Wandern in Belgien – ein Lebenszeichen von mir ;)

Hallo Leute,

es wird mal wieder Zeit für ein Posting, es tut mir leid, dass es hier so lange, so ruhig war. Es ist viel passiert in der Zwischenzeit. Nach über 11 Jahren haben ich zum 1. November meinen Job gewechselt. Wer mich kennt, oder diesen Blog hier schon länger verfolgt, der weiß, dass ich in der Mediothek Krefeld gearbeitet habe und dort, neben vielen anderen Tätigkeiten, für den großen Bereich des, neudeutsch, Community Bulidings zuständig war.
Ende Oktober hieß es dann Abschied nehmen, das war gar nicht so einfach, aus vielen Kolleginnen und Kollegen sind Freundinnen und Freunde geworden. Seit November arbeite ich jetzt also knappe 200 Meter von alter Wirkungsstätte entfernt im Amt für Presse und Kommunikation der Stadt Krefeld und ich bin gerade in diesem Prozess, in dem ich unfassbar viel lerne und versuche zu verstehen, wer in der Verwaltung für was zuständig ist. Es ist auf jeden Fall sehr spannend und ich bin sehr gut von meinen neuen Kolleginnen und Kollegen aufgenommen worden.

Vorbildlich wie ich nunmal bin, bin ich natürlich weiterhin mit dem Rad zur Arbeit gefahren, das ging auch genau einen Tag gut, am zweiten wurde es mir, trotz zweier Schlösser, direkt vor dem Rathaus geklaut. Ich bin ein netter Mensch, ich wünsche niemandem etwas schlechtes, aber wenn der Dieb Hämorrhoiden so groß wie Basketbälle am Arsch kriegen würde, wäre ich nicht böse ;). Im Ernst, danach habe ich erfahren, dass es einen Fahrradkeller gibt….nun ja. Mein geleibtes Stevens Bike ist auf jeden Fall erstmal wech. Weder finanziell noch zeitlich habe ich es bisher geschafft für Ersatz zu sorgen und so gab es eben in der letzten Zeit keine Radtourberichte mehr. Das soll sich aber im kommenden Jahr wieder ändern, also bitte, wenn ihr wegen der Radtouren hier seid, bitte noch nicht entfolgen, es wird weitergehen….irgendwann ;).

Wandern in Belgien

So, jetzt aber zum Kern dieses Postings hier. Bereits vor einiger Zeit habe ich, neben dem Radeln, das Wandern für mich entdeckt. Die erste Tour war die am Galgenvenn, schaut mal HIER. Dieses Mal war ich in Belgien unterwegs und am Ende waren es immerhin knappe 8 Kilometer. Echte Wanderer liegen wahrscheinlich vor lachen unterm Tisch, für mich waren die 8 Kilometer bergab und bergauf bei fiesem Regenwetter aber schon eine Herausforderung.
Los ging es am Haus Ternell, einem früheren Forst- und Zollhaus am Rande des Hohen Venn. Von dort aus hatte ich mir eine Route zurechtgebastelt, die mich erst bergab bis an den Bach, oder aktuell war es, wegen des ganzen Regens die letzten Tage dort, eher ein Fluss, Hill.

Der Weg ist ganz gut ausgebaut, ab und an etwas glitschig, zumal bei dem Wetter, aber ich habe die Natur wirklich sehr genossen. Nach einigen, wenigen Metern war ich ganz allein und es gab nur das Rauschen der Bäume und das gurgeln der vielen Rinnsale und kleinen Wasserfälle am Wegesrand. Man kommt da sehr zu sich selbst. Es hat tatsächlich etwas meditatives und hilf den Kopf frei zu bekommen.

Es ging ein gutes Stück bergab, so das mir das Laufen sehr entspannt vorkam, die Tatsache, dass ich das ja irgendwann alles auch wieder hinauf laufen müsste, habe ich mal geflissentlich ausgeblendet und den Moment genossen.

Als das rauschen des Wassers immer lauter wurde, war ich auch am tiefsten Punkt der Wanderung angekommen, dort floss das Wasser der Hill mit ordentlich Tempo an mir vorbei. Ih hab dann eine kleine Pause gemacht und ein bisschen die Ruhe und das Wasser genossen.

Von nun an geht es bergauf ;). Ansich ein guter Satz, aber wenn man das selbst in den Knochen merkt ;). Ne, im Ernst, es ging bergan, war aber gut zu schaffen. Mir hat der Tag und der Trip wirklich Spaß gemacht. Ein richtiger Wanderer bin ich sicher noch nicht, aber ich denke, ich werde solche Touren in Zukunft öfter mal machen und so Abwechslung zum radeln schaffen.

Vorbei an Laub und mit Moosen bewachsenen Steinen und Ästen ging es wieder hinauf in Richtung Startpunkt. Mittlerweile war ich dann auch ziemlich durchnässt und nicht böse, wieder am Auto zu sein, missen möchte ich diese 8 Kilometer aber nicht, sie haben Spaß gemacht.

Genau wie bei den Radtouren habe ich auch hier wieder ein kleines Relive Video für Euch. Lieder sind die, in der kostenfreien Version, nicht in HD, vielleicht müsste man da doch mal etwas Geld in die Hand nehmen, mal sehen, erstmal brauche ich ein neues Fahrrad ;).

Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen, auch wenn es dieses Mal keine Radtour war. Bleibt mir gewogen,

Euer Martin

 

 

4 Gedanken zu „Wandern in Belgien – ein Lebenszeichen von mir ;)

  1. Ach Mensch Martin, ich könnte Deinen Post 1:1 hier kopieren, das gibt es doch nicht. Ich hatte letzte Woche meinen letzten Arbeitstag nach 10 Jahren in der Viersener Kreisverwaltung und fange ebenfalls noch einmal in einem ganz anderen Bereich an. Ich bin auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge gegangen, so viele Kollegen sind inzwischen zu Freunden geworden und ich hatte nur 10 Minuten Fußweg zur Arbeit… für meinen neuen Arbeitsplatz muss ich ins Auto steigen – im Sommer versuche ich es aber mit dem E-Bike. Ich wünsche Dir auf jeden Fall einen superguten Start beim neuen Arbeitgeber (auch wenn Du nun schon 2 Monate dort arbeitest) und hoffe, Du hattest schöne Weihnachtsfeiertage. Deinem Fahrraddieb wünsche ich übrigens ebenfalls gerne extragroße Hämorrhoiden, einfach nur unbrauchbar solche Typen… Komm gut ins neue Jahr, liebe Grüße sendet Lony

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  2. Lieber Martin,
    als Mitglied im privaten Wanderclub „Himalaya“ und als Hobby-Wanderer (bei meinen Kindern waren meine Abkürzungen berühmt und berüchtigt) kann ich nur sagen, das jede umweltfreundliche Mobilität ihre besonderen Sonnenseiten hat. Und in Belgien gibt es in Bergen und an Flüssen einiges zu entdecken. Vielen Dank für die Anregung und dir ein gutes neues Jahr mit weniger Flugzeugen und mehr Rafting (aber jedem seine Leidenschaft) Kalle

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  3. Schöne Gegend – früher sind wir auch oft dort gewandert, an der Hill entlang, ins hohe Venn…
    8km sind schon ganz ordentlich finde ich.

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  4. So ein Fahrraddiebstahl tut einem in der Seele weh, weil man mit dem Rad so viel erlebt hat. Da hilft nur eins: rasch wieder ein Rad besorgen und evtl. für kleines Geld noch ein (gebrauchtes) Stadtrad, das man auch leichter mal draussen stehen lässt. Plus ein sehr gutes Schloss.

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