strecken umgeleitet und ich hatte die Hoffnung ein paar von diesen Umleitern fotografieren zu können. Was die Kunst angeht, immer mehr tolle Kunst findet sich einfach so, draußen, an Häuserwänden, an Garagentoren. Haltet mal die Augen danach offen, es kann sich lohnen.

Am Stadtgarten vorbei und durch den Kaiser-Wilhelm Park führte mich mein Weg in Richtung Hüls und Umweltzentrum. Ein erstes interessantes Bild prangt dann schon an Bruckersche Straße an einer Wand.

Einen Katzensprung weiter radelt man schon auf das Umweltzentrum an Hülser Berg zu. Neben der Funktion als Umweltzenturm findet man dort seit 2015 die Wood Art Gallery, welche im Rahmen des Krefelder Perspektivwechsels entstanden ist. Dabei haben 20 Künstlerinnen und Künstler aus neun Ländern wunderbare Streetart geschaffen. Bis zum heutigen Tag kann man sich dort frei bewegen und das Ganze auf sich wirken lassen. Solltet ihr unbedingt mal tun, wenn ihr in der Ecke seid.

Vom Umweltzentrum sind es nur wenige hundert Meter bis zum Beginn des Grafschafter Rad- und Wanderweges, welcher nach Moers führt. Direkt hinter dem Bahnhof der Krefelder Museumseisenbahn „Schluff“, welche leider dank Corona im Moment nicht unterwegs ist, startet der Weg. Ich hab Euch hier mal ein Bild aus einer der letzten Fahrsaisons des „Schuff“ angehangen. In normalen Zeiten ist der Bahnhof am Hülser Berg ein guter Pausenpunkt bevor es weitergeht.

Den Rad- und Wanderweg kann man dann bis Moers radeln, das sind ungefähr 12 Kilometer. Bis auf ein kurzes Stück, bei dem man die Autobahn A57 unterquert, radelt man auf einer ehemaligen Bahntrasse. Kurz vor dieser Stelle findet man dann wieder Kunst, dieses Mal geht es unter die Meeresoberfläche ;).

Ich hatte in einer der letzten Touren ja schon mal beschrieben, wie wunderbar es sich auf diesem Stück Weg fahren lässt, zwischen Feldern hindurch und lange baumbestandene Sichtachsen machen das Ganze sehr angenehm.

Am Endes des Weges landet man dann am Bahnhof Moers, ich bin dann noch etwas weiter gefahren und habe eine Rast am Abzweig Meerbeck eingelegt. Nicht zu lange, es ging ja ums radeln, nicht ums pausieren, aber ein, zwei interessante Lokomotiven habe ich dann doch vor die Linse bekommen. Die Stelle dort ist recht gut einsehbar, so dass man auch als Eisenbahnfotograf ein bisschen mit den Perspektiven spielen kann.

Wer ein bisschen auf Lost Places Charme und alte Technik steht, dem empfehle ich in das Gewerbegebiet direkt neben der Bahn zu fahren, dort findet sich an der Konrad-Zuse Straße ein Gelände, auf dem alte Lokomotiven vor sich hin rosten. Hat was. Das Ganze ist frei zugänglich und man kann interessantes entdecken.

Das nächste Ziel sollte Rheinberg sein. Also ging es weiter, erst am alten Bahnhof Rheinkamp vorbei, der seit einiger Zeit wieder als Rangierbahnhof genutzt wird und dann nach Rheinberg hinein. Dort gibt es dann auch wieder Kunst an Wänden zu entdecken, erst an einer Schule und dann am Ortsausgang.

Die Europaschule am Pulverturm, auf dessen Wänden sich einige Gemälde finden, heißt so, weil auf einer Wiese hinter der Schule ein alter Pulverturm steht, beziehungsweise das, was davon noch übrig ist.

Durch die hübsche Altstadt von Rheinberg ging es dann weiter in Richtung Orsoy, direkt am Rhein. Rheinberg ist wirklich ein hübsches Städtchen und am Ortsausgang gab es dann auch nochmal Kunst an einer Häuserwand zu sehen.

Landschaftlich schön ging es nach Orsoy, man kann dort an einer Landstraße entlangfahren oder links abbiegen und zwischen Feldern und Teichen in Richtung Rhein radeln. Ich habe mich für die schönere Variante entschieden. In Orsoy selbst habe ich nur kurz angehalten für ein Foto an einer Hauswand und dann führte mich mein Weg weiter.

An Binsheim vorbei führte mich meine Route dann direkt runter an den Rhein, dort bin ich dann bis nach Baerl entlanggeradelt. Dort findet sich bei Rheinkilometer 787,48 ein Myriameterstein, ein altes Vermessungsinstrument. Schon spannnend.

In Baerl habe ich dann eine kurze Pause eingelegt, normaleweise steht dort immer ein Eismann, der war auch dieses Mal vor Ort, allerdings verstärkt durch eine Grillbude mit Bratwürstchen und Getränken. Kein blöder Standort, dort kommen ne Menge hungriger Radler und Spaziergänger vorbei. Also bin ich schwach geworden, habe ne Wurst gegessen und Schiffe geguckt. Das Leben kann schlimmer sein 😉 .

Nach der Pause, und gestärkt von der Wurst, ging es wieder in den Sattel und weiter im Text. Durch Asterlagen nahm ich langsam Kurs auf heimische Gefilde. Kilometerlang neben einer aufgelassenen Bahnlinie führt der Weg dann in Richtung Elfrather See.

Nicht ohne nochmal an Kunst vorbeizuführen. Der Schäfer mit seinem Schaf prangt auf einem Trafohäuschen am Wegesrand. Direkt danach habe ich, mal wieder, eine Lokomotive entdeckt, dieses Mal im Gleisvorfeld des Bahnhofs Trompet.

Am Elfrather See angekommen war das Wetter auch endlich so, dass man froh war, die Wohnung in Sicht zu bekommen. Windig und es begann zu nieseln. Im wilden Slalom um die, doch recht aggressiven, Gänse herum ging es weiter in Richtung Stadtmitte.

Im Stadtwald habe ich dann tatsächlich nochmal eine Pause gemacht, aber nicht, weil ich nicht mehr konnte, sondern weil die Bäume da den Starkregenschauer ganz gut abgehalten haben. Im ausklingenden Regen habe ich dann die letzten Kilometer bis nach Hause in Angriff genommen.

Wieder war es eine tolle Tour durch unsere Region, die viel vielfältiger und spannender ist, als man oftmals glaubt. Ich hoffe euch haben die Ein- und ausblicke gefallen. Ich habe noch ein Relive Video für Euch und stehe ansonsten in den Kommentaren für Fragen zur Verfügung 😉 Bleibt sicher, gesund und kommt immer gut an…

Euer Martin

 

4 Gedanken zu „Kunst, Eisenbahn und Wasser – Krefeld, Moers, Rheinberg

Schreibe eine Antwort zu Uli Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.